Thursday, October 09, 2014

Frankfurt Splitter 1

Landesrat Christan Buchmann lud eine illustre Autorenrunde zur Frankfurter Buchmesse. Mit dabei u. ab. Cordula Simon, Martin G. Wanko sowie Maria Gamillscheg und Marcus Pöttler, Fachverbandsobmann Michael Kernstock, sowie WKO-Buch/Medien-Obmann Geor Glöckler, KSG-Chefin Angelika Vauti-Scheucher.



Alle!

Jürgen Christian Kill vom Liebeskind Verlag: "Das Buch muss einem gefallen, aber verkaufen sollte es sich halt auch!"


Thomas Kock, Haberer aus Stuttgart macht am Ö-Stand "einen auf Wanko" ;)


Fotos und Texte: Wa. (außer Gruppenfoto: WKO / Klaus Krainer)

Monday, October 06, 2014

Sick! ... Vom Millionär zum Telerwäscher.

Sick, Sick, Gernot Sick!

Nein, hier geht’s um keine Befindlichkeitsstudie der Stadt Graz (No Cash, „Sick“ durch Verbote, Feinstaub, angfressene Gsichter, was weiß ich …), sondern um das dritte Kabarettprogramm des ehemaligen Nationalteamspielers Gernot Sick, der mit dem GAK 2003/04 u.a. Meister und Cupsieger wurde und sich als Verteidiger auch als Cuptorschütze einen Namen machte. „Vom Millionär zum Tellerwäscher“ heißt sein erstes Solo-Programm. Der Wa. war bei der Vorprämiere dabei, demnächst im Café Stockwerk, Graz.


Machen wir hier einen kleines Frage und Antwort Spiel: (Also, an alle Pfosten, die das lesen: Hier spricht nicht der Sick zu euch, sondern hier spricht der Wanko zum Wanko, alles klar?)

Kann man das Sick-Kabarett auch ohne Fußball-Insiderwissen anschauen?

Ja, das geht sehr gut, weil gerade nach der Pause sind einige sehr schöne allgemeingültige Aussagen dabei. Und auch WITZ!!
Kann man den Sick als „Schwarzer“ anschauen?
Na klar, wenn man das Malträtieren eines schwarzen Sackerls verkraftet …
Sind die Witze immer die gleichen?
Nein, dieses Mal hat er den Gregerl im Koffer gelassen und den Kevin ausgepackt. Der Kevin wird sein Alter Ego nicht sein, dafür war der Sick immer zu erzogen, aber der Kevin ist so eine Randfigur der Gesellschaft und manchmal hilft noch der Opa aus. (Highlight: "Opa auf dem Maturaball").
 
Die "Aktiven" Joachim Standfest und Ralph Spirk - der eine hätte gerne den dritten Meister, der andere würd gerne aufsteigen!
 

Und, spielt der Sick auch Gitarre?

Ja, die beste Sick-Gitarre, die es bis jetzt gab! Die Lieder zum Gutteil gelungen und wenn man den Sick sehen will, freut man sich natürlich, wenn er spielt.
Sind Promi-Kicker auch dort?
Ruft der Sick, kommen die Kicker. z.B. Joachim Standfest, Ralph Spirk oder Gregor Pötscher. Auf der anderen Seite konnte man Interview-Talent Günther Neukirchner wahrnehmen. Es darf angenommen werden, dass einige weitere Promi-Kicker in die nächsten Vorstellungen kommen.
Kurzkritik: Sicks Kabarett wird nach kurzer Eingangsphase immer besser. Läuft rund bis zum Schluss, gerade die Momente in denen es nicht (zwingend) um den Fußball geht, sind überraschend gut gelungen!
Termine und Infos gibt’s hier: kabarettschaftsbund

Text und Fotos: Wa. - Die Redaktion bedankt sich für die freundliche Einladung.


Gregor Pötscher weiß, welcher Sponsor nicht geht. ;)

 

Saturday, September 13, 2014

Jaaaaa und neieeeeeiiin!


NO!

Zwei Autoren gehen auf Reisen. Der eine ist auf Suche nach sich selbst, der andere ist auf der Flucht.
Berlin ist nach wie vor die Kreativhauptstadt Deutschlands. Vielleicht nicht mehr so sehr wie nach der Wende, dennoch zahlt es sich gerade für junge Autoren aus, ihren Fußabdruck in der Metropole zu hinterlassen. Nach seinem Szene-Roman „Genau mein Beutelschema“ legt Sebastian Lehmann mit „Kein Elch. Nirgends“ seinen zweiten Roman vor, der in der bundesdeutschen Hauptstadt spielt.

An der Oberfläche

Neeeiiin, Lehmann!

Der Protagonist Sebastian fühlt sich in seiner Haut nicht wohl. Die 30er-Krise geistert in seinem Kopf herum, ein neues Lebensziel soll gesucht werden, zumindest ein Motto. In kleinen Geschichten macht sich Sebastian deshalb auf die Suche nach einem lebenden Elch in freier Wildbahn. Dazu reist er um die halbe Welt und kehrt mehr oder minder ohne Ergebnis nach Berlin zurück. Das Buch will hier mit Alltagstexten punkten, die auch mal ins Absurde gehen, bloß funkt das halt nicht. Da merkt man auch zu stark, dass Lehmann von der Bühne kommt. Kann schon sein, dass das auf der Bühne hinhaut, aber im Printformat nicht. In Bezug auf deutsche Alltagsliteratur (Pop-Literatur) sollte man weiterhin auf die frühen Werke der Autoren Florian Illies oder Benjamin von Stuckrad-Barre zurückgreifen.


YES!

Jaaaaaaaaaaaaaaaaaa! Nic Pizzolatto!!!
Auch er schickt seinen Helden, den Auftragskiller Roy Cady, auf Reisen. Der Trip beginnt in der Jazzhauptstadt New Orleans und endet in der texanischen Kleinstadt Galveston. Der Autor lässt seinen Heden gleich zu Beginn des Romans an Lungenkrebs erkranken. Dazu gerät Roy in eine selbstverschuldete Schießerei in einem Bordell. Aus dieser Schräglage befreit ihn der Autor durch inhaltliches Gespür und literarisches Talent. Zum einen rettet Roy eine minderjährige Prostituierte und bringt sie aus der Stadt und diese befreit dann noch ihre kleine Halbschwester aus den Klauen ihres Vaters. Zum anderen mutiert Roy auf der Flucht vom brutalen Killer zu einem väterlichen Beschützer mit Ablaufdatum.

 Gefühle ohne Kitsch

Das was hier vorliegt, ist große amerikanische Erzählkunst. Beste Beschreibungen und ausgefallene Gegenden lassen den Leser das Land neu erleben. Hier wird nicht viel herumgeredet, trockenes und treffsicheres Artikulieren machen den Roman trotz schwierigem Inhalt zu einem Lesevergnügen. Dass Pizzolatto ein fundierter Drehbuchautor ist, ist an der Struktur des Romans abzulesen. Gut gesetzte Wendepunkte geben der Geschichte viel Kraft und lassen den Antiheld zu einem tatsächlichen Liebling werden. Dass die Geschichte jedoch nicht in den Kitsch abdriftet, hat mit dem Gespür des Autors zu tun, eine lebensnahe Geschichte zu schreiben, aber nicht auf die Tränendrüse zu drücken. Der haut einfach trocken drauf und ZACK!

Martin G. Wanko

Sebastian Lehmann: „Kein Elch. Nirgends“, 207 Seiten, Aufbau Verlag

 Nic Pizzolatto: Galveston, 253 Seiten, Metrolit Verlag



Sunday, September 07, 2014

Schilcherlauf mit Bier im Ziel.


Über 2000 Lauf-Menschen


Also, noch haben wir nicht alle interessanten Halbmarathons in Ö geschafft, noch lange nicht. Gestern war der „Stainzer Schilcherlauf“ dran. Wettermäßig war es halt viel Pech, dass die Weststeirer gleich mit einem Regenguss die Lauf-Herbst-Saison einläuteten. So fehlte halt auch der Landschaft, Sonnenblumenfelder die Schönheit, und man läuft ja auch mit dem Auge! Egal!

Wanko und der Wolf, mit herzl. Dank ans Sport Aktiv und dem Veranstalter.

Vielleicht hätte ich zu Mittag nicht so viele Spaghetti essen sollen, bei KM 4 wollten die raus. Bei KM 5 lenkte mich zum Glück das klatschende Publikum so sehr ab, dass ich aufs Kotzen vergaß. Eh super. Für Marathons eine Seltenheit: Gute Musik. Ich rede nicht von den Live-Bands, aber zumindest gab’s aus der Konserve Weezer, die J. Geils Band und Ähnliches zu hören, Soundpartal-Schule also. Die House-Musik war auch irgendwie okay, aber kann es denn nicht mal einen Lauf mit „nur“ coolem Sound geben? Ich will wirklich nicht zwingend mit den Sennheisern herumdüsen, irgendwann wird ich’s wohl.

Vielleicht noch eines: Hi, Pentek-Time, die neuen Laufchips sind absoluter Dreck, habe meinen fast verloren, musste ihn wieder rauftun und habe einige auf dem Weg liegen gesehen. Vielleicht wieder auf die runden Dinger zurückgreifen, die waren besser handhabbar. Cool: „Wolf“ Wolfgang Kühnelt hängte Minister Gerald Klug ab und WKO-Stmk.-Präse Josef Herk lief im Schnitt 13,59 km/h.

Hund freut sich!

Wie gesagt, das Wetter war viel Pech. Schilcher hätte ich mir nicht im Lauf, sondern nach dem Lauf erwartet, zumindest alternativ zum Dosenbier. Alkfreies Bier kennt man in der Lauf-Steiermark so und so nicht. Warum man heuer die qualitativ sehr guten Laufleiberl in Pink machte, bleibt für mich unverständlich, die Farbe mögen halt sehr wenige Männer und also fehlen sie als Werbeträger J. – Fazit: Egal ob Schilcher oder Römerlauf, sie sind beide steirische Klassiker, mit einer sehr eigenen Aura. Der Graz Marathon wird sich anstrengen müssen, will man hier mithalten können, denn die Teilnehmerzahl ist nur ein ausschlaggebendes Kriterium. Auch das Grazer Publikum, das national eher als Schlaftablette verschrien ist, sollt sich langsam einüben J

Wa.

(Fotos: (C) Foto 1 Veranstalter, Foto 2 u 3: Wanko.)

Tuesday, August 19, 2014

Von Bachmann zum Krimi und 99 Fragen.




Kurz zur Erinnerung: Franzobel war 1995 Bachmann-Preisträger. Knapp 20 Jahre und einige Bücher später, unter anderem den damals sehr hoch gehandelten Roman „Das Fest der Steine oder Die Wunderkammer der Exzentrik“, legt Franzobel nun seinen ersten Krimi vor. Somit ist Franzobel der einzige österreichische Autor, der sich – relativ erfolgreich – wirklich in allen literarischen Gattungen versucht hat. Aber was kann der Franzobel-Krimi?

Kurz zum Inhalt: Edgar Wenninger ist ein 400-Meter-Läufer, Olympia-Bronze-Gewinner und x-facher Staatsmeister. Er wird wegen Doping verurteilt und begeht Selbstmord, als er aus dem vierten Stock eines Wohnhauses im 6. Wiener Gemeindebezirk springt, aber war es wirklich Selbstmord? Es muss also ermittelt werden, mit Kommissar Groschen als Hauptfigur. Franzobel schrieb einen typisch österreichischen Krimi. Das heißt, der Krimi ist mit tollen Nachnamen gespickt, ist jedoch wie die österreichische Mentalität, sehr träge. Da hat sich seit Alfred Komarek zu wenig getan. Ich glaube, hier wird zu wenig über den Plot nachgedacht, sonst könnte ja mehr passieren. Dass Franzobel hier den Doping-Wahnsinn im Sport hinterfragt, auch den „plötzlichen“ Rücktritt eines Stars im österreichischen Ski-Team, ist gut, demgegenüber fehlt jedoch die große Skurrilität in den Figuren, die Franzobel Romane und Stücke immer auszeichneten. Nice try, aber das nächste Mal bitte mit mehr Pfeffer und nicht so eindimensional.
 


99 Fragen

Über Moritz von Uslar gibt es viel zu berichten. Mit „Deutschboden. Eine teilnehmende Beobachtung.“ schrieb er einen interessanten und einfühlsamen Roman über den tristen Alltag in der Brandenburger Kleinstadt Zehdenick. Uslar mag man aber vor allem, weil er sehr frech ist und wunderbare Interviews macht. Mit dem Sammelband „100 Fragen an …“ machte er vor einigen Jahren Furore, immerhin brachte er damit Prominente wie Mick Jagger und Heidi Klum zur Verzweiflung oder zur Besinnung, je nachdem. Nun legt Uslar seinen neuen Interview-Band „99 Fran an …“ vor. Uslar scheint gereift zu sein, er geht seine Fragestunde nun ruhiger an und liegt damit trotzdem nicht schlecht. Den krebserkrankten Helmut Dietl sowie den manischen Werner Herzog bat er zum Gespräch. Unterwürfig ging er zum Literaten Hans Magnus Enzensberger, keck zu Diane Krug und ein jetzt gar nicht so unkritisches Interview holte er sich bei Anna Netrebko ab. Ob’s jetzt wirklich klug von ihm war, brav und gesittet geworden zu sein, ist fraglich, dennoch kann er mit seinen unerwarteten Fragen immer wieder für Spannung sorgen und an die Grenze von manchen Interview-Partnern geht er noch allemal: „Ich würde mich nicht noch einmal von ihm interviewen lassen“, meint zum Beispiel Angela Merkel.

 

Franzobel: „Wiener Wunder“, 222 Seiten, Zsolnay.

Moritz von Uslar: „99 Fragen an …“, 306 Seiten, KiWi. 


 
 


Tuesday, August 12, 2014

Mit Ossi in Bad Waltersdorf!


Hallo, da bin ich wieder, der Ossi! Weil ich in Vorarlberg sehr brav war, ich hab sogar dem Wanko seine Laufschuhe vom Schlamm befreit, hatte er eine Überraschung für mich parat. Ich durfte zum 25-Jahr- Jubiläum des Kurorts Bad Waltersdorf mitfahren!

Peter Müller mit Franz Rath und dem Nostalgiebus.
 
Die Hinfahrt war natürlich eine Katastrophe, weil ich ihn um 2 Minuten zu spät geweckt habe. Kann der grantig sein! Aber seine Frau hat gleich geschimpft mit ihm, er soll jetzt endlich brav sein, sonst muss er zu Hause bleiben und darf nicht mit! Dann hat er also Kreide gefressen und als wir dort angekommen sind, war es wunderbar. Ein alter schöner Bus aus den 1960er-Jahren hat uns erwartet, mit Franz Rath und seinem Nostalgiebus sind wir dann durch die Thermenregion gebraust. Da war der Wanko dann schon wieder blöd, wie seine Frau nicht aufgepasst hat, hat er gemeint, der Bus überlebt mich zumindest physisch.

H2O Therme - Flugansicht! Auf dass die Kids am Abend ja müde sind :)


Laufen im „Waterball“ muss gekonnt sein. (Beide Fotos: H2O Therme)

Aber mir war das dann egal, weil wir dann bei der H2O-Therme stehengeblieben sind, und uns von Christian Rotter eben alles über die Familientherme erzählt wurde. Alles für die Familie, mit Hotel zum übernachten. Jung müsst ma sein! Der Wanko wollte mich dann in den „Waterball“ stecken, zum Glück mussten wir dann gleich weiter. H2O Hoteltherme

Franz Pichler und sein prämierter Wein.

Dann ging es gleich weiter zu den Spezialitäten vom Bergstadl und so zu den prämierten Weinen vom Weinhof  Pichler und zu den ebenso ausgezeichneten Fleischspezialitäten. Die Wollschweine sind zwar lieb, hat der Wanko gemeint, aber schmecken tun sie noch besser! Vielleicht net unbedingt Bergstadl so als Name, hat der Wanko dann noch gemeint, der müsst noch origineller werden. Ich finde das aber super! Ich kann nur sagen, unbedingt vorbeischauen, damit man auch hinfindet und ein bisserl eine Vorfreude hat, gibt’s hier den LINK dazu: Der Bergstadl mit den Pichler Weinen.


Altbürgermeister Helmut Pichler mit den Fotos zur Verleihung des Titels „Bad“. Seitdem heißt’s Bad Waltersdorf. Der das Bad weglässt, zahlt übrigens eine Runde. J
Auf der Pressekonferenz erklärten uns die freundlichen Menschen, allen voran der Altbürgermeister Helmut Pichler, wie es zur Thermengründung in Waltersdorf, damals noch ohne „Bad“, kam. Viele Fahrten nach Graz waren nötig, damit „die Burg“ das nötige Geld bereitstellt, das dann mit großer Unterstützung der Bevölkerung und der Gemeinde verdoppelt wurde. Vor der Therme war das ja eine arme Region und heute ist die Freude groß, dass es sogar zwei Thermen gibt. Und stolz war er natürlich, dass ihnen vor 25 Jahren der Titel „Bad“ verliehen wurde! Auf die Gsundheit! 


Die Verantwortung liegt in drei Händen: Bad Walterdorf Bürgermeister Josef Hauptmann, sowie die Thermen-Geschäftsführer Gernot Deutsch (Heiltherme) und Christian Rotter (H2O)
Der Wanko ist ja bekannt, dass er dann noch Fragen stellt und wollte wissen, wie es denn jetzt so um Bad Waltersdorf stehe, es gibt ja schon viele Thermen im In- und Ausland. Dann hat Gernot Deutsch, der Geschäftsführer von der Heiltherme und dem Quellenhotel gemeint, dass es schon viele Thermen geben kann, aber die Erfahrung durch die Jahre holt keiner so schnell auf, sie waren halt die ersten und werden auch immer die ersten bleiben: 30 Jahre Heiltherme und 25 Jahre Kurort. Das hat dann sogar dem Wanko gefallen, zumindest hat er nichts mehr gefragt. 2 Thermenregion Bad Walterdorf

 
Anschließend war dann noch eine Weinverkostung und ein Fußballspiel Winzer vs. Sommeliers. Gewonnen haben übrigens die Winzer mit 6:4. Früher haben da die Gemeinden gegeneinander gespielt, hat der Altbürgermeister erzählt. Da hat‘s schon sein können, dass ein Bürgermeister nicht den Ball sondern das Grün traf und sich dann die Zähen brach … autsch!  

Die Heiltherme, wohl der Diamant der Region. (Foto: Heiltherme)
Dann ging es in die Heiltherme Bad Waltersdorf und ins Quellenhotel. Vor 30 Jahren hatte man nach Öl gesucht und gefunden hat man das heilende Thermalwasser. Heute sprudeln täglich 1,9 Millionen Liter quellfrisches Thermalwasser aus zwei Bohrungen und speisen damit 7 Thermalwasserbecken hat uns dann Manuela Weißenberger erzählt. Reichen soll es noch 200 Jahre.
Wasser beruhigt, auch den Wanko ;)
Für mich ein Segen, dass es dort so ruhig war. Und für mich überraschend, dass der Wanko dort ebenso ruhig und entspannt wurde. Vielleicht war es auch das heilende Wasser, das ihn plötzlich sehr gutmütig stimmte. Ich durfte ins Sportbecken, während er die Massagebecken genoss. Am Abend hatte er dann genug von mir, also konnte ich mir das Nockalm Quintett anschauen. Dort tauchte er dann zum Glück nicht auf. Er hat im Vorfeld noch irgendwas gemurmelt, dass er noch an seinem Drehbuch schreiben sollte, aber in Wahrheit ist er ja dann zu Rene Leitgeb ins Thermenrestaurant schmausen gegangen und dann wieder zur Weinverkostung, aber das ist dann wieder eine andere Geschichte. Ach ja, eines noch: Der Wanko meint, um in die Heiltherme zu gehen, muss man nicht krank sein, es ist halt g'sünder! Heiltherme

Auf bald, Euer Ossi!
Alle Fotos, wenn nicht anderes angegeben: (c) Wankos Blog. Der Text passiert auf eine Einladung zum 25 Jahre Jubiläum nach Bad Waltersdorf. Die Redaktion und Ossi bedanken sich. Schön ist's bei euch - in Hartberg waren wir übrigens nicht ;)))

 
 
 

 










 
 
 

Mit Ossi in Bregenz.



Wanko mit den Bregenzer Festspiel-Monstern.

In Bregenz war es mit dem Herrn Wanko fast schon fesch. Die Eröffnung der Festspiele schaut er sich ja jedes Jahr an, was ich nicht wusste war, dass er auch dort wie ein Idiot läuft. Ich hab ihn dann gefragt, wovor er denn wegläuft, er hat gemeint, er läuft nicht vor etwas weg, sondern auf etwas zu. Auf was er zuläuft, hat er mir nicht verraten.
 
Bregenzer Festspieleröffnung:  Weißwein futsch!


Die Zauberflöte habe ich mir leider nicht anschauen dürfen, weil ich ihm bei der Eröffnung keinen Weißwein organisiert habe, dass es nur noch roten gab, hat ihn nicht interessiert. Als Roter hat er dann dennoch einen Rotwein genommen, aber wenn es wenigstens nur einer geblieben wäre …

Lindau!



Als Dank durfte ich noch nach Lindau mitfahren. Aber anstatt die schöne Seepromenade zu fotografieren, hat der Wanko nur auf einen nüchternen Springbrunnen gezeigt und hat gemeint, das hier, jetzt Foto und nicht immer so viel fragen!

Euer Ossi!



 
 
 
 



Wednesday, August 06, 2014

Ossi Kollmanns Holiday-Comeback!


Der eine läuft, der andere nimmt's gemütlich - dabei waren alle, auch ich, der Ossi!
 

Jetzt ist es wieder passiert! Gerade habe ich gedacht, der Wanko hätte mich endlich fürimmer vergessen und verlassen – immerhin nahm er mich letztmalig 2011 in den unverdienten Zwangsurlaub mit, Mit Ossi on Tour! da ist es nun wieder passiert! Ich war gerade beim Einschlafen, da war seine Stimme im Raum, leise und gemein: Ossi, komm, du musst laufen, der Römerlauf wartet! Zuvor geht’s aber noch zu einem Kick! Sofort hab ich gewusst, es hilft nichts mehr, da muss ich durch! Nach Bregenz hat er mich noch mitgenommen, sehr schön, aber leider nicht schön mit Wanko, auch nach Bad Waltersdorf, vielleicht noch schöner, aber mit Wanko noch viel schrecklicher! Und weil ich einmal gesagt habe, dass die Jugend halt sehr laut ist, hat er mich zu einer Musikveranstaltung Namens Friquänzi oder so ähnlich  zwangsverpflichtet. Die kommt nächste Woche, davor fürchte ich mich halt schon sehr. Dort sind dann viele Menschen mit Gerätmusik am Ohr, oder Lautsprechermusik, und noch viele andere Sachen, hat er mir schon freudig, feurig gedroht. Dafür sind alle anderen Menschen nett zu mir, in diesem Sommer! In den nächsten Tagen kommen also meine Erlebnisse auf diesen Blog, damit ihr wisst, wie arg das alles war.

Auf bald, Euer Ossi!

Da war er noch lustig, der Wanko! (Foto: Veranstalter)
 

Und da war er schon fast zum Fürchten, dabei ... ich sag jetzt lieber nix.
 

Es war sehr heiß, aber es war ein wunderschöner Abend im Juli in Kaindorf an der Sulm, gut für eine Mischung, aber nein, der Wanko wollte unbedingt laufen. Mit ihm auch der Wolfgang Kühnelt und der Bertl Taferner, die waren eh sehr nett zu mir, obgleich der Kühnelt ja auch zu einer argen Horde von Fußballfans gehört, dazu aber später. Aber Wanko hatte an dem Abend Gnade mit mir, drückte mir Skistecken in die Hand und meinte, brauchst nicht laufen, jetzt walk einmal eine Runde. Habe ich auch gemacht und es war alles sehr schön, mit Fackeln und manche liefen sogar als Römer verkleidet. Alles toll, bis der Wanko auf die Idee kam, ich muss ihn permanent fotografieren. Dann habe ich ein Foto von ihm gemacht, wo er ganz arg ausschaut. Das hat ihm auch noch gefallen, dem komischen Menschen.  Mir hat der Römerlauf gefallen und das Bier danach auch! Prost.
 
So sehen Engländer aus, die auch gerne Bier trinken, meint der Wanko, ihm gefällt das.
 

Vor dem Römerlauf waren wir noch bei einem Fußballspiel. GAK 1902 vs. Crystal Palace. Dort waren viele Freunde vom Wanko dort. Die haben alle recht viel getrunken. Ich weiß nicht, ob das sinnvoll ist, hab ich zum Wanko geflüstert, aber der hat nur gemeint, wennst frech wirst, musst mitspielen und hat mir ein Bier ex in den Rachen gesteckt! Zur Strafe habe ich dann noch englische Fußballfans fotografieren müssen. Die waren aber überraschend nett, obwohl sie halt auch viel getrunken haben. Dass die Engländer hoch gewonnen haben, hat den Wanko gar nicht gewundert, aber ich hab mir nix mehr sagen getraut.

Euer Ossi!

© Alle Fotos: Wankos Blog, außer anders angegeben.

Saturday, June 21, 2014

T-Shirt 2 / adidas, 2006


T-Shirt mit Hose, nehme mal an ein Basketballset, ist mir in den Jahren schwer ans Herz gewachsen. Treuer Freund in der Mubu und an heißen Tagen beim Run. Die Kombi Gold und schwarz kommt gut, sehr ghettomäßig, langsam waschen sich die Farben aus, aber trotzdem super Qualität. München bleibt München, Bayern bleibt Bayern, der FCB bleibt der FCB, die 60er die 60er und adidas bleibt adidas – die Kette ließe sich unendlich fortsetzen, so ist das mit den Bayern und das ist auch gut so, obgleich ohne Run DMC und anderen US-Gangsters der Laden nie mehr so taff und cool geworden wäre. Ja mei!

So schau ma aus!


Monsieur Fernandel!

Fronteinsatz!
Fotos und Text (c) Wa.

Sunday, June 01, 2014

Junge Römer und alte Nordkoreaner

 
La Roma!
Leichtlebig, locker, luftig, keine andere Stadt wurde von Federico Fellini so lebendig, verspielt und zugleich sorglos verfilmt, wie das Rom der Nachkriegsjahre. Sandro Veronesi spann den Faden weiter, heraus kommt der Roman „Die Berührten“, eine Zeitreise in die 1980er-Jahre. Veronesi beschreibt eine junge, dekadente Gesellschaft, die sich unbekümmert durch die Stadt treiben lässt.
Ohne Hysterie
Der junge Graphologe Mète ist Teil dieser Generation, doch der Schein trügt. Der Hang zu seiner Halbschwester stellt nicht nur sein beschauliches Leben, sondern auch die Geduld des Lesers auf die Probe: Eine mangelnde Charakterentwicklung der Hauptfigur führt hier zu einer inhaltlichen Sackgasse. Als Kontrapunkt lädt der Autor jedoch in eine pulsierende Stadt ein, die das hysterische Geschrei anderer Großstädte nicht mitmachen muss. Veronesi weiß unheimlich viel von den Plätzen, der Bauart der Häuser und lässt hier ein erstaunliches Lebensgefühl entfalten. Es scheint der literarische Soundtrack zu Falcos LP „Junge Römer“ zu sein, ein ewig unterschätztes Werk. Jedoch hatte Falco einen Vorteil: Er bediente sich dem Zeitgeist und zelebrierte eine aalglatte Welt, ohne Probleme. Sandro Veronesi Roman hätte das auch gut getan.
 


Holyday in Nordkorea!

Christian Eisert ist einer der jüngeren deutschen Autoren, die keine Angst haben, brennend heiße Themen anzupacken. Anzupacken im wahrsten Sinne des Wortes, denn Eisert schreibt nicht nur über Nordkorea, sondern er fährt auch dorthin, um Urlaub zu machen. Das romanartige Sachbuch „Kim & Struppi“ beginnt mit einem Rückblick: Eisert wächst in Ostberlin auf und im Zuge eines Schulbesuchs einer nordkoreanischen Delegation erfährt Eisert über die Existenz einer regenbogenfarbenen Kinderrutsche in einem Vergnügungspark von Pjöngjang. 25 Jahre danach begibt sich Eisert mit seiner Kollegin, der Fotoreporterin Thanh Hoang, auf die Suche nach der regenbogenfarbigen Kinderrutsche.

 Reise in das böse Land

Unter falschen Angaben ergattern sie sich ein Visum nach Nordkorea und gehen mit zwei dafür abgestellten Reiseführern auf Besichtigungstour. Die Betreuer versuchen den beiden Urlaubern ein fast perfektes Land vorzuspielen. Natürlich misslingt die Mission, doch Eisert macht sich nicht darüber lustig, sondern er beschreibt ein Land, das zwar am Abgrund steht, in sich aber doch funktioniert. Hinzu kommt in Nordkorea eine kindliche Naivität, sich an gewöhnlichen Dingen zu erfreuen: Ein schöner Sonnenaufgang, die Mandelblühte und auch Fruchtgummis, die man nicht kennt, sind viel wert. Trotzdem verändern sich die beiden Reisenden. Eisert wird zurückhaltend und paranoid, seine kongeniale Begleiterin Thanh Hoang, wird aggressiv und zugleich verärgert, da Nordkorea naturgemäß einengend ist.

Eisert kommt aus der DDR, er weiß wie Systeme funktionieren, so taucht er in Nordkorea in die Welt seiner Kindheit und Jugend ein. Aber er behält die Übersicht, trockene Kommentare zeugen davon. Fazit: Wie kann man ein 250 Seiten starkes Buch über ein Land schreiben, in dem „nichts“ passiert? Indem man genau hinsieht! Eisert kann das sehr gut. 100.000 Kim Il-sung Porträts konnten ihm die Sicht nicht verstellen.

Wa.

 Christian Eisert: „Kim & Struppi – Ferien in Nordkorea“, Ullstein Verlag, 317 Seiten.

Sandro Veronesi: „Die Berührten“ Klett-Cotta, 384 Seiten.

 

Monday, April 21, 2014

Voll Türkei!

Foto (c) Wa.


T-Shirts sind Trash und Trash sind T-Shirts. Dazu gehören gekonnte Designer-T-Shirts, Fakes und echter Trash. Mein kürzlich erstandenes Türkei-T-Shirt, um 25 türkische Lira, gehört in die Kategorie „echter Trash“, im besten Sinne des Wortes. Nach dem ersten Waschgang ist das türkische Wappen schon leicht brüchig. Einige Male noch, dann schaut es wie 10 Jahre aus. Bestens! Vielleicht verliert das Rot auch noch an Farbe und wird rosa. (Danke, Bernhard M.-R. für diesen Einfall!)
 
Foto (c) Wa.
 

Würde mich aber nicht wundern, malträtierten Halbmond und Stern demnächst bei Designern à la Dolce & Gabbana, im dreistelligen Eurobereich, zu sehen. Dabei ist die Qualität der D&G-T-Shirts bei Gott nicht so stolz wie der Preis. Böse Zungen behaupten, dass gutgemachte D&G-Fakes in der Qualität oft besser abschneiden, als die Originale.
 
Foto (c) Wa.
 

Das Problem bei Fakes ist natürlich der, dass das Motiv dann überproportional oft auf der Straße zu sehen ist, aber egal und echt scheißegal, wenn man dazu stehen kann. Ein gutes Mode-Repertoire wird immer auch gelungene Fakes beinhalten, solange es sich nicht um Luis Vuitton Portmonees handelt. Kann man gut abmischen mit den Originalen und sorgt für Vielfalt.

 

Wa.

 




Friday, April 04, 2014

Wankos run with the Running Roman!

Yo man, dann mal Run! DMC
 

Roman Klug ist ein 1970er-Jahrgang, das ist schon einmal gut. Er ist bildender Künstler, Comic-Zeichner, Mediendesigner und vieles mehr. Roman ist auch Läufer. Das wäre jetzt nichts Außergewöhnliches, wenn Roman nicht 140 kg auf die Wage bringen würde. Wenn man mit Roman läuft, hat man also das Glück aufzufallen, ohne sich künstlich in Pose setzen zu müssen. „Ich esse halt gerne“, meint er und fühlt sich dabei nicht unwohl. „Ich komme zu Fuß in den 5. Stock, ohne abzusetzen, auch meine Schuhbänder bringe ich ohne Hilfe zu.“ Roman geht gerne schwimmen, aber gegen Weihnachten 2013 ist ihm die Idee gekommen laufen zu gehen: „Da zieht man die Laufschuhe an und kann schon losstarten.“ Und deshalb treffen wir uns dann auch. Ein kleiner Lauf mit Roman, in den Iden des März.



Wir laufen vom Finanzamt Graz, Conrad v. Hötzendorf Straße, in Richtung Augarten. Roman schnauft ein bisserl, jetzt aber nicht unangenehm. Er lässt sich auch nicht aus der Ruhe bringen: „Ich laufe zwei Mal die Woche zum Puchsteg und zurück.“ Das sind jeweils 5 km. Für den Anfang sehr gut. Und trotzdem ist er noch „der Alte“ geblieben. „Zuhause nach dem Laufen rauche ich zum Beispiel eine. Ich bin da kein Gesundheitsfreak.“ Ist vielleicht etwas eigen, aber voll ok, denn es muss ja niemand mit Roman mitrauchen.

The Roman und der Wa.
 

Roman, was macht die Kunst? Zum einen arbeitet er an einem Kinderbuch: „Es ist eine phantastische Reise eines Jungen von der Badewanne ins Meer und wieder zurück. Die Herausforderung für mich war Wasser in den verschiedensten Zuständen, Farbigkeiten usw. zu zeichnen und malen.“ Die Texte dazu macht die Engländerin Kate Howlett-Jones. Das zweite Projekt ist die Umsetzung eines Theaterstücks von Sophie Reyer als „Graphic Novel“. „Das Stück „Vogelglück“  beschäftigt sich unter anderen mit dem Leben von Ida Sofia Maly, einer Grazer Malerin, die als psychisch Kranke durch das NS-System umgebracht wurde.“ Klingt jetzt alles ziemlich anstrengend, aber Roman beißt sich da durch, wie überall. Vater ist er auch. Geld muss verdient werden. KM müssen gelaufen werden.

Wa.


Sunday, March 23, 2014

Mit der Radarpistole den Läufer messen!

Bullen messen laufenden Wanko :)
 


16 km Morgenlauf. Bei KM 6 Herrn Kurt Gaulhofer getroffen und schnell einen auf die Roten gesungen. Auch Werner Krug getroffen, der tut ja auch Fallschirmspringen und kann mit zwei gebrochenen Rippen noch schneller laufen als ich, Respect! Am Schärfsten war aber die Bullerei, stehen mit der Radarpistole beim Baumax in der Weinzöttlstraße und messen mich mit: 10,5 km/h hab ich schwer ok gefunden. Strafe gab’s keine, Foto leider auch keines J

Gedanke des Laufes, bei KM 6: „Leben bedeutet Tun. Der Rest ist scheiße.“

Wa.

Wednesday, March 19, 2014

Wanko unartig!

Wa. im Englischen Garten, München / Munich. Foto: M.G. Wanko
 

Ha! Hab ja gleich gewusst, dass Sie ein bisserl pervers sind und bei „Wanko unartig!“ eher auf die Seite gehen, als bei „Wanko läuft!“. Um das geht’s aber und jetzt und wo Sie schon mal lesen, lesen sie einfache weiter – alles klar? :)

Also! jetzt auf Wankos Blog sind ab nun kleine Laufeinheiten oben. Hat viele Gründe: Der Wichtigste: Ich mache mich wichtig. Der Zweitwichtigste: Sie haben einen weiteren Grund mich zu hassen (oder zu lieben). Aber das sind im Übrigen auch die einzigen, ehrlichen Gründe, warum Menschen Blogs machen. - Nur keine Sorge, ich laufe nicht immer alleine, manchmal laufen mir alle davon! ;) Gelegentlich machen wir „Paar- oder Rudellauf“, also bekommen Sie den Senf (steirisch: „Sempf“) von jemanden anderen auch noch ab. Dann und wann kommen Marathons oder sonstige Läufe auf denen ich/wir mitmachen, dann und wann testen wir Schuhe, Fetzen, Laufstrecken, alles halt dann und wann. Es soll jedoch immer etwas mit „Arsch hochlüpfen“ zu tun haben. Und: Texte müssen cool sein.




Wa.'s Youtube-Auftritt, eine spontane "Leistung". Wird  ald mal wiederholt :) ... Wenn Du mit Wanko mal eine Runde machen willst, dann lasse es mich wissen :) über Facebook:
 Martin G. Wanko Facebook oder meiner Homepage: Wankos Homepage .


Sponsoren! Einen habe ich, danke Jobland-Steiermark, einen weiteren hätte ich gerne. Der Brustbereich auf meinem Laufleiberl ist sooo leer. Also, am besten mit mir Kontakt aufnehmen und das über Facebook: Martin G. Wanko Facebook oder meiner Homepage: Wankos Homepage .

 

Schnell! zum heutigen Lauf. 8,8 km. Net viel, aba für einen Morgenlauf sehr ok. Bei zu vielen km verliert man leider die Bissigkeit, die man tagsüber braucht, aba wuascht! Heute nice Weather, wenig Laufheinis unterwegs, weil viele hackeln und noch mehr faul sind, gestaubt hat’s ab der Kalvarienbrück gegen Norden wie in der Prärie Andritz. Beim Rücklauf drei Typen schnell nacheinander gesehen, der erste mit Kinderwagen, der zweite mit Hund, der dritte mit FC Bayern Jogging Anzug. Alle drei voll angefressen, alle drei echt dn volle Lötsch hängen, aber Jungs, lässt sich doch total lecht lösen: Kind weg, Hund Weg, FC Bayern weg! Kurz darauf noch Pia Hierzegger getroffen und Übers Laufen gequatscht. Pia meint, ich laufe schnell, na ja, hab versucht mit ihrem Radl mitzuhalten :)

Ja! Auf alle Fälle schön wars, ein kleines Selfi-Video haben wir gemacht und natürlich gab’s von der Holding (noch) kein Wasser aus den Stadt-Brunnen, Graz muss ja sparen ;). Liebe Läufer, Radfahrer und Hundstrümmerl-Verteiler: Voll verschwitzt bei der Holding Graz am Andreas-Hofer-Platz rein und bei der lieben Vermittlung nach Wasser fragen. Ganz viel Wasser! Die Holding als Service-Unternehmen der Stadt Graz freut sich sicher schon auf euch.  

Running Wa.!

P.s.: Eines noch, ich glaub ich brauch’s eh nicht sagen aber auch auf den Laufseiten gilt: Per sempre rosso! GAK!

Saturday, March 08, 2014

George V. Higgins: Schmuddelige Bars & Telefonzellen.



Für Krimis der alten Schule braucht es hingegen nicht viel. Pistolen zum Beispiel, Knarren, wie sie so schön heißen, dann und wann auch Sturmgewehre, Waffenschieber, einen Haufen Banknoten und Menschen, die nicht zwingend einer geregelten Arbeit nachgehen wollen. George V. Higgins war einer der großen amerikanischen Autoren, denen eines klar war: Sämtliches soziologisches und psychologisches Gerede braucht der echte Krimi nicht, solange er einen straffen Inhalt hat. Und dieser lebt vor allem von erstklassigen Dialogen sowie listigen Handlungsverläufen.

Higgins wusste genau wie der Hase läuft, war er doch hauptberuflich Anwalt und vertrat in der Watergate-Affäre den Black-Panther-Aktivisten Eldridge Cleaver. Seinen wiederentdeckten Roman „Die Freunde von Eddie Coyle“ siedelt er jedoch in der Unterwelt Bostons an. Eddie Coyle verschiebt Waffen. Ihm selbst droht der Knast, also muss er Detective Dave Foley einen seiner Kunden ans Messer liefern. Bloß wen? Sind doch alles keine netten Jungs, und auf einen Racheakt muss er sich gefasst machen. Großartig, wie der Autor hier jeden um sein Leben laufen lässt, wie sich die Kapitel vernetzen und Storys, die alleingestellt schon einen Roman hergeben würden, ein großes Ganzes ergeben. So nah an der Sprache und an den Personen zu bleiben ist wahrlich eine Meisterleistung. Das Timing stimmt perfekt, auch kommt man in den 1970er-Jahren noch ohne große Technik aus: Zum Telefonieren geht man in die Telefonzelle. Und dort lässt man geile Sätze ab, zum Beispiel: „Das Leben ist hart, aber wenn man blöd ist, ist es noch härter.“

Tuesday, January 07, 2014

Silvesterlauf Graz: Ahonen musste mal groß und Medaillen gab’s zu wenig!

Wanko und die Monster.              Foto (c) W. Kühnelt
 

Der Silvesterlauf in Graz ist ja immer eine Gaude. Erstens tut man sich selbst da superviel Gutes, weil man nach 10 km Laufen einfach den ganzen Abend lockerer ist. Manche trainieren sich so ein paar Pfunde ab, die sie in den Feiertagen zugelegt haben, aber trotzdem: Bei 1200 Läufern (Teilnehmer-Rekord!) sind echt einige Mozartkugeln, Bierkisten und Sektflöten dabei, die mal fürs erste einen 1000 m (Meter!) Lauf machen sollten. So halten sie halt alles auf. Aber voll wuascht, das Wetter hat gehalten, der Regen kam erst danach. Brav so!


Irgendwie scheint Laufen auch immer mehr eine Familienangelegenheit zu werden. Hans ist zum Bespiel mit dem 9 Monate alten Felix unterwegs gewesen, sportlich mit Kinderwagen. „Zum Graz Marathon hat der Kleine noch nicht mitdürfen!“ Und auch Hunde waren dabei. Ja, warum auch nicht, wenn sie keinem im Weg stehen, denke ich mir. Super war der Retriever „Ahonen“, der während des Laufs eine Runde Scheißen hat müssen und so den Herrl um eine bessere Zeit gebracht hat. Ob der Herrl das Sackerl fürs Gackerl dabei gehabt hat, will ich heute einmal nicht so genau wissen. Egal! Kurios war, dass es dieses Jahr zu wenig Medaillen gab, und manche so ohne Erinnerungsmetall in die Silvesternacht mussten. Dazu Organisator Rudi Hinterleitner: „Es waren einfach zu viele Nachnennungen, tut uns leid! Jeder, der uns ein Mail schickt, bekommt eine nach Hause geschickt.“ Leicht skurril, aber gut, denke ich. Graz entwickelt sich wirklich noch zur Run-City! (die Mail zur Medaille: silvesterlauf@kleinezeitung.at)

 
Wa.

Monday, December 02, 2013

Schon schön schnelle Autoren!


Zwei neue Romane beleuchten bloß einige Stunden.
Douglas Coupland macht es vor: Sein Roman „Spieler Eins“ umfasst eine Zeitspanne von genau fünf Stunden, dann ist Schluss. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn in nur fünf Stunden soll die Erde untergehen. Witzig-knackig fährt er mit „Spieler Eins“ in den Weltuntergang – oder gibt es doch eine Rettung?

 

Retro Cover, und so.


Science-Fiction im Anmarsch

Zum Inhalt: Fünf Personen befinden sich in einer öden Bar in der Nähe eines Flughafens. Alle haben dasselbe Problem: Sie finden ihr Leben zum Wegwerfen und pfuschen daran herum. Natürlich rechnen sie nicht damit, dass sie kurzerhand von der Zukunft überrollt werden. Eine Giftgaswolke ist im Anflug, die Menschen verbarrikadieren sich und ein unorthodoxer Scharfschütze schießt sich langsam auf die fünf Gäste ein. Dieser Roman kann schon was! Er spielt mit dem Sinn des Lebens, driftet aber nicht in die Esoterik-Ecke ab; eher ist er eine intelligente Abhandlung der Realität mit einer Nuance Zukunft. Coupland kokettiert schon länger mit Science-Fiction-Themen, das tut ihm gut. Jedoch ereilt ihn einmal mehr das Schicksal des One-Hit-Wonders: Sein Debüt „Generation X“ bleibt nach wie vor unerreichbar. Und darum wird er sich wohl wieder einmal in den Arsch beißen!

 

Ben Fountain macht schon gut Sache!
 
 Ein bösartiger Cocktail

Der Autor Ben Fountain ist in „Die irre Heldentour des Billy Lynn“ auch nicht länger als einige Stunden am Geschehen dran. Er begleitet die „Bravo-Squad“, acht amerikanische Kriegshelden aus dem Irakkrieg, einen Nachmittag lang. Die acht Soldaten haben ein waghalsiges Manöver mehr durch Glück als durch Verstand gewonnen. Fox-News drehten zufällig mit und binnen Stunden waren Kriegshelden geboren. Als Propaganda-Maßnahme werden die Jungs nun auf eine aberwitzige Blitz-Tour durch die USA getrieben, um danach wieder an die Front zu müssen. Der Autor beschreibt die letzten Stunden vor der Rückkehr in den Irak. Es ist der angebrochene Thanksgiving Day in Dallas, an dem die „Bravo-Squad“ als Stargäste zum Footballspiel der Dallas Cowboys geladen sind.
 
Hammer und bam, bam!

Wir stehen vor einem absolut dichten Roman zwischen Medienkultur, Popkultur, Kriegsbericht, Größenwahn, Familientragödien, Sex, Erniedrigung und tatsächlich Spaß. Das alles auf einmal, und trotzdem in großer Gelassenheit geschildert – ein amerikanischer Albtraum der feinsten Sorte. Im Prinzip ist dieser Roman eine atemberaubende Mischung aus Don DeLillos „Unterwelt“, Bret Easton Ellis „American Psycho“ und von mir aus such Norman Mailers „Die Nackten und die Toten“. Das Aushängende an der „Irren Heldentour“ sind die Normübertretungen. Der Krieg verkommt zur Show, und der Autor mixt daraus einen genial grausamen Cocktail aus Lust, Ekel, Gier und Angst. Ach, so geil! Dabei bin ich mir nicht einmal sicher, ob man in den Staaten die Verrücktheit dieses Romans in seiner Gesamtheit realisiert, ist man doch zu nahe am Geschehen.


Wa

Douglas Coupland: „Stunde Eins“, 246 Seiten, Tropen Verlag

Ben Fountain: „Die irre Heldentour des Billy Lynn“, dtv

Sunday, November 03, 2013

Krimis zwischen Bits, Bytes und Beat!






Dan Jordan ist ein anerkannter Geschäftsmann, der in einer gehypten IT-Firma in Silicon Valley groß abzockt. Aber er hat vom turbulenten Leben die Schnauze voll und sehnt sich nach etwas Ruhe für sich und seine Familie. Er hat auch einen passablen Plan: Nach Ablauf der Sperrfrist will er seine auf einen gigantischen Gewinn angewachsenen Firmenaktien verkaufen. Drei Tage fehlen noch zu seinem Glück, doch dann geht’s Schlag auf Schlag: Gekündigte IT-Spezialisten erpressen ihn, hinzu kommt ein bulliger Glatzkopf, der ihn verfolgt, und schließlich ist da Jordans Frau, die ihn zu einer Sextherapeutin schleift.


Bizarr und skurril

Krimis über wuchtig wachsende Technologiekonzerne gibt es tatsächlich schon einige. Selten sind sie jedoch so temporeich und zugleich mit unvorhersehbaren Wendungen ausgestattet wie „Cash Out“ von Greg Bardsley. Besonders gut gelingt es dem Autor Silicon Valley und die ganze IT-Branche in äußerst schlechtem Licht darzustellen. Es scheint der Ort zu sein, wo ohne jegliche moralische oder ethische Komponente nach Lust und Laune agiert werden kann. An skurrilen Charakteren und bizarren Handlungssträngen mangelt es der Story nicht, einziger Wermutstropfen ist das etwas zu seichte Ende.  Die Abrechnung hätte gewaltiger ausfallen können. Ein paar Tätschen mehr aufs Maul wäre schon gut gewesen. Solche Abrechnungen sind doch fein zu schreiben!
 



Während Greg Bardsley gemäß dem Webzeitalter einen äußerst temporeichen Thriller hinlegte, besann sich William Shaw auf die Tradition des klassischen Krimis, der dadurch sehr gut in das Swinging London der 1960er-Jahre hineinpasst. Aber no Panic, das Ding ist nicht verschnarcht. Kurz zum Inhalt: Ein Mädchen wird in einem Hinterhof tot aufgefunden, keiner kennt dessen Identität, ein Sexualverbrechen wird nicht ausgeschlossen. Detective Breen muss den aussichtslosen Fall übernehmen und seine junge Kollegin Tozer soll ihn dabei unterstützen. Das Verbrechen wurde in der Nähe der berühmten Abbey Road Studios begangen und schon bald findet sich das zu Beginn sehr unglücklich agierende Polizisten-Duo in der Beatles-Szene wieder. Ein pikantes Detail am Rande erschwert die Arbeit: Tozers jüngere Schwester wurde ebenfalls tragisches Opfer eines Sexualdelikts und die Ermittlerin ist darüber noch nicht hinweggekommen.


Ungeschöntes London

Shaw scheint die Swinging Sitxies in London zu kennen wie seine Westentasche. Häppchenweise lässt er die wilde Zeit einfließen und spart nicht mit Fakten, beispielsweise der Verhaftung von John Lennon wegen illegalen Drogenbesitzes. Der Autor bleibt jedoch nicht in den pulsierenden Vierteln hängen, sondern zeigt auch den farblosen Osten der Metropole und ihre mürrischen Bewohner in der noch lange nicht verebbten Nachkriegszeit. William Shaw ist ein Meister der Charakterzeichnung, weiß trotz aller Behutsamkeit zu überraschen und schickt die gesamte Hippie-Gesellschaft auf einen sehr lesenswerten Horrortrip.

Wa.

 

Monday, October 07, 2013

Wankos Sponsor: Jobland Steiermark!

Ein Lachen, ein Wanko!



Die einen wollen keinen, die anderen kriegen keinen, andere haben wiederrum sehr viele und ich wollte genau einen und habe nun einen: Einen Sponsor, sozusagen meinen Hauptsponsor. HURRA! Mit meinem Stirnbandsponsor auf dem Schädel werde ich die nächste Zeit den Laufschuh schwingen! Much thanx to Jobland Steiermark. Auf dem Link erfährt ihr mehr. jobland-steiermark.at

Jobland Steiermark – welcome on board!

Wa.