Monday, April 21, 2014

Voll Türkei!

Foto (c) Wa.


T-Shirts sind Trash und Trash sind T-Shirts. Dazu gehören gekonnte Designer-T-Shirts, Fakes und echter Trash. Mein kürzlich erstandenes Türkei-T-Shirt, um 25 türkische Lira, gehört in die Kategorie „echter Trash“, im besten Sinne des Wortes. Nach dem ersten Waschgang ist das türkische Wappen schon leicht brüchig. Einige Male noch, dann schaut es wie 10 Jahre aus. Bestens! Vielleicht verliert das Rot auch noch an Farbe und wird rosa. (Danke, Bernhard M.-R. für diesen Einfall!)
 
Foto (c) Wa.
 

Würde mich aber nicht wundern, malträtierten Halbmond und Stern demnächst bei Designern à la Dolce & Gabbana, im dreistelligen Eurobereich, zu sehen. Dabei ist die Qualität der D&G-T-Shirts bei Gott nicht so stolz wie der Preis. Böse Zungen behaupten, dass gutgemachte D&G-Fakes in der Qualität oft besser abschneiden, als die Originale.
 
Foto (c) Wa.
 

Das Problem bei Fakes ist natürlich der, dass das Motiv dann überproportional oft auf der Straße zu sehen ist, aber egal und echt scheißegal, wenn man dazu stehen kann. Ein gutes Mode-Repertoire wird immer auch gelungene Fakes beinhalten, solange es sich nicht um Luis Vuitton Portmonees handelt. Kann man gut abmischen mit den Originalen und sorgt für Vielfalt.

 

Wa.

 




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Friday, April 04, 2014

Wankos run with the Running Roman!

Yo man, dann mal Run! DMC
 

Roman Klug ist ein 1970er-Jahrgang, das ist schon einmal gut. Er ist bildender Künstler, Comic-Zeichner, Mediendesigner und vieles mehr. Roman ist auch Läufer. Das wäre jetzt nichts Außergewöhnliches, wenn Roman nicht 140 kg auf die Wage bringen würde. Wenn man mit Roman läuft, hat man also das Glück aufzufallen, ohne sich künstlich in Pose setzen zu müssen. „Ich esse halt gerne“, meint er und fühlt sich dabei nicht unwohl. „Ich komme zu Fuß in den 5. Stock, ohne abzusetzen, auch meine Schuhbänder bringe ich ohne Hilfe zu.“ Roman geht gerne schwimmen, aber gegen Weihnachten 2013 ist ihm die Idee gekommen laufen zu gehen: „Da zieht man die Laufschuhe an und kann schon losstarten.“ Und deshalb treffen wir uns dann auch. Ein kleiner Lauf mit Roman, in den Iden des März.



Wir laufen vom Finanzamt Graz, Conrad v. Hötzendorf Straße, in Richtung Augarten. Roman schnauft ein bisserl, jetzt aber nicht unangenehm. Er lässt sich auch nicht aus der Ruhe bringen: „Ich laufe zwei Mal die Woche zum Puchsteg und zurück.“ Das sind jeweils 5 km. Für den Anfang sehr gut. Und trotzdem ist er noch „der Alte“ geblieben. „Zuhause nach dem Laufen rauche ich zum Beispiel eine. Ich bin da kein Gesundheitsfreak.“ Ist vielleicht etwas eigen, aber voll ok, denn es muss ja niemand mit Roman mitrauchen.

The Roman und der Wa.
 

Roman, was macht die Kunst? Zum einen arbeitet er an einem Kinderbuch: „Es ist eine phantastische Reise eines Jungen von der Badewanne ins Meer und wieder zurück. Die Herausforderung für mich war Wasser in den verschiedensten Zuständen, Farbigkeiten usw. zu zeichnen und malen.“ Die Texte dazu macht die Engländerin Kate Howlett-Jones. Das zweite Projekt ist die Umsetzung eines Theaterstücks von Sophie Reyer als „Graphic Novel“. „Das Stück „Vogelglück“  beschäftigt sich unter anderen mit dem Leben von Ida Sofia Maly, einer Grazer Malerin, die als psychisch Kranke durch das NS-System umgebracht wurde.“ Klingt jetzt alles ziemlich anstrengend, aber Roman beißt sich da durch, wie überall. Vater ist er auch. Geld muss verdient werden. KM müssen gelaufen werden.

Wa.