Tuesday, November 30, 2010

Winterpause abschaffen!

Hier bei Union Berlin, ebendort.


Gegen die Fußball-Winterpause helfen bekanntlich nur gute Fotos ...


Wa.

Sunday, November 28, 2010

Das "andere" Weihnachtsgedicht.

Goehte konnte mit Schnee wenig anfangen. Vielleicht verschlug ihn ja dies sobald nach Italien.


An 100 Jahre Schnee denkt der Leser, wenn er die Anthologie „Wieder alles weich und weiß“ in den Händen hält. Die Herausgeber haben eine Unzahl von Gedichten aufgestöbert, in denen es um den Schnee geht. Durch die Bank durch gute Qualität und auch Namen die man nicht erwartet: Den beinahe in Vergessenheit geratene Clemens Eich zum Beispiel, der mit nur einem Vers den Schnee zum Schmelzen bringt. Oder Thomas Rosenlöcher, der sehr stimmungsvoll einen Blick in die abendliche Elbe wirft, wo „gurgelde Schwärze alles Weiße löschte“. Auch E.W. Bernstein bleibt am Wasser, nämlich am Bodensee. „Der allererste Schnee fiel PFLATSCH schon vor siebzehn Jahren wohl in den Bi-Ba-Bodensee, darauf die Nebel fahren.“ Also, Weihnachts-Lyrik ganz ohne Frohlocken und Kitsch gibt’s also auch. Mit dem Winter-Kitsch räumte übrigens Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe auf: „Der Schnee ist eine erlogene Reinlichkeit“, meint er sehr ruppig und war wohl nicht so leicht in Winterstimmung zu bringen.

Wa.

Friday, November 26, 2010

Die Guten und die Bösen.



Ein kleines Serial vor Weihnachten, das Sinnmacht. Böse und gute Weihnachtsliteratur. Fangen wir mit einem Büchl an, das gut und böse ist, Jörg Metes „Die schönsten Weihnachtsmärchen aus aller Welt“.

Jörg Metes, der ehemalige Titanic-Chefredakteur präsentiert „Die schönsten Weihnachtskatastrophen aus aller Welt“. Dabei handelt es sich um eine fantastische Sammlung von den tatsächlich stattgefundenen Weihnachtspleiten, so echten Katastrophen also, die rund um Weihnachten stattfinden. Was kann alles zu Weihnachten passieren? Arglose Passanten werden von Weihnachtsbäumen getroffen, die vom Himmel herabschießen, als wären sie Torpedos; ein Päckchen geklaute Kekse hält in Frankfurt eine gesamte Sonderkommission der Kripo in Schach und im englischen Richmond löst ein fliegender Weihnachtsmann einen Fehlalarm bei der Feuerwehr aus. Der Autor beschreibt seine Storys seriös und ernst, so ernst, dass es dem Leser schon wieder zum Lachen zu Mute ist. Auch hier gibt’s Illustrationen. Rudi Klein, minimalistisch wie immer, und auch nicht ganz ohne Ironie, setzt die richtigen Pointen. Jörg Metes fragt sich natürlich auch, warum ausgerechnet zu Weihnachten äußerst skurrile Katastrophen stattfinden müssen: Er meint, rein allein die Weihnachtsbräuche haben ausreichend Katastrophenpotential in sich. Schlussendlich sollte uns trotz allem der Mut nicht verlassen: „Weihnachten ist eine Katastrophe, doch wir können sie überleben“, meint der Autor und muss es wissen: Immerhin gab es in seinen Nachforschungen ausnahmslos Verletze und keine Toten.

Monday, November 22, 2010

Die alten Herren und die Literatur.

Große Namen, müde Werke


Selten wurden zwei so unterschiedliche Autoren in einen Topf geworfen, wie Douglas Coupland und Bret Easton Ellis. Mehr oder minder ungewollt wurden Douglas Coupland und Bret Easton Ellis Anfang der 1990er-Jahre zu den literarischen Begründern der Generation X. Bret Easton Ellis brachte den wildesten Roman seit Henry Miller auf den Markt, nämlich „An American Psycho“. Douglas Coupland verfasste gegensätzlich dazu mit „Generation X“ die Bibel für junge, sensible Menschen des auslaufenden Jahrtausends.

Und heute? Eher mau. Weder Coupland noch Ellis können überzeugen. Couplands „Generation A“ riecht nach Generationsroman, er schaffts aber nicht, alleine schon, weil er mit dem Versuch spielt, einen zu machen. Und Ellis sein Roman „Imperial Bedrooms“, über die Generation 40+ hat zwar anständig Zund drauf, doch Ellis kann ihn nicht in die Kurve halten und fährt ihn volle Kraft gegen die Wand. Undf daraus folgt die Einsicht, dass ein Hit alleine ist zu wenig, aber wie hat schon der gute Herr Hölzel gesagt: Lieber ein Hit, als gar kein Hit. Und das stimmt ja dann auch irgendwie ...


wa.


Wa.

Friday, November 19, 2010

Lesen auf dem WC.



Oft erklären Schilder sehr schonungslos, wie’s wirklich um die Menschheit bestellt ist. Hier hätten wir zum Beispiel eine Beschilderung in der Buchhandlung Moser in Graz.
Tatsächlich lässt sich daraus schließen, dass es Menschen gibt, die mit noch nicht gekauften Büchern „probelesen“ aufs WC gehen und sie dann doch wieder ins Regal stellen, oder gleich am Häusl liegen lassen? Ja, grausig, alles!

Be Grü Wa.

Monday, November 15, 2010

Biancorossi: Von Schwarz Weiß auf Rot-Weiß




Also, es gibt einen Klub in Italien, den man die „biancorossi“ nennt, die weißroten, das finde ich schon mal gut. Dieser Club dürfte fanmäßig aufgestellt sein, wie unserer, ist in der Serie b, war schon mal absolut pleite, hat auch schon seine Skandale und Skandälchen hinter sich und liegt in der Toskana was auch gut zu unserem bürgerlichen Verein passt, das Städtchen wo er liegt, ist übrigens auf nen Sumpf gebaut, volles Malaria Gebiet und erst 1950 wurde die Anophelesmücke durch DTT total vernichtet. Die Stadt die ich meine heißt Grosseto und der Club US Grosetto. Aber das wirklich schöne ist, dass der Club nach einigen Jahren seine Vereinsfarben von Schwarz-Weiß auf Rot-Weiß gewechselt hat. Jetzt müsste nur noch wer um eine Fanfreundschaft anfragen, das wär doch was!


Wa.

US Grosseto

Und der Wiki Link

Saturday, November 13, 2010

Generation 1,95 €



Bin wieder drauf gestoßen und ich finds lustig: Florian Illies "Generation Golf zwei" muss man nicht gelsen haben, sage ich nach wie vor. Trotzdem hat das Buch einen Fixplatz in unserem Bücherregal, da er so einen klasse Aufkleber oben hat. „Generation Golf zwei“ und das schon um 1,95. Starke Symbolkraft, wie schnell doch alles Zeitgeistige vergeht – war dieses Buch doch schon 2 Monate nach der Veröffentlichung als "Mängelexemplar" in der Schwemme gelandet.

Wa.

Thursday, November 11, 2010

Mozarts Haschisch.



Da kann man im wahrsten Sinne des Wortes nur noch eines sagen: „Shit!“ Kalifornien hat die Shit- beziehungsweise Cannabis-Legalisierung nur knapp versäumt. Dabei wäre gerade im chilligen Kalifornien das Dorado für Kiffer und Fabrikanten angebrochen und hätte dem Säckelwart einen Patzen Geld eingebracht. In Europa könnte Österreich eine Vorreiterrolle spielen. Im sogenannten „Feinkostladen Europas“, der Österreich in der EU einmal sein wollte, ist eh nicht mehr viel los.

Für die Südsteiermark wär’s ein Traum, nach dem Kürbis und Wein auch noch Haschisch anbauen zu dürfen. Südsteirische Haschischbauern fabrizieren Kürbiskernkekse mit einem Hauch von Cannabis-Öl drin. Klingt ganz appetitlich und so gut wie die Steirerinnen und Steirer backen können, reißt man uns die Shitkekserln weltweit aus den Fingern.

Eh klar, ich bin mir sicher, auch Mozart hätte viel für Haschisch übrig gehabt. Er war ja auch dem Saufen und Fressen nicht abgeneigt und so zum Kapaun eine Brise Dope oder ein kleines Haschpfeiferl, das hätte dem Tastenvirtuosen sicher gefallen! Stelle ich mir übrigens sehr elegant vor: In der Oper zu Mozarts türkischen Klängen aus „Die Entführung aus dem Serail“ in den Rauchsalons sitzen und bei hochpolierten Wasserpfeifen der Musik lauschen. Und für die Touristen würden Mozartkugeln als Mitbringsel eine pikante Note bekommen, wenn das edle grüne Marzipan ein bisschen mit Haschisch angereichert wird.

Natürlich spielt dann das Haschisch in unseren Alltag hinein. Die Exekutive wird angehalten werden, nicht nur Alkotests durchzuführen, sondern auch auf Kiffe zu kontrollieren, weil der Konsum von Cannabisprodukten die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen kann. In den Schulen wird’s natürlich auch heiß hergehen. Eltern werden vom Direktor reinzitiert, weil der Bua in der Toilette seine Joints raucht oder das Mäderl ihre Schulmilch mit Haschisch „angereichert“ hat.

Insgeheim warte ich ja dann nur noch auf den ersten Politiker, der seine Rede angekifft im Parlament hält. Vielleicht kommt ja dann was ganz G’scheites heraus, man weiß das ja nicht. Vielleicht sollte man hier überhaupt einen Feldversuch machen und das ganze Parlament auf Dope setzen und schauen, ob es die Menschen wirklich zu friedlichen Kreativlingen verwandelt. Man stelle sich vor, die Politiker vertragen sich plötzlich überparteilich und bringen so ein vernünftiges Budget zusammen und dazu noch ein paar g’scheite Gesetze.
Äußerst gelassen sehe ich dem Advent entgegen. Man stelle sich vor, die ganze Steiermark ist unterwegs Weihnachtsgeschenke zu kaufen, aber alles halt entspannter als sonst, weil der gute Weihnachtspunch mit Dope angereichert ist. Vielleicht passieren dann auch weniger Tragödien zu Weihnachten, denn Kiffer neigen bekanntlich weniger zu Gewalttaten, als Alkoholiker. Der Joint, die Kürbiskern-Haschisch-Pusserl und ein „oh Tannenbaum“ in der Reggae-Version, das stelle ich mir urspannend vor - wird aber noch sein Zeiterl brauchen.

Aber die Botanik selbst lässt sich bekanntlich von keinen Gesetzen aufhalten. Bei mir im Innenhof wächst alle Jahre wieder ein Haschischbaum. Der sprießt und gedeiht, ist aber ein „Männchen“, blüht also nicht und hat auch kein THC-Gehalt. Aber trotzdem, dem Bertolt Brecht seinen „Pflaumenbaum“ abgewandelt, kann ich singen: „Im Hofe steht ein Haschischbaum, er ist so klein, man glaubt es kaum ... doch man erkennt es an dem Blatt.“

Martin G. Wanko

Wednesday, November 10, 2010

Jörg Martin Willnauers Blaues Auge.




Der Ex-Spitzenkanditat der Steiermark-Grünen Jörg Martin Willnauer wurde gestern bei einer Moderationen mit einem Veilchen angetroffen. Er verweigerte die Auskunft, wo er sich das eingehandelt hat, meint aber, ich könne durchaus schreiben, dass das die Rechten waren. Ich weiß nicht, ob das stimmt, klingt aber gut: Jörg Martin Willnauer wurde von den Rechten vermöblt, wahrscheinlich, vielleicht, na ja.

Wa.

Monday, November 08, 2010

Neues aus dem Wilden Osten.


Uslar wohin man schaut: Wenn der Kerl meine FB-Anfrage beantworten könnte, wäre er fst genial ;-)

Moritz von Uslar machte sich schon einen Namen, bevor man ihn so richtig wahrnahm. Als Volontär in der Zeitgeist-Kaderschmiede „Tempo“ vollbrachte er mit Kollegen Christian Kracht kleine mediale Wunder. Wirklich kennenlernen konnte man ihn in den letzten Jahren als Magazinjournalist für die Süddeutsche Zeitung, in seiner flotten Interviewreihe „100 Fragen an ...“. Von Mick Jagger bis zu Karl Lagerfeld staunten die Stars nicht schlecht, als Uslar sich jeden falschen Respekt sparte.

Die neuen Bundesländer unterm Mikroskop

Die Zeit im Tempo dürfte für Moritz von Uslar jedoch die Nachhaltigste gewesen sein. Gerade die Spritztour mit Christian Kracht durch die DDR, als sie Ost-Disko glotzen gingen und sich dabei in das Land ein bisschen verknallten. 20 Jahre danach legt der Autor nun ein Buch mit dem Titel „Deutschboden“ vor, in dem er sich um das deutsche Schreckgespenst der Jetzt-Zeit kümmert, der „Kleinstadt“ in den neuen Bundesländern. Die Vorurteile sind stark: Politisch im rechten Eck, Hartz IV als allgegenwertiges Lebensgefühl, und gerne wird „die Kleinstadt“ ganz einfach arm und hilflos dargestellt, für die Sozialpornos im deutschen Privat-TV geradezu wie geschaffen. Aber so ist es natürlich nicht!

Uslar recherchierte einige Monate, nistete sich in eine der Städte ein und siehe da, dort leben ja Menschen wie du und ich. Ha! Abgesehen davon, Uslar bringt die Dinge perfekt auf den Punkt, seine Storys haben dieses Echtzeit-Feeling, das viele Autoren zu schreiben versuchen, aber nur wenige erschaffen können. Der Nachteil an der Echtzeit ist, dass sich die Charaktere und Geschichten erst finden müssen, aber das ist in diesem Format eben so. Ein cooles Zeitdokument ist die „teilnehmende Beobachtung“ auf alle Fälle und die Ankunft der Künstler in der „ostdeutsche Kleinstadt“ stimmt mich zuversichtlich.

Wa.

Friday, November 05, 2010

Drei Fragen an die Modemacherin Lena Hoschek:

Hier im Grazer Store am Joanneumgürtel.

Hoscheks berühmt-berüchtiges Unterarm-Beckerl, der sichtlich erregte Steirischer Panther. Alle Fotos (c) Wanko


Mode und Politik?
Meine Mode ist konservativ, meine politische Einstellung nicht.

Musik oder Modemachen?
Auf Modemachen kann ich verzichten, auf Musik hören nicht.

Autoritären?
Hab ich besonders gerne. Ich stand immer kurz vor dem Schulrausschmiss.

Wanko: Danke fürs Gespräch.
Hoschek: Seas, Wanko!

Wednesday, November 03, 2010

15 Jahre Bleistifte.

Knallig bunt und zugleich anmutend. Die "Wa" -Bleistifte - Sammlung


Nein, ich habe sie nicht gezählt. Um die 200 werden es sicher sein und das macht ungefähr 16 Lebensjahre Bleistiftschreiben, wenn ich davon ausgehe, dass ich jeden Monat einen Bleistift verbrauche. Das ist aber gar nicht so sicher, denn mit der Hand schreibt man ja eigentlich nur noch Notizen und Grundkonzepte. Außerdem bin ich kein kleiner Handke, ich schreib auch mit Fülli und Kulli, aber oft halt mit Blei. Wie dem auch sei, diese Bleistifte werden wohl mein Leben überdauern, da die Zahl stetig anwächst. Ja, ja, ich bin also ein Sammler. Grund genug, sie gesammelt in eine große Zuckerldose zu stecken.
Von den ersten Bleistiften die ich vor 15 Jahren beim Farben Kasper Harnisch am Grazer Färberplatz gekauft habe, bis zu den vielen Geschenken, von Philipp, Winfried, Starlight, Tochter C und vielen anderen. Natürlich auch Historisches: Bleistifte aus der österreichischen Vorkriegszeit, noch in der Originalverpackung. Die erstand mir mein Vater am Trödelmarkt in Bregenz. Die habe ich aber so verpackt gelassen und zu den Lexika gestellt.

Wa.

Monday, November 01, 2010

SK Sturm Amateure – GAK 1:2

Hier war man noch gespannt ...

... hier schon sichtlich erleichtert ...

... und hier posierte der GAK-Support bereits in Siegerlaune ...


Natürlich ist es affig, über ein Spiel wie gestern nachzudenken, aber trotzdem: Der GAK hat im Auswärtsderby gegen die Sturm Amateure haben wir reüssieren und falls es einen Fußballherrgott gibt, soll er uns zu Weihnachten noch einen gestandenen Verteidiger schenken, dass auch hinten eine Ruhe ist. Wenigstens war gestern viel los, und eine Derby-Stimmung war zumindest ansatzweise spürbar. Und sind wir uns ehrlich, die Athletiker spielte den schöneren Fußball und war auch kampfeslustiger. Alles klar, aber bleiben wir in der Realität: Wörter wie „Aufstieg“ sollte man zurzeit aus dem „Roten Wörterbuch“ streichen und Tatsache ist auch, dass der GAK in Anbetracht aller Tabellen derzeit nur der sechstbeste steirische Club ist.

Wa.