Sunday, November 28, 2010

Das "andere" Weihnachtsgedicht.

Goehte konnte mit Schnee wenig anfangen. Vielleicht verschlug ihn ja dies sobald nach Italien.


An 100 Jahre Schnee denkt der Leser, wenn er die Anthologie „Wieder alles weich und weiß“ in den Händen hält. Die Herausgeber haben eine Unzahl von Gedichten aufgestöbert, in denen es um den Schnee geht. Durch die Bank durch gute Qualität und auch Namen die man nicht erwartet: Den beinahe in Vergessenheit geratene Clemens Eich zum Beispiel, der mit nur einem Vers den Schnee zum Schmelzen bringt. Oder Thomas Rosenlöcher, der sehr stimmungsvoll einen Blick in die abendliche Elbe wirft, wo „gurgelde Schwärze alles Weiße löschte“. Auch E.W. Bernstein bleibt am Wasser, nämlich am Bodensee. „Der allererste Schnee fiel PFLATSCH schon vor siebzehn Jahren wohl in den Bi-Ba-Bodensee, darauf die Nebel fahren.“ Also, Weihnachts-Lyrik ganz ohne Frohlocken und Kitsch gibt’s also auch. Mit dem Winter-Kitsch räumte übrigens Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe auf: „Der Schnee ist eine erlogene Reinlichkeit“, meint er sehr ruppig und war wohl nicht so leicht in Winterstimmung zu bringen.

Wa.

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