Sunday, January 31, 2010

Max hilft Haiti




Max Wegscheidler, eher bekannt als der Künstlerfotograf der Steiermark, hilft Haiti. Nicht er alleine: Er hat zwei Musikabende aufgestellt, an denen Musiker U und E für den Notfallsfonds der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ Spielen.

4. Februar 2010, 19:30 Uhr, Minoritensaal (Mariahilferplatz 3, 8020 Graz):
Konzert für Haiti und den Notfall-Fonds von Ärzte ohne Grenzen
Mit Marino Formenti, Ingrid Marsoner, Hsin-Huei Huang, Armin Egger, Lily Francis und Johannes Dickbauer.
Organisiert und veranstaltet von J.J.Kucek, Dank für die Unterstützung an das Kulturzentrum Minoriten Graz.

6. Februar 2010, Einlass: 19.00 Uhr, PPC (Neubaugasse 6, 8020 Graz, www.popculture.at):
Soundportal präsentiert: Rock für Haiti und den Notfall-Fonds von Ärzte ohne Grenzen
Feat. The incredible Staggers, The Base, Binder&Krieglstein, Christoph & Lollo, Etepetete, Effi, Fiago, Die Tanzmaschine feat. Flow Bradley, Jimmi D., Millions of Dreads (solo acoustic performance), Dirty South DJ Team and many more.


Mehr Infos gibt’s unter: Graz hilft Haiti

Also, hingehen, anschauen und brennen!

Wa.

Thursday, January 28, 2010

Held des Tages: Der Bierkutscher Roland.



Goehte freute sich auf die Weinliederungen, der "Wa" auf die Bier!

Literatur und Alkohol gehören untrennbar zusammen, denn was der Geist verbindet, soll der Verstand nicht trennen. Das verbindet ja auch den Leser mit dem Autor. Ein Glaserl in Ehren und schon wird alles besser lesbar, ein paar Gläser mehr und schon herrscht Klarsicht über den Autor und über sich selbst als Leser. Darum ist ja Lesen (oder Schreiben) mittlerweile viel lässiger als Autofahren, weil nach drei Bier gibt’s ja auch kein Leseverbot, und Alkotest so und so nicht, ha, ha.
O.k., nach dem fast gelungenem Witz ein dickes Danke an die Stiegl Brauerei zu Salzburg. Die Stiegl-Leute sponsern nämlich den „Wa.“ mit einer Kiste Bier und das ist gut so. Roland, ein Braukutscher der modernen Form, mit Lieferwagen, war so nett und brachte dem „Wa.“ eine Kiste Stiegl Bier vorbei. Die wird nämlich hilfreich sein, den Theatermonolog „3. Liga“ fertigzustellen. Ein Monolog über einen in die Jahre gekommenen Kicker.

Na ja, dann mal Prost!

meint der Wa.

Sunday, January 24, 2010

1,95




Florian Illies muss man nicht gelesen haben und dennoch hat dieses Buch einen fixen Platz in unserem Bücherregal, alleine der Aufkleber macht’s. „Generation Golf zwei“ und das schon um 1,95. Starke Symbolkraft, wie schnell doch alles Zeitgeistige vergeht – war dieses Buch doch schon 2 Monate nach Erscheinung im Ramsch.


Wa.

Wednesday, January 13, 2010

Rosarot, Hundegacke und der Grazer Stadtpark




Seit einiger Zeit gibt es im Stadtpark eine Modefarbe: Rosarot. Und sie leuchtet meistens aus dem Mistkübel heraus. Richtig geraten! Im Mistkübel liegen die rosaroten Sackerln in denen verantwortungsvolle Hundehalter und Hundehalterinnen ihre Hundstrümmerln reinstecken. Das Schöne daran ist, es werden immer mehr, die die Kacke von ihren Waulis wegräumen. Gelegentlich liegen noch ein paar hässliche und große Würsteln im Stadtpark herum, wahrscheinlich von hässlich großen Hunden und noch hässlicheren Besitzern, aber diese oft zapfengroßen Würsteln bin ich als Jogger bis dato sportlich übersprungen.


Wa.

Wa.

Thursday, January 07, 2010

Vom 2. Weltkrieg bis zum Zweitwohnsitz




In den letzten Jahren schuf der englische Autor David Peace ein hervorragendes Krimi-Quartett, das sich anhand der Blutspur des realen Serienmörder Peter William Sutcliffe entwickelt. Sehr spannend, dass sich Peace nun von der britischen Insel weg wagt, nach Japan, nach Tokio, ins Jahre 1946.
„Tokio im Jahr Null“ ist der treffende Titel und in der zerbombten Metropole lässt David Peace nun Inspektor Minami ermitteln. Zwei Mädchen-Morde gilt es aufzuklären, ein Zusammenhang ist nicht auszuschließen. David Peace bedient sich sehr stark dem Unbewussten. Durch ihn taucht der Leser in ein Zeitloch ein und findet sich im Anblick einer klaffenden Wunde namens Weltkriegsschmerz wieder. In einer existenzialistischen Treffsicherheit, die einem Samuel Becket Freude gemacht hätte, bewegt sich David Peace zum Nullpunkt. Er hinterlässt unglückliche Leser. Wenn auch die Bösen gefangen werden, die Welt bleibt dunkel.

Mit Georg Haderer meldet sich ein neuer österreichischer Krimiautor zu Wort. Seinen ersten Roman „Schäfers Qualen“ lässt er im Ski-Mekka Kitzbühel stattfinden, dem Geburtsort des Autors, der zugleich der Geburtsort des Ermittlers, Major Johannes Schäfers, ist. Drei Morde auf den ersten 80 Seiten sind nicht schlecht, alle drei Opfer wurden rituell hingerichtet und Kommissar Schäfer brennt schon der Hut. Schäfer hat sich die erste Nacht seit Jahren, die er wieder in der Alpenstadt verbracht hat, anständig betrunken und wurde dann zur frühen Stunde „bewusstlos gemacht“. Ziemlich blöd, dass ihm in diesem Zustand seine Schuhe abhanden gekommen sind und noch blöder, dass der dritte Leichnam sie beim Auffinden trug. Alle Morde lassen sich auf das Skilehrer-Milieu zurückleiten, wo wir wieder bei der Biographie des Autors sind, der ebenso einige Zeit als Skilehrer sein Geld verdiente.
Diese Sicherheit, zu wissen über was man schreibt, ist im Roman spürbar. Haderer geht mit Kitzbühel, das ja im Grunde für die Österreichische Bergwelt, dem Tourismus und dem Zweitwohnsitz-Wahn reicher Menschen steht, sehr natürlich um. Es ist weder ein Anti-Heimat Roman noch das Gegenteil. Der Bruch mit diesen Traditionen tut dem Werk gut, denn so konnte der Autor einen coolen Krimi mit einem starken Zug inszenieren.


Wa.