Tuesday, October 16, 2012

Warum die Euphorie zu früh war – der GAK wird’s wahrscheinlich nicht schaffen.

Der Anfang vom Ende: GAK-Chaos Spiel um den Aufstieg in Hartberg. (Foto: Wanko)

In Weinzödl am nördlichsten Zipfel von Graz erzählt man sich vor rund 10 Jahren schöne Geschichten, da fuhren die Bagger auf um ein Trainingszentrum für den GAK hinzustellen. Heute, im Regen, zeugen zwar die Bilder im „Vereinslokal“ noch von der glorreichen Zeit, immerhin holte der GAK in der Saison 03/04 das Double. Doch heute, an einem regnerischen 16. Oktober sind die Geschichten mitunter auch nicht so schöne – traurig sei es um den GAK bestellt, das pfeifen sogar die Spatzen von den Dächern. Ein sechsstelliger Eurobetrag soll offen sein, eine Mixtur aus Personalgeldern, Steuer- und Pflichtversicherungsabgaben. Heute kommen (laut Bittmanns Rechnung) wieder 80.000 Euro hinzu und Einnahmen sind jetzt vor der Winterpause keine großen mehr zu erwarten. Also wird Präsident Benni Bittmann tun, was jeder „vernünftige“ Geschäftsmann in seiner Situation tun würde: Er läuft zum Konkursrichter, immerhin haftet er auch als Präsident mit. Hier wird nicht lange gefackelt werden, da kommt auch die gestern bei der Generalversammlung schnell geschmiedete Erste-Hilfe-Gruppe zu spät. Um jetzt nach den Ursachen zu suchen ist mühsam und Menschen anzuprangern, die sehr viel für den Verein getan haben, zahlt sich nicht aus. Tatsache bleibt, dass der GAK einmal mehr nicht mit der Krise nach dem Fast-Aufstieg (und dem Chaos-Kick in Hartberg) umgehen hat können.
Ganz unvorbereitet dürfte es für die Fans nicht kommen, denn es soll schon einen Verein GAK-Neu geben, der zumindest auf dem Papier besteht und prinzipiell als Auffanglager für Jungkicker dienen könnte. In der untersten Spielklasse wäre laut Verband für ihn Platz. - Um den GAK noch zu retten, würde man mit Sicherheit Sofortmitteln von rund 300.000 Euro brauchen und doch einiges an Mitteln im Hintergrund haben müssen, weil halt Fußball immer mehr kostet als man glaubt und halt auch unliebsame Überraschungen mit sich bringt. Und ja, die Sponsoren sollten dann auch ihre Versprechen einhalten. Laut Bittmann habe erst einer bezahlt. Ein Verein in den letzten Zuckungen hat eben keine Freunde.

 
Wa.

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