Friday, December 19, 2008

"Ich bin besoffen und deshalb ist die Kunst hässlich"




Das Graffiti habe ich letztens im 9. Wiener Gemeindebezirk, in irgendeiner Seitenstraße der Nußdorfer Straße fotografiert. So ganz klug werde ich nicht daraus: Meint der Sprayer, er habe hier Kunst gesprayt und die ist nun hässlich, weil er betrunken ist, oder nimmt in des Sprayers Augen die Hässlichkeit der Kunst zu, wenn gleichzeitig seine Promille im Blut ansteigen? Tippe mal, es ist das erstere, aber wie auch immer, der Spruch hat was: "Ich bin besoffen und deshalb ist die Kunst hässlich"


Wa.

1 comment:

thfkoch said...

In meinem nun schon weit über 50jährigen Leben war ich auch ein- oder zweimal ein wenig zu sehr angeheitert. (Hoho, für dies Lüge werde ich wohl eine Extra-Runde im 5. Dante-Kreis laufen müssen.) Meistens ereigneten sich diese, äh, Begebenheiten in Zusammenhang mit Kontrollverlust durch perfide Ablenkung oder willentlich, um mir etwas schön zu trinken. Im Ergebnis sah ich meistens nicht wirklich gut aus, aber das eigentliche Objekt, man mag es ja "Kunst" nennen, wurde deshalb für mich nie hässlich. Wie gesagt: währenddessen! So gesehen verstehe ich den Graffito nicht. Vielleicht leidet der Sprayer ja unter mangelnder Trinkfestigkeit. Wenn man dann noch etwas Falsches oder Verdorbenes (!) isst, kann es schon zu solchen subjektiven Fehleinschätzungen kommen.
Mein absoluter Lieblings-Graffito befand sich auf der Herrentoilette des Heyne-Verlags: "Trauer muss der Lektor tragen." Köstlich, oder?