Saturday, March 14, 2015

Herr Maurice und seine Band Bilderbuch zu Gast in Graz.


Maurice Ernst, Frontmann von Bilderbuch, oft am Smartphone verewigt. (Foto: Wa.)
 
Also, eines muss man wirklich sagen: Erstmals bei einem restlos ausverkauftem Konzert (in Graz) gewesen, das prinzipiell nicht nach Schweiß, Bier und gebrauchten Socken gerochen hat sondern eher nach Parfum. Auch konnte man in den ersten Reihen durchaus stehen ohne bedrängt zu werden, eventuell hätte man sogar einen Espresso trinken können, ohne ihn zu verschütten.  Außer vielleicht, wenn man sich schnell die Ohren zuhalten will, weil ziemlich viele Mädels unter 18 kollektiv ins Kreischen geraten, wenn der Bandleader in die Menge schaut. (Tut in den Ohrwascheln tatsächlich ziemlich weh, wenn die alle auf einmal loskreischen.) Die Jungs, die zum Konzert gekommen sind, waren auch ok, zumindest konnten sie tanzen und hatten alle einen Übervater, der nicht zum Konzert kam, hö, hö, wie den auch, aber jetzt nicht genannt wird, weil das eh alle machen, denen nix zum Schreiben einfällt. Die Rede ist von Maurices Kapelle, besser bekannt unter Bilderbuch.

Super Foto.     (Foto: Wa.)


Den Junges konnte man im Konzert abnehmen, dass sie einen Riesenspaß dabei hatten, sich herzuzeigen. Sie hatten auch einen Riesenspaß dabei, vor wirklich vielen Besuchern zu spielen. Und sie hatten einen Riesenspaß dabei noch nicht genau zu wissen, warum sie jetzt einen Riesenspaß hatten und warum sie plötzlich so viele Menschen (Fans) anziehen. Natürlich haben sie live das Problem, dass sie halt tanzbaren Pop (im besten Sinne) machen und so eher in die Disko auf den Turntable gehören, nach Möglichkeit auf Vinyl abgespielt, aber: Das Grazer Orpheum hat gerade noch die richtige Größe gehabt um Clubatmosphäre entstehen zu lassen. So war der Sound halbwegs dicht und nicht verloren, wie auf Großbühnen möglich.

Super Foto II.    (Foto: Wa.)

Ja mei! Sind halt noch jung und verspielt, die Buben, würde die Edith Klinger sagen und müssen sich halt bei ihrem nächsten und sicherlich schwersten Tonträger behaupten. Aufpassen muss man auf den Burschen mit den blond gefärbten Haaren, dass dem nicht der Erfolg in den Kopf steigt, hätte die Edith gemeint. Aber der hat ja auch eine anständige Erziehung genossen und ist ja zum Glück stubenrein, hätte die Edith gesagt. Also machen wir uns da jetzt einmal nicht zu viele Sorgen, sondern freuen uns mit, dass Spaß nicht billig sein muss. Immerhin hat der Herr Maurice auch definitiv die Mädchen, die Buben und die Väter begrüßt. Das hat schon was.

Wa. (Text & Fotos)

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