Tuesday, January 25, 2011

Chi è Ammaniti? Fellini ist schon tot, und Conte lebt, aber kennen Sie Ammaniti?



Nicht suchen, aber doch finden, zum Beispiel die Ähnlichkeiten zwischen Frederico Fellini und Paolo Conte, diese einsamen Wölfe der italienischen Provinzen, große traurige Künstler und doch wieder lustig, als ob sie nur zu gut über ihre eigene Melancholie lachen können, über das Vergessen, über die verflossene Liebe, den eigenen Schmerz. Vielleicht ist es ja auch das, um was es geht? Im größten Elend immer wieder, oder noch immer lachen zu können – zu müssen. Wuascht! Paolo Conte, angry old man, so kommts mir vor. Tschick, Kapperl, Schnauzer, ein Glas Wein die Tschick und Ärger, Zorn. Zorn, ZORN großgeschrieben. Große Ungestümtheit vor dem Herrn. Beispiel: Einfach den Computer aus dem Fenster wuchten, wenn er das Wort Ungestümtheit nicht erkennt! GRRR! Conte würde das machen. Einfach so schön, so soll man nicht sein, so wie irgendwie auch La Dolce Vita. Mit 16 gesehen und enttäuscht, Conte hätte mich wahrscheinlich auch enttäuscht, aber jetzt gut, bella roma. Jetzt aber will ich mir den Conte einfach net vorstellen, dass er vor bestuhlten Reihen spielt und die Zuhörer zwischen zartem Beifall und rhythmischen Klatschen abwechseln, aber irgendwie auch wuascht. Besser: Kalter Winter in Oberitalien, staubige Straßen, Conte läuft im Radio in einem Tankstellencafe, am Abend. Plötzlich wird’s auch dort warm. Chi si ferma è perduto, sagt mir da mein Internetwörterbuch ein, „wer sich aufgibt, ist verloren“. Bis morgen bitte lernen, ich prüfe auf FB ab. Da fällt mir gerade ein: „Wie es Gott gefällt“, von Nicollò Ammaniti. Der hat das auch, und ist unter 50. Den sollte man gelesen haben. Ein italienscher Autor ohne Krimi.

Wa.

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