Monday, April 20, 2009

Einen dawischt’s immer!




Nun, letztes Jahr im Frühsommer schien die Sonne über dem Belgrader Himmel noch sehr heiß, obgleich schon einige Gewitterwolken am Vormarsch waren. FC Red Star Beograd, der Europacup-Champion von 1991 war schon länger im Gerede. „Das Management ist korrupt, die Legionäre bringen’s nicht und die besten Spieler laufen der Mannschaft sofort weg, wenn sie’s nicht in die Champion League schafft“, erklärte mir Srdjan, Red Star Fan und Autor. Und klar, an den Spielerverläufen verdient haben vor allem korrupte Manager. Das kennt man ja von wo.
Dieses Sommergewitter hat sich nun in einen veritablen Orkan verwandelt. Der Standard berichtet in seiner heutigen Printausgabe, dass der Club vor der Pleite steht und nicht einmal mehr die Stromrechnung bezahlen kann. Jetzt gibt es Solidarabgaben von den Fans um den Club vor dem Konkurs zu retten.
Wenn das nicht hilft, wird’s für die Verantwortlichen gefährlich. Nach einem der letzten verlorenen Heimspiele haben aufgebrachte Fans die Fensterscheiben der Sportwagen ihrer Stars zertrümmert, das müsste als Warnung reichen.

Wa.

Kleiner Nachtrag: Heute morgen erreichte mich ein Mail von Srdjan. Die Situation in der sich Red Star befindet, mache laut Srdjan die ganze Stadt depressiv und verrückt zugleich, auch die Fans vom Kokurrenten Partizan wollen nicht wahrhaben, was mit ihrem "Geliebten Feind" (Derby-Zitat Kühnelt/Mörth) passiert. Es scheint, dass man Red Star bewusst in den Konkurs treiben will um ihn dann um ein paar lumpige Dinar wieder auferstehen zu lassen - ähnliche Situationen kennt man doch in Graz auch von wo.

Sve Najbolje Red Star

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