Monday, February 23, 2009

Frisch gepflücktes Dosenobst.



Was der Bauer nicht kennt, isst er doch!


Dosenobst, das hat etwas. Erinnert einen an die Kindheit. Die bulgarischen Pfirsiche, mit den fast schon legendären Grafiken: Zwischen den Pfirsichbäumen steht eine voluminöse Maid in der Bulgaren-Tracht. Nachdem sich auch in Bulgarien der Realsozialismus in einen Ultra-Real-Kapitalismus verwandelt hat, waren die schönen Dosen dahin. Und nun kommt Alexander Kropsch und verkauft uns in seinem Kabarett „Dosenobst“, steirisches noch dazu.
Sehr schön gurkt Kropsch durch die literarischen Möglichkeiten, die einem Obst bietet. Eingesperrt in der Dose, frei am Baum und dazu Dichtkunst. Zwischen Poetry Slam, Kabarett und Rezitieren, presst er die Früchte gründlich aus. Dem Publikum schmeckt das Elixier, und au ja! Auch über Thomas Bernhard kann, darf und muss man sich lustig machen dürfen – ein Gegengift zur faden und unkritischen Bernhard Vergoldung der letzten Tage.
Kropsch gastiert zurzeit im Grazer Theater im Keller. Infos und Termine gibt’s bei Kropsch persönlich.

Wa.

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