Friday, June 15, 2007

Amerika von unten, erzählt von hoch oben.


Amerika von unten, erzählt von hoch oben.

Jeder Mensch erlebt Situationen, die sinnbildlich für sein ganzes Leben stehen. Die Kunst des Kurzgeschichtenerzählens liegt nun darin, genau solche Situationen in Geschichten zu fassen. Die New Yorkerin Lorrie Moore beherrscht diese Technik im Schlaf, mehr noch, ihr Erzählvermögen reicht an Raymond Carver heran.
Vielleicht liegt der Vergleich auf der Hand, weil sie beide in ähnlich trüben Wassern fischen, denn Moore beschreibt wie Carver Menschen, die auf ihre Funktionstüchtigkeit reduziert sind. Sie treten auf der Stelle, ohne abtreten zu dürfen. Sie haben schon genug, und bekommen trotzdem noch einen hingestellt. Lorrie Moores Figuren tummeln sich auf den Abstellplätzen des Lebens. Egal ob in New York oder im Mittleren Westen der Staaten, das Leben findet jenseits der glitzernden Boulevards statt.

... mehr darüber in der BuchWoche, der Buchbeilage in der Tageszeitung Österreich, am Samstag!

Euer Waaaa. der Lesekopf.

Wednesday, June 13, 2007

Lieber Matthias Revers,


Lieber Matthias Revers,

also das mit seinem Namen, den man so durch das Leben trägt, das ist so eine Sache. Du bist ja der Matthias, vielleicht auch der Matt, oder was auch immer. Gut, und ich bin der Mann mit dem "G.". Ja, das ist so, wenige haben ihn und ich führe ihn sogar stolz in meiner Namensmitte, so zwischen Vor- und Nachnamen steht der G. Der wird sometimes vergessen, Du hast ihn auch vergessen, nicht weiter schlimm. Aber, Du hast im neuen "Falter" auf der seite 12, links oben im Eckerl, mich Michael genannt, als Du sehr löblich auf meinen Blog, und noch löblicher auf meine Aperol G'schicht hingewisen hast.
Als Michael komme ich mir sehr komisch vor, so gesund, so naturburschig, wast blauäugig, weil, weil ich bin ja doch der Maaaartin, der mit dem "G." in der Mitte, der so tschuschig mit einem Wanko ausrinnt. Ja, der bin ich und Du bist der Matthias, der mit dem Doppel-"TT". Jetzt sag ich einmal, meld Dich und wir gehen auf einen Aperol, dann hast Du meine Vissage vor Dir und denkst Dir, ja scheiße, das ist der Wanko, der mit dem "G.", der Martin, mhm. Dann trinken wir einen zweiten Aperolspritzer und wenn Du ein Rauschkind bist, leerst du noch einen 3. nach.

Also, das wär's, lieber Matthias, Dein Martn G.


Und als Zugabe noch einmal die Aperol Gschicht, weiter unten im Blog auch zu finden:

Am Besten gelingt es in dieser Stadt Erneuerungen durchzusetzen, wenn sie etwas mit saufen oder fressen zu tun haben. Saufen schlägt im Grunde alles, weil das Wegtun in dieser Stadt eine riesige Tradition hat. Schön zum Beispiel ist das beim Aperol zu sehen. Dieser orange campariähnliche Bitterlikör aus Padua wird zur Zeit in Graz gerne als Spritzer getrunken. Also, Weißwein, Soda und einen Schuss Aperol, dazu eine Olive oder eine Orangenspalte, vielleicht auch beides. Nennt sich Aperol Sprizz, und wenn man schon leicht die Fetten hat, kann man ihn auch >>Venedig Spritzer<< rufen, er kommt bestimmt. In manchen Lokalen, gar fürchterlich, wird er schon auf der Karte als solcher deklariert. In unserer alkoholfreundlichen Art könnt er sich als >>Markusplatz Kracherl<< ebenso einnisten. Also, der ist noch relativ neu und so verregnet kann der Frühling gar nicht sein, dass sich der nicht durchsetzt! Prost!

Tuesday, June 12, 2007

und woooo spielen wir?


Ja, das ist noch eine der ungeklärten fragen unseres planeten, wo spielen wir, wo spielen also die roten, 07/08, falls uns der teufel holt. am grazer sportklub straßenbahn platz wohl kaum, wie das foto so schön zeigt. dort fürfen bloß familienhaus-rasenmäher herumquurlen, damit dann erst alles für den steirischen mediengiganten styria umgebuddelt wird. der baut nämlich dort. der ordnung halber, der sortklub straßenbahn spielt seit einer saison in der stadteigenen grrruam - und dort werden und wollen wir doch nie die heimspiele austragen, oder?

kick off, wa!

Monday, June 04, 2007

Udo, live and lesend!


Ja hallo, die die nicht aus Graz sind, denen sei verziehen, aber der Rest müsste es eigentlich schon wo aufgeschnappt haben: Udo kommt!
Und genau gesagt Udo Huber, Ex 80er und 90er Ö3 Top of the Pop Anchorman, damals hatte man noch Moderator gesagt. Und der kommt am 6. Juni um 20:00 zu uns ins Literaturhaus, zum zweiten "Steiger" Event der Gastgeber Christof Huemer (artig!) & Martin G. Wanko (auch artig! - huch, das bin ja ich!)und Clarissa "Starlight" (sehr schlimm), genau zu den zwei Leuchten kommt er und tratscht und quatscht, talkt halt über Leben, Musik und mehr. Zur Krönung liest er aus seiner eigenen Bio, erstmals. Weltpremiere!

ein steigerliches Wa.!

Sunday, May 27, 2007

Manitu ist traurig.

Gestern fragte mich Haberer Eichberger, wie er denn seinen vollen Account freibekomme. Ich gab ihm praktische Ratschläge und er, erst einige Tage im Netz, meinte, "Er habe halt keinen Manitu!", der ihm weiterhelfen könne.
Nun, der große Geist der Indianer ist zur Zeit sehr traurig. Wie kann er dann anderen helfen?

wa wawoom woom woom

Reich werden, nein danke!




Es gibt Fotos die tun ausschließlich weh. Denen braucht man im Grunde nicht mehr hinzuzufügen. Wir sind die Guten. So wollen wir das nicht. Und aus!

Euer Wa. wa. wa.s soll das?

Reich werden, ja bitte!




Eine kleine Anleitung zum Reich werden: Also, gehen Sie auf einen Fußballplatz, mit zwei kleinen Einschränkungen: Erstens muss dort gerade ein Spiel ausgetragen werden, und zweitens muss das Spiel vom Sport Toto gesponsert werden. Toto, ja das gibt es noch, das ist das Spiel mit den Scheinchen, wo 12 Kolonnen eingezeichnet sind, und wo pro Kolonne 12 Tipps zu vorgegebenen Spielen abgedruckt sind. Diese sind mit 1 2 X zum ankreuzen da. Langsam dämmert’s Ihnen, gell? Nun, wenn man die 12 Tipps in einer Kolonne richtig angekreuzt hat, hat man den Toto 12er und ist so am Hauptgewinn beteiligt. Das Lustige am Spiel: Es ist geistreicher als Lotto, dafür, (weil es geistreicher ist), gibt es, symptomatisch für unsere Gesellschaft, weniger zu gewinnen als im Lotto. Wuascht, das Spiel hat Tradition. Sie hören sicher noch den Opa am Sonntagstisch raunen, wieder kein Zwölfer, weil eben Wacker Innsbruck oder der Wiener Sportclub, oder die Vienne doch nicht zum Vorteil des Herrn Opas gekickt haben.

Also, um reich zu werden, besuchen Sie ein Spiel, das diese Sponsoring Vorgaben erfüllt. Dann kommen in der Pause 12 Nachwuchskicker mit Toto-Fußbällen in die Arena gelaufen, und die schießen die Bälle ins Publikum. Und jetzt kommt’s: Sie müssen einen der Bälle fangen! Das ist im Grunde nicht schwer. Wenn einer dieser wieselflinken Knöpfe vor Ihnen auftaucht, nehmen Sie sich ein Herz, am besten Ihres, erheben Sie sich aus der Masse, setzen Sie ein breites Grinsen auf und schreien: „Her mit der Wuchtel!“ oder ähnliches. Kleiner Tipp: Je kürzer der Satz, desto eher schnallt ihn der Bua mit der Wuchtl. Machen Sie sich also auffällig. Und dann kracht der Bua drauf los er eben ein Nachwuchskicker ist und nicht dem Papa sein größtes Talent, dann knallt er Ihnen den Toto Fußball schon an die Brust. O.k., zum Fangen sind wieder Sie an der Reihe und ich kenn da wen, bei dem sich ein viertel Jahrhundert später plötzlich das Tormanntraining, das der Vater mit ihm durchgeführt hat, plötzlich bezahlt gemach hat.

Ja, ich nehme jetzt an, Sie haben den Ball gefangen. Den schenken Sie am besten Ihrem Kind, oder dem Nachbarsbuben. Gibt’s nicht oft, diese Bälle! Aber zuvor ist der Ball Ihre Eintrittskarte ins Glück. Mit dem dürfen Sie den heiligen Rasen Ihrer Arena betreten und nehmen Das Glückspakerl mit 52 Toto Freispielen in die Hand. 52 Scheine, so viel Wochen das Jahr hat, auf denen jeweils ein Gratistipp vorhanden ist. Dann haben Sie tatsächlich die Möglichkeit reich zu werden, auf eine ganz ehrliche Art und Weise.
Als Clarissa „Starlight“ und ich zurück zu unserem Platz gingen, kamen uns zwei Jungen entgegen, dem Aussehen her ungefähr 10, vielleicht auch 11. Meint der eine zum anderen: „Oiiida, host gsehn, de ham de Haut a no koidn diafn.“ Wahres Glück, kann man sagen.

Euer Wa... Waa... Waaahnsinn!

Sunday, May 20, 2007

Die Tränen, die Nusskronen und der Linksaußen




Könnte man Tränen in Geld ummünzen, der GAK wäre nach dem letzten Spieltag seiner bisherigen T-Molbile-Liga Karriere sicher weit oben gestanden; gut, geht leider nicht. Die Tränen sind für den Andritz Bach, also für den Kanal gewesen.
Trotzdem warten die Fans alle begierig auf den 31. Mai, wo bekanntlich das Schiedsgericht entscheiden wird, ob wir nun weiterhin Österreich kennen lernen dürfen, also die 2. Division alias Red Zack Kauderwalsch Liga beglücken dürfen, (wow, die werden sich aber auf uns freuen!) oder in der dritten bzw. vierten Liga die Steiermark in allen ihren Tiefen und Untiefen erleben werden.

Wenn wir also in einer der Wurstsemmel-Ligen unser Dasein fristen dürfen, dann haben die Fans wenigstens einen Trost. Nomen est omen, die Mampfe schmeckt in den unteren Ligen besser, bald gibt’s also wieder frische Semmeln vom Bäcker um die Eck, Bioweckerln sowieso und natürlich Riesenschaumrollen und Nusskronen mit 3 cm Zuckerguss drauf. Aber auch die ekeligen Plastikbecher könnte man endlich los sein, auch Flaschenbier wird drin sein, kann man nach dem Genuss gleich auf eine der 11 Flaschen zielen, aber Obacht, man schießt auf Amateure. Das Reich der Großverdiener haben wir ja verlassen (müssen).

Aber die Unterligen helfen beim Sparen. Billige Karten, keine Parkplatzprobleme und wenn der Wagen nach dem Kick spinnt, kann einem der Rechtsaußen weiterhelfen, denn der schöpft bekanntlich hauptberuflich bei der „Hawarie –Moritz“ um die Ecke. Vielleicht erfährt man dann auch gleich warum der Linkaußen nix kann und erspart sich so ganz nebenbei die Reparatur. Aber bleiben wir realistisch. Man hat einen Platten, oder begafft planlos den Motorblock und der Linksaußen fährt mit einem Mordskaracho an einem vorbei, er will ja noch die Deutsche Liga glotzen, spritzt einem die drei Tage alte Suhle aus der stinkenden Pfütze ins Gesicht und denkt sich: Trottel! Hat der Depp nix besseres zu tun, als mir beim Kicken zuzuschauen?

Wa.

Monday, April 30, 2007

Die besten Sprüche der Eltern!

Werte Blog-Gemeinde (community klingt so taffff ...) es gibt Sprüche die unsere werten Eltern klopften und die wir nie wieder aus unserer Birne bekommen (und vielleicht in Variation einmal auf unsere Kids abschmettern können). Mit einem Lachen im Gesicht, hier einige Beispiele ich bitte um Ergenzung!

* "Du bist noch kein Star!"
* "Mit deiner Art wirst du es noch weit bringen!"
* "Was kannst du denn sonst noch, außer telefonieren?"
* "Wenn man dich so um 2 Uhr Morgens in der Stadt sieht, sag nie wie du heißt!" "Martin?" "Nein, du Idiot, es geht um deinen Familennamen, den du verschandelst!"
* "Wenn das deine Freunde sind, möchte ich deine Feinde lieber nicht sehen."
* Wer glaubst du denn eigentlich wer du bist?" In Variation: "Wen glaubst du denn eigentlich vor dir zu haben!"
* "Lüg mich nicht an, ich weiß alles!"
* "Wir meinen's ja nur gut mit dir und du lachst nur deppert. Das ist keine Art!"
* "Gegen dich sind sogar die Linken noch rechtsradikal!"
* "Meine Erziehung kann das nicht gewesen sein!"
* "Das war deine Erziehung. Das hast du von deiner scheiß-liberalen Art!"
* "Beim nächsten Fünfer wirst du Friseur!"
* "Lass alles liegen und stehen und komm nach Hause! Hörst wie er schreit?!"
* "Wenn du noch einmal so etwas nimmst, kommst du ins Gefängnis. Bist du schon süchtig?"
* "So wie deine Bands ausschauen - die sind sicher alle süchtig."
* "Aus dir wird nie was. Schau dich einmal an."
* "Das aus deinen Band was wurde, war Mitleid vom lieben Gott. Mit dir hat er arber keines!"
* "Hast du schon jemals freiwillig ein Buch gelesen?"
* "Du wirst einmal der einzige sein, der kein Instrument spielen kann."
* "Warum hast du nie eine Freundin. Die am Ball war ja so nett."
* "Musst du so viel rauchen?"
* Die Großmutter: "Ich hab noch nie geraucht. Der Opa hat sich immer was angepflanzt."

Hit it!

Wa.

Sunday, April 22, 2007

The day of the books



Jungs und Mädels, erlesene Freunde und Feinde dieser Spalte, es ist leicht unartig, sich nach so langer Abstinenz von Anbeginn an in eigener Sache zu Wort zu melden(aber war es schon jemals anders, Ihr kennt’s mich ja ...). Viel Zeit ist vom letzten Blogg bis jetzt die Mur runtergeflossen und aus dem Bodensee verdampft. Immerhin, wir haben es (fast) geschafft, hey, hey, GAK, es lebe die Red zack Liga, wo Fußball noch Fußball ist, und so weiter, und so fort, aber dazu ein anderes mal mehr - tolle Fotos hätt ich ja, aber es gibt ein böses Wort und das nennt sich Zeit ... darum hab ich auch das entzückende Foto der Uni Jena gestanzt, auch nicht böse sein, danke, danke. (Ich mach Euch dafür mal ne Lesung zum Sonderpreis!).
Nun, Grund meines Anschlags: Feste gehören gefeiert wie sie fallen, eh klar. Und am Montag dem 23.04. ist wieder der Andersen Buchtag, der Tag des Buches also, wo der Märchendichter Hans Christian Andersen und der Todestag vom Haberer und Dramatiker William Shakespear so auf ein Packl fallen, dass man ein bisserl feiert.
Also, meinereins, dem Feiern nicht zwingend abgeneigt, plausch am 23.04. ab 16:00 Uhr bis 17:30 oder ein bisserl länger über Bücher und Autoren und das im neuesten und sehr hübschen Grazer Bookstore, der Thalia im Grazer Murpark, der glitzernden Grazer Einkaufsmeile, die sich nicht weit weg vom Liebenauer Stadion, sich knapp nach der Autobahnauffahrt befindet. Und hier unten noch eine kleine Ansammlung von neuem Stoff und Altbewehrten. Also, let’s come together!

Nick Hornby: Fewer Beach … Martin Suter: „Unter Freunden ... Maxim Biller: Liebe heute ... Arnon Grünberg: Der heilige des Unmöglichen ... Alexander Osang: Lennon ist tot … Mathias Nolte: Roula Rouge … W. Somerset Maugham: Books and you … Dashiell Hammett: Der Malteser Falke … King: Carrie … Paul Auster: die New York Trilogie Samuel Beckett: Godot … Thomas Bernhard: Holzfällen and William Shakespeare: Macbeth

See you, Wa!

Saturday, March 31, 2007

Literatur & Musik

Hallo, ich bins Euer Terminplaner. Also, heute am Samstag gibts 2 Pflichten.

Erstens: Das neue Österreich kaufen, Zeitung wegwerfen, aber BUCHWOCHE zurückbehalten. Erstens ist ein spannender Truman Capote Aufmacher drin und zweitens wurde das Buch der Woche "Lennon ist tot" von meiner Seel' besprochen. Also, ein Spitzenartikel von mir (was sonst) und ein Spitzenbuch natürlich auch. Also, für Menschen, die sich mit New York verbunden sehen, ist der neue Osang Roman ein Muss. Dann, zweitens, habt Ihr, werte Leser, bestes Publikum, Ihr Spitzenmenschen (nein, nein, ich verarsch Euch schon nicht, keine Sorge ...) heute noch die Möglichkeit ins Theater im Keller, in die Münzgrabenstraße 35 zu pilgern und sich mein Stück Hormonie anzuschauen.

So, und für morgen am Abend hab ich Euer Progamm auch schon geplant: Nach dem sicher sehr intensiven Stück (Herr Kühnelt meint in den VN, es ist anfangs derb u. wird immer gscheiter) und ein paar Glaserln Wein beim Corti um auf meine Gscheitheit anzustoßen, ist es besser Ihr bleibt zu Hause und schaltet das Radio ein. So ab 20:00 Uhr auf Ö Regional, also im Steirischen radio kommt nochmals mein Hörspiel Hormonie.

Link zu Radio Stmk.

Und in der nächsten Woche kann ich Euch nur raten, fastet und leset aus meinen Werken. (Danach wird Euch eh jeglicher Hunger vergehen). Ich werde mich zeitgerecht zu den Osterglocken zurückmelden.
Und in der Zeit meiner Abstinenz habe ich folgende Frage zu klären: Warum steht Clarissa Starlight (12) auf den Sound von James Osterberg alias Iggy Pop (55) ohne von ihrem Vater (37) dazu verleitet worden zu sein. Wächst hier ein Geschmack von hoher Dichte heran?


Wünsch Euch was, Euer Wa.

Wednesday, March 28, 2007

Aperol ist toll!

Am Besten gelingt es in Graz Erneuerungen durchzusetzen, wenn sie etwas mit saufen oder fressen zu tun haben. Saufen schlägt im Grunde alles, weil das Wegtun in dieser Stadt eine riesige Tradition hat. Schön zum Beispiel ist das beim Aperol zu sehen. Dieser orange campariähnliche Bitterlikör aus Padua wird zur Zeit in Graz gerne als Spritzer gegluckert. Also, Weißwein, Soda und einen Schuss Aperol, dazu eine Olive oder eine Orangenspalte, vielleicht auch beides. Schmekt sehr fruchig, meint MagManu. Nennt sich an der oberen Adria >>Aperol Sprizz<<, und wenn man schon leicht die Fetten hat, kann man ihn auch >>Venedig Spritzer<< rufen, er kommt bestimmt. In manchen Innenstadt-Lokalen, gar fürchterlich, wird er schon als solcher auf der Karte deklariert. Also, der >>Markusplatzspritzer<< [(c) Wanko] ist noch relativ neu und so verregnet kann der Frühling gar nicht sein, dass sich der nicht durchsetzt.

Salute! Wa.

Sunday, March 25, 2007

Rrrrrrrrrustikal.

Nein, nein, ich reg mich nicht über den Fußball auf, die Österreichische Nationalmannschaft, oder was auch immer. Nur eine Kleinigkeit: Wir haben seit neuem, seit der ORF wieder anständig über Fußball berichten darf, eine dementsprechende Moderation.
Es gilt ja, die Deutschen haben uns das vorexerziert, das Fußballdeutsch zu beleben. Also, der Zuschauer sollte auch was zum Lachen haben, wenn der Kick zum Weinen ist. Sprich: Das Entertainment muss stimmen. Und Thomas König, er übertrug diverse Bundesliga Spiele und letztens auch Austria – Ghana, er ist einer der neuen Garde, der jetzt nicht mehr so verschlafen klingen sollte wie die alten, hat so ein Lieblingswort: „Rustikal“. Also, wenn da einer anständig reinsteigt, Tackling oder Tackles macht, so würden die Briten diese Spezialität bezeichnen, also, wenn ein Verteidiger eine anständige Attacke schiebt, dann spricht Herr König von „rustikal einsteigen“.
„Rustikal“ heißt laut Duden hingegen „ländlich, einfach, robust, derb ...“. Das klingt wie Rubens, irgendwie schwermütig, behäbig, ungelenk, unspritzig. Und das ist es noch lange nicht, wenn die Burschen anständig reingrätschen. Die haubentaucher.at Redaktion hat gemeint, Thomas König käme aus Vorarlberg. Gut möglich, dann ein kleiner Tipp, Herr König: Bei der nächsten Aktion einfach im besten Vorarlbergerdeutsch: „Aaaah, das is brutal gsi, du grusige Su!“ („Aaaah, das war brutal, du grausige Sau!“) brüllen und schon haben wir einen Hit, made in A.

der Wa.


ps. "rrrrrrröstfrisch" einsteigen, wär natürlich auch ein Hit.

Tuesday, March 13, 2007

Republic of Vanuatu - oder die Reise zum großen Glück



Und da soll noch einer sagen, Graz sei nicht die kleinste Großstadt Mitteleuropas. Das Auto mit dieser Nummerntafel, gesehen vor einigen Tagen am Grazer Opernring. Also, Freunde der Reisen: Where the fuck is Vanuatu?

Antwort folgt als Blogg-Kommentar.

Euer Wa!

Monday, March 12, 2007

Benvenuti & Carlotto


Also: Wenn Wetter schön, dann bitte Parkbank oder Schanigarten, wenn Wetter nicht mehr schön, bitte zu Hause, aber Hauptsache: Lesen.
Neue Empfehlung: Jürgen Benvenuti "Big Deal" sowie Massimo Carlottos "Arrivederci amore, ciao". beides hardcore crimes, hab sie in der neuen BuchWoche der Tageszeitung Österreich besprochen, wer es ganau wissen will, es war den letzten samstag. Beides spannende Bücher. BuchWoche liegt noch da und dort auf.
das bild gehört aber nicht zu den crimes, sondern zu meinem Stück!

heute ist heute und morgen ist morgen


Wenn Ihr Wochende so schön war, wie der Frühlingshimmel heute eine feine Woche verspricht, dann rate ich Ihnen eines: Gehen Sie am Abend ins Theater, nein nicht ins Schauspielhaus, schon gar nicht zu Dürrenmatts "Alter Dame", sondern versuchen Sie es mit Theater. Sie haben mich schon richtig verstanden.
Der Grund Sie ins "Theater im Keller" zu schicken, ist ein ziemlich lapidarer: Meine "Hormonie" wird wieder aufgeführt. Nach dem braven Spiel der Schauspieler, und der pflichtgemäßen Premierenfeier danach (siehe Foto, Wanko & Haidacher in rotweißroter Mode), wir heute wieder gespielt (und nicht mehr gefreiert). Und zum Feiern gibt's zur Zeit eh eher weniger Grund. Siehe Tabelle Gak & Sturm. Autsch!

Die Woche wird vom 13. - 16. im Theater im Keller, Münzgrabenstr. 35 gespielt, alle anderen inof entnehmen Sie bitte meiner Homepage.

Monday, March 05, 2007

Paaaaaalm!


Das Foto hier entstand im Prückl und Grund zum Meeting war, dass mir Palm sein neues Büchl, "gesammelte Kolumnen" und Tex Zeichnungen im Residenz Verlag veröffentlicht hat, überreichte. (Das Brecht Büchl hab ich übrigens vergessen zum Signieren mitzunehmen) Und natürlich stellten wir uns die Frage How do you do und was machst?
Also, meint Freund Palm, er hat grad eine Phettberg Doku abgedreht. Soll heißen "der Elende". Na bitte, da geht es ja glaich ans Eingemachte. Und was es wirklich auf sich hat mit diesem Film, verrät uns Meister Palm, Österreichischer Portätmeister unterschiedlichster Künstler, internationaler Volksbildner usw. vielleicht als Antwort auf diesen Blogg? Also Kurt, sprich zu uns!

10 Jahre Gap, viel Musik, Kunst und auch Literatur


Und so soll's sein! Junge und Berufsjugendliche sollen auch ein bisserl was lesen. In diesem GAP (10 jahre Jubelnummer!) hätten wir folgendes anzubieten: Ein Porträt über Rebhandl und seine unheimlichen Ausseerland Krimis - ohne das Kleinod zu kennen. Aber bitte ihm gefällts und uns auch.
Dann hätten wir unter den Rezis Robert Walser, also nicht den notgeilen Martin Walser anzubieten, eine literarische Bio von dem Herren, geschrieben von keinem Geringeren als Jürg Amann´, griazi Schwizer Freunde!
Ebenfalls nicht zu verachten das von mir in diesem Blog schon zitierte Bregenz Lesebuch sowie Palms Bertl BrechtAnnäherung namens "Bertold Brecht im Kofferraum". Also Palm wichtig zu lesen, weil der Brecht in Österreich sehr gut im Griff hat.
Ganz fein auf der literarische Essay "Books and You" von W. Somerset Maugham. Ein feines Büchel mit drei Essays erstmalig in den 50ern in der Lononder Suturday Evening Post publiziert und immer wieder neu aufgelegt. Das sind so Pastillen wenn man eigentlich nicht mehr genau weiß, warum man an die Seiten zweischen den Buchklappen glauben soll. Gute Medizin und gar nicht bitter.

Ich bin schon fast geblendet!


Jaaa! Jetzt war ich kurz rausgeflogen, bin jetzt wieder happy, dass alles funktioniert, hi hi!

Zur Freude gleich noch ein Hinweis! Weil Sie morgen sicher noch nichts vorhaben, in Ihrem sicher sehr anstrengenden Leben, können Sie meine UA "Hormonie" im Grazer Theater im Keller (TIK) besuchen kommen. Falls Sie in Ihrem Leben am 6. März schon viel vorhaben, na dann lassen Sie es halt. Aber regen Sie sich im Nachhinein nicht auf, dass Sie meine Verbeugung vor der Audienz nicht gesehen haben, gell?


der Waaaa!

Mehr Licht!

Also, so ganz licht und helle bin ich beim neuen Blogger noch nicht, aber immerhin hab ich um 0:21 noch ein Google-Konto einrichten können (ohne MagManu, ätsch, ätsch!) um überhaupt noch was bloggen zu dürfen. Plötzlich durft ich in der alten Version nicht mehr - so passierts, und da soll unsereiner nicht parrrranoid werden. Grrrr!
Leider fehlt auch die leiseste Idee und das geringste Licht wie man Bildtexte korrigieren kann, Texte dazufügen, u.s.w.

Und so also gleich noch einige Wörter zum Bild darunter, das mit den kultivierten Herren: This is the GAK T-Shirt Fraktion vor dem Anpfiff zum gelungen 3:2 Sieg. Verkauft wurde im Übrigen auch viel, sehr viel sogar. Aber wie heißt es so schön? Genug ist nieee genug. Gell?


Euer Wa!

Ihr werdet jetzt alle sehen wie schnell wir jetzt sind!


Friday, February 09, 2007

DIOGENES "Worstseller 2005" oder die Parade der Ladenhüter


Ja, das ist aber eine schöne Idee, da geben Sie mir recht, was? Der Verlag, der noch ohne Sachbuch auskommt, der Zürcher "Diogenes" eben, hat ein ziemlich spannendes Unterfangen laufen, er liefert uns die Verkaufszahlen vom Vorjahr. Aber nicht die eines Martin Suters oder Choelos, also nicht die oberen 10, sondern die unteren 10. Und das als hübsches Plakat, im Spiegel Bestseller Outfit.
Unter den miesesten Verkäufen im jahr 2005 hättern wir Altgedientes wie Frank O' Conner mit seinen "Meistererzählungen" anzubieten, ging gerade noch drei mal über den Ladentisch. George Orwells "Im Inneren eines Wals" trauten sich ganze acht Käufer zu, aber auch die Oldschool Krimi-Giganten wie Ambler und Hammett mussten Federn lassen. Ja so geht's dahin. "To the happy few.", betituliert sich das Plakat. Jaaaa, denen gratulieren wir wirklich! Und wenn Sie nun Geschmack gefunden haben und bei Ihrem Buchhändler ein bisserl raunzert sind, kann er Ihnen das Ding ja (kostenlos) bestellen.


Euer Wa!

Monday, February 05, 2007

STEIGER - der steilste (und einzige) TALK in der Stadt!


Betrifft: neues Format im Literaturhaus: STEIGER – der steilste (und einzige) Literaturtalk in der Stadt.

4 mal im Jahr!
1. Versuch 06.02.2007 20:00
Gast und Einsteiger: Francesco Madeo. Literat & Molekularbiologe
Bühne: Jörg Vogeltanz
Durch den Talk steigen: Christof Huemer und Martin G. Wanko


Soviel zu den Fakten nun zur kuriosen Wahrheit v. den 2 Autoren.


Das steigerliche Leben des Martin G. Wankos und Christof Huemers.

Die beiden Literaten Christof Huemer und Martin G. Wanko lernten sich im Jahr 2000 (Jahr des Schweins) in der kambodschanischen Provinz Kampot bei einer Staudammflutung kennen. Martin G. Wanko war zu dieser Zeit (noch) als Fotograf in Südostasien tätig: „In den Reisfeldern stehen ist unangenehm, wegen der Würmer. Fast unmöglich, das zu überleben.“ Christof Huemer, damals für den Auslandshandel der mittlerweile pleite gegangenen Reifenfirma Semperit zugegen, – „es stellte sich heraus, dass Kambodscha gar keine Winterreifen wollte“ – erlebte die Flutung des Staudamms von einer Ehrentribüne. Beim anschließenden Dichtheitsbestaunen und Kartenspielen wurden die beiden Österreicher einander vorgestellt, es entstand eine längere Zeit lang über E-Mail geführte Männerfreundschaft, der das jeweilige literarische Arbeiten jedoch auch keinen Abbruch tat.
2001 kehrten der Steirer Wanko und der Salzburger Huemer nach Graz zurück. Wanko schrieb Theaterstücke („Who Killed Arnie“, „Trainer König, General“, ...) und wurde aufgeführt. Huemer schrieb keine Theaterstücke, wurde also nicht aufgeführt. Wanko, mit seinem mittlerweile zweiten Roman in Steißlage schwanger, wurde 2003 Literaturchef im Forum Stadtpark, schrieb aber weiterhin, zum Beispiel Hörspiele für Ö1. Huemer schrieb einen Roman, Kurzgeschichten, Reportagen, wurde „Popexperte“. Gemeinsam ersann man die „Prinzenrolle“, eine auf Austausch von Peinlich- und Lieblichkeiten angelegten Literaturtalk. Die „Prinzenrolle“ geschah. Menasse kam und bedankte sich später sehr; Palm kam vorher und war lustig; Günter „Mo“ Mokesch wollte gar nicht mehr gehen. Und dann, keine Ahnung, schaffte das Duo irgendwie den Aufstieg, in die Bundesliga der Literatur-Entertainer.
Das könnte jedenfalls ein Grund sein, warum das neue Literaturtalkformat der beiden Fußballversierten den Namen „Steiger“ trägt. Bei den geladenen Gästen handelt es sich jeweils um Auf-, Um- oder Quereinsteiger, wenn man den Literaturbetrieb mal kurz alpinistisch betrachtet, was sich hier anbietet. Die jeweiligen Steiger und –innen werden recht höflich behandelt, hart angepackt und eigentlich nicht betrunken gemacht, es gibt Musik und eine Bühne (gestaltet von Jörg Vogeltanz), und dann wird auch laut gelesen. Illustere Gäste werden eingeladen, bzw. man ist mit ihnen im Gespräch. Der Italohengst u. Italoliterat Francesco Madeo macht am 6. Februar den Anfang, unser in bester Erinnerung gebliebener aller liebster Top of the Pop DJ Udo Huber macht im Vorsommer weiter und wenn man durchs Laub steigt und die eigene Spur verwischen versucht, dann muss einfach der Kripo-Schreiber Thomas Müller, ein Mann zur Erkundung der Abgründe der Seele zu Wort kommen.
Kurz noch einmal zur Staudammflutung: „Ein imposantes Ereignis, sehr laut und professionell gemacht. Wenig Tote.“ (Wanko) „Nett, aber einmal reicht. 2000 Tote.“ (Huemer) Seitdem haben die beiden nie wieder Karten gespielt. Das beigefügte Foto zeigt die beiden anno 2000 im Foyer des Hotels „Golden Apsara“. Das muss man sich mal vorstellen.


Euer Wa. und heute auch mal Hu. WaHu!

Saturday, February 03, 2007

"Wir sind schuld!"

Wankos Blog


Na klar sind wir schuld. Das haben wir schon seit unseren mehr oder minder erfolgreichen Schuljährchen in den 80ern gewusst, als die Grünen ein bisserl 68er Stimmung in unser abgesichertes Mittelklassejugendlichenleben gebracht haben und wir bei so gut wie jeder Demo mitgelatscht sind. Also gegen die Atomkraft, gegen Hainburg und gegen diverse Erschwernisse beim Studieren so und so. Revolution & Dope! Wow, wow, wow! Schon damals haben wir gewusst, dass das mit dem Klima, nicht mehr so weitergeht. Nur damals wollte das niemand wissen. Das waren linkslinke Spinnereien, und im Grunde war man ja so und so nur ein Wirtschaftsfeind, wenn man auch nur ein Wort zu viel Kritik geäußert hat.
Und heute? Ja, wir sind schuld! An allem! Wir fahren mit den Autos sogar zum Kiosk um die Ecke, wir kaufen Fetzen die in Niederlohnländern erzeugt werden und wir wollen uns halt auch noch ein bisserl Einrichtungsluxus und Urlaub am Meer oder in den Bergen leisten. Na klar sind wir schuld an dem Wetter, dass das seit heuer so komisch ist. Selbstverständlich. Aber: Dass das auflagenstärkste Kleinformat in der Steiermark mit dem ´Titel "Wir sind schuld" aufmacht ist doch öd. Nein, mit so vielen Landsleuten will ich an nichts schuld sein. Unter denen sind so viele Hirnis und Volltuscher, nein, mit Verlaub, für diese kollektive Schuld komm ich mir ein bisschen zu gut vor. Und schuld sind im Übrigen so und so nur die Amerikaner. Und die Russen. Meine selige Omi hätte gesagt: „Die Chinesen auch!“ Tun wir die im aktuellen Globalisierungswahn auch noch dazu. Ich bin schuldlos und Sie auch!

Thursday, February 01, 2007

"Wilde Boys, die sind nicht immer schlecht! ...


... wilde Boys die haben auch ein Recht." Wer so daherträllert und sogar noch die demokratischen Grundrechte einfordert, der kann nur, na Sie erraten es ja doch nicht, Johnny Hollyday sein - der Franzmann, der vor einigen Wochen als bestverdienenste französische Superstar aus steuerlichen Gründen ins benachbarte Genf flüchtete. Nun denn, "Wilde Boys", so gesprochen,besser gesagt, so gesungen wie man es schreibt, wurde mit diesem Song ca. 1965 auf den deutschen Singelmarkt geworfen u. klingt wie ein arger Gus Backus. Also, liebe redlich arbeitende Menschen, noch ist nichts verloren, irgendwann werden auch Sie in Genf landen - sofern Sie es wollen!
Das Stück Vinyl stammt aus dem Outlet meines vaters und das Foto, das spendet Ihnen meine neue Nikon L5! Geschenkt zu Weihnachten v. Mag Manu.

Tuesday, January 30, 2007

Kaaauuuft bei uuuuuns!

Auf gehts Rote Leiberl kaufen und siegen!


Wer der 1111ste Käufer ist, darf je nach Wunsch:

a) Mm Trainingszentrum einen Schnaps mit Savo saufen.

b) Im Sommer auf Anton Ehmanns Terasse einen Kaffee schlürfen und über das Häuselbauen philosophieren.

c) Zum nächsten Rapidspiel mit dem Fanbus rausfahren und unter den RSC Ultras in rotweißroter Tracht Mario Bazina Sprechchöre anstimmen.

d) Oder sich einfach freuen, dass schon vor ihm 1110 Rote eines dieser genialen T-Shirts gekauft haben.

Be a Haupt-Sponsor! (Be a Bauch - Sponsor)


Euer Wa!


Link zur T-Shirt-Aktion Haupt-Sponsor

Der Folder für Haupt-Sponsoren

Thursday, January 18, 2007

das letzte der drei ....


... zum dazugehöriigen Anlass: Sturmflut in Bregenz. Soll ja heute wieder turbulent werden, die Hamstereinkäufer waren schon unterwegs und Versicherungsagenten reden sich die Lippen fransig, damit ihre Kunden die Autos in die Garagen stellen ... turbulent war es auch 1910 wie auf dem hübschen bild zu sehen ist ... so wild so see. also, zu hause bleiben, lesen, tee trinken und den neuen Xaver Bayer lesen. "Weiter" heißt der Roman.

Wednesday, January 17, 2007

bregenz metropolis anno 1900


zum charakter der gestrigen welt. mit dank an das bregenzer stadtarchiv.

Tuesday, January 16, 2007

zum Charakter der Bregenzer


zum Charakter der Bregenzer: Ein verendeter Gaul in der Bregenzer City um 1912. Nachzulesen und schauen im Bregenz Lesebuch.

unartproduktion

Thursday, January 11, 2007

Ein neues Jahr. Ein neues Gewinnspiel. Ein neues ...

Wankos Blog




Und das gibt es auch noch. Einmal gehe ich Ihnen noch mit dem Jahreswechsel auf den Zeiger. Also, bis zum 31.01. haben Sie Zeit, mein Hörspiel (naturgemäß!) „Hormonie“ als Hörspiel des Jahres zu wählen. Da schicken Sie am besten an den Rundfunk ein Mail hoerspiel@orf.at und schreiben einfach so Wörter wie „Wanko, Hormonie, Hörspiel des Jahres“ hinein. Das täte schon reichen, da sind Sie dann schon weit vorn dabei. Sind Sie ein ordnungsliebendes, gewissenhaftes Individuum (manche würden dazu verklemmt sagen), dann schreiben Sie um Herrgottswillen auch noch R: Nikolaus Scholz dazu. Dann haben Sie also auch noch dem Regisseur Genüge getan. Vielleicht noch einen Anreiz: Das ist so ziemlich die einzige Wahl, bei der Sie sich beteiligen können, ohne sich gleich wieder verarscht vorzukommen.
Ach ja, zum Gewinnen gibt es auch noch was: Unter den Teilnehmern werden 30 ORF-CDs nach eigener Wahl verlost, so steht es zumindest drin, auf der Seite auf der auch alle weiteren Hörspiele zur Wahl stehen. Aber, hm, Sie werden doch nicht jemand anderen, aber nein, das täten Sie doch nie tun, oder?




Zum Wahlaufruf für Hörspiele

Euer Wa!

Monday, January 08, 2007

Ein neues Jahr. Ein neues Buch.

Wankos Blog



Der Aphorismenkaiser Karl Kraus (Fackel, Letzen Tage der Menschheit und so) meinte ja, der Literat der fremde Literaten lese, mache sich verdächtig. Fällt ihm selber nichts mehr ein, sind die anderen genialer? O.k. Das war der Versuch einer bürgerlichen Einleitung, eines bürgerlichen Bloggs im neuen Jahr.
Kurz & schmerzlos, drei Empfehlungen:
Zum Verstehen des Westens: Bregenz LESEBUCH. Uralte, alte und neue Geschichten.
Zum Verstehen der Welt: Christian Kracht: „New Wave“
Zum Verstehen unser selbst: Thomas Hettche: „Woraus wir gemacht sind“


Und auch 07 wünschen wir uns: Mehr Wissen & Weniger Blödheit, von uns und den anderen auch.


Euer Wa!

Monday, December 25, 2006

Wem der Blog gehört.

Wankos Blog



Wem der Blog gehört - ein Satz, eher ein Statement, das schon seit einiger Zeit in meinem Schädel herumspukt. Nein, ich will nicht wissen ob Mister Herrn Bill Gates das Unternehmen Roman Blogg gehört, oder Genosse Roman Abramovich, auch nicht zu welchem Syndikat oder Fond noch sonst was. Wem gehört dieser Bogg, der Wanko-Blogg, um den geht es. Also, zu aller erst einmal mir, so ist das in unserer Gesellschaft, der sich etwas nicht unrechtens eigen macht, und manchmal auch das, dem gehört das dann auch. Wäre nun das einmal geklärt. Aber, bloß weil er nun mir gehört, gehört er nun lange noch nicht mir, bewohne ich ihn noch lange nicht.
Im Grunde gehört er denen, denen er gewidmet, auf den Leib geschrieben oder weiß Gott alles ist. Er gehört den im Blogg handelenden Personen. Sehr oft ist es Clarissa Starlight, meine holde Tochter, die sich jetzt am 25. noch immer mit ihren Weihnachtsgeschenken abgibt. Werden also so falsch nicht gewesen sein. Zum anderen MagManu, meine Frau, die vor einigen Tagen sehr tapfer beim Zahnarzt war. Sie, die alles weiß, und natürlich auch was statistisch so alles schief gehen kann, musste sich voller Allergien-Panik einer Wurzelbehandlung und eben einer lokalen Betäubung in Form einer Spritze hingeben. Also, die zwei sind einmal Fixpfosten in meinem Blogg-Wesen.
Und dann natürlich meine Haberer, wobei ich heute einen ganz speziellen vorstellen möchte, den ich auf dieser Seite noch nicht erwähnt habe. Wolfgang Mörth. Der emsige Bregenzer Literat, Texter, Schreiber, Theater- und Filmemacher hat für sich und andere eine Herzensangelegenheit erledigt. Er hat in Zusammenarbeit mit Thomas Klagian in mühsamer Kleinstarbeit ein BregenzLESEBUCH (unart produktion, Dornbirn) herausgeben. Mit vielen literarischen Texten drin. „Dieses Lesebuch enthält keine platten Hymnen auf Bregenz“, ist am Backcover zu lesen. Und das ist gut so. Mehr darüber in einem der nächsten Bloggs.



Euer x-mas Wa!

Thursday, December 21, 2006

Mein Name ist Udo Huber und das sind die Top 20 von Ö3

Wankos Blog



Ja, ja, so alt sind wir schon, gell? Also, wenn Ihnen diese Headline nix sagt, kann ja sein, dann sag ich einmal: ach, so jung bist du noch? Ja, wie hast denn du dich denn (d d d) in diesen Blogg verirrt, sag mal. Aber wir sind ja da vermutlich unter uns, also über 30, voll im Job, dick im Gschäääft, und eben als solcher mit Udo Huber groß geworden. Unser Hitparadenmann, der uns von Captain Sensibel bis zu Spliff alles näherbrachte, um im oberen Drittel des Geschmacks zu bleiben. Die harten Fights um die Nummer eins zwischen Spider Murphy Gang und Shakin’ Steavens verdräng ich mal lieber.
Aaaaalso, diesen Herrn Udo Huber hatte ich letztens an der Strippe. Ja, der hat in der Früh angerufen und gemeint, „Hallo, ich bins, Udo Huber“. So war es, tatsächlich. Ich lüg Euch nicht an! Natürlich hat er das nicht so ganz zufällig gemacht, sondern ich hab ihn am Vorabend eingeladen, um mit Huemer and me im Grazer Literaturhaus anständige die Sause zu machen. Also, ich habe ihn gebeten mich diesbezüglich zurückzurufen. Das Projekt im Literaturhaus soll „Steiger“ heißen. Einsteiger, Aussteiger, Übersteiger, Aufsteiger, Absteiger. Menschen die in die Literatur einSTEIGEN. Mehr darf ich noch nicht verraten, sorry. Ja und der Udo Huber, als unser aller Top of the Pop Moderator und heute Wiener Sportklub Platzsprecher und Vizepräse uns DJ, tja, dessen Stimme hatte ich wieder am Ohr. Und das tat gut. Auch gut, denk ich mir. Und das war ein Blogg von und mit Martin G. Wanko.

Tuesday, December 12, 2006

Mutter, der Mann mit dem Polonium ist da.

Wankos Blog



Das Problem an politischen Kolumnen ist ja das, dass einem ab einem Umfang von 20 Zeilen die Leserschaft fehlt. Weil der Leser wahrscheinlich seinen Tag anders beginnen kann, als mit Politik aufzuwachen und anders beenden kann als mit der Politik schlafen zu gehen. Und zwischen den zwei Klammern klafft ein Loch, in das niemand fallen will. Weil in der Politik nichts weitergeht, weil nichts mehr zusammenläuft, weil ... .
Dass die politische Kolumne auch nicht mehr das ist was sie einmal war, hängt halt sehr von den allgemeinen Zuständen ab. Warum sollte sie Durchschlagkraft haben, wenn so oder so nix passiert. Sie hat an Macht verloren. Ob sie jemals Macht hatte, oder nur im Wind oder Gegenwind der Mächtigen mächtig erschien, möchte ich lieber nicht genau wissen.
Der letzte Funken Highlight für die nationale Politik und Kolumne war die Regierungspaarung in den Farben schwarz/blau und als Zugabe die gleichen Farben ein zweites mal. (Wir erinnern uns sehr gerne an Maria Rauch „Knallharts“ Dankesworte an das Jesuskind). Ab da war im Grunde der Ofen aus. Wer soll nun für neues Feuer sorgen? Rudolf Burger, Konrad Paul Liessmann um bei den Philosophen der Kolumnen und des Kommentarwesens zu bleiben. O.k., der Witz war nicht gut.
So bleibt also alles wie es ist. Draußen brennt uns die Sonne aufs Gesicht, die verregneten Monate März-Mai möchte ich gleich einmal vorab ankündigen, sämtliche Polonium Exporte sind nicht einmal ansatzweise durch Österreich gekarrt oder was auch immer worden und rund geht es sowieso überall anderswo, wenigstes weltweit. Bei uns Stillstand. Kein Mann mit Polonium, kein Mann mit Regierung, kein Mann mit Winter. Es bleibt wie es ist. Stillstand.
Und das war eine politische Kolumne, über 20 Zeilen. Hat nicht wehgetan, oder?

Danke fürs lesen, der Wa.!

Saturday, December 09, 2006

7 von 10 oder der 7. von 10

Wankos Blog

7 von 10 oder der 7. von 10

Also, das war gestern schon mehr als unangeneh!. Prinz Huemer von und zu Salzburg ward mit einem Ohr an seinem Handtelefon und verkleckerte mir so ganz nebenbei, dass in seinem blaublütigem Umfeld 7 von 10 Bekannte meinen, dass der GAK heuer absteigt, zumindest äußerst abstiegsgefährdet sei. Da hab ich dann gleich nicht mehr lustig aus der Wäsche geschaut, so wie ein Seidenpyjama den man auf Kochprogramm wäscht. Grumpf!
Clarissa Starlight hat mich dann noch beruhigt, meinte, dass Prinz Huemer halt 7 Sturmfans gefragt hat. Trotzdem blieb alles ein bisschen düster, immerhin ward der 9. Platz keiner, wo man frech die Gosche aufreißen hätte können.
Ja und heute haben wir gewonnen, so richtig schön (knapp und die zweite Hälfte war ein bisschen grrrrr) mit 2:1, gegen die Tabellenzweiten Faschingstödeln aus Pasching. Überwintern tun wir Rote also mindestens auf dem 7. von 10 Plätzen – haben Sie gehört, Prinz, auf dem 7. von 10!, wenn nicht gar auf dem 6. Ist grad auch nicht die sonnige Pracht ohne Wölkchen, aber doch um einiges besser als vom Prinzen von und zu Salzburg, bzw. von seinen Bekannten prognostizierte 10 Tabellenplatz.
Und noch eine Kleinigkeit in Richtung Salzburg: So schnell wird sich das Blatt nicht wenden, aber wir haben ja Zeit. Irgendwann kommt der Tag an dem Red Bull kein Schwanz mehr gluckert, ja dann, dann rollen wir Salzburg gleich mit samt dem Kunstrasen, Beckenbauer und Co in die Salzach und im Prinzenhaus machen wir die Rrrrrrrrrrrevolution, gell?

Euer "rote" Wa.

Tuesday, December 05, 2006

To You.

Wankos Blog

Ein schwarzes Band wird golden,


das Leben ist zu schade um zu versilbern,


Deine Kröte, mit Vielem von allem.


Head on!

Ich Dir Dein, zum 32. Mag Manu!


(Und noch immer Duuuuu U 30!

Verstehst Du mich auch nicht-

Oh Doch, Du tust es; Jetzt lache ich!)


Ach hätt es B. Brecht nicht gegeben,

dann dieses Gedicht wohl auch nicht –

ich lieb dich.

Dein(e) K.

Lilllloooo! ( klingt fast wie Willlllmaaaa)

Wankos Blog

Für Ulla.

Lilo, wird stolz geboren im magischen 16 + 4.

Heb ab, kleiner Diamant,

Shine on!

Jugoband! Yea!

Wankos Blog



Ja, der Herr W. Kühnelt, featuring www.haubentaucher.at hat nun seine erste Kickerfibel herausgebracht. Kaufen Sie frei nach Herrn K. „das Buch an dem man nichts falsch machen kann. Für jeden GAK und Sturm Fan“, wie Herr K. bei der Präsentation nicht zu Unrecht erwähnt hat. Tatsächlich halten sich die Beiträge über das Kickerdasein südländischer Spieler bei unseren beiden steirischen Paradeklubs GAK und Sturm Graz die Wagschale. Das muss man dem journalistischem Credo des Herrn Kühnelt wohl zu Buche schreiben, ist er doch privat bis über die Ohren ein Roter, also GAK-Fanatiker. Aber um so einen Band zu formulieren, braucht der Mensch die Triebfeder, warum sollte sie also nicht rot geschwärzt sein?

„Legionäre aus dem Süden“. Slowenische, kroatische und serbische Fußballer, sprich „Jugokicker“ bei GAK und Sturm. Fakten, Anekdoten und tolle Fotos. Mit einem Vorwort vom Kultur- und Fußballphilosophen Werner Krause der Kleinen Zeitung und vielem mehr - gestern bestens vorgestellt in der innerstädtischen Grazer Gösser, bei Gulaschsuppe und Bier.

Da gab es bereits in der Vorstellung viel zu plappern, zu plauschen und zu schauen. Auch GAK Spieler des Jahrhunderts, Savo Ekmecic (wo sind nur die Hatscheks hin, wo sind sie geblieben ...), zu Beginn sehr nüchtern, gab natürlich seinen Senf ab. Und schon munkelten die Fußballfans in der knallvollen Gösser, „so schwer der Savo auch fiel, der Strafraum gehörte noch immmmmer ihm“.

Danke für die Knochenarbeit, Herr Haubentaucher Kühnelt, danke auch dem Pavel Haus, alias Michael Petrowitsch, für die Herausgabe und dem Steuerzahler für die Subvention (hätte Herr Stadtrat a.d. Strobl wohl gesagt, ha ha ha ... .)

Mehr von allem auf haubentaucher.at. Schon gesichtete Links auf gak.at bzw. g-a-k.at sowie in diversen Medien und natürlich im Buchhandel.

Wenn Sie glauben, dass das eine PR war, da liegen Sie völlig falsch! Dieser Text und das Buch gehören zum VÖLKERVERSTÄNDNIS!

Der wa, wa, Waaaa!


PS. Am Samstag auf den Platz mit Euch! GAK – Pasching. 18:30.

Monday, November 27, 2006

Am Dienstag um 20:30 erfahren Sie alles!

„Der Grazer Autor Martin G. Wanko versucht in seiner jüngsten Hörspielarbeit eine uralte Geschichte neu – und selbstverständlich im typischen ,Wanko – Kettensägen – Stil’ – zu erzählen: Die Eheleute Elfi und Otto haben einander nichts mehr zu sagen, Otto stürzt sich deshalb von einem Verhältnis ins nächste, Küken nennt er seine neuen Freundinnen ... .“

Wolfgang Paterno, Profil Nr. 48 / 2006

Da man ja nicht immer selbst auf sich aufmerksam machen will, habe ich hier Wolfgang Paterno aus dem neuen Profil zitiert, der auch meint, dass man sich am Dienstag dem 28.11. um 20:30 Zeit nehmen soll, um sich im Radio auf Ö1 Wankos neues Hörspiel „Hormonie“ anzuhören. Also, wenn Sie auch schon zu der „Ich sitze am Dienstag Abend gerne zu Hause“ – Generation gehören, lade ich Sie zu dem Unterfangen gerne ein. Sind wir doch zusammen on air. In dem Sinne alle Regler nach rechts! (Geben Sie dem Nachbarn keine Chance).

Euer Wa.!

Thursday, November 23, 2006

Über die Sprache.

Glamser passt es nicht, dass Mona indirekt den Autor verteidigt. Es ist ein leichter Anflug von Eifersucht, der ihn gleich noch mehr zur Weißglut treibt. Tatsächlich gibt es in ihm Gefühle, die er sich nicht eingestehen will.

„oder“


Glamser stört es, dass Mona den Autor verteidigt. Seine Eifersucht treibt ihn zur Weißglut, denn er hat überhaupt kein Recht eifersüchtig zu sein! Ist ja nicht seine Schnepfe! Aber: Haben Gefühle schon jemals nach seinem Recht gefragt?! Nö.

So, und jetzt sagt mir bitte, welcher Stil besser ist!

Danke, Euer Wa.

Wednesday, November 15, 2006

Schon einmal echte Prinzen gesehen?

Also, wenn Sie nicht schon einmal so von Angesicht zu Angesicht echten Prinzen gegenübergestanden sind, dann würde ich HEUTE um 20:00 Uhr ins Forum Stadtpark schauen, dort finden Sie den Prinz Christof von und zu Salzburg und den Prinz Martin von und zu Graz vor. Aber dem ist nicht genug, Sie erleben auch eine echte Prinzessin, diese hört im Übrigen auf Prinzessin Clarissa.
Aber dem ist nicht genug! Das Prinzenrudel hat auch immer einen König oder eine Königin geladen. Bis jetzt waren es ja nur Könige, zum Beispiel der König Robert, der gerne auf Menasse hört, war schon zu Gast, König Kurt, der gelegentlich auch Palm gerufen wird und sogar König „Mo“ und viele andere auch, wissen von den unterhaltsamen Abenden im Forum Stadtpark zu berichten. Aber heute kommt endlich eine Königin zu Wort, nämlich Königin Sigrid. Genauer gesagt, Königin Sigrid Maurer! Wenn Ihnen die Königin aus Funk und Fernsehen bekannt vorkommt, dann irren Sie nicht, dann ist das eben so.


Euer Ossy Kollmann!


Ach ja, im Übrigen tut die Show heißen: „Die Prinzenrolle“, der Literaturtalk im Forum Stadtpark, Graz.

Sunday, November 12, 2006

Lügen haben kurze Beine ...

... und Blogger haben noch winzigere.

Jetzt schreibt der Wanko als Fußzeile in seiner Mails, dass er jeden Tag bloggt und dann macht er das nicht. Ist also auch nur ein Lügenbeutel wie die restliche Welt, werden Sie sich denken. Ja, das stimmt schon ein bisserl, aber oft geht es halt nicht anders. Da muss man viele neue Texte schreiben, macht Spaß, bringt Kohle aber dann noch zu bloggen ist ein bisserl wild.
Zu meiner Ehrenrettung muss ich noch sagen, dass Clarissa Starlight letzte Woche die erste Englischschularbeit gehabt hat, am Dienstag Mathe folgen lässt und es am Freitag mit deutsch zu tun bekommt. Und wer glauben Sie, wer da wohl im Hintergrund ein bisserl navigiert? Eben.
Da ich ab Donnerstag auf Lesereise in Vorarlberg bin, liebe Leser, muss ich also auch ein bisserl vorarbeiten.
Und das sind alles keine Ausreden, sondern Fakten, meine Damen und Herren. So bunt die Welt auch aussieht, jede Farbe müssen wir uns erarbeiten.
Aber ich werd mich zwischen 17. und 21. November dann und wann aus Vorarlberg melden – versprochen!

Euer Wa.!

Wednesday, November 01, 2006

MYYY GGGeneration!

Mein Gott wie oft hat man das uns in den letzen Jahren schon nachgeworfen! Die Generation im Rabatt. Also Punk war ja nix, das war ein bisserl zu früh. New Wave und das deutschsprachige Pendant ist irgendwie ein bisserl gegangen. Also die Ausläufer genossen, Indipendent Sound gehört und nix Generation gewesen.
Dann wurde man ja auch ääälter, ein klein wenig halt, nicht wirklich g’scheiter aber erfahrener. Also war die Generation X auch nur was zum Zuhören (Beck), zum Nachlesen (Coupland) und Nachdenken (Wanko). Der war gut, gell? Aber wirklich zu schaffen hatte ich damit gar nichts.
Ja und jetzt? Jetzt soll ich, da selbstständig, viel mit dem Compi schaffend u.s.w. laut Spiegel (Nr. 43 / 20069 zur „digitalen Boheme“ gehören. Also nix Generation Praktikum, also keine Hohlnuss; sondern Generation Selbstverantwortung. Könnte sich sogar irgendwie ganz knapp mit dem Alter ausgehen, weil unter 40 ist man ja.
Aber, nun mal ehrlich meine Lieben. Die Jungs der digitalen Boheme, die haben am Rücken keine Tochter sitzen, der sie gerade (auf dem Computer) einen Englischzettel zusammengeschrieben haben, keine Frau mit de sie schon seit über 20 Jahren zusammen sind. Vielleicht sind wir „Generation neues Bürgertum“, schon möglich, Bürgerinnen und Bürger, aber auf alle Fälle Generation A. Für die Alten u. Jungen brennen und später einmal nix davon haben.

Beste Grüße, mit neuer Kraft und Bregenzer Wälderkäse aus dem Ländle zurück, Euer Wa.

Saturday, October 21, 2006

Furcht II.

Wankos Blog



Furcht.


Nach wie vor kommt die Furcht ohne Ausrufzeichen aus, mit einem Punkt zum Schluss, nicht einmal ein Artikel muss ihr vorgestellt werden, um vor uns zu bestehen.
Der Spätherbst, also das Winterservice brachte mich zurück an die Peripherie Graz Nord, an der ich großgeworden bin. Eine gute Stunde Zeit um sich ein bisschen umzuschauen. Ein Eckcafe Namens Bellami. Rüstige 50jährige, die diskutieren warum sie von der ÖMV in die Frühpension entlassen wurden, beleibte 30jährige die diskutieren, dass der Gusi ihnen jetzt die Jobs verschaffen soll.
Kick!, Turbo! Schuh, NKD, außerhalb dieser Läden gammeln die Alkis herum, in den Läden suchen sonderbare Frauen in sonderbaren Wühlkisten nach nicht weniger sonderbaren Plastikhandtaschen. Bei Traude und Franzi’s Hexenscheune versucht man’s schon am Vormittag mit Bier.
Und gelegentlich sieht man Bessersituierte durchsausen, in feinem Tuch besorgen sie etwas im Fressnapf für ihr Viehcherl, im Baumax ein paar Holzbrikets für die neue Bioheizung oder den Kachelofen. Sie alle bewegen sich geschickt zwischen den Großstadtzombies hindurch. Dann setzen sie zum Endspurt an. Einige Meter voller Konzentration, Blick aufs Auto, Griff in die Manteltasche, ein Knopfdruck auf den Autoschlüssel, die Türen entriegeln sich und schnell, schnell, alles rein. Ein Durchatmen im Auto, während der Diesel stottert, ein kurzer Blick in den Rückspiegel, nur keinen von den Zombies beim Reversieren mitnehmen, das wär ja noch schöner und Abfahrt. – Weil so werden wir nie! Dagegen werden wir angekämpft. Mit großer Furcht. Angst auch, klar, aber am Anfang war die Furcht.


Euer Wa.

Ps.: Unter uns: Keine Angst, ok?

Friday, October 20, 2006

Unsere Furcht (I)

Wankos Blog

20.10.06

Unsere Furcht.

Noch einen kleinen Blick auf die Headline bitte, danke. Furcht braucht kein Ausrufzeichen, kein Rufzeichen. Sie genügt sich ihrer selbst. Ein Punkt als Satzende reicht um sie anzukündigen. Apropos Furcht: Sie kennen es sicher auch, dieses Körnchen Unbehagen, das keine Perle in der Muschel, sondern einen Alp im Gehirn schafft.
Ich wurde am nächsten Tag wirklich fündig. Clarissa Starlight wühlte das halbe Kastner Sporthaus um, um den einen, ja, ganz genau den einen und keinen anderen Rucksack zu finden. So schlimm war das natürlich nicht, aber stellen Sie sich das jetzt einmal so vor. Zu Hause hat meine Herzallerliebste Mag Manu den außergewöhnlichen Rucksack unserer Tochter gesehen und mit ihrem „Riesenauge“ © (Opal Werner) abgescannt und gefragt ob das Objekt der Begierde nicht ein bisschen klobig ist. Im Klartext: haben wir ein Mopserl eingekauft – oder nicht. Clarissa Starlight und ich aus einer Kehle: „Nein, nein, wo denkst du hin.“
Und doch bliebt eben dieses Körnchen an Unbehagen zurück, dass sich in mir Tags darauf gegen Mittag zu einem kleinen Alptraum ausbreitete. Was ist, wenn den Freundinnen der Rucksack nicht gefällt? Nicht aus Neid, Bösartigkeit, oder weil sie falsch gewickelt sind, sondern einfach durch ein schnelles Urteil, wie man das halt macht – gerade in diesem Alter. (Starlight ist Baujahr 1995). Und diese Furcht kennen Sie, nicht?
Dann kommt alles retour. Der Rucksack, die Tochter und die Tränen. Die Tränen wischt man ab, die Tochter baut man auf und den Rucksack – ? Den trägt man dann zurück in den Shop, fragt wahrscheinlich fast eine Spur zu freundlich, ob man ihn umtauschen kann. Wenn das auch geht, in die Suppe wurde doch gespuckt. Das Sauding hat 45 Mücken gekostet! Hat Air Riemen, gepolsterte Rückeneinsätze, ist dreifärbig blau, unheimlich schön hellblau, was außerhalb Roms (Lazio!) kein Problem sein wird und gottverdammt noch einmal, das Ding schaut affenstark aus! Und das gefällt den Freundinnen nicht?

„Ja, gut, O.k. Super, bis bald!“ Das war gerade Clarissa Starlight an der Stripe. Yeeeaaa! Der Rucksack, der Bag, wie es so schön neudeutsch heißt, hat den Test bestanden, und, auch einen Tag danach kommt er noch gut. Ein bisschen kommt da jetzt auch meine Häme durch, dass jetzt liebe Eltern Eure Kinder kommen und sagen, „Du, ich mein, mein Rucksack ist schon super, aber du solltest einmal den von der Clarissa sehen – ich sag ja nur ...“.

Tuesday, October 17, 2006

Die Sorgen der Töchter!

Wankos Blog



Zugegeben, der Titel ist ein bisschen hochgegriffen. Wenn jetzt grad einmal nix schlimmes passiert, sind ja die Sorgen eigentlich nah der Null. In Äthiopien wären Sorgen und Freuden wahrscheinlich andere. „Mami, Mami, Papi hat gerade Wasser gefunden!“ Ja das wäre ein Halleluja, denkt man sich. „Aber dann hat der Papi soviel getrunken, dass sein Bauch geplatzt ist!“ Ja, so liegen Freud und Leid in harten Zeiten sehr knapp beisammen.
Also, gestern ging es - wieder einmal - um den Rucksack. Das Teil schleppen wir jetzt seit Clarissa Starlights Volksschulzeit auf unser aller Buckeln herum. Pro Jahr muss das Teil dünner werden und doch sollte alles Platz haben. Irgendwie funktioniert das auch, werden die Rucksäcke tatsächlich immer dünner und lässiger. Kurz, nicht länger als ein halbes Jahr lebt es sich mit dem Sack in Einklang (... nein, das ist kein Scheidungsreport unglücklicher Frauen ... ), doch langsam stellt sich dann das Nörgeln ein, mit Starlights genialem Nachsatz „ ... - ich wollt ja nur sagen.“
Heuer ist es ganz schlimm. Bekommen hat sie ihren letzten im Frühling. Starlight dachte aber nicht an die Konsequenz, dass es im Herbst nichts gibt, wenn es schon im Frühling gegeben hat. „Aber am Schulanfang haben alle einen neuen Rucksack“, wollte sie ja nur sagen. Seit September wird einmal am Tag der Verschleiß sichtbar gemacht. Da ein neues Loch und dort sitzt auch die Naht nicht mehr richtig. Im Grunde grenzt es an ein Wunder, dass die Tochter nicht gleich kiloweise die Hefte und Bücher ausstreut, weil der Rucksack eben ausgelassen hat. Nachdem schon diverse Stricknadeln den Sack gelöchert haben, ist gestern auch noch das Geodreieck zu Bruch gegangen. Na bum!
Zu Mittag am Telefon tat ich verhandlungswillig, ich war es auch. Am späten Nachmittag brach ich die Verhandlungen ab, da war ich es schon nimmer. Am sehr späten Nachmittag teilte mir dann Starlight mit, dass sie morgen von allen bemitleidet werden wird. Ich traute meinen Ohren nicht und fragte nach. „Von allen?“ Und sie antwortete mir „Ja, das machen wir immer. Wenn jemand glaubt, dass er etwas bekommt und es dann doch nicht kriegt, spenden wir ihm alle Beileid.“
Das fand ich dann doch sehr spannend, wie man in der angehenden Mittel- und Oberschicht mit Gefühlen umgeht. Noch dazu mit dieser Spur tugendhafter Arroganz die zweifelsohne aus einer gewissen Sorglosigkeit kommt. Am frühen Abend fragte ich dann noch nach. „Und wenn ich dich morgen nach der Schule abhole und wir einmal in den Kastner schauen, was sagen deine Kolleginnen dann?“ Starlight leuchtete, wie es ihr Name verspricht. „Dann hat die traurige Geschichte ein Happyend und alle freuen sich mit mir!“
Champagner!

Monday, October 16, 2006

SamstagSMSdialog unter zwei Freunden *

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1. Freund: Fahren in Richtung Pappelstadion, soll ich SMS – Moderation machen?
2. Freund: Ja bitte, Alter. Du schaust dir das echt an?
1. Freund: Ja, Fanbus, schlimm, gell?
2. Freund: Ja, du bist hoffnungslos verloren. Hoffentlich verlieren auch die Mattersburger.
1. Freund: Ja, aber ich werde die nächsten 1,5 Monate eh keine Zeit haben ... .
2. Freund: 43. min. Grazer Sportklub führt 3 zu 2 gegen Semriach. Ich bin nämlich leider auch kicksüchtig.
1. Freund: Hey Alter, das ist aber absolut geil! Hab schon geglaubt, ich bin der letzte Suchtkrüppel.
2. Freund: Endstand mit viel Glück 3:3.
1. Freund: Sonnenuntergang in Mattersburg. Unsere Spieler wärmen gerade auf. Alles sehr lieb. Schranz mit Zuruf Begrüßt.

* Auf die SMS mäßige „Alles Kleinschreibung“ wurde in diesem Text auf Grund der besseren Lesbarkeit verzichtet.

Euer wa.wa.

Friday, October 13, 2006

Jetzt lassen Sie endlich die Wutz raus!

Wankos Blog



Jetzt frage ich Sie einmal was. Wie lange haben Sie schon Ihre Frau oder Ihren Mann nicht geküsst. Also so wirklich küssen. Na also, wie wäre es damit am Wochenende. Da ja der Regen kommt, ein bisserl nehmen die Wolken eh schon zu, dann machen Sie das einmal so richtig anständig zu Hause, oder nach dem Kino und nüchtern vielleicht auch. Warum ich das jetzt schreibe? Ich weiß nicht, ich finde ganz einfach, Sie sollten wieder einmal die Wutz rauslassen und Ihrem Herzallerliebsten (verwenden Sie niemals das Wort Partner, Sie könnten als Brigitte oder Cosmo Leser verdächtigt werden) das zeigen!

In dem Sinne, nice Weekend, und 100 % bitte!

Thursday, October 12, 2006

Mit beschtem Wüsse und G'wüsse!

Wankos Blog



Das eine muss man ja mit großer Genugtuung verkünden dürfen. Gestern wollten uns die Eidgenossen vorführen, so richtig schön wollten sie uns zeigen, warum wir ein weißes minus (-) auf rotem Grund haben und das Volk westlich von uns ein (+). Und alle Medien machten mit, der Standard vielleicht noch am wenigsten, dürfte mit dem besseren Kontakt und Draht zu Hicke zu tun haben, aber sonst? Wie hoch verlieren wir gegen die Schweiz, war die Einserfrage.
Und jetzt? Peinlich, was? So peinlich, dass beispielsweise die Kleine Zeitung nicht einmal von ihrem hohen Ross runter kann um freimütig zuzugeben: Verdammt! Wir haben uns geirrt! Die Jungs sind eh nicht so schlecht! Aber nein, wer da schon im Vorfeld sich von einer Blick-Göre in einer Zweispaltenrubrik attestieren lässt, wie gottverdammt hölzern unser Kick u. vermutlich deren Köpfe sind, der kann ja am nächsten Tag auch nichts anderes als nörgeln – natürlich mit bestem Wüsse und Gwüsse.

Waaaaa!

Tuesday, October 10, 2006

Wenn alles schläft nur der Wanko bloggt!

Wankos Blog

Wenn alles schläft, nur der Wanko nicht!

Ja, soweit wird es einmal kommen, wenn man soviel auf gut steirisch zum schöpfen hat, dass man nicht einmal mehr zum Bloggen kommt. Freund Kühnelt, der adrette Herr vom haubentaucher.at hat mir gleich zu Beginn meiner Bloggerei mitgeteilt, dass es mit dem Blogg dann ein Ende hat, wenn man nichts mehr darin tut, sprich wenn man ihn wegsterben lässt. Also, man muss sich nicht einmal abmelden oder so – kann man natürlich, wenn man will, aber es geht auch auf französisch.
Wie ich auf diesen Gedanken komme? Also, langsam komm ich ja fast in Bedrängnis zwischen Roman- u. Bloggschreiben. Und da mein Detektiv Erich Glamser schon wieder hart ran geht, „Bregenzer Blutspiele“ soll der Roman im Übrigen heißen, wird es sich bald zeigen, wie lange der Blogg noch geht.
Aber noch gilt: Wenn alles schläft nur der Wanko nicht, dann gibt es zwar keine Blockmalz Karamellen dafür nicht minder süße selbstverliebte Bloggs.

Eines noch, fällt unter die Rubrik „Was uns die Welt ersparen hätte sollen“: Johnny Cash als Handyklingelton, oder?

Wa.

Friday, October 06, 2006

We are one Family!

Wankos Blog



O.k., klar werden Sie sich jetzt denken, was will der Wanko eigentlich. Ja, was will er denn? Große Familie spielen, spinnt der jetzt schon total, leidet der an Vereinsamung? Er will Ihnen einfach mitteilen, dass es schön ist, an einer alles umfassenden Sache teilzunehmen. Zumindest an einer ein bisschen umfassenderen Sache. Wie am Samstag zum Beispiel, da nimmt der Wanko an der „langen Nacht der Museen“ teil. Als Lesender, nicht als Ausstellungsstück.
Genauer gesagt in Leoben (Leom!), in der „Langen Nacht der Museen“, dort liest der Wanko für längere Zeit das letzte mal aus seinem Roman „Seelendschungel“. In der Steiermark vielleicht überhaupt das letzte mal und in Anbetracht dessen, ist der Rahmen ein Würdiger. Also, die „Lange Nacht der Museen“ mit dem Wanko, featuring Mag Manu und Clarissa „Starlight“. Die haben nämlich als spezial Guests zugesagt. Also, um 18:30 in Leoben, im Museumscenter, sind der Wanko, die Mag Manu und die Starlight die Vorhut der Nacht. (Sie geben getrennt od. im Chor Autogramme) Wenn Sie jetzt noch die Stimme vom „Seinerzeit“ ORFler Teddy Podgorski im Ohr haben, kann eigentlich nichts mehr passieren. Der Wanko hätte ja lieber die Stimme von Ossy Kollmann, aber das ist seine Sache, oder?

Thursday, October 05, 2006

Haben Sie die Handynummer von ... ?

Wankos Blog



Letztens in der Küche habe ich Tochter Clarissa Starlight mit einer Freundin beim Quatschen zugehört. Neeeiiin, ich hab sie nicht belauscht, ich hab den Abwasch gemacht, während sich die zwei Damen langsam dazu bequemten die Aufgaben zu machen.
Also, da kommt ein SMS zu Starlight geflattert und diese Flugbotschaft verzwitscherte folgendes: „Stehst du noch immer auf ..., weil ich steh noch immer auf ... . Hast du die Telefonnummer von ... ? Ich hätte sie gerne. Wenn ich sie von wo anders bekomme, kannst du sie auch haben.“
Nein, Starlight hat die Handynummer von ... nicht und würde ihn auch nicht danach fragen, teilte sie mir mit.
Um ein bisschen behilflich zu sein, fragte ich, ob die Eltern am Elternabend vielleicht die Handynummern ihrer Söhne und Töchter zusammenschreiben und vervielfältigen sollten. Aber da lag ich ziemlich falsch. Wehe mir! Ich würde ihnen die ganze Show stehlen. Heutzutage ist das nämlich so: Wenn jemand nach der Handynummer eines Andersgeschlechtlichen fragt, ist er in jenen verknallt.
Natürlich gibt es hier verschiedene Möglichkeiten: Fragt einer persönlich nach der Nummer des anderen ist er verknallt und mutig. Lässt er fragen, ist er verknallt und ein bisschen mutig. Traut er sich nichts von beiden, ist er verknallt und sehr vorsichtig, ein Hosenscheißer also. Auf die Anfrage, ob denn Mädchen auch Jungs nach der Handynummer fragen, erntete ich Kopfschütteln. Das sei Aufgabe der Jungs! Sei es drum, das was vor 100 Jahren das zufällig fallengelassene Stecktuch mit Initialen war ist heute die passende Handynummer.
Hat sich im Grunde also nichts getan, was? Und natürlich soll uns das jetzt beruhigen.

Tuesday, October 03, 2006

Die beste Lesung

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Das bin ich Ihnen noch schuldig geblieben. Kollege Austrofred and me, wir hatten am Donnerstag in Leibnitz (wie angekündigt) und am Freitag in Wies eine Lesung. Ja, Donnerstag waren wir alle nicht wirklich gut drauf, sag ich jetzt einmal in absolut eigennütziger Manier. Ich konnte mich auf den Gig einfach nicht wirklich einstellen. Dem Publikum ist es nur vereinzelt aufgefallen, aber dafür mir. Und das reicht eigentlich schon einmal.
Am darauffolgenden Tag in der weststeirischen Gemeinde Wies war es dafür eine absolut abgefahrene Show. Austrofred and me harmonierten, vielleicht lag’s einfach daran, aber eben nicht nur. Das Zauberwort heißt: Interaktive Lesungen. Kleine Geschichten, kleine Episoden, ein bisschen Literatur. Langsam trägt das 5 Jahre lange „gegen den Strich Lesen“ Früchte. In Wies wurde uns bescheinigt, dass wir den besten Leseact seit Gottesgedenken auf die Bühne brachten, neben drei irren Iren, muss der Gerechtigkeit zur Liebe gesagt werden. Aber mit den Freunden von der grünen Insel lass ich mich gerne auf die gleiche Stufe stellen.
Eine Lesung ist eben nicht da um ein Werk zu retten, schon gar nicht um eines zu repräsentieren, weder den Zuhörer zu belehren, noch ihn umzustimmen. Viele Kollegen der alten Schule mögen mich jetzt wohl am liebsten gehängt sehen, aber eine Lesung ist nun einmal da um das Publikum zu unterhalten. Entertainment, sonst nichts. Weil lesen kann jeder für sich zu Hause alleine am besten.



Euer Wa!

Menschen mit Charakter

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Menschen mit Charakter

Was ich das Wochenende so gemacht habe und wie meine Lesungen waren, wollen Sie wissen, also, rollen wir es von hinten auf und beginnen am Sonntag.
Als anständiger Demokrat geht man ja zur Wahl und übt sein Recht aus. Zur Sicherheit nimm ich schon immer Tochter Clarissa „Starlight“ mit. Die richtigen Kreise anzukreuzen, die falschen hat sie zum Glück noch nie getroffen, machen ihr seit jeher Spaß. Man darf also hoffen, dass sie ein ebenso gutgläubiger Trottel wird, wie meine Wenigkeit.
Ja und dann die Pflicht eines echten Grazers, von vielen schon als Sozialdienst belächelt, der Gang auf den Platz. Nicht auf die Balz und nicht auf die Pfalz sondern auf den „Platz“, Sie haben schon richtig verstanden. Und immerhin hatten wir Grund zur Vorfreude. „Unser“ Alen Skoro sollte wieder spielen. Bosnischer Hübschling, mit den schönsten Toren, darum vielleicht auch nicht so viele. Schwer am Bein tätowiert und eben nicht Liebling des Ex-Trainers Schoko Schachner. So viel Beschreibung müsste reichen, um einen Menschen sympathisch machen.

Nein, nein, am Platz trafen wir nicht wirklich Menschen mit Charakter, zumindest was unsere 11 Herrn in Rot auf dem grünen Rasen angeht. Meine Herrn, gegen so eine reingeschissene Wiener Austria darf man doch einfach nicht ... . Viel eher zeigte Starlight mit ihren 11 Jahren Charakter. Als ich nach dem 0:2 und Minute 80. plötzlich meine sieben Zwetschken zu packen begann, schaute sie mich verwundert an. „Wenn wir jetzt gehen, dann sind wir schon gleich wie der Opa und dann red ich sehr lange nicht mehr mit dir!“, sprach sie und schwieg. Dazu ein flehender Blick, so wie von einem Hund, den man vor den großen Ferien abschiebt. Ja, der Opa, der rennt 5 Minuten vor Schluss aus jedem Spiel – und ich weiß wie schlimm das für ein Kind ist, ganz nebenbei: Es gehört sich auch nicht. Und in dem Moment sahen wir das Netz zum 0:3 bauschen. Mein Entschluss zu gehen untermauerte sich. Starlights Entschluss zu bleiben ebenso. Trotzdem brachen wir auf.

Zu meiner Ehren- und Charakterrettung muss ich sagen, dass ich noch ein kleines Interview zur Wahl anstehen hatte, frei nach dem Prinzip: „Und was sagt jetzt der Künstler dazu?“ Aber gut, da hätte man schnell neben die Pinkelwand gehen können und ein paar gescheite Sätze ratschen, hätt’ ich glatt getan – aber nein, dieses mal war es mir ernst: So wie ein scheiß FC Bayern Fan ging auch ich noch vor dem Schlusspfiff, falls Sie verstehen was ich meine. Und dann, gerade bei den Drehkreuzen angelangt passierte es – ich wusste es ja! „Unser“ Alen Skoro, köpfelte noch in der 87. Minute das 1:3. Das ganze Spiel hat er danach gerochen, so stark, dass er schon gar nicht mehr hin wusste, wohin mit sich selbst. Der Ansager nannte den Schützen. Ich konnte C. nicht mehr in die Augen schauen. So lange hat „unser“ Alen Skoro schon kein Tor mehr geschossen und den Blick auf das eine, das stahl ihr der Vater. Zu Hause tröste ich sie. Solch Pein widerfährt bloß Menschen mit Charakter.

Euer Wa.

Thursday, September 28, 2006

Doppelt gemoppelt!

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Also, heute bin ich wieder unterwegs. On tour. Lesung. Leibnitz, Südsteiermark, Rauschgegend. Mit Franz Adrian Wenzl, alias Austrofred. Also, wenn sie gerade in der Gegend sind, 20:00 Uhr Café Elefant. Und wenn Sie gerade nicht in der Gegend sind, dann schauen Sie gefälligst, dass Sie in die Gegend kommen! Eines kann ich Ihnen versprechen, Gigs von mir zahlen sich aus, die die mich kennen, wissen von was ich rede. In dem Sinne, let’s beat our brain out.
Das war ja schon wieder die Gewaltaktecke. Richtig. Ich kann’s aber auch anders. Um das zu beurteilen, müssten Sie allerdings in Bregenz sein. Auch Rauschgegend, aber nicht so sehr Rauschgegend, weil Rausch teurer ist als in Leibnitz. Dafür Seegegend. Dort hat mein Vater seinen Gig. Unser Bildband über die Stadt Rom, Vater Fotos – Sohn Text, wird im Kuppelsaal der Vorarlberger Landesbibliothek um 20:00 präsentiert. Und meine Bildbandtexte sind anders schön. Schon schön, aber anders eben.

Tuesday, September 26, 2006

Manchmal lieber tief- alss hochstapeln

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Manchmal ist man schrecklich müde, erst halb acht abends und schon so müde. Da tut einem schon das ganze Kreuz weh und noch immer ist nicht viel weitergegangen. Zwei Rezis geschrieben, ein bisschen was beim neuen Roman weitergebracht, ein paar Mails, ein Telefonat, Clarissa Starlight bei den Aufgaben geholfen, Englisch, Deutsch, Mathe, die volle Kanne.
Ja und dann tut einem um 19:30 einfach das Kreuz weh. Und was machen Sie dann, wenn Sie nicht (mehr) saufen, nicht (mehr) rauchen und sonst auch nix (mehr) nehmen? Richtig, früher konnte man sagen, immerhin kann ich mir den Dreck leisten – und jetzt? Hurra, gesund! Toll, was?
Ja, so Gedanken a la Houellebecq sind schon was wert, sie überreden einen zur Resignation und Faulheit und – passen einfach nicht zu mir, zumindest nicht zu dem der ich sein will, der ich bin. Und in Wahrheit wollt ich ja nut tiefstapeln. So viel an einem Tag muss man erst einmal schaffen, was?

Der Wa!

Sunday, September 24, 2006

danke altach - 4:1! Soooo schön wurden wir heuer noch nie zerlegt ...




Liegt vielleicht an den blauen Trikots, eine rote Mannschaft muss rot tragen! Verdammt noch einmal! Aber wer im Unterland gegen SW schon oft verloren hat, hat im Oberland auch nix zu suchen.

Friday, September 22, 2006

Graz ist (nur) einen Stern wert.

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Um Graz zu erklären braucht es nicht viel. Beispielsweise ein sternförmiges Straßennetz vom zentralen Jakomiplatz aus gelegt, zeigt die Stadt im wirklichen Licht. Zu Beginn, die Jakoministraße (und in den nächsten Tagen mehr.)

Ich beginne die Jakoministraße am Ende, und taste mich langsam auf den Platz vor. Hier befindet sich der originale Tandler „Altes am Jakominiplatz“, zugleich das Highlight der Straße. Alte Teddys; Melitta Keramik Kaffeeaufsatz; Art Deco Tassen, in den Pastelltönen gehalten und jetzt kommts: Original tschechischslowakische Moser Likörgläser, in Altrosa gehalten. Wer das alles sammelt, sammelt auch noch alte Hunderter unter dem Kopfpolster, denk ich mir und schlapf weiter.
Monikas Handarbeitsstube; ein Tatoo- und Piercinglabor; alles sehr angewandt. In der Mitte der Straße ein weiteres Highlight aus alten Tagen: das „Kangaroo“, unter seinerzeit unter Schülern als „Käng“ gerufen und in der Professorenschaft als Schwenzerlokal verrufen. Und tatsächlich noch immer vorhanden, mit den gleichen Gerichten wie anno dazumal: „Gordon Bleu mit Beilage nach Wahl“, wohl bekommt’s.
Beim Vorbeigehen eine Änderungsschneiderei; der Friseur „Traumschnitt!“; ein Italiener ohne Gäste. Und jetzt: „Altwaren Josef Lampl, Witwe.“ In der Auslage, Verblichenes: Wolfgang Hohlbeins „Indianer Jones“; Stephen Kings „tot“; und Agatha Christis Rächer. Natürlich auch die Tandlerklassiker schlechthin: Perry Rhodan u. Jerry Cotton, ein unschlagbares Team.
„Bodenbeschläge & Tapeten“ ist noch im Hintergrund lesbar, doch wird hier schon lange kein Boden mehr verlegt. „Qualität aus zweiter Hand - tauschen und verkaufen.“, so steht es geschrieben. Angeboten wird beispielsweise, ein fertiges Zahlenmalbild mit einer Katze, ein gestreiftes Gloriette Hemd, das Jochen Distelmeyer von Blumfeld zur Ehre gereichen würde; zwei Stickbilder, auf dem einen betet ein Kind und auf dem anderen schaut ein Kind andächtig in eine großen Kerze; daneben ein Ravensburger Spiel „Einkaufsbummel“ und ein Werkkoffer mit zwei Fußballbickerl oben: Marcelo José Bordon, von Schalke 04 sowie Marcelo Pletsch von der Borussia. Beide vermutlich aus der Saison 04/05.
Das Ende ohne Schrecken gibt es nicht: In diesem Falle ein Café, das jeder Endstation zum Aufstoßen gereichen würde, in diesem Falle sich aber im Grazer Zentrum(!) befindet: „Cafe Vollmond“, ein Halogenlampengraus. Dazu noch die Admiral Sportwetten und aus.

Tuesday, September 19, 2006

Wenn Sie ...

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Wenn Sie am Vormittag mal rasch zum Arzt gehen und dann gleich operiert und genäht werden,...
Wenn Ihnen der Tiefkühlgefriersack mit dem Sugo bricht,...
Wenn Ihnen die Nudeln zu einem festen Strick verkleben,...
Wenn Sie daraufhin noch immer nicht genug haben, dann ist einfach noch nicht genug passiert.

Platz und Frau

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Also, Mag Manu ist tatsächlich mitgegangen, auf den Platz. Sonnenschein und kein bisschen Regen, Sportlerherz, was willst du mehr? Ja, vielleicht ein gutes Spiel. Dazu war aber keine der beiden Mannschaften in der Lage und die vielen die nicht kamen, immerhin traten keine 4000 den schweren Gang nach Liebenau an. Altach konnte nicht, was man einem Bundesliganeuling nicht zwingend vorhalten sollte und der GAK wollte nicht, was man den Schweinen zwingend vorhalten sollte. Dazu waren zwei unserer Kicker zu dumm beim Auslaufen einem Kind die Hand zu geben, also lief Clarissa Starlight und eine Freundin - als letztes im Aufgebot - ohne einem Spieler ein. Den Letzten beißen bekanntlich die Hunde. Aber nicht so schlimm. Starlight lief ja schon einmal ein, gegen Red Bull Salzburg, die Pfoten gab ihr damals ein gewisser Anton Ehmann.
Mag Manu sah bedauerlicher Weise einen Nudelkick. Erinnert mich an meinen ersten Gang auf den Platz. GAK gegen die Admira Wacker, mitten in den Siebziger. Ein Unentschieden. Unser Tor schoss ein gewisser Mario Zuenelli. GAK gegen Altach endete ebenfalls 1:1. (Übrigens schossen beide Tore wir) Vielleicht wird Mag Manu also auch eine treue Sportplatzgeherin, so wie wir.

Sunday, September 17, 2006

Vorarlberg ist nicht Irland

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Man muss keine topographische Wildsau sein um zu wissen, dass Vorarlberg nicht in Irland liegt. Auf diesen etwas absurden Gedanken bin ich auch nur gekommen, weil heute mit Cashpoint Altach der Vorarlberger Bundesligist in Graz und erstmals beim GAK gastiert. Heute, am Sonntag noch dazu, werden nicht mehr als 10 Fans den mühsamen Weg über den Arlberg nach Graz antreten. Immerhin wartet nach dem Spiel eine anstrengende Heimfahrt und wer dann noch am Montag ins Arbeitsleben muss, bleibt lieber gleich zu Hause. Berechtigter Weise werden Sie jetzt fragen, was das alles mit Irland zu tun habe.
Also: Von Manchester bis nach New York ist der Strom an irischen Auswanderern nach wie vor ungebrochen. Böse Zungen behaupten ja, die wahre Hauptstadt Irlands sei nicht Dublin sondern Bosten. Und viele der Emigranten nützen nun alle nur erdenklichen Anlässe um ein irisches Fest zu feiern. Es gibt neben dem St. Patrick’s Day und Halloween kein besseres Ereignis, wie wenn ihre irischen Brüder auf ein grünes Feld einlaufen. Rugby, American Football und Fußball. So steht es für mich auch fest, dass heute bei einem Kick mit irischer Beteiligung mehr irische Fans in die UBC-Arena pilgern würden, als es in Graz lebende Vorarlberger gibt.


Noch ein bisschen Klatsch und Tratsch: Heute läuft Clarissa Starlight das zweite mal mit dem GAK ein und Mag Manu gibt Ihr Debüt in der UBC-Arena. Na wenn das nix ist, was dann?
Morgen mehr darüber.

Thursday, September 14, 2006

Clarissa Starlight mit ihren Fans

Geheime Party, herzlichst willkommen!

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Ja, glaubt man denn das! Bekomme ich in meinem sonoren Alter von 36 Jahren noch Einladungen zu Zufalls-Vernissagen, also zu geheimen Festeln, wie im zugesandten Email ausdrücklich erwähnt wird. „Bitte geheim halten, heute um 19:00 ist die Vernissage.“
Was in den 50ern und 60ern noch Sinn machte, da halt revolutionärere Ideechen mitunter auf ziemlich reaktionären Widerstand stießen, hielt man besser Ort, Zeit und Motto geheim – gerade so geheim, dass es sich unter Eingeweihten wie ein Lauffeuer verbreiteten ließ.
In meiner Schulzeit, vor knapp 20 Jahren gab es ja nur noch so halb geheime Festeln, wie die auf der Alten Technik zum Beispiel, wo ein paar Promovierte eine Party schmissen. Die Geheimhltung verfolgte eher das Ziel, dass sich nicht alle die nicht dazugehörten sich absolut kostenlos einen angluckerten. Tatsache: Da ging man stock und steif hin und wankte nach zwei, drei Stunden aber schon sooo breit raus, dass man es kaum noch die Stiegen runter schaffte.
Und heute bekomme ich wieder so eine Einladung, alles streng geheim, natürlich. Klar, sehr kundenfreundlich als Email verschickt, schreit ja nur so nach einer schnellen Verbreitung. Aber keine Sorge werter Absender, wir werden nicht verraten wo heute Party ist.

Wednesday, September 13, 2006

Haben Sie Würmla schon bei Nacht gesehen?

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Sicher nicht, oder? Ich auch nicht. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nicht einmal am helllichten Tage im Würmler war. Ja, Würmla gibt es tatsächlich. Ich will Sie da jetzt nicht verarschen, Würmla liegt in Niederösterreich, im politischen Bezirk Tulln, beim Tullnerfeld, also in der Nähe der Donau. Hat immerhin eine anständige Pfarre, eine Kirche, sechs Kapellen und sogar ein Mausoleum, na bitte. Soll also niemand sagen, der 1200 Seelengemeinde fehle es am Glauben. So überstand man neben Franzosen- und Türkenkriegen 1973 die Maul und Klauenseuche. Mitunter hat Würmla im politisch wilden Jahr 1969 den Sportverein gegründet. Scheiße, denken Sie sich, jetzt schreibt der Arsch schon wieder über Sport, was? Pech, meine Damen und Herren. Viel Pech. Liefern Sie Themenvorschläge, vielleicht lässt sich dann was machen ... .
Und dieser Sportverein Würmla, SV Würmla, hatte gestern im ÖFB Stiegel Cup Runde 1 die Admira zu Gast, den Absteiger aus der höchsten Division. Und der SVW, immerhin in der 3 Liega angesiedelt, knapp hinter der Vienna und den Rapid Amateuren, hätte gestern fast die Admira rausgebrackt. „Nach hartem Kampf knapp 1:2 verloren, aber fast ...“ ist in den Vereinsannalen nachzulesen, auf der Homepage des Sportvereins, diese ist im Übrigen powered by Gasthaus Heinrichsberger. Toll, was? Nie im Leben hätte ich Würmla kennen gelernt, so etwas geht im Grunde nur durch eine Naturkatastrophe, eine Schandtat, eine Marienerscheinung oder eben durch ein Cup-Spiel.
Für viele Engländer ist der Cup das Höchste, darum haben die dort auch 2 Cupbewerbe, einen an dem nur Profivereine mitmischen dürfen und einen an dem die Amateure auch ihre Haxen riskieren. Nachzulesen im Short Story Footballreader „My Favourite Year“, herausgegeben von Nick Hornby der ja auch über die Fußballfibel „Fieberhure“ schrieb. Doch zurück zum Thema. Nein, auch heute war ich noch nicht in Würmla, aber zumindest merke ich mir den Namen die nächsten fünf Tage und vielleicht passt es ja einmal und wir fahren alle gemeinsam nach Würmla, oder?

Tuesday, September 12, 2006

Die Bücher am Tag danach

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12. Sep. 2006

O.k. Am Tag nach dem 11. September (das war jetzt witzig), sind jetzt auch die neuen Gaps ausgeliefert. The Gap, das knallige Magazin für Popkultur & more. Wer es nicht kennt: Reinschnuppern unter www.thegap.at In diesem zweimonatigen Magazin gebe ich auch regelmäßig meinen Senf ab. Dieses mal empfehle ich folgende Bücher (nicht).
Die F. Scott Fitzgerald Werksausgabe im hübschen Schuber. Hübsch teuer aber macht auch tatsächlich was her u. eben Fitzgerald, der ja kein Lutscher war / ist.
Der neue Joey Goebels (der, der „Vincent“ schrieb) stürzt ab und bohrt sich gleich kopfüber in die Landebahn. So ein Dusel! Schreibt mit „Freaks“ ein Drehbuch und überarbeitet ihn zu einem Wischiwaschi-Roman. Pfui, du Faulkopf du !
Und dann hätten wir noch Martin Sutter mit seinem Roman „Der Teufel von Mailand“. „Ja der kann was der Sutter! Eidgenosse von Weltruf, ist nicht nur drauf und dran der Friedrich Dürrenmatt des dritten Jahrtausends zu werden, er ist es bereits.“ So viel einmal im Selbstzitat. Jetzt müsste Sutter eigentlich nur mehr sein ödes Frauen-Männer-Schema überdenken, und dann könnte ja die Sonne 24 Stunden scheinen. Aber Sutter wohnt ja nicht um sonst in Spanien und Guatemala meint voller Vorurteile

der Wa!

Sunday, September 10, 2006

Warum ich schreibe.

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Stimmt! Da haben Sie ausnahmsweise recht. Klingt ein bisschen hirnwichserisch. Warum ich schreibe. Kommt ja noch der Kaplan und schreibt warum er betet. Alles unter warum schieße ich (keine) Tore, gilt nicht. Warum ich (nicht mehr) scheiße, ist sicher auch nicht so uninteressant wie warum ich schreibe. Im Idealfall lassen wir uns ja eher die Geschichte gefallen, warum ich morde. Das hätte was, aber mit dem kann ich leider nicht dienlich sein. Und da ich im letzten Blog was von Erich Glamser und dem Grund zu schreiben hingekratzelt hab, bieg ich mir da schnell mal eine Berechtigung zurecht. Ich darf das ganz einfach, weil ich im letzten Blog damit angefangen habe.
Also. („Also“ ist mein Lieblingswort in letzter Zeit, das killer ich drei bis viermal aus jedem Texterl). Warum ich schreibe, ist ziemlich leicht zu beantworten. Es macht Spaß. Will ich damit Leute bekehren? Neeeeiiin. Will ich haben, dass böse Menschen gute Menschen werden? Neeeiiin. Will ich haben, dass gute Menschen böse Menschen werden? Vielleicht. Will ich haben, dass sich andere durch mein Geschreibsel die Zeit vertreiben? Schon eher. Will ich haben, dass andere behaupten, dass ohne Wanko ihr Leben ein Stückerl mehr öd wäre? Yea, yo und freilich.
Und ganz nebenbei zähle ich keinen Menschen, aber wirklich keinen Menschen zu meinen Freunden, der nicht gerne liest, so ein bourgeoises, arrogantes Arschloch bin ich. Ich weiß, ja, das bin ich und tut mir auch gar nicht leid. Und Menschen die lesen, die schreiben auch – in welcher Form auch immer. Das ist so wie dass Köche kochen auch gerne essen. Falls man diese zwei Eigenschaften, also lesen & schreiben und nicht kochen & essen von zu exzessivem Alkohol- Nikotin- oder sonstigem Suchtmittelgenuss loseisen kann, kann das sehr, sehr lange Spaß machen – und gelegentlich auch einen Gedanken fertig stellen, der sonst kein Ende gefunden hätte.

Bis bald, Euer Wa.!

Saturday, September 09, 2006

Erich Glamser, kennen Sie den?

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Gestern wurde ich von einer angenehmen Kollegin zu einem Telefon-Interview gebeten, Kollegin deshalb, da ich gelegentlich auch journalistisch unterwegs bin. Interviewt wurde ich nicht wegen meiner schönen Nase, sondern weil ich Romane und Stücke schreibe. In meinem letzen Roman „Seelendschungel“ steht der Streifenpolizist Erich Glamser im Mittelpunkt der Geschehnisse. Wieder die gerne gestellte Journalistenfrage, wie weit der Detektiv Erich Glamser mit mir als Person zu tun habe. Ja, antworte ich, er hat autobiographische Züge.
Und wieder sitze ich nach dem Gespräch im Arbeitszimmer und war mit der Frage alleingelassen. Wie weit hat Erich Glamser mit mir zu tun? O.k., Sie werden mir ja auch nicht weiterhelfen können, weil Sie meinen Roman naturgemäß nicht gelesen haben. Aber macht nix, lesen Sie einfach weiter.
So, wo war ich? Ja, genau, beim Biographischen in der Hauptrolle meines Romans. Dieser Glamser hat im Grunde nichts mit mir am Hut, er ist mir einfach extrem vertraut. Auf Eso würde man meinen, er steht mir nahe als wäre er mein Zweiter. Waaaaaaa, das klingt jetzt nach Duftkerzen, Mandelölessenzen und so einem Scheiß, aber es hilft halt nix. Kennen Sie das? Jemand ist Ihnen so vertraut wie das eigene Kind. Sie würden sich nicht zwingend so durchs Leben schlagen wie derjenige (diejenige) und auch nicht alles gleich machen, aber Sie verstehen ganz einfach warum er so handelt. Vielleicht würden Sie es bei anderen verurteilen, bei jenem aber nicht ... . Wenn Sie das kennen, dann kennen Sie auch Erich Glamser, obwohl Sie ihn nicht kennen.
Joe würde dazu folgendes sagen: "Hey Erich, wahrscheinlich zählt das Erschaffen einer sehr vertrauten Person zu den urtümlichsten Bedürfnissen der Literaten." Und jetzt wollen Sie wohl auch wissen wer Joe ist, aber das ist wieder eine andere Geschichte ... .

Bis bald, Wa.

Wednesday, September 06, 2006

Wie im wirklich Kickerleben oder 4:0!

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Also, das Schöne ist, solange man sich nicht als Ich-Anonym-Merkur-Markt-Komiker sieht, dass bloggen im Bezug auf die Breitenwirkung was irrsinnig ehrliches ist. Man schreibt seine Texterln ins offene Tagebuch und das Tagebuch ist so wenig geheim, dass gleich kein Fremder reinschauen, beziehungsweise äußerst selten seinen Senf dazu abgeben will, der sich bekanntlich Kommentar nennt. Also enden die meisten Spielchen zu null. Ein Spiel das zu null endet ist wie Sex ohne Orgasmus, also im Grunde nicht den Aufwand wert. Wenn dann eines gleich 4:0 endet, ist das geil und so wie im wirklichen Kickerleben eine Ausnahme. Da hat dann alles gestimmt, zumindest für eine Mannschaft.

Tuesday, September 05, 2006

Mag Manu is watching You

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Also, nachdem mich schon mein First Reader Mag Manu auffordert, wieder mal zu bloggen, blogg ich halt ab. Kurz vielleicht Mag Manu im Email O-Zitat, damit Sie sich auch was unter ihr vorstellen können: „ Wann bloggst ’n endlich wieder mal was, du fauler Sack du!“
Was ich heute tatsächlich schon vorhatte, aber durch eine PR Sitzung mit dem Forum Stadtpark nicht so ganz zusammenbrachte, sind meine Gedanken zum gestrigen TV Programm. Vielleicht kurz auch zum vorgestrigen Kastelschauen.
Vorgestern: „Ein (un)möglicher Härtefall“. Der erste Reinfaller der genialen Regiediletanten, Joel und Ethon Coen. Aber da Reichtum auch ohne Anspruch leben kann, hoffe ich doch, dass die Brüder Hollywood wenigstens mit dem Geldkoffer verlassen haben.
Gestern: „9/11 – Die letzten Minuten im World Trade Center“. Setze mich mit Clarissa Starlight zur Mattscheibe und äuge aufmerksam die Soap-Doku. Mit 11 Jahren sollte sie doch einiges mehr von der früheren Vergangenheit erfahren. Beängstigend, klar, wenn die Türme wackeln und zittern als wären sie eine Schwarzenegger Kulisse und die eingebauten ZIB Maiden nicht wissen wo oben und unten ist.
Aber im Grunde hat Starlight recht, wenn sie meint: „Aber trotzdem schaut’s geil aus.“ Stimmt. Eigentlich schaut die Katastrophe total geil aus. Musikgenie Karlheinz Stockhausen hat damit vielleicht ein bisschen übertrieben, dass die Twin Tower Party das größte Kunstwerk sei, wo würde dann Hiroshima bleiben, da muss man noch verhandeln. „Aber geil schauts schon aus, wenn ...“ . Das was mich eher mulmig stimmt, ist die billige Unterhaltungsart mit der man heutzutage versucht, dem Ereignis gerecht zu werden. Wenn schon Entertainment, dann lieber doch einen auf Tatsachen fundierten Action Film und kein Wischiwaschi. Warum sich die BBC für so einen Soap-Doku-Schmarren hergibt, müssen Sie die Jungs u. Mädels in London schon selber fragen, liebe Leserschaft. Am besten unter www.bbc.co.uk .

Und MM, zufrieden?