Friday, March 11, 2011

"Aus der Muckibude oder im Angesicht des Bösen!"


Hab ich mich gefürchtet!



Schreiben tut man am besten dann, wenn der Kopf leer ist, also schon mit Hirn drin, aber nicht mit zu vielen Problemen. Am besten geht’s ohne Probleme. Wie in der Muckibude. Am Anfang schuftet man sich ab, Bergfahren, Rückentraining, weiß Gott was alles und dann kommt zur Entspannung eine Runde laufen. Das Geilste daran ist der Punkt, in dem man in die Welt der Gleichgültigkeit rübertriftet. Von außen betrachtet, schaut man hier wie ein willenloser Zombie aus, und das ist gar nicht so schwer, da man in „meiner“ Muckibude hinter der Panoramaschabe läuft. Aber von innen, Mann, von innen, Frau, das musst du dir einmal geben. Plötzlich verduftet sogar das Sparpaket der Steiermärkischen Landesregierung, auch die Frage, warum nahezu das gleiche Team vor vier Jahren die ganze Kohle gegeben hat, die sie jetzt wieder nimmt ... sogar der Feinstaub in der Lunge wird einem gleichgültig und verbunden damit auch die nicht vorhandenen Maßnahmen vom Landesrat Kurzmann ... das alles wird in einem Bad der vertrottelten Glückseligkeit erstickt und verdrängt, bis dann doch etwas passiert, was einem von einem Moment auf den anderen runterholt: Auf der Panoramascheibe vor mir landete etwas, klar und deutlich, und ich hab’s gesehen und weiß genau: Das Böse sieht so aus! Es sah mir in die Augen und ich trotze seinem Blick! Der erste Moskito des Jahres 2011. Und der flüsterte mir eines: Sie geben uns heuer bis in den Oktober hinein keine Ruhe und saugen uns aus! Für was braucht man dann eigentlich noch eine Landesregierung?

Wa.

Tuesday, March 08, 2011

Drei Fragen an Veit Heinichen.

Erkenntnis des Nachmittags:Nicht jeder Espresso schmeckt nach Espresso. Foto: (c) Wanko

Heute hat Veit Heinichen, Deutscher, in Triest lebend und lebhaft, seine Lesung im Grazer Literaturhaus. Wanko trifft ihm im Café vom Hotel Weitzer. Sein neuer Kriminalroman, „Keine Frage des Geschmacks“ geht es um Kaffee. Nicht gut zum Schlafen gehen, wenn man hier schluckweise mithalten will. Marke des Krimis: „Noir Mediterraneo“. Frei übersetzt: Spielt im Süden und geht nicht gut aus.

Wanko: Wie schmeckt der Espresso?
Heinichen: Gar nicht. Hab schon 10 Schlucke gehabt. Doppelt zu viel Wasser. Das Aroma kenne ich auch nicht.

Wanko: Stichwort Berlusconi?
Heinichen: Perfekte Inszenierung um vor den wahren Problemen abzulenken.

Wanko: Wie lange muss Laurenti noch ermitteln?
Heinichen: Ich weiß es nicht. Ich wollte ihn schon mal töten, ich hab’s nicht geschafft.


Ein Wa! fürs Gespräch!

Saturday, March 05, 2011

Sonne über Donawitz.


Volle in der Pampa, und auch in der Industrie. So schaut es auch in Kanada aus. Sarah Palin kam nicht vorbei.


Mann, oft fragen einen die Bekannten wie man das so macht, fast jeden nen Blog-Eintrag zu machen und überhaupt, hat ja schlussendlich doch alles mit Arbeit zu tun. Darauf sag ich, na ja, probier’s mal damit: Stell dir eine Hülse (bzw. Tee ...) zum Schreibtisch und erzähl deinem Computer was du heute gemacht hast, und schon hat er’s geschrieben. Nö, so ist’s natürlich nicht, hä, hä. Bin ja ein Tagebuch-Habakuk, aber sei es drum: Ist halt was im Kopf, was geschrieben werden will, wie zum Beispiel heute das Spiel der Spiele: DSV vs. GAK. PPPPPPFFFFFFFFFFF! Ein trauriges 1:1, und bitte aus dem Gedächtnis damit! Gott, schenke uns bitte einen Spielmacher und DSV drei Fans mehr! Ich hab’s eh schon auf FB geschrieben, zum Glück hat das angekündigte GAK-TV nicht funktioniert, weil der Kick zum Abgewöhnen war. Einziges Highlight war das Stadion, irgendwie 70er-Style und volle im obersteirischem Industrieraum. So charismatisch wie Kanada, muss man einmal gewesen sein. Hier, der geile Sandberg, was uns zur unregelmäßigen Reihe "Berge und Stadien" bringt. Wo Berge dort auch Stadien Und auch: Den ganzen Tag war Sonne, fast schon komisch.

Es grüßt der Wa, vollkommen angefressen, aber: Bianco e Rosso!

Friday, March 04, 2011

Aus der Muckibude!


Martn G. Wanko in der Muckibude. Immer gut gelaunt. Meistens. Na ja, selten schlecht halt. Foto (c) Michael Papsch


"Aus der Muckibude!" So heißt die neue Wanko-Kolumne, und erscheint auf Wankos Blog. Logisch, oder? „Aus der Muckibude!“, der Satz kam mir irgendwie gestern, nein nicht beim Aufbau der Muskeln, sondern danach, im Erschöpfungszustand, als der Kopf nur so voll war, von Glückshormonen. Früher, in der österreichischen Urzeit, hätte man eine Kaffeehaus- eine Stammtisch- oder eine TV-Kolumne (gääähn) gemacht. Und heute, aus der Muckibude, why not? Das klingt irgendwie nach Schweiß und Endorphin, Butterfly Resiver, Hanteltraining, nach Menschen die sich quälen und nach ungesunden Eiweißprodukten. Das stimmt alles! Aber es hat auch mit Menschen zu tun, die ein bisserl auf sich schauen und nicht gleich das ganze Leben nur scheiße sehen. Und das Destillat daraus, nicht aus der Scheiße ;), sondern aus dem was ich dabei so höre, denke und sehe, das liest man dann in Wankos Blog. „Aus der Muckibude!“ Und eine Kolumne ist eine Kolumne, sie erscheint regelmäßig, zumindest einmal in der Woche, immer absolut ohne Zensur. Mal ist sie länger, mal ist sie kürzer und manchmal reicht schon ein Satz: Man stelle sich vor, das Wetter in Österreich bleibt ab nun für immer so KALT!


Wa.

Tuesday, March 01, 2011

Das Leben auf dünnem Eis.


Die Autoren Landerl und Kieybye: Das Leben findet in Bruchstücken statt.

Der Plot ist nicht immer das Wichtigste, sofern sich der Autor nicht anschickt einen Bestseller zu schreiben. Es geht eher um das Ausdrücken von Gefühlen, also wie man Unsagbares ausdrücken soll. Manchmal schlendern diese Gedanken einige hundert Seiten dahin, selbstzufrieden, im Bewusstsein gut und interessant formuliert zu sein, aber doch nicht ganz gestillt. Der Hunger auf eine gewisse Erkenntnis scheint sie voranzutreiben. Sowie beim österreichischen Autor Peter Landerl gelesen. „Stromabwärts“ heißt sein kurzweiliger Erzählband, der sich mit dem Leben von Menschen auseinandersetzt, denen es durch die Finger zu rinnen droht.

Tiefgang mit Überraschungseffekt.

Im Sand versiegen, nicht mehr da sein, nichts mehr fertigdenken – und dann doch halt wieder die Gewissheit, dass es weitergehen muss, legt man nicht selber Hand an sich an. Ein Wellenbad der Gefühle also, in dem der Autor die Zerbrechlichkeit des Moments ganz oben hält. Peter Landerl erzählt im hohen Maße einzigartig und sorgt in „Stromabwärts“ auch für Überraschungen: Ein überraschender Haken und es zieht seine Geschöpfe ins Leben zurück. Ein gutes Stück österreichische Literatur auf alle Fälle, Landerl könnte sich demnächst wieder an die Langform heranwagen.

Im Schwarzweißbild der Moore.

Mann, was wurde über die Sümpfe und das Moor schon geschrieben?! Allein die englischen Krimischreiber ließen seit Sir Arthur Connan Doyle wohl kein noch so schauriges Stück Moor aus, um nicht doch noch wo eine Gruselgeschichte aus dem Nebel steigen zu lassen. Von den irischen Meistern des Fachs und den Nordlichtern will ich schon gar nicht mehr reden. Alles schien trockengelegt und im Grunde hätte man keine Geschichte mehr vermisst, schon gar nicht mit schaurigem Hintergrund, bis Stefan Kiesbye kam. Kiesbye stellt etwas Sonderbares an. Er beschreibt Hemmersmoor, ein kleines Nest in den unzugänglichen Sümpfen nahe der Nordsee gelegen, abgeschnitten von allem Größeren, Hamburg und Bremen glitzern hier wie ferne Sterne.

Moor im düsterer Schwarzweiß-Ästhetik

In diesem Nest lässt er es spuken, aber in echt. Er berichtet über reales Grauen, über im Moor zurückgelassene Kinder, verwirrte Erwachsene, obskure Schlossherren. Das Beängstigende und auch Faszinierende an den Geschichten liegt in ihrer Machart. Der ganze Wahnsinn der in diesem Dorf passiert, wird ohne Moralkeule verabreicht. Ein Leben zwischen Bedürfnissen und Irrläufen. In einer erfrischenden Trockenheit, als ob er der Berichterstatter der schicksalhaften Stunden wäre, in denen so Vieles passiert, schreibt der deutsche Autor die Geschichten rückblickend nieder. Schwarzweiß flackern die Lichter, in denen es im kleinen Ort Hemmersmoor noch keine Fernseher gab, aber so vieles passierte – was nicht passieren hätte dürfen.

Wa.

Monday, February 28, 2011

Drei Fragen an John Axelrod.

Axelrod, hier im Grazer Hotel Wiesler, ist ein Kaffee-Junkie. In einer Stunde kam er auf 5 Große Braune. Foto: (c) M.G. Wanko

Gestern durfte ich ein sehr angenehmes Gespräch mit dem US-Komponisten John Axelrod führen, der heute Abend ein kleines Remmidemmi mit dem Grazer Musikverein vor hat. Kurz zu seiner Vita: Lenny Bernstein Schüler, Harvard Student, Talent Scout für die BMG, Weinmanager in Kalifornien, seit 1995 Dirigent. Rockte bis heute über 150 Orchester.

Wanko: Wie viel Wein ist gesund?
Axelrod: One glass wine a day, keeps the doctor away. Ein Glas ist aber ein Viertel. Ich liebe große Gläser.

Wanko: Wie lange soll man jeden Tag ein Instrument üben?
Axelrod: So lange wie möglich. Übung macht den Meister.

Wanko: Sie sind Jude. Haben Sie Probleme mit Wagner?
Axelrod: Nein, ich liebe seine Musik. Die Tristan-Ouvertüre führte mich zurück zur Musik.

Danke fürs Gespräch, Wa.

Friday, February 25, 2011

Auf eine Melange, oder zwei.


Votiv, Wien.


Dallmayer, Wien. Manche sagen auch Konditorei Oberlaa, auch schön.


Stimmt, stimmt, stimmt! An ein Wien ohne Kaffeehäuser möchte man nicht denken. Wo käme man da hin! Hier das Cafe Votiv, super 50erJahre Style, das Inventar dürfte sogar noch original sein, und hier noch im Hietzing das Kaffeehaus Dommayer. Wo die Melange besser schmeckt, will ich nicht sagen, am besten selber probieren. Interessant ist, dass in manchens Cafes die Melange ungefragt mit Schlagobers serviert wird, wie in der Aida und in anderen eben nicht. Eine Melange mit Schlag soll ein Franziskaner sein, habe ich in der Karte beim Dommayer rausgefunden.

Wa,

Tuesday, February 22, 2011

Heute in Wien ...


die Wattmanngasse ...


... und das Gspusi Haus ...

... und die Wattmanngasse im winterlichen Sonnenuntergang. Verzeiliches Gelb bei der Kälte, kann man nur sagen. Untergebracht also in Hietzing, im 13. Bezirk, gleich hier "zum Lamm", wo Kaiser Franz Josef seine Gspusi untergebracht hatte. Hier wohnt jetzt ein Fritz Prohaska, das muss man sich einmal vorstellen. Fritz Prohaska. Weil, wenn man das sich vorstallet, weiß man, dass man in Wien ist ... aber Wien ist deshalb nicht anders, es ist eigentlich gleich wie Wien ist ...

Wa.

Saturday, February 19, 2011

Multicolore!






Das ist zurzeit Graz: Draußen grau und drinnen bunt. Kleine Abwechslung zum Wetter sind die Speisen. Hier ein eine Waffel Marke „Kindergeburtstag“ im orientalischen Fastfood-Lokal „Mr. Kumpir“ in der Grazer Annenstraße und hier eine sehr leckere lila farbige Kartoffelschaumsuppe, im Innenstadtlokal „Eckstein“. Diese Buntheit kann man als Anspielung auf das Grazer Wetter sehen: Überall kleben diese grauschwarzen Feinstaubpartikeln, dazu die beißenden Winde. Es fehlt tatsächlich nur noch der senffarbene schwefelige Industriehimmel, dann hätten wir einen Winter wie damals. Ach Graz, schlussendlich änderst du dich doch nie, was aber zugleich deine Stärke ist. Und tröste dich, liebe Stadt am Stinkefluss Mur, möge die Welt sich drehen du bleibst stehen, irgendwann kommen alle wieder zu dir zurück und du bist vorne dabei ohne etwas zu tun.




Wa.

Tuesday, February 15, 2011

Vom Meister empfohlen.


Der Doyen unter den Thriller-Autoren, Stephen King, empfiehlt regalweise Bücher. Ob sie gut sind?

Steigbügelhalter nennen ihn machen Leser verächtlich, weil er eben sehr vielen Autoren zu etwas Ruhm aber vor allem zu anständigen Leserzahlen verhilft. Im Grunde ist das sehr zuvorkommend und gerade in den Vereinigten Staaten hört man auf Stephen King, wie auf kaum einen andern. Was man Stephen King zu Gute halten muss, ist, dass er seinem Metier treu bleibt und nur in den Bereichen Krimi, Horror und Thriller das Wort erhebt. In diesem Frühjahr unterstützt er den unlängst verstorbenen Autor Donald E. Westlake. Westlake, der gerne unter Pseudonym schrieb, verfasste seine Parker-Romane unter dem Namen Richard Stark.

Der Autor der Peripherie

„Parker in Hochform. Wenn man noch nie etwas von Richard Stark gelesen hat, sollte man mit diesem Roman beginnen.“ So Stephen Kings Worte auf dem Klappentext, das ist jetzt nicht falsch, denn ausnahmsweise fällt der Autor einem nicht mit der Türe ins Haus, ist also nicht gleich voll in Fahrt, sondern lässt eine Geschichte schön langsam beginnen, gerade so, als hätte er gewollt, dass man ihm beim Aufbau der Story zusehe. Und trotzdem bleibt ein Parker-Krimi ein Parker-Krimi. Schön an der Paraphrenie, am Rande der großen Geschehnisse lässt der Autor seinem Gedanken freien Lauf, und entwirft so wahrlich eine Spielwiese an Gaunereien. Dieses Mal soll der Profigauner Parker ein Schiff hochgehen lassen, ein Casino-Schiff, das an irgendeinem „toten“ Fluss am Rande vom Bundesstaat New York herumfährt, um so eine Zeit lang den Gesetzen zu entkommen. Ein Kinderspiel also, Casino ausräumen, Kohle bunkern und die Flatter machen. Aber irgendwo hat die Geschichte einen Haken, Parker spürt dies, kann sich aber der Versuchung jedoch nicht entziehen. Und der Leser bleibt gerne dran. Vielleicht auch, weil Parker vor dem Trivialen keine Scheu hat. Hartgesottene Gangster, die auch gerne mal die Blumen gießen, das liest man nicht in jedem Krimi. Stephen King behält übrigens Recht: Ein guter Roman für Parker-Einsteiger.

Die große Übersicht des alten Meisters.

Der nächste Autor, den Stephen King empfiehlt, ist Elmore Leonard. King meint, dass man den Roman „Road Dog“ nicht weglegen könne ohne ihn fertigzulesen, weil Elmore von der ersten Seite weg die Schrauben anziehe. Und Stephen King hat Recht. Bitte lesen! Der Mann spielt zu Unrecht in der 2. Liga. Hier krachen Knochen und wird geschossen, aber alles sehr gescheit ebene, mit Stil, Witz und dem Hang zur inhaltlichen Offensive. Ein Wort zum Inhalt: Der Bankräuber Foley wird vorzeitig entlassen, kurz darauf sein Kumpel Cundo. Im Gefängnis waren sie so etwas wie „Road Dogs“, dicke Freunde. Kaum in Freiheit zerbricht die Freundschaft am ähnlich gestrickten Frauengeschmack. Dicker Lippenstift, High Heels, ein frustrierter FBI Agent und eben zwei Ganoven ohne Gnade. Elmore Leonard lässt hier die Puppen tanzen, der Leser spürt die 42 Romane und unzählige Drehbuchvorlagen, die der Autor schon im Kasten hat. So souverän schreibt nur Elmore Leonard.

Wa.

Saturday, February 12, 2011

Was Armenpfarrer Wolfgang Pucher Christopher Drexler, Walter Kröpfl und Siegfried Nagl mitteilte:


Hier der Armenpfarrer Wolfgang Pucher mit einem Roma und einer Ordensschwester.


... und hier bei einer sehr emotionellen Rede ...
beide Fotos (c)M.G. Wanko

Kurz einige Zitate der heutigen Demo gegen das Anti-Bettel-Gesetz. Pucher habe für Drexler einen 10 Euro Schein dabei und Drexler soll mal schauen, ob er mit 10 Euro in der Woche auskommen kann. Dann werde er ihn persönlich beschützen und unterstützen, vielleicht kommt ja sonst ein Bettel-Mafioso, die gebe es Graz nämlich nicht. SP Klubobmann Walter Kröpfl bekommt von Pucher auch noch eine mit: Wo ist denn Kröpfls solidarisches Herz und etwaige Jobangebote für die Roma, von denen die SP immer geredet habe. Nix ist da. Und Bürgermeister Sigfried Nagl, den er im Grunde schätzt, ließ er ausrichten, dass er, der Bürgermeister durch sein Volksbefragungsgetue, in dem die Bettlerfrage inkludiert ist, überhaupt für die Hetzjagd verantwortlich sei.
Das war’s eigentlich, mit 500 bis 1000 Demonstranten, die den Weg säumten, Plakate dabei hatten und ein bisschen spontan waren. Mehr ließ das nasskalte Wetter nicht zu.


Wa.

Friday, February 11, 2011

Who the Fuck is Chalifa bin Zayid Al Nahyan?


Dem Kalif sein Wappen. Ja, ja, so wollte er das haben!


Nur so nebenbei: Der ägyptische Präsident Husni Mubarak wurde bis zu den großen Aufständen vom Westen ganz gut als „Friedensstifter“ und „Erneuerer“ gefeatured, um nicht zu sagen gefeiert. Im Grunde so lange, solange Mubarak in der Nahostpolitik Ergebnisse brachte. Im Westen war das jedem ziemlich egal, dass die Ägypter auf Mubarak angefressen sind. Und ohne Aufstand, wäre es auch nach wie vor wuascht, auch weil man nicht ganz unbegrübdet Angst hatte, von den sehr großzügig verteilten Werbemillionen des ägyptischen Toursimus-Ministers nicht mehr beachtet zu werden.
Wer Geld bringt, darf aber noch immer regieren wie er will: Die So-la-la-Monarchie von den Vereinigten Arabischen Emiraten zum Beispiel, in der Präsident Chalifa Zayid Al Nahyan das Sagen hat. Das Amt hat der Kalif übrigens von seinem Vater übernommen. Nur beschrenkte Wahlrechte, Medien- und Internetzensur, islamische Bekleidungsvorschriften – aber extrem gute Geschäftsbeziehungen mit dem Westen und eine distanzierte Politik zum Iran und Irak reichen vollkommen aus, um als „gut“ gesehen zu werden. Dabei sind die Emirate noch „fortschrittlich“, Hammer-Regimen wie Saudi-Arabien sind absolutistische Monarchien, also ein Regierungsmodell aus dem 17. Jahrhundert in Europa, sie alle sind weit schlimmer als Ägypten, aber da schaut man zu.


Wa.

Thursday, February 10, 2011

Bis 2012 wird das Gfrast nun laufen!



Ich will die Bilder nicht auspacken und die Fahnen auch nicht. Der GAK hat nen neuen Hauptsponsor, der bei den Roten wieder mal voll ins Mark geht. „Kik“, der Baumwolldiskonter mit dem Versuch ein bisschen mehr als billig zu sein und mittlerweile seinen Mitarbeitern schon auch so etwas wie gesetzliche Mindestlöhne zahlt, war einer unserer guten Sponsoren, als auf jedem Stadionplatz noch ne Kunststofffahne zum Wacheln lag und für zwei Jahre mal so tat, als wäre das Geld abgeschafft worden. Nun ja, wohin das geführt hat, wissen wir ja und sollte nicht neu aufgewärmt werden.
Der neue Sponsor ist also da, einen deutschen Sponsor hat nicht jeder Verein in Österreich, sollte man auch sagen, die laufende Saison ist ausfinanziert, und gestern Abend hat mir noch mein Tankwart Sepp nicht ganz falsch zugemauschelt: „Gut so! Weil ohne Kohle rennt des Gfrast net!“. Nun ja, dem ist nix mehr hinzuzufügen, vielleicht noch die Erklärung des Wortes „Gfrast“ für unsere Leser aus Deutschland. Gfrast ist laut Dialektwörterbuch „Heimtückischer Mensch bzw. heimtückische Menschenansammlung“.

Wa.

Tuesday, February 08, 2011

Zur Raumfahrt ein Handy.


Das Festnetz. Nicht so lange her, da hat's das noch gegeben.


Neue Handys sind eh immer super, trotzdem dürften die von Anbieter zu Anbieter unterschiedlichen Funktionen mehr Probleme mit sich bringen, als erwartet. Sie funktionieren also nicht so, wie sie sollten. Zumindest nicht so, wie sich das der Besitzer vorstellt. Ein Auto ist immer ein Auto, zumindest meistens, und das ist gut so. Die Schaltung, die Pedale, alles funktioniert bei allen Marken ähnlich, egal ob man jetzt einen Audi oder einen Subaru fährt. Zumindest ist das seit ziemlich vielen Jahren so.

Beim Handy hat jeder Anbieter sein Patent auf jedem Knopferl oben, dadurch ist jede Marke ein bisschen anders ein jedes neues Handy gewöhnungsbedürftig. Die Anfragen, wie Handys funktionieren, ufern bei meinem Anbieter dermaßen aus, dass dieser jetzt pro Schnellsiedekurs Kohle verlangen „muss“, weil er sonst mit dem Verkaufen nicht mehr zu Gange kommt. Jetzt kann man sagen, da kommen ein paar Alte und Mittelalte die keine Youngsters um Rat fragen können und die wollen nun, dass man sich mit ihnen beschäftigt und am besten das Handy bis ins letzte Detail erklärt. Stimmt nicht so ganz. Warum auch? Für die paar Funktionen, die man wirklich braucht? Ja doch. Keiner kennt sich bei seinem Handy in echt aus. Wird so sein müssen. Autofahren war leicht, funktioniert immer ähnlich. Ich wett was, Raumfahren ist net schwerer, als ein Handy zu bedienen.

Wa.

Monday, February 07, 2011

Hirschkrebs in Schladming?

Der Hirsch bei der Arbeit.

Und was ist, wenn das WLAN die armen Tieren Schaden zufügt? Hirschkrebs soll bekanntlich eine Krankheit sein, die im Vorrücken ist. Wem schmeckt dann noch der Hirschbraten? Untersuchungen in Lappland sollen weiters ergeben haben, dass Elche in WLAN Gegenden geneigt sind, mehr Stresshormone auszuschütten und sich so eher der geschlechtlichen Paarung verweigern. Der Lappländer Forscher Sven Söndebröd dazu: „Der Hirsch braucht seine Ruhe. Ruuuhhho!“ Und das nur weil russische Skifahrer mit ihrem WLAN Gasprom-Aktienkurse anschauen müssen?
Wie schaut das dann in Schladming aus? Täte dann der Hirsch nicht mehr röhren, und kein Rehkitz mehr entstehen wollen und so auch kein Schladminger Rehrücken mehr auf den Tisch kommen? Wenn das die Schladminer Jägerschaft nicht mehr auf den Plan ruft, was dann?

Wa.

Friday, February 04, 2011

Wir sind so virtuell. Vitrtueller geht's nicht.


Kann man's riechen?



Duo espressi per favore!


"Ihr Auftritt" im virtuellen Raum ist ja fast echt. Also echt virtuell zumindest. Manche Freunde haben ja schon Angst, dass ich mir die letzte Kreativität aus dem Schädel schlage, aber das geht schon so, wie alles gaht, und was am Ende des Tages sich anhäuft oder nicht, das ist leider Gottes ja auch fremdbestimmt, beim einen mehr, beim anderen weniger.

Anbei noch zwei Plakate, die zumindest im virtuellen Raum vorkommen. Vielleicht noch kurz vorgestellt, der Herr neben dem Wa. das ist Herr Haidacher, Mastermind vom Theater im Keller in Graz.

Wa.

Thursday, February 03, 2011

Neues aus Dublin!


Paul Murray und Ken Bruen zusammen in einem Blog - das hätten die Beiden wohl auch nicht gedacht ...



Das Trinity College in Dublin ist mehr als eine Universität. Das altehrwürdige Haus war immer schon eine Kaderschmiede wichtiger irischer Autoren.

Oscar Wilde, Bram Stoker und Samuel Beckett gingen in das konservative College in Dublin, schrieben Literatur- und Theatergeschichte, sorgten für veritable Skandale, und schafften es mitunter bis hin zum Nobelpreis. Nach wie vor ist das Tinitry College eine Eintrittskarte in die Welt der Literatur. Einer der versucht in die Fußstapfen seiner Vorgänger zu steigen, ist der Trinity Absolvent Paul Murray, der mit „Skippy stirbt“, einen äußerst sozialkritischen Roman hinlegt.Paul Murray schrieb eine Romantrilogie über das Treiben im Seabrook College bei Dublin. Eine Tragikomödie kommt hier heraus, voller Leben, Liebe und Tod. Und das ohne die verschissenen Irland-Pub-Besuche, die mittleriweile die Rmane eher vergeigen, als sie zu peppen. Die Trilogie liegt nun vor, im lässigen Schuber. Durch die Fortsetzung in Band zwei und drei bekommt das alles dann epische Spitzen. Zu dem epischen Format gesellt sich dann noch eine starke erzählerische Haltung hinzu und auch ein wenig Soap wird spürbar, was aber kein Schaden ist. Klingt doch fabelhaft unverkrampft!

Traditionell, aber nicht altmodisch.

Trinity-Abgänger sind aber nicht nur für die Hochliteratur bekannt. Ken Bruen ist hartgesottener Krimi Autor, der schon anständig Lebenserfahrungen sammelte: Er unterrichtete im Fernen Osten Englisch, arbeitete als Wachmann, heiratete eine griechische Millionärstochter und konnte schon ein halbes Jahr Knast in Rio de Janeiro verbuchen. „London Boulevard“ heißt sein neuer Krimi, eine sehr geschmeidige Angelegenheit für Fans der ungeschönten Gangart. Gerade erst aus dem Knast heraus, bekommt Mitch bei einer ehemaligen Theaterdiva den Job als Hilfskraft angeboten, nebenbei hat er jedoch eine Geschichte als Geldeintreiber laufen und beides ist auf die Dauer kaum zu vereinbaren. Gut oder böse, wie wird sich Mitch entscheiden? Der Plot sitzt, es wird nichts psychologisiert, die alte Schule des Krimischreibens: Sehr spannend, gut abgelegen und fernab aller Tabus.



Wa.

Sunday, January 30, 2011

The making of „Wankos Auftritt“.


The


Making


of

Kamikaze!

Wie sich bereits herumgesprochen hat, trete ich tatsächlich auf, bei „Ihr Auftritt“, ich versuchs zumindest. FB-mäßig hat man mir weitergeholfen. FB-Friend „Stadtparkhansi“ meinte „Kamikaze!“ wäre ein richtiger Spruch für den Wanko, und ich denke mir Kamikaze, das passt für den Wanko und dann rief ich meinen Hawie Michi an und fragte, ob er mich da so auf kamikazemäßig fotografieren will und dann tat er das auch. Auf gings also zum Stadtparkbrunnen, auf ein Pankerl gestellt und schon fotografiert. Spaß hatten wir sowieso. Die Passanten schauten uns fragend an aber keiner war böse.
Und wenn Du dich jetzt noch immer nicht auskennst, macht das gar nix, weil hier geht’s zu Deinem Auftritt! Mach doch mit, weil dann machen wir zusammen die Plakatparty, eh klar, oder?!

Wa.

Saturday, January 29, 2011

Einmal über den Semmering und zurück.


Was soll’s? Der Semmering kann sehr stimmig sien.


Auch ein Japaner war unter den Fotografen.


Ich weiß nicht was Azzi Amanda von mir will. Aber da steht’s ja eh: Amanda will mir die Großpackungen blauer Pillen verkaufen. Aber ich mag nicht. So viel zum heutigen Outlook-Nachrichtendienst. Schön gut, alles schläft, nur den Wa der bloggt. Mcht aber nix. Konnte eh schon die letzten Tage nicht wirklich ... ist halt sehr viel zu tun. Gestern dafür eine feiner Zugfahrt über den Semmering. Volle Schnee, volle Eis, wie im Märchenland, auch ein Japaner war dabei, hat gleich fotografiert. Dem gehörte übrigens eine Bottle Mineral, die ich mir aneignen wollte, weil ich schon dachte, sie wäre zurückgelassen und ich hatte Durst und der Kellner wolltn keine Kredit- oder Bankomatkarte , aber wuascht, das wurde bereits auf Facebook abgehandelt. Egal, die Fotos sind nice, der Semmering auch, und heute hab ich mir ein neues Handy besorgt.

Ein Smartphone von HTC und ich denk immer an HCI, also Chlorwasserstoff, Salzsäure. Ein Smartphone musste es sein. Ich gaffe das Teil jetzt mal an. Mal gucken, vielleicht mag es mich. Hm. Noch bin ich misstrauisch. Mit jedem neuem Handy weiß ich, dass ich mindestens ein Jahr, wenn nicht zwei Jahre älter geworden bin. Ja, ja, so ist das, aber nicht nur bei mir, sondern auch bei dir, lieber Leser. Auch DU wurdest zwei Jahre älter, in dieser Zeitspanne, gelle?

Wenn ich dir jetzt den Tag verschissen habe, dann sage ich dir eines: Früher mal hast du dich wie die Sau über das Älterwerden abgefreut. Da warst du noch jung! Mhm! Aber du hast ja noch ne Chance. Bleib jung im Schädel, mach auf Schädeljugend. Kauf dir ein Smartphone, oder sonst was, lerne japanisch, halte dich fit, geh anständig fort, mach was!

Und wenn du jung bist, also U18 und das hier liest, sag ich dir eines: Jung sein ist kein Verdienst, du Flasche! Jung sein mussten wir alle einmal. Alt sein ist übrigens auch kein Verdienst. Vielleicht schon ein bisschen mehr, aber das wäre mir jetzt zu anstrengend und würde aus dem Blog einen viel zu langen Strudel machen. Muss mich um mein scheiß Smartphone kümmern. Und dann lesen, ein bisschen Pasolini, und dann muss ich noch, und, und, und das auch noch, und - die Nacht ist ja noch jung!

Wa

Im Reich der 2000er.


Wanko lobt sich selber. Und darf er das? Aber klar doch!

In eigener Sache: „Wa“ bedankt sich bei über 2000 Besucher, die seinen Blog dieses Monat besucht haben. Das ist insofern beachtlich, da Wankos Blog jetzt keine Dienstleistungen anbietet, auch keine doofen Gewinnspiele macht, jetzt nicht immer nur in ein Segment geht und auch keine leichtbetuchten Personen zeigt, sondern einfach nach Möglichkeit „einen auf den Wanko macht“, also sich selber reproduziert, sich selber macht, ein Autorenblog eben. „Einen auf den Wanko machen“, das gefällt mir am besten. So soll es bleiben, danke für euer Feedback, 2000 Klicks im Monat sich nicht schlecht, aber was schaffen wir den nächsten Monat, hm?
Also liebe Leser, immer fleißig am Ball, äh am Blog bleiben. Much Thanxxx!Und wenn Ihr mal nicht mehr wollt, dann schleichts Euch wieder, undankbares Pack! (Aber mault vorher anständig über mich. Verlinkt und verbreitet mich! :-))


Wa.

Tuesday, January 25, 2011

Chi è Ammaniti? Fellini ist schon tot, und Conte lebt, aber kennen Sie Ammaniti?



Nicht suchen, aber doch finden, zum Beispiel die Ähnlichkeiten zwischen Frederico Fellini und Paolo Conte, diese einsamen Wölfe der italienischen Provinzen, große traurige Künstler und doch wieder lustig, als ob sie nur zu gut über ihre eigene Melancholie lachen können, über das Vergessen, über die verflossene Liebe, den eigenen Schmerz. Vielleicht ist es ja auch das, um was es geht? Im größten Elend immer wieder, oder noch immer lachen zu können – zu müssen. Wuascht! Paolo Conte, angry old man, so kommts mir vor. Tschick, Kapperl, Schnauzer, ein Glas Wein die Tschick und Ärger, Zorn. Zorn, ZORN großgeschrieben. Große Ungestümtheit vor dem Herrn. Beispiel: Einfach den Computer aus dem Fenster wuchten, wenn er das Wort Ungestümtheit nicht erkennt! GRRR! Conte würde das machen. Einfach so schön, so soll man nicht sein, so wie irgendwie auch La Dolce Vita. Mit 16 gesehen und enttäuscht, Conte hätte mich wahrscheinlich auch enttäuscht, aber jetzt gut, bella roma. Jetzt aber will ich mir den Conte einfach net vorstellen, dass er vor bestuhlten Reihen spielt und die Zuhörer zwischen zartem Beifall und rhythmischen Klatschen abwechseln, aber irgendwie auch wuascht. Besser: Kalter Winter in Oberitalien, staubige Straßen, Conte läuft im Radio in einem Tankstellencafe, am Abend. Plötzlich wird’s auch dort warm. Chi si ferma è perduto, sagt mir da mein Internetwörterbuch ein, „wer sich aufgibt, ist verloren“. Bis morgen bitte lernen, ich prüfe auf FB ab. Da fällt mir gerade ein: „Wie es Gott gefällt“, von Nicollò Ammaniti. Der hat das auch, und ist unter 50. Den sollte man gelesen haben. Ein italienscher Autor ohne Krimi.

Wa.

Friday, January 21, 2011

Ein großer Amerikaner.


Gelungenes, unprätentiöses cover. Typisch für Dumont Bücher.



Richard Russo gehört zu den großen Amerikanern, die in Europa erst entdeckt werden müssen, so in etwa kann man das sehen, wenn man seinen Roman „Diese alte Sehnsucht“ liest. Der Roman ist im amerikanischen Universitäts- und Künstlermilieu angesiedelt. Jack Griffin, ein Drehbuch-Professor auf einer kleinen Universität an der Ostküste, erkennt mit fortschreitendem Alter mehr Wesenszüge seiner Eltern in sich, als ihm recht ist, zumal er nicht gegen sie ankommt. Und trotzdem nimmt er sein Schicksal hin und leuchtet es sogar bis in die kleinsten Winkel aus. Jedoch mündet der Roman in keine unreflektierte Selbstbeschauung, sondern erfährt eine unheimliche Weite. Der Universitätsprofessor Jack Griffen schaut ins Leben hinaus und nimmt den Leser mit auf seine Reise. Vom „Scheiß-Mittelwesten“, dieses Zitat verwendet der Autor übrigens durchgehend, über die Ostküste bis hin zum Westen kann das ein ziemlich weites Feld sein, das sich durchaus auch gedanklich manifestiert. Und trotzdem holt die Welt seiner Eltern Jack Griffin immer wieder ein. „Diese alte Sehnsucht“ ist ein gelungener Roman über die Vergänglichkeit. Der Autor hält sich jedoch sehr stringent, und verzichtet auf den billigen Weg, es zu emotionell anzulegen. Ein starkes Stück Literatur.

wa.

Monday, January 17, 2011

Ihr Auftritt!


Fettes Leuschteil. Wer macht das?



Wer tritt auf, wer tritt ab? In Graz machen immer wieder PR-Kampagnen von sich Reden, die unverschämt teuer sind. Ob Citylights, Plakatwände, „IHR AUFTRITT“ wird jetzt gerade schwer eingefordert. Ihr Auftritt? Wie bitte? Auf was soll man denn treten, oder wer tritt? Ich trete auch jeden Tag auf, auf’n Blog, auf Facebook, am Boden. Ich komme nicht, ich erscheine, trete auf, Auftritt! Aber: Ihr Auftritt? Wer steckt hinter dieser Campaign? War das vielleicht die CIS? Kann ja sein, die ist immer für so etwas gut.
„Kultur macht Mensch?“ Glaub nicht, dass die zurzeit die Kohle dazu haben.
Herr Strohsack, äh Stronach? Warum nicht? Der Herr lässt sich zur Opernredoute ankündigen! PENG! Ich, Onkel Frank komme, lasse mich im Leuchtlicht abbilden, komm mit dem E-Auto und bring gleich die Sturmkicker mit und zahl dem GAK ein kleines Stadion für 999,9 Zuschauer!
Und irgendwann hat ja mal eine VP Campaign mit „Neues Kommt“ geworben, kanns jetzt aber auch nicht sein, ist ja keine Wahl in Sicht.
Oder Herr von und zu Reininghaus? Ist eigentlich eh super. Die Gründe von der „Skandalfamily Reininghaus“ werden von Douglas Fernando gekauft! Und der macht jetzt dicke Eigenreklame! WUMMM! Douglas Fernando könnte übrigens auch in „Reich und Schön“ spielen, ich nehme mal an, den Reichen, ha, ha. Also gut, wenn Sie von meinen Old-Style-Jokes genug haben (kann man ja nieeee kriegen, ich weiß, ich weiß), dann zurück zu den Citylights und den vollgepflasterten Plakatwänden.
„IHR AUFTRITT“ Was kommt da und wer zahlt da? Das möchte Graz gerne wissen!


Wa.

Friday, January 14, 2011

Andiamo, andiamo!



Na ja, hier schwitzt der Mann und warum auch nicht? Es gab ja viel zum Laufen.

Nein, Mister Wa. ist nicht eingegangen, sondern ist beim ersten Mal Laufe in diesem Jahr ganz gut vorangekommen. 2 Mal den Stadtpark, dann durch die Herrengasse zur Mur bis zur Kalvarienbergbrücke und retour bis zur Rechbauerstraße. Gut gegangen, 50 Minuten, und da waren noch Reserven da. Und so nebenbei, weil einem ja auch fad ist, ein bisserl italienisch gepaukt. Deklinationen, Alphabeth und einfache nützliche Satzerln. Che cosa vuole?


Wa.

Thursday, January 13, 2011

Lebensgefährlich: Erika Weber!


Ich weiß nicht, welchen Zweck Kettenbriefe haben. Welchen Sinn ergeben sie? Schon als Jugendlicher war ich eigentlich mehr verärgert als sonst irgendwas, wenn ich einen Kettenbrief bekam. (Man bekommt ja als Bursche nicht sooo oft Post, und dann das ...). Heute bekommt man sie via E-Mail, sind bei genauerem Hinsehen jetzt auch nicht wirklich schlüssig, aber wer hat schon viel Zeit und liest alles genau durch. Dieses in die Jahre gekommene Hoax (Schreckens- Schwindelmail) hat mich gestern erreicht. Ich habs gleich an 2 Personen weitergeschickt, ha, ha. MagManu war dann so nett und klärte mich auf, Starlight hat’s noch nicht gesehen.


P.s: Die Erika Weber im BKA gibt’s auch net. Um zu wissen, wie eine Erika Weber aussehen kann, hier ein representativer Erika-Weber-Querschnitt: Erika Weber Bilder

Bitte lesen - DRINGEND
Es wurde heute auch schon in Ö3 - durchgesagt
Bitte verteile diesen Hinweis an Deine Freunde, Familienangehörige und weitere Kontaktpersonen!
In Den kommenden Tagen solltest Du aufmerksam sein und keine eMail öffnen mit dem Betreff oder Anhang: Einladung, unabhängig davon wer sie Dir geschickt hat.


Es handelt sich um ein Virus, das eine Olympia-Fackel öffnet, die die gesamte PC-Festplatte zerstört. Dieses Virus kann Dir von einem Bekannten gesendet werden, in dessen Adressbuch Du stehst. Darum solltest Du diese Information an alle Deine Kontakt-Adressen weiterleiten. Diese Nachricht eventuell 25 Mal zu bekommen, sollte man bevorzugen, anstatt einmal eine solche Virus-eMail zu erhalten und sie zu öffnen.


Wenn dennoch eine eMail mit dem Betreff Einladung bei Dir eintreffen sollte und sei es von einem Freund, öffne sie nicht und schalte Deinen Computer sofort aus! Es handelt sich um das gefährlichste Virus, das je durch CNN angekündigt wurde.


Dieses neue Virus ist gerade - gestern Nachmittag - durch Mc Afee entdeckt worden und von Microsoft als das zerstörerischste, das es je gegeben hat, eingestuft worden.


Noch gibt es keine Möglichkeit, diese Virenart zu eliminieren. Sie zerstört einfach die Zone Zero (Zentrum) der Festplatte, wo die lebenswichtigen Informationen abgespeichert sind.


Schick bitte diese eMail an alle, die Du kennst!
Denk daran: wenn Du sie ihnen sendest, ist das für uns alle von Vorteil.




Erika Weber
Bundesministerium f. Inneres
Bundeskriminalamt
Büro II/BK6.1.2 Personsfeststellung
Tel: 43-1-24836/85888
Fax: 43-1-24836/85889
e-Mail: Erika.Weber@bmi.gv.at

Friday, January 07, 2011

Ihr Mitgliedsausweis 2010 ist da!




Ihr Mitliedsausweis 2010 ist da ...


Mannohmann, McManaman und sonst noch alles! Jetzt bekommen wir tatsächlich den Mitgliedsausweis vom 10er-Jahr nachgeschickt, in der Ästhetik eines 1980er-Unterstufen-Jeans-Club Ausweises: zwei zusammengeschweißte Folien, mit einem Papierlappen zwischendrin. Hinzu kommt die Einladung auch heuer wieder Mitglied zu werden. Ich sehe das jetzt positiv: Bei den Reds wird wirklich eisern gespart, Rechnungen werden überwiesen, usw. Da nimmt man auch die gagi Mitgliedskarte in Kauf.


Glück auf, GAK!


Wa.



Thursday, January 06, 2011

Immer Drama um Fears, äh, Tamara

Na da gibt’s was zu gucken. Wer da wohl kommt?  

Nach dem Film traf ich zufällig Freund Kurt G., der sinngemäß meinte, dass es vom Stephen Fears Filmerstling „Mein wunderbarer Waschsalon“ bis zu „Immer Drama um Tamara“ doch ein ziemlich weiter Weg sei. Ja klar dachte ich mir, ist es auch. Ich hatte außerdem den letzten Fears-Spielfilm „The Queen“ im Kopf, den ich Tags zuvor in der Glotze sah. Mit dem war ich nicht glücklich, weil ich der Meinung bin, dass die ganze blöde stoische Gafferei der Queen eigentlich nicht tragend für einen Film ist – sofern man nicht in England lebt. Da hätte schon die Boarderliner-Dreiwettertaft-Lady-Diana als Zottelzombie aus der Gruft steigen müssen, und ein bisschen mitzotteln. Aber egal, der Film bekam viele Preise und Stephen Fears genug gute PR um weitere tolle Angebote zu bekommen.


Und jetzt eben „Immer Drama mit Tamara“, ein Film als Spiegelbild des unterem Ende der Upper-Class, also die reicheren Intellektuellen. Uniprofessoren, am Land lebender Schriftstelleradel, noch nicht ganz etablierte Rockmusiker, Jungjournalisten in angesehen Zeitungen – Menschen also, die das Pfund nicht umdrehen müssen, bevor sie es ausgeben. Die Geschichte dazu ist auch schnell erzählt: Die flotte Journalistin Tamara kommt nach Hause und verdreht den Männern den Kopf, vor allem denen ab 50, und macht die Frauen der Männer nervös, vor allem die ab 50. Zum Schluss bekommt Tamara dann den, der zu ihr passt und der alternde Lüstling wird von einer Rinderherde totgetrampelt. Ein bisschen ein Märchen also, durchaus mit kritischen Noten und einer kleinen Wertediskussion, aber im Prinzip eine well done Comedy.


Mit der Landschaft hätte Jane Austen eine Freude, denn spielen tut die Komödie in Dorset, einer Grafschaft in Südwestengland, wo es so englisch-ländlich aussieht, also so unglaublich schön, dass man am liebsten schreien möchte, Kitsch! Und tut’s endlich die Bilder weg! Wir sind im 21. Jahrhundert! Der Film ist jedoch charmant und zeigt einmal mehr, die große Klasse der englischen Schauspieler, eine sehr gute Ensemble-Leistung, würde ich mal sagen. So geht der Film runter, wie ein English Mint Pie. Den liebt man, oder man kotzt ihn wieder aus. Seinerzeitige Weggefährten wie Mike Leigh oder Ken Loach würden wohl eher das letztere tun.




Wa.

Monday, January 03, 2011

Wurde von den Sternsingern überrascht ...



Sternsinger haben die außerordentliche Begabung, dass sie einen jedes Jahr überraschen und damit ihnen nix passiert, haben sie eine strenge Mutti dabei. Heute wurde ich wieder überrascht und Tochter C. auch noch. Die hat ziemlich gegrinst. Ich übrigens auch. Die Sternsinger nicht.

Terroristenpärchen.

Die Schatten der blutigen Vergangenheit ragen bis in die heutige Zeit hinein. Junge Autoren beschäftigen sich damit.


Von der RAF in Deutschland über die PLO im Nahen Osten bis zu den Roten Brigaden in Italien, der 1970er-Terror beschäftigt eine neue Autorengeneration. Ihnen geht es jetzt aber weniger um den damaligen Aufruhr, sondern um die Auswirkung auf die heutige Zeit. Sie sind die Kinder des Zorns und versuchen dies literarisch zu verarbeiten. Hinzu kommt, dass das literarische Zweigespann immer beliebter wird.

Die RAF und seine literarischen Erben.

Ulrich Noller und Gök Senin sind eines dieser neuen Autorenpaare, die zusammen den Krimi „Celik & Pelzer“ geschrieben haben. Der Krimi kommt schnell auf Touren und ist die ersten Seiten wirklich packend, hat auch kantige Personenbeschreibungen, scannt das ganze Umfeld ziemlich gut ab, auch die Dialoge haben genug Schärfe, und trotzdem, der Krimi verheddert sich aber zunehmend in private Plänkeleien zwischen Celik und Pelzer. Das wäre jetzt auch nicht das Problem, aber aus einem RAF-Krimi muss man mehr herauszuholen. Hier müsste die Fiktion stärker in die Realität und in die jüngere Zeitgeschichte verzahnt sein, gerade wo eh noch so viel im diffusen Bereich ist. Da müssen Tatsachen auf den Tisch und keine fiktiven RAF-Sub-Organisationen. Der Krimi punktet jedoch als deutsch-türkisches Literaturprojekt. Hierzu braucht es aber keinen Blick in die Vergangenheit.

Italien kann sehr krass sein.

Sensibler geht es Roberto Cotroneo an. Der Titel „Die Jahre aus Blei“ ist zwar wirklich nicht einladend, und die ersten Seiten der Übersetzung sind noch sehr eng am Italienischen, das Problem legt sich aber. „Die Jahre aus Blei“ spielen im Jahr 2006 und haben einen sehr stark zurückgerichteten Blick. Roberto Cotroneo spielt sich mit dem Gedanken, dass linker Terror und rechte Geheimdienste einander bedingen. Um diese enge Verflochtenheit zu zeigen, rollt der Autor die italienische Geschichte noch einmal auf, von den faschistischen Vätern auf der einen Seite und von den kommunistischen Vätern auf der anderen Seite, bis hin zu schier unüberbrückbaren Grabenbrüche in der italienischen Gesellschaft von heute, die sich schlussendlich in der katastrophalen politischen Situation Italiens wiederspiegeln. „Jahre aus Blei“ ist ein verstörender Roman, der den italienischen Terror aus ungewohnten Positionen beleuchtet. Das Aushängeschild der italienischen Neointellektuellen Roberto Cotroneo schafft es über die Versuchung des Terrorismus zu schreiben, ohne sich von ihm blenden zu lassen.

Wa.

Friday, December 31, 2010

Die Nachrichten der nächsten 365 Tagen.


Die Bründlmayer sind bereits eingekühlt, man freut sich auf das Fest der Feste, und bedankt sich mit einigen Zeilen an die werten "Wankos Blog"-Leserinnen und Leser und wünscht ein zufriedenenstellendes neues Jahr.

Mögliches und Unmögliches, alles und nichts über das nächste Jahr – eine launische Spekulation von Martin G. Wanko.



© Vorarlberger Nachrichten / Martin G. Wanko



Frühling Durch die Schneeschmelze erreicht Bodenseepegel die Höchstmarke von 1999 -- Karl Heinz Grasser wird zu fünf Jahren Freiheizentzug verurteilt und beruft -- Helmut Elsner wird aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus der Haft entlassen und beruft nicht-- In Wattens in Tirol taucht ein neuer BSE Fall auf -- bereits im Frühling grassiert die „Japanische Grippe“ in Asien, und sorgt für eine Massenflucht – Der STAR-Abrüstungsvertrag zwischen den USA und Russland wird ausgesetzt, da vor Florida ein russisches Atom-U-Boot auf Grund läuft -- Die Mozartkugel darf laut EU Höchstgericht ausschließlich in Österreich erzeugt werden. Didi Mateschitz sichert sich die Namensrechte „Red-Bull-Kugel“ -- Der heilige Ayers Rock in Australien darf nicht mehr von Touristen bestiegen werden -- Auf dem steirischen Erzberg wird ein reiches Goldvorkommen erschlossen. Die OMV kauft die Schürfrechte, in der armen Gemeinde bricht ein Goldrausch aus. In Lauterach verlaufen erfolgversprechende Erdgasbohrungen im Sand -- In Las Vegas gewinnt der Bregenzer Max Muster den größten jemals ausbezahlten Jackpot mit über 220 Millionen Dollar, das sind rund 167 Millionen Euro. Herr Muster kommt nicht mehr nach Österreich zurück, bleibt aber österreichischer Staatsbürger -- Das Wiener Riesenrad kommt unter den Hammer. Es wird Stück für Stück abgebaut und in Dubai wieder originalgetreu zusammengefügt. Wien bekommt einen „Orignalnachbau“ geschenkt. Den Gewinn aus dem Verkauf investiert Wien in die Integration --Vorarlbergerin von Schwammerln vergiftet -- niederländische Schönheitskönigin auf der Bürgeralpe bei Werbeaufnahmen von Kreuzotter gebissen -- Heidi Klum das fünfte Mal schwanger. -- Flavio Briatore mit Silvio Berlusconi auf Koksparty erwischt. Martin Scorsese sichert sich Filmrechte. -- WikiLeaks-Gründer Julian Assange wird von den Vergewaltigungsvorwürfen freigesprochen, tritt jedoch in der Öffentlichkeit nie wieder auf und gilt als verschollen -- Österreich gewinnt in der EM-Qualifikation gegen Deutschland, verliert jedoch gegen Lettland -- Christian Klien gewinnt den GP von Spanien in Barcelona -- Falco doch Vater? Patrica B.: Ich war seine heimliche Geliebte und wir haben einen Sohn! Falco-Graböffnung wird zwecks DNA-Vergleichs gerichtlich angeordnet. Falco-Leichnam spurlos verschwunden!





Sommer An der Adria ist das Speiseeis mit Salmonellen verseucht. Drei Kärntner Touristen im Spital -- Spanien erholt sich nur schwer aus der Wirtschaftskrise und verkauft die Insel Mallorca an ein südafrikanisches Investorenkonsortium. Touristen berichten über Raubüberfälle von Banden in Griechenland und Spanien. Einheimische schauen absichtlich weg. Der Cashpoint SCR Altach schafft den Aufstieg in die höchste österreichische Spielklasse, der FC Lustenau entgeht als Achtplatzierter dem Abstieg nur knapp -- Die Bundesregierung steht aufgrund der niedrigen Beliebtheitswerte vor ungewisser Zukunft -- In England zerbricht die liberalkonservative Regierungskoalition an den größten Gewerkschaftsprotesten seit 1984 -- Die Staatoper überlegt unter der Leitung von Dominique Meyer nun auch im Sommer Spieltage zu haben -- Die Wiener Philharmoniker werden an den japanischen Militär Yoshiaki Tsutsumi verkauft -- Ein Lungendefekt zwingt Sandra Bullock alle Filmengagements bis auf weiteres abzusagen -- Das Sendeformat „Wetten, dass?“ wird eingestellt, Thomas Gottschalk geht in TV-Rente -- Microsoft und Hewlett Packard wollen fusionieren, die Kartellbehörde in den vereinigten Staaten verbietet aber den Zusammengang. Große Hagelschäden in Niederösterreich. Wein- und Apfelernte vernichtet -- Der Franzose Alain Jourden erhöh den Weltrekord im Schneckenweitspucken von 10,40 auf 11 Meter -- Ioan Holender wird der nächste ÖVP Kandidat zur Bundespräsidentenwahl -- Bill Gates kauft eine Südseeinsel und zieht sich vollkommen zurück. Ein verschwommenes Paparazzi-Foto zeigt ihn mit Sonnenhut und dunkler Brille abgemagert am Strand stehen -- Mädchenhandel via Facebook aufgeflogen. Millionen Facebook-User kündigen Accounts, regionale Netzwerke boomen. Bregenz-Bürgermeister Markus Linhart installiert das Bregenzer „Netzwerk Festspiele“. In Konstanz tauchen zwei zypriotische Jugendliche Britische Pfund-Blüten aus dem 2. Weltkrieg.





Herbst Es kommt zum frühesten Wintereinbruch seit 1953. Österreich im Schneechaos. Es kommt tatsächlich zu einer Schulreform. Es werden zwei neue Gegenstände eingeführt: Sinnerfassend Lesen sowie Testausfüllen. Dafür werden die Gegenstände Bildnerische Erziehung und Leibesübungen zu Freigegenständen -- In der Pisa-Studie kann Österreich einen leichten Aufwärtstrend verbuchen -- Die Mäusepest sucht große Teile der Küstenregionen von Kroatien heim, eingeschleppt wurde sie durch Handelsschiffe aus dem Fernen und Nahen Osten. In Triest werden bereits die ersten Mäuse entdeckt und Berlusconi stellt den Hafen unter Quarantäne -- Die Vorarlberger Gemeinden Lochau und Hörbranz schließen sich aus Kostengründen zu einer Gemeinde zusammen und heißen ab nun Lobranz. Red Bull Salzburg schafft im 5. Versuch den Sprung in die Champions League -- Der italienische Recyclingkonzern Re-Electronica-Italia gibt zu, über ein Jahrzehnt lange Millionen Batterien in den Bergen Umbrien illegal deponiert zu haben. Die Region Umbrien bleibt bis auf weiteres gesperrt -- Peter Turrini schreibt das Theaterstück „Rozznjogd 2“. Die Uraufführung findet unter der Regie von Claus Peymann am Berliner Ensemble statt. Ein Gastspiel in Klagenfurt wird von der Kärntner Landesregierung verhindert. Peter Turrini streicht dafür seinen Kärntner Geburtsort St. Margarethen im Lavanttal aus seiner Biographie.



Winter Der Skispringer Christian Morgenstern zieht sich aus dem Skisport zurück, die Salzburger Skifahrerin Marlies Schild wird Slalom-Weltcup-Gesamtsiegerin. Der Eishockeyverein EC Dornbirn findet einen potenziellen Sponsor in der Ukraine und riskiert den Aufstieg in die 1. Spielklasse. Im Gymnasium Kreuzasse in Köln bringt ein Amokläufer eine ganze Schulklasse unter seine Kontrolle. Der Bürgermeister überredet ihn zur Aufgabe -- Mexiko enteignet alle Drogenbarone -- Wer in seinem Leben zwei Mal mit dem Gesetz in Konflikt kommt, darf nicht mehr in die Vereinigten Staaten von Amerika einreisen -- Russland verhängt über St. Petersburg die Ausgangssperre, da die Kriminalitätsrate in den Abendstunden 67 % erreicht. Bei einem Grubenunglück in der chinesischen Provinz Sichuan nahe der Stadt Deyang kam wie durch ein Wunder keiner der 189 eingeschlossenen Bergarbeiter ums Leben. Erstmalig steigt in Österreich die Geburtenrate auf 7,3 % an -- Auf zwei Wiener Privatgymnasien wird Türkisch als erste lebende Fremdsprache angeboten und Russisch als zweite -- Boris Becker lässt sich erneut scheiden. Thomas Muster wird erneut Vater und gewinnt nach 14 Jahren wieder ein ATP-Turnier -- Jürgen Melzer verweigert Doping-Test – Sevastian Vettel kann den Formel1 Weltmeistertitel verteidigen -- Niki Lauda bekommt seine fünfte Niere. Der Spender kommt aus Nordkorea -- Ein palästinensischer Selbstmordattentäter kann ungehindert in die israelitische Botschaft in Paris eindringen. Sieben Tote, fünfzehn Schwerverletzte. Israel kritisiert die mangelnden Sicherheitsbestimmungen auf dem Flughafen Paris Charles de Gaulle. Zwei Agenten sind mit Plastiksprengstoff durch die Sicherheitskontrolle gelangt -- Israel lässt sein Hoheitsgebiet im Mittelmeer absperren. Kein Boot darf unkontrolliert einreisen -- PLO-Führer Muhammed Abbas auf geheimer Mission in Österreich. Er will in Österreich das erste Außenquartier der PLO aufmachen. Bundeskanzler Faymann lächelt, Vizekanzler Pröll auch. Gregor Schlierenzauer gewinnt die Vierschanzentournee und alle jubeln.





Prosit Neujahr!



Wa.

Monday, December 27, 2010

Kottan ermittelt - Rien ne va plus

Lukas Resetarits, wie er leibt und lebt. Geht ja auch gut. (Foto: Satel Film)

Gar nicht gewusst, dass der Kottan Alfred heißt. Klar, jetzt schon, klar, wenn man daran denkt, dass die Kottan-Schwiegermutter (selig) sowie Frau Kottan den Herrn Major immer Dolferl genannt haben. Adolf also, gleich wie Werwolf Adolf Hitler, in den 1970-er Jahren sicher noch ein Angriffspunkt. Die 1970er und 80er-Jahre, Kottan der Held der Jungend, klar, und jetzt 27 Jahre danach – was ist geblieben?

Also, der neue Kottan Film, „Kottan ermittelt - Rien ne va plus“, in dem von der letzten TV-Besetzung nur noch Herr Major Adolf (Lukas Resetarits) und Frau Ilse Kottan (Bibiane Zeller) übrigblieben, alle anderen sind bereits verstorben, spielt wirklich alle Stücke. Zum einen der schnelle flotte Inhalt: Das große Pyramidenspiel ist schon in Gange, bevor man es so richtig kapiert hat, dazu der große Peter-Patzak-Slapstick, der sehr jung auf einen zukommt, irgendwie doch immer neu erfunden, mit ein paar alten Klassikern, und auch einige Zitate zum nachdenken: „Ein lockerer Polizeipräsident macht den sturen Apparat nicht weg.“ Das Drehbuch in der Zenker-Dynastie hat Sohn Jan Zenker mit dem Blick des Vaters umgesetzt, warum auch nicht, und der „neue“ Paul Schremser (Johannes Krisch) kam gut, weil er so ganz und gar nicht der Alte war, und, warum sollte er auch? Wer den Alten sehen will, soll sich die DVD kaufen.

In Summe muss man sich fragen, warum dem Patzak nicht alle Jahre die Kottan-Kohle auf den Tisch gewuchtet wird, weil Sätze wie ein echter Österreicher „besoffen, außen rot und innen braun“, so in etwa war das Zitat, die gehen in der österreichischen TV-Kultur ziemlich ab, und Kottan ist in der Gesamtheit allemal kreativer als der Stermann & Grissemann Klamauk, der wöchentlich abläuft. Wahnsinn, Wanko, heute bist du aber reaktionääär. Ich geb noch eins drauf: Tochter C. konnte sich nicht so recht mit Kottan anfreunden und das passt schon so.



Wa.

Sunday, December 26, 2010

Gääähhhnnn




... also, wer heute auf meinen Blog schaut, dem ist ziemlich fad! Aber macht nix, ich wünsche dir auf alle Fälle einen erholsamen Christtag, Moslemtag, Buddhistentag oder gesetzlich festgelegten Feiertag - je nach dem an was du glaubst.


Wa.

Friday, December 24, 2010

Frohes Fest und rauschige Tage!

Ein echter "Wa", so schö, wie ein Gemälde vom Attersee, ha ha. (Aber um einiges billiger. Runterladen erlaubt, Namensnennung erbeten)

Besinnlichkeit, Rausch und frohe Feste, kein Geiz, dafür viel Reiz, das wünscht der "Wa" Wanko, sein Blog und der Martin G.


Wa.

Wednesday, December 22, 2010

Von den Eisenbahnern zu Franz Kafka.

Und hier sind die Eisenbahner.

Heuer (wie schon letztes Jahr) hat MagManu das Kekse backen übernommen. Heuer kamen die aufwendigen „Eisenbahner“ dazu, für die sie die selbstgemachte Himbeermarmelade von Michi Ritsch verwendete. Das passt doch symbolisch zu den Eisenbahnern, denke ich mir. Unzählige Sorten sind es und von Mama aus Lochau kamen per Post auch noch einige dazu. Bei solch kalorienreichen Köstlichkeiten sind weihnachtliche Aktivitäten in der Muckibude natürlich selbstredend...


Das Café Louvre in Prag und seine über 100jährige Geschichte.

Hier noch ein Bild aus Prag. Am Prager Café Louvre lassen sich die letzten 100Jahre wunderbar Revue passieren. Seit 1902 ist es eine der ersten Adressen in Prag. Damals ein Treffpunkt vom Prager Kreis: Max Brod, Franz Werfel, Franz Kafka und einige andere gehörten dazu. Auch Albert Einstein, angestellt auf der deutschsprachigen Prager Universität, war hier ein gerngesehener Gast. 1925 wurde hier der tschechoslowakische PEN gegründet, 1948 schmissen die übermotivierten Kommunisten das Inventar auf die Národní Straße und sperrten es zu. Und seit 1992 erstrahlt das Café wieder im alten Glanz.

Da es uns auf der kleinen Stadtvisite den Schnee in die Augen trieb zogen wir uns hierher zurück. Sehr angenehm ist, dass noch immer viele Tschechen und wenige Touristen das Café besuchen. Wir verstanden übrigens kein Wort, was uns nicht unglücklich sondern zufrieden machte. Manchmal ist man gerne auf sich und die Muttersprache zurückgeworfen.



Wa.

Sunday, December 19, 2010

Eine Autofahrt mit Enrico.

Wechselt Enrico Radaelli zum Bauernbund?

Ein sehr spannender Punkt, wenn man in Krems zu tun hat sind die Rückfahrten, sofern man nicht mit dem eigenen Auto unterwegs ist. Dieses Mal nahm mich netterweise Martina mit, und dass es überhaupt zu der Mitfahrmöglichkeit kam, dafür war Enrico Radaelli verantwortlich. Enrico machte aus seinem Herzen keine Mördergruppe und ich weiß jetzt alles, alles, alles, über die Stadt Graz, das Magistrat ... die Stadtwer... äh die AG äh die Holding, die Kleze und überhaupt: Zum beispiel ließ er die Ansage fallen, dass der Bauernbund eine sehr interessante Vereinigung sei, was er heute auf Facebook bestätigt hat. Wechselt er jetzt wirklich zum Bauernbund? Jetzt geht’s erst so richtig los! Mit was? Mit allem natürlich und noch mit vielem mehr.

Satz des Tages (hat nichts mit Enrico zu tun): Das System fickt zurück, das Imperium lässt es zu.

Wa.

Thursday, December 16, 2010

Ahoj!


Der Wenzelsplatz mit einem Skoda. „Skoda“ ist tschechisch und heißt übersetzt „Unfall“. Manschmal kann die Sprache merkwürdig sein.



Tschechien hat eine eigene Absinth Tradition, und eine große Auswahl.


Ums kurz zu machen. Ein Mal mehr las Wanko noch mit seiner Tochter aus dem Hickersberger Monolog auf der Universität in Prag. Ein sehr aufgeschlossenes Publikum machte den Monolog zum sehr spannenden Happening. Einige Improvisationseinlagen trugen zur Lebendigkeit des Textes bei. Mir hat’s großen Spaß gemacht, ich hoffe dem Publikum auch. Vielen Dank an Julia für die Einladung und Organisation und dem Österreichischen Kulturforum fürs Quartier und der Kohle.


Und Prag war so und so super, auch am nächsten Tag. Viel Schnee, sehr bezaubernd! Verständlich, dass sich Rauschkugel und Virtuose Mozart in Prag immer sehr wohl gefühlt haben soll. Feine Menschen, lustig und gescheit auch.

Ahoj! (= griaß di & pfiat di)

Sunday, December 12, 2010

Tomi Ungerer, der Zeichengigant.




Ein ganz ein großes Highlight gleich zu Beginn. Der Elsässer Illustrator und Zeichner Tomi Ungerer präsentiert einen Prachtband mit dem Titel „Achtung Weihnachten“. Er lädt Autoren zu Weihnachtsgeschichten und Gedichten, von denen man sich solch Texte nicht zwingend erwarten würde. Urs Widmer zum Beispiel glänzt in einem kurzen Gedicht, T.C. Boyle landet mit einer durchgeknallten Beat-Story in der Weihnachtszeit, als die Intelektuellen noch langes, ungekämmtes Haar trugen. Und dann doch wieder Hans Christian Andersen oder Heinrich Böll. Eine vielseitige Betrachtung, dazu lässt Ungerer seinen Gedanken und seiner Feder freien Lauf und fabriziert zu den Geschichten nicht ganz jugendfreie Zeichnungen, aber Weihnachten sollte ja mitunter auch das Fest für Erwachsene sein.

Friday, December 10, 2010

Wenn der Tag 48 Stunden hätte...



Der Innenhof vom Fotostudio Peter Manninger kurz vor der ACS Weihnachtsandacht 2010. Fotografiert beim großen Wintereinbruch. Tut nichts zum Text unten, wollte ihn jedoch im Blog haben, mit vielen Dank an die Einladung vom ACS - Wa & Starlight.


Wenn der Tag 48 Stunden hätte ... dann würde ich vielleicht ein bisschen länger schlafen, aber vor allem Dokus anschauen, Dokus über den Menschen, Länder und Gegebenheiten, weiters würde ich zu dem was ich schon lese, Sachbücher lesen, ins Kino gehen, öfters wandern und kurze Fernurlaube zu finanzierbaren Zielen machen. Vielleicht würd ich mich auch gelegentlich mit euch ein bisschen länger zum Kaffee treffen, aber ich würd natürlich einiges mehr schreiben, besser Italienisch lernen und gelegentlich das Auto aussagen aber vor allem niemandem erzählen, dass mein Tag 48 Stunden hätte, sonst würde mir das jeder nachmachen, dann wäre der lange Tag keine Besonderheit mehr, und die, die den Zauber nicht zusammenbringen würden, die würden mich jagen und töten, oder ins Irrenhaus stecken. Die Menschen stecken ja immer gerne den weg, den sie nicht verstehen, oder auf den sie neidisch sind.

Wa.

Thursday, December 09, 2010

Über die +/- 40-jährigen und Weihnachten.

Und irgegndwann werden beim Blogger Update wieder die BUs funktionieren, bis dorthin gilt: Cool bleiben, Weihnachtsmann!

Wer am Heiligen Abend nicht in aller Bescheidenheit an ein kleines Festmahl denkt, dem ist wohl auch nicht mehr zu helfen. Autor und Journalist Feridun Zaimoglu wollte es genau wissen und bat in seiner Textsammlung „Bloß keinen Grießbrei an Heiligabend“ 20 jüngere deutsche Autoren um literarisch-kulinarische Menüs. Frank Goosen denkt über die gute alte Zeit nach, in der noch nicht jede Familie einen (!) Fernseher hatte und es trotzdem niemandem fad wurde. Eine gelungene Geschichte gibt’s von Autorin Zoe Jenny, die von der Schwiegermutter in spe in die ländliche, englische Weihnachtsküche eingeführt wird, oder vom coole Autor Thommie Bayer, der mal ganz ehrlich fragt, warum es denn keine Christmas-CD von „Modern Talking“ gibt, weil so viel Kitsch würde wohl gleich allen Kitsch wegsprengen. Wenn man die Textsammlung liest, hat man den Eindruck, dass die zwischen 1960 und 1970 Geborenen nach wie vor eine kritische Distanz zum Weihnachtsfest einnehmen. Doof, aber zum Großteil haben die ja keine Kinder, auch doof und sind irgendwie beim Cool-Sein in den 80ern eingefroren, noch doofer. Aber vielleicht haben sie ja einmal senile Eltern, denen sie Weihnachtsgeschichten, mit dickem Lametta drauf, erzählen dürfen, hä hä! Aber immerhin, man schreibt darüber und sucht die Auseinandersetzung. Dass es sich hier dem Titel nach um eine kulinarische Weihnachtsliteratur handeln soll, stimmt nicht so ganz. Die Texte streifen das Mahl oft nur.


Wa.