Saturday, January 29, 2011

Im Reich der 2000er.


Wanko lobt sich selber. Und darf er das? Aber klar doch!

In eigener Sache: „Wa“ bedankt sich bei über 2000 Besucher, die seinen Blog dieses Monat besucht haben. Das ist insofern beachtlich, da Wankos Blog jetzt keine Dienstleistungen anbietet, auch keine doofen Gewinnspiele macht, jetzt nicht immer nur in ein Segment geht und auch keine leichtbetuchten Personen zeigt, sondern einfach nach Möglichkeit „einen auf den Wanko macht“, also sich selber reproduziert, sich selber macht, ein Autorenblog eben. „Einen auf den Wanko machen“, das gefällt mir am besten. So soll es bleiben, danke für euer Feedback, 2000 Klicks im Monat sich nicht schlecht, aber was schaffen wir den nächsten Monat, hm?
Also liebe Leser, immer fleißig am Ball, äh am Blog bleiben. Much Thanxxx!Und wenn Ihr mal nicht mehr wollt, dann schleichts Euch wieder, undankbares Pack! (Aber mault vorher anständig über mich. Verlinkt und verbreitet mich! :-))


Wa.

Tuesday, January 25, 2011

Chi è Ammaniti? Fellini ist schon tot, und Conte lebt, aber kennen Sie Ammaniti?



Nicht suchen, aber doch finden, zum Beispiel die Ähnlichkeiten zwischen Frederico Fellini und Paolo Conte, diese einsamen Wölfe der italienischen Provinzen, große traurige Künstler und doch wieder lustig, als ob sie nur zu gut über ihre eigene Melancholie lachen können, über das Vergessen, über die verflossene Liebe, den eigenen Schmerz. Vielleicht ist es ja auch das, um was es geht? Im größten Elend immer wieder, oder noch immer lachen zu können – zu müssen. Wuascht! Paolo Conte, angry old man, so kommts mir vor. Tschick, Kapperl, Schnauzer, ein Glas Wein die Tschick und Ärger, Zorn. Zorn, ZORN großgeschrieben. Große Ungestümtheit vor dem Herrn. Beispiel: Einfach den Computer aus dem Fenster wuchten, wenn er das Wort Ungestümtheit nicht erkennt! GRRR! Conte würde das machen. Einfach so schön, so soll man nicht sein, so wie irgendwie auch La Dolce Vita. Mit 16 gesehen und enttäuscht, Conte hätte mich wahrscheinlich auch enttäuscht, aber jetzt gut, bella roma. Jetzt aber will ich mir den Conte einfach net vorstellen, dass er vor bestuhlten Reihen spielt und die Zuhörer zwischen zartem Beifall und rhythmischen Klatschen abwechseln, aber irgendwie auch wuascht. Besser: Kalter Winter in Oberitalien, staubige Straßen, Conte läuft im Radio in einem Tankstellencafe, am Abend. Plötzlich wird’s auch dort warm. Chi si ferma è perduto, sagt mir da mein Internetwörterbuch ein, „wer sich aufgibt, ist verloren“. Bis morgen bitte lernen, ich prüfe auf FB ab. Da fällt mir gerade ein: „Wie es Gott gefällt“, von Nicollò Ammaniti. Der hat das auch, und ist unter 50. Den sollte man gelesen haben. Ein italienscher Autor ohne Krimi.

Wa.

Friday, January 21, 2011

Ein großer Amerikaner.


Gelungenes, unprätentiöses cover. Typisch für Dumont Bücher.



Richard Russo gehört zu den großen Amerikanern, die in Europa erst entdeckt werden müssen, so in etwa kann man das sehen, wenn man seinen Roman „Diese alte Sehnsucht“ liest. Der Roman ist im amerikanischen Universitäts- und Künstlermilieu angesiedelt. Jack Griffin, ein Drehbuch-Professor auf einer kleinen Universität an der Ostküste, erkennt mit fortschreitendem Alter mehr Wesenszüge seiner Eltern in sich, als ihm recht ist, zumal er nicht gegen sie ankommt. Und trotzdem nimmt er sein Schicksal hin und leuchtet es sogar bis in die kleinsten Winkel aus. Jedoch mündet der Roman in keine unreflektierte Selbstbeschauung, sondern erfährt eine unheimliche Weite. Der Universitätsprofessor Jack Griffen schaut ins Leben hinaus und nimmt den Leser mit auf seine Reise. Vom „Scheiß-Mittelwesten“, dieses Zitat verwendet der Autor übrigens durchgehend, über die Ostküste bis hin zum Westen kann das ein ziemlich weites Feld sein, das sich durchaus auch gedanklich manifestiert. Und trotzdem holt die Welt seiner Eltern Jack Griffin immer wieder ein. „Diese alte Sehnsucht“ ist ein gelungener Roman über die Vergänglichkeit. Der Autor hält sich jedoch sehr stringent, und verzichtet auf den billigen Weg, es zu emotionell anzulegen. Ein starkes Stück Literatur.

wa.

Monday, January 17, 2011

Ihr Auftritt!


Fettes Leuschteil. Wer macht das?



Wer tritt auf, wer tritt ab? In Graz machen immer wieder PR-Kampagnen von sich Reden, die unverschämt teuer sind. Ob Citylights, Plakatwände, „IHR AUFTRITT“ wird jetzt gerade schwer eingefordert. Ihr Auftritt? Wie bitte? Auf was soll man denn treten, oder wer tritt? Ich trete auch jeden Tag auf, auf’n Blog, auf Facebook, am Boden. Ich komme nicht, ich erscheine, trete auf, Auftritt! Aber: Ihr Auftritt? Wer steckt hinter dieser Campaign? War das vielleicht die CIS? Kann ja sein, die ist immer für so etwas gut.
„Kultur macht Mensch?“ Glaub nicht, dass die zurzeit die Kohle dazu haben.
Herr Strohsack, äh Stronach? Warum nicht? Der Herr lässt sich zur Opernredoute ankündigen! PENG! Ich, Onkel Frank komme, lasse mich im Leuchtlicht abbilden, komm mit dem E-Auto und bring gleich die Sturmkicker mit und zahl dem GAK ein kleines Stadion für 999,9 Zuschauer!
Und irgendwann hat ja mal eine VP Campaign mit „Neues Kommt“ geworben, kanns jetzt aber auch nicht sein, ist ja keine Wahl in Sicht.
Oder Herr von und zu Reininghaus? Ist eigentlich eh super. Die Gründe von der „Skandalfamily Reininghaus“ werden von Douglas Fernando gekauft! Und der macht jetzt dicke Eigenreklame! WUMMM! Douglas Fernando könnte übrigens auch in „Reich und Schön“ spielen, ich nehme mal an, den Reichen, ha, ha. Also gut, wenn Sie von meinen Old-Style-Jokes genug haben (kann man ja nieeee kriegen, ich weiß, ich weiß), dann zurück zu den Citylights und den vollgepflasterten Plakatwänden.
„IHR AUFTRITT“ Was kommt da und wer zahlt da? Das möchte Graz gerne wissen!


Wa.

Friday, January 14, 2011

Andiamo, andiamo!



Na ja, hier schwitzt der Mann und warum auch nicht? Es gab ja viel zum Laufen.

Nein, Mister Wa. ist nicht eingegangen, sondern ist beim ersten Mal Laufe in diesem Jahr ganz gut vorangekommen. 2 Mal den Stadtpark, dann durch die Herrengasse zur Mur bis zur Kalvarienbergbrücke und retour bis zur Rechbauerstraße. Gut gegangen, 50 Minuten, und da waren noch Reserven da. Und so nebenbei, weil einem ja auch fad ist, ein bisserl italienisch gepaukt. Deklinationen, Alphabeth und einfache nützliche Satzerln. Che cosa vuole?


Wa.

Thursday, January 13, 2011

Lebensgefährlich: Erika Weber!


Ich weiß nicht, welchen Zweck Kettenbriefe haben. Welchen Sinn ergeben sie? Schon als Jugendlicher war ich eigentlich mehr verärgert als sonst irgendwas, wenn ich einen Kettenbrief bekam. (Man bekommt ja als Bursche nicht sooo oft Post, und dann das ...). Heute bekommt man sie via E-Mail, sind bei genauerem Hinsehen jetzt auch nicht wirklich schlüssig, aber wer hat schon viel Zeit und liest alles genau durch. Dieses in die Jahre gekommene Hoax (Schreckens- Schwindelmail) hat mich gestern erreicht. Ich habs gleich an 2 Personen weitergeschickt, ha, ha. MagManu war dann so nett und klärte mich auf, Starlight hat’s noch nicht gesehen.


P.s: Die Erika Weber im BKA gibt’s auch net. Um zu wissen, wie eine Erika Weber aussehen kann, hier ein representativer Erika-Weber-Querschnitt: Erika Weber Bilder

Bitte lesen - DRINGEND
Es wurde heute auch schon in Ö3 - durchgesagt
Bitte verteile diesen Hinweis an Deine Freunde, Familienangehörige und weitere Kontaktpersonen!
In Den kommenden Tagen solltest Du aufmerksam sein und keine eMail öffnen mit dem Betreff oder Anhang: Einladung, unabhängig davon wer sie Dir geschickt hat.


Es handelt sich um ein Virus, das eine Olympia-Fackel öffnet, die die gesamte PC-Festplatte zerstört. Dieses Virus kann Dir von einem Bekannten gesendet werden, in dessen Adressbuch Du stehst. Darum solltest Du diese Information an alle Deine Kontakt-Adressen weiterleiten. Diese Nachricht eventuell 25 Mal zu bekommen, sollte man bevorzugen, anstatt einmal eine solche Virus-eMail zu erhalten und sie zu öffnen.


Wenn dennoch eine eMail mit dem Betreff Einladung bei Dir eintreffen sollte und sei es von einem Freund, öffne sie nicht und schalte Deinen Computer sofort aus! Es handelt sich um das gefährlichste Virus, das je durch CNN angekündigt wurde.


Dieses neue Virus ist gerade - gestern Nachmittag - durch Mc Afee entdeckt worden und von Microsoft als das zerstörerischste, das es je gegeben hat, eingestuft worden.


Noch gibt es keine Möglichkeit, diese Virenart zu eliminieren. Sie zerstört einfach die Zone Zero (Zentrum) der Festplatte, wo die lebenswichtigen Informationen abgespeichert sind.


Schick bitte diese eMail an alle, die Du kennst!
Denk daran: wenn Du sie ihnen sendest, ist das für uns alle von Vorteil.




Erika Weber
Bundesministerium f. Inneres
Bundeskriminalamt
Büro II/BK6.1.2 Personsfeststellung
Tel: 43-1-24836/85888
Fax: 43-1-24836/85889
e-Mail: Erika.Weber@bmi.gv.at

Friday, January 07, 2011

Ihr Mitgliedsausweis 2010 ist da!




Ihr Mitliedsausweis 2010 ist da ...


Mannohmann, McManaman und sonst noch alles! Jetzt bekommen wir tatsächlich den Mitgliedsausweis vom 10er-Jahr nachgeschickt, in der Ästhetik eines 1980er-Unterstufen-Jeans-Club Ausweises: zwei zusammengeschweißte Folien, mit einem Papierlappen zwischendrin. Hinzu kommt die Einladung auch heuer wieder Mitglied zu werden. Ich sehe das jetzt positiv: Bei den Reds wird wirklich eisern gespart, Rechnungen werden überwiesen, usw. Da nimmt man auch die gagi Mitgliedskarte in Kauf.


Glück auf, GAK!


Wa.



Thursday, January 06, 2011

Immer Drama um Fears, äh, Tamara

Na da gibt’s was zu gucken. Wer da wohl kommt?  

Nach dem Film traf ich zufällig Freund Kurt G., der sinngemäß meinte, dass es vom Stephen Fears Filmerstling „Mein wunderbarer Waschsalon“ bis zu „Immer Drama um Tamara“ doch ein ziemlich weiter Weg sei. Ja klar dachte ich mir, ist es auch. Ich hatte außerdem den letzten Fears-Spielfilm „The Queen“ im Kopf, den ich Tags zuvor in der Glotze sah. Mit dem war ich nicht glücklich, weil ich der Meinung bin, dass die ganze blöde stoische Gafferei der Queen eigentlich nicht tragend für einen Film ist – sofern man nicht in England lebt. Da hätte schon die Boarderliner-Dreiwettertaft-Lady-Diana als Zottelzombie aus der Gruft steigen müssen, und ein bisschen mitzotteln. Aber egal, der Film bekam viele Preise und Stephen Fears genug gute PR um weitere tolle Angebote zu bekommen.


Und jetzt eben „Immer Drama mit Tamara“, ein Film als Spiegelbild des unterem Ende der Upper-Class, also die reicheren Intellektuellen. Uniprofessoren, am Land lebender Schriftstelleradel, noch nicht ganz etablierte Rockmusiker, Jungjournalisten in angesehen Zeitungen – Menschen also, die das Pfund nicht umdrehen müssen, bevor sie es ausgeben. Die Geschichte dazu ist auch schnell erzählt: Die flotte Journalistin Tamara kommt nach Hause und verdreht den Männern den Kopf, vor allem denen ab 50, und macht die Frauen der Männer nervös, vor allem die ab 50. Zum Schluss bekommt Tamara dann den, der zu ihr passt und der alternde Lüstling wird von einer Rinderherde totgetrampelt. Ein bisschen ein Märchen also, durchaus mit kritischen Noten und einer kleinen Wertediskussion, aber im Prinzip eine well done Comedy.


Mit der Landschaft hätte Jane Austen eine Freude, denn spielen tut die Komödie in Dorset, einer Grafschaft in Südwestengland, wo es so englisch-ländlich aussieht, also so unglaublich schön, dass man am liebsten schreien möchte, Kitsch! Und tut’s endlich die Bilder weg! Wir sind im 21. Jahrhundert! Der Film ist jedoch charmant und zeigt einmal mehr, die große Klasse der englischen Schauspieler, eine sehr gute Ensemble-Leistung, würde ich mal sagen. So geht der Film runter, wie ein English Mint Pie. Den liebt man, oder man kotzt ihn wieder aus. Seinerzeitige Weggefährten wie Mike Leigh oder Ken Loach würden wohl eher das letztere tun.




Wa.

Monday, January 03, 2011

Wurde von den Sternsingern überrascht ...



Sternsinger haben die außerordentliche Begabung, dass sie einen jedes Jahr überraschen und damit ihnen nix passiert, haben sie eine strenge Mutti dabei. Heute wurde ich wieder überrascht und Tochter C. auch noch. Die hat ziemlich gegrinst. Ich übrigens auch. Die Sternsinger nicht.

Terroristenpärchen.

Die Schatten der blutigen Vergangenheit ragen bis in die heutige Zeit hinein. Junge Autoren beschäftigen sich damit.


Von der RAF in Deutschland über die PLO im Nahen Osten bis zu den Roten Brigaden in Italien, der 1970er-Terror beschäftigt eine neue Autorengeneration. Ihnen geht es jetzt aber weniger um den damaligen Aufruhr, sondern um die Auswirkung auf die heutige Zeit. Sie sind die Kinder des Zorns und versuchen dies literarisch zu verarbeiten. Hinzu kommt, dass das literarische Zweigespann immer beliebter wird.

Die RAF und seine literarischen Erben.

Ulrich Noller und Gök Senin sind eines dieser neuen Autorenpaare, die zusammen den Krimi „Celik & Pelzer“ geschrieben haben. Der Krimi kommt schnell auf Touren und ist die ersten Seiten wirklich packend, hat auch kantige Personenbeschreibungen, scannt das ganze Umfeld ziemlich gut ab, auch die Dialoge haben genug Schärfe, und trotzdem, der Krimi verheddert sich aber zunehmend in private Plänkeleien zwischen Celik und Pelzer. Das wäre jetzt auch nicht das Problem, aber aus einem RAF-Krimi muss man mehr herauszuholen. Hier müsste die Fiktion stärker in die Realität und in die jüngere Zeitgeschichte verzahnt sein, gerade wo eh noch so viel im diffusen Bereich ist. Da müssen Tatsachen auf den Tisch und keine fiktiven RAF-Sub-Organisationen. Der Krimi punktet jedoch als deutsch-türkisches Literaturprojekt. Hierzu braucht es aber keinen Blick in die Vergangenheit.

Italien kann sehr krass sein.

Sensibler geht es Roberto Cotroneo an. Der Titel „Die Jahre aus Blei“ ist zwar wirklich nicht einladend, und die ersten Seiten der Übersetzung sind noch sehr eng am Italienischen, das Problem legt sich aber. „Die Jahre aus Blei“ spielen im Jahr 2006 und haben einen sehr stark zurückgerichteten Blick. Roberto Cotroneo spielt sich mit dem Gedanken, dass linker Terror und rechte Geheimdienste einander bedingen. Um diese enge Verflochtenheit zu zeigen, rollt der Autor die italienische Geschichte noch einmal auf, von den faschistischen Vätern auf der einen Seite und von den kommunistischen Vätern auf der anderen Seite, bis hin zu schier unüberbrückbaren Grabenbrüche in der italienischen Gesellschaft von heute, die sich schlussendlich in der katastrophalen politischen Situation Italiens wiederspiegeln. „Jahre aus Blei“ ist ein verstörender Roman, der den italienischen Terror aus ungewohnten Positionen beleuchtet. Das Aushängeschild der italienischen Neointellektuellen Roberto Cotroneo schafft es über die Versuchung des Terrorismus zu schreiben, ohne sich von ihm blenden zu lassen.

Wa.

Friday, December 31, 2010

Die Nachrichten der nächsten 365 Tagen.


Die Bründlmayer sind bereits eingekühlt, man freut sich auf das Fest der Feste, und bedankt sich mit einigen Zeilen an die werten "Wankos Blog"-Leserinnen und Leser und wünscht ein zufriedenenstellendes neues Jahr.

Mögliches und Unmögliches, alles und nichts über das nächste Jahr – eine launische Spekulation von Martin G. Wanko.



© Vorarlberger Nachrichten / Martin G. Wanko



Frühling Durch die Schneeschmelze erreicht Bodenseepegel die Höchstmarke von 1999 -- Karl Heinz Grasser wird zu fünf Jahren Freiheizentzug verurteilt und beruft -- Helmut Elsner wird aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus der Haft entlassen und beruft nicht-- In Wattens in Tirol taucht ein neuer BSE Fall auf -- bereits im Frühling grassiert die „Japanische Grippe“ in Asien, und sorgt für eine Massenflucht – Der STAR-Abrüstungsvertrag zwischen den USA und Russland wird ausgesetzt, da vor Florida ein russisches Atom-U-Boot auf Grund läuft -- Die Mozartkugel darf laut EU Höchstgericht ausschließlich in Österreich erzeugt werden. Didi Mateschitz sichert sich die Namensrechte „Red-Bull-Kugel“ -- Der heilige Ayers Rock in Australien darf nicht mehr von Touristen bestiegen werden -- Auf dem steirischen Erzberg wird ein reiches Goldvorkommen erschlossen. Die OMV kauft die Schürfrechte, in der armen Gemeinde bricht ein Goldrausch aus. In Lauterach verlaufen erfolgversprechende Erdgasbohrungen im Sand -- In Las Vegas gewinnt der Bregenzer Max Muster den größten jemals ausbezahlten Jackpot mit über 220 Millionen Dollar, das sind rund 167 Millionen Euro. Herr Muster kommt nicht mehr nach Österreich zurück, bleibt aber österreichischer Staatsbürger -- Das Wiener Riesenrad kommt unter den Hammer. Es wird Stück für Stück abgebaut und in Dubai wieder originalgetreu zusammengefügt. Wien bekommt einen „Orignalnachbau“ geschenkt. Den Gewinn aus dem Verkauf investiert Wien in die Integration --Vorarlbergerin von Schwammerln vergiftet -- niederländische Schönheitskönigin auf der Bürgeralpe bei Werbeaufnahmen von Kreuzotter gebissen -- Heidi Klum das fünfte Mal schwanger. -- Flavio Briatore mit Silvio Berlusconi auf Koksparty erwischt. Martin Scorsese sichert sich Filmrechte. -- WikiLeaks-Gründer Julian Assange wird von den Vergewaltigungsvorwürfen freigesprochen, tritt jedoch in der Öffentlichkeit nie wieder auf und gilt als verschollen -- Österreich gewinnt in der EM-Qualifikation gegen Deutschland, verliert jedoch gegen Lettland -- Christian Klien gewinnt den GP von Spanien in Barcelona -- Falco doch Vater? Patrica B.: Ich war seine heimliche Geliebte und wir haben einen Sohn! Falco-Graböffnung wird zwecks DNA-Vergleichs gerichtlich angeordnet. Falco-Leichnam spurlos verschwunden!





Sommer An der Adria ist das Speiseeis mit Salmonellen verseucht. Drei Kärntner Touristen im Spital -- Spanien erholt sich nur schwer aus der Wirtschaftskrise und verkauft die Insel Mallorca an ein südafrikanisches Investorenkonsortium. Touristen berichten über Raubüberfälle von Banden in Griechenland und Spanien. Einheimische schauen absichtlich weg. Der Cashpoint SCR Altach schafft den Aufstieg in die höchste österreichische Spielklasse, der FC Lustenau entgeht als Achtplatzierter dem Abstieg nur knapp -- Die Bundesregierung steht aufgrund der niedrigen Beliebtheitswerte vor ungewisser Zukunft -- In England zerbricht die liberalkonservative Regierungskoalition an den größten Gewerkschaftsprotesten seit 1984 -- Die Staatoper überlegt unter der Leitung von Dominique Meyer nun auch im Sommer Spieltage zu haben -- Die Wiener Philharmoniker werden an den japanischen Militär Yoshiaki Tsutsumi verkauft -- Ein Lungendefekt zwingt Sandra Bullock alle Filmengagements bis auf weiteres abzusagen -- Das Sendeformat „Wetten, dass?“ wird eingestellt, Thomas Gottschalk geht in TV-Rente -- Microsoft und Hewlett Packard wollen fusionieren, die Kartellbehörde in den vereinigten Staaten verbietet aber den Zusammengang. Große Hagelschäden in Niederösterreich. Wein- und Apfelernte vernichtet -- Der Franzose Alain Jourden erhöh den Weltrekord im Schneckenweitspucken von 10,40 auf 11 Meter -- Ioan Holender wird der nächste ÖVP Kandidat zur Bundespräsidentenwahl -- Bill Gates kauft eine Südseeinsel und zieht sich vollkommen zurück. Ein verschwommenes Paparazzi-Foto zeigt ihn mit Sonnenhut und dunkler Brille abgemagert am Strand stehen -- Mädchenhandel via Facebook aufgeflogen. Millionen Facebook-User kündigen Accounts, regionale Netzwerke boomen. Bregenz-Bürgermeister Markus Linhart installiert das Bregenzer „Netzwerk Festspiele“. In Konstanz tauchen zwei zypriotische Jugendliche Britische Pfund-Blüten aus dem 2. Weltkrieg.





Herbst Es kommt zum frühesten Wintereinbruch seit 1953. Österreich im Schneechaos. Es kommt tatsächlich zu einer Schulreform. Es werden zwei neue Gegenstände eingeführt: Sinnerfassend Lesen sowie Testausfüllen. Dafür werden die Gegenstände Bildnerische Erziehung und Leibesübungen zu Freigegenständen -- In der Pisa-Studie kann Österreich einen leichten Aufwärtstrend verbuchen -- Die Mäusepest sucht große Teile der Küstenregionen von Kroatien heim, eingeschleppt wurde sie durch Handelsschiffe aus dem Fernen und Nahen Osten. In Triest werden bereits die ersten Mäuse entdeckt und Berlusconi stellt den Hafen unter Quarantäne -- Die Vorarlberger Gemeinden Lochau und Hörbranz schließen sich aus Kostengründen zu einer Gemeinde zusammen und heißen ab nun Lobranz. Red Bull Salzburg schafft im 5. Versuch den Sprung in die Champions League -- Der italienische Recyclingkonzern Re-Electronica-Italia gibt zu, über ein Jahrzehnt lange Millionen Batterien in den Bergen Umbrien illegal deponiert zu haben. Die Region Umbrien bleibt bis auf weiteres gesperrt -- Peter Turrini schreibt das Theaterstück „Rozznjogd 2“. Die Uraufführung findet unter der Regie von Claus Peymann am Berliner Ensemble statt. Ein Gastspiel in Klagenfurt wird von der Kärntner Landesregierung verhindert. Peter Turrini streicht dafür seinen Kärntner Geburtsort St. Margarethen im Lavanttal aus seiner Biographie.



Winter Der Skispringer Christian Morgenstern zieht sich aus dem Skisport zurück, die Salzburger Skifahrerin Marlies Schild wird Slalom-Weltcup-Gesamtsiegerin. Der Eishockeyverein EC Dornbirn findet einen potenziellen Sponsor in der Ukraine und riskiert den Aufstieg in die 1. Spielklasse. Im Gymnasium Kreuzasse in Köln bringt ein Amokläufer eine ganze Schulklasse unter seine Kontrolle. Der Bürgermeister überredet ihn zur Aufgabe -- Mexiko enteignet alle Drogenbarone -- Wer in seinem Leben zwei Mal mit dem Gesetz in Konflikt kommt, darf nicht mehr in die Vereinigten Staaten von Amerika einreisen -- Russland verhängt über St. Petersburg die Ausgangssperre, da die Kriminalitätsrate in den Abendstunden 67 % erreicht. Bei einem Grubenunglück in der chinesischen Provinz Sichuan nahe der Stadt Deyang kam wie durch ein Wunder keiner der 189 eingeschlossenen Bergarbeiter ums Leben. Erstmalig steigt in Österreich die Geburtenrate auf 7,3 % an -- Auf zwei Wiener Privatgymnasien wird Türkisch als erste lebende Fremdsprache angeboten und Russisch als zweite -- Boris Becker lässt sich erneut scheiden. Thomas Muster wird erneut Vater und gewinnt nach 14 Jahren wieder ein ATP-Turnier -- Jürgen Melzer verweigert Doping-Test – Sevastian Vettel kann den Formel1 Weltmeistertitel verteidigen -- Niki Lauda bekommt seine fünfte Niere. Der Spender kommt aus Nordkorea -- Ein palästinensischer Selbstmordattentäter kann ungehindert in die israelitische Botschaft in Paris eindringen. Sieben Tote, fünfzehn Schwerverletzte. Israel kritisiert die mangelnden Sicherheitsbestimmungen auf dem Flughafen Paris Charles de Gaulle. Zwei Agenten sind mit Plastiksprengstoff durch die Sicherheitskontrolle gelangt -- Israel lässt sein Hoheitsgebiet im Mittelmeer absperren. Kein Boot darf unkontrolliert einreisen -- PLO-Führer Muhammed Abbas auf geheimer Mission in Österreich. Er will in Österreich das erste Außenquartier der PLO aufmachen. Bundeskanzler Faymann lächelt, Vizekanzler Pröll auch. Gregor Schlierenzauer gewinnt die Vierschanzentournee und alle jubeln.





Prosit Neujahr!



Wa.

Monday, December 27, 2010

Kottan ermittelt - Rien ne va plus

Lukas Resetarits, wie er leibt und lebt. Geht ja auch gut. (Foto: Satel Film)

Gar nicht gewusst, dass der Kottan Alfred heißt. Klar, jetzt schon, klar, wenn man daran denkt, dass die Kottan-Schwiegermutter (selig) sowie Frau Kottan den Herrn Major immer Dolferl genannt haben. Adolf also, gleich wie Werwolf Adolf Hitler, in den 1970-er Jahren sicher noch ein Angriffspunkt. Die 1970er und 80er-Jahre, Kottan der Held der Jungend, klar, und jetzt 27 Jahre danach – was ist geblieben?

Also, der neue Kottan Film, „Kottan ermittelt - Rien ne va plus“, in dem von der letzten TV-Besetzung nur noch Herr Major Adolf (Lukas Resetarits) und Frau Ilse Kottan (Bibiane Zeller) übrigblieben, alle anderen sind bereits verstorben, spielt wirklich alle Stücke. Zum einen der schnelle flotte Inhalt: Das große Pyramidenspiel ist schon in Gange, bevor man es so richtig kapiert hat, dazu der große Peter-Patzak-Slapstick, der sehr jung auf einen zukommt, irgendwie doch immer neu erfunden, mit ein paar alten Klassikern, und auch einige Zitate zum nachdenken: „Ein lockerer Polizeipräsident macht den sturen Apparat nicht weg.“ Das Drehbuch in der Zenker-Dynastie hat Sohn Jan Zenker mit dem Blick des Vaters umgesetzt, warum auch nicht, und der „neue“ Paul Schremser (Johannes Krisch) kam gut, weil er so ganz und gar nicht der Alte war, und, warum sollte er auch? Wer den Alten sehen will, soll sich die DVD kaufen.

In Summe muss man sich fragen, warum dem Patzak nicht alle Jahre die Kottan-Kohle auf den Tisch gewuchtet wird, weil Sätze wie ein echter Österreicher „besoffen, außen rot und innen braun“, so in etwa war das Zitat, die gehen in der österreichischen TV-Kultur ziemlich ab, und Kottan ist in der Gesamtheit allemal kreativer als der Stermann & Grissemann Klamauk, der wöchentlich abläuft. Wahnsinn, Wanko, heute bist du aber reaktionääär. Ich geb noch eins drauf: Tochter C. konnte sich nicht so recht mit Kottan anfreunden und das passt schon so.



Wa.

Sunday, December 26, 2010

Gääähhhnnn




... also, wer heute auf meinen Blog schaut, dem ist ziemlich fad! Aber macht nix, ich wünsche dir auf alle Fälle einen erholsamen Christtag, Moslemtag, Buddhistentag oder gesetzlich festgelegten Feiertag - je nach dem an was du glaubst.


Wa.

Friday, December 24, 2010

Frohes Fest und rauschige Tage!

Ein echter "Wa", so schö, wie ein Gemälde vom Attersee, ha ha. (Aber um einiges billiger. Runterladen erlaubt, Namensnennung erbeten)

Besinnlichkeit, Rausch und frohe Feste, kein Geiz, dafür viel Reiz, das wünscht der "Wa" Wanko, sein Blog und der Martin G.


Wa.

Wednesday, December 22, 2010

Von den Eisenbahnern zu Franz Kafka.

Und hier sind die Eisenbahner.

Heuer (wie schon letztes Jahr) hat MagManu das Kekse backen übernommen. Heuer kamen die aufwendigen „Eisenbahner“ dazu, für die sie die selbstgemachte Himbeermarmelade von Michi Ritsch verwendete. Das passt doch symbolisch zu den Eisenbahnern, denke ich mir. Unzählige Sorten sind es und von Mama aus Lochau kamen per Post auch noch einige dazu. Bei solch kalorienreichen Köstlichkeiten sind weihnachtliche Aktivitäten in der Muckibude natürlich selbstredend...


Das Café Louvre in Prag und seine über 100jährige Geschichte.

Hier noch ein Bild aus Prag. Am Prager Café Louvre lassen sich die letzten 100Jahre wunderbar Revue passieren. Seit 1902 ist es eine der ersten Adressen in Prag. Damals ein Treffpunkt vom Prager Kreis: Max Brod, Franz Werfel, Franz Kafka und einige andere gehörten dazu. Auch Albert Einstein, angestellt auf der deutschsprachigen Prager Universität, war hier ein gerngesehener Gast. 1925 wurde hier der tschechoslowakische PEN gegründet, 1948 schmissen die übermotivierten Kommunisten das Inventar auf die Národní Straße und sperrten es zu. Und seit 1992 erstrahlt das Café wieder im alten Glanz.

Da es uns auf der kleinen Stadtvisite den Schnee in die Augen trieb zogen wir uns hierher zurück. Sehr angenehm ist, dass noch immer viele Tschechen und wenige Touristen das Café besuchen. Wir verstanden übrigens kein Wort, was uns nicht unglücklich sondern zufrieden machte. Manchmal ist man gerne auf sich und die Muttersprache zurückgeworfen.



Wa.

Sunday, December 19, 2010

Eine Autofahrt mit Enrico.

Wechselt Enrico Radaelli zum Bauernbund?

Ein sehr spannender Punkt, wenn man in Krems zu tun hat sind die Rückfahrten, sofern man nicht mit dem eigenen Auto unterwegs ist. Dieses Mal nahm mich netterweise Martina mit, und dass es überhaupt zu der Mitfahrmöglichkeit kam, dafür war Enrico Radaelli verantwortlich. Enrico machte aus seinem Herzen keine Mördergruppe und ich weiß jetzt alles, alles, alles, über die Stadt Graz, das Magistrat ... die Stadtwer... äh die AG äh die Holding, die Kleze und überhaupt: Zum beispiel ließ er die Ansage fallen, dass der Bauernbund eine sehr interessante Vereinigung sei, was er heute auf Facebook bestätigt hat. Wechselt er jetzt wirklich zum Bauernbund? Jetzt geht’s erst so richtig los! Mit was? Mit allem natürlich und noch mit vielem mehr.

Satz des Tages (hat nichts mit Enrico zu tun): Das System fickt zurück, das Imperium lässt es zu.

Wa.

Thursday, December 16, 2010

Ahoj!


Der Wenzelsplatz mit einem Skoda. „Skoda“ ist tschechisch und heißt übersetzt „Unfall“. Manschmal kann die Sprache merkwürdig sein.



Tschechien hat eine eigene Absinth Tradition, und eine große Auswahl.


Ums kurz zu machen. Ein Mal mehr las Wanko noch mit seiner Tochter aus dem Hickersberger Monolog auf der Universität in Prag. Ein sehr aufgeschlossenes Publikum machte den Monolog zum sehr spannenden Happening. Einige Improvisationseinlagen trugen zur Lebendigkeit des Textes bei. Mir hat’s großen Spaß gemacht, ich hoffe dem Publikum auch. Vielen Dank an Julia für die Einladung und Organisation und dem Österreichischen Kulturforum fürs Quartier und der Kohle.


Und Prag war so und so super, auch am nächsten Tag. Viel Schnee, sehr bezaubernd! Verständlich, dass sich Rauschkugel und Virtuose Mozart in Prag immer sehr wohl gefühlt haben soll. Feine Menschen, lustig und gescheit auch.

Ahoj! (= griaß di & pfiat di)

Sunday, December 12, 2010

Tomi Ungerer, der Zeichengigant.




Ein ganz ein großes Highlight gleich zu Beginn. Der Elsässer Illustrator und Zeichner Tomi Ungerer präsentiert einen Prachtband mit dem Titel „Achtung Weihnachten“. Er lädt Autoren zu Weihnachtsgeschichten und Gedichten, von denen man sich solch Texte nicht zwingend erwarten würde. Urs Widmer zum Beispiel glänzt in einem kurzen Gedicht, T.C. Boyle landet mit einer durchgeknallten Beat-Story in der Weihnachtszeit, als die Intelektuellen noch langes, ungekämmtes Haar trugen. Und dann doch wieder Hans Christian Andersen oder Heinrich Böll. Eine vielseitige Betrachtung, dazu lässt Ungerer seinen Gedanken und seiner Feder freien Lauf und fabriziert zu den Geschichten nicht ganz jugendfreie Zeichnungen, aber Weihnachten sollte ja mitunter auch das Fest für Erwachsene sein.

Friday, December 10, 2010

Wenn der Tag 48 Stunden hätte...



Der Innenhof vom Fotostudio Peter Manninger kurz vor der ACS Weihnachtsandacht 2010. Fotografiert beim großen Wintereinbruch. Tut nichts zum Text unten, wollte ihn jedoch im Blog haben, mit vielen Dank an die Einladung vom ACS - Wa & Starlight.


Wenn der Tag 48 Stunden hätte ... dann würde ich vielleicht ein bisschen länger schlafen, aber vor allem Dokus anschauen, Dokus über den Menschen, Länder und Gegebenheiten, weiters würde ich zu dem was ich schon lese, Sachbücher lesen, ins Kino gehen, öfters wandern und kurze Fernurlaube zu finanzierbaren Zielen machen. Vielleicht würd ich mich auch gelegentlich mit euch ein bisschen länger zum Kaffee treffen, aber ich würd natürlich einiges mehr schreiben, besser Italienisch lernen und gelegentlich das Auto aussagen aber vor allem niemandem erzählen, dass mein Tag 48 Stunden hätte, sonst würde mir das jeder nachmachen, dann wäre der lange Tag keine Besonderheit mehr, und die, die den Zauber nicht zusammenbringen würden, die würden mich jagen und töten, oder ins Irrenhaus stecken. Die Menschen stecken ja immer gerne den weg, den sie nicht verstehen, oder auf den sie neidisch sind.

Wa.

Thursday, December 09, 2010

Über die +/- 40-jährigen und Weihnachten.

Und irgegndwann werden beim Blogger Update wieder die BUs funktionieren, bis dorthin gilt: Cool bleiben, Weihnachtsmann!

Wer am Heiligen Abend nicht in aller Bescheidenheit an ein kleines Festmahl denkt, dem ist wohl auch nicht mehr zu helfen. Autor und Journalist Feridun Zaimoglu wollte es genau wissen und bat in seiner Textsammlung „Bloß keinen Grießbrei an Heiligabend“ 20 jüngere deutsche Autoren um literarisch-kulinarische Menüs. Frank Goosen denkt über die gute alte Zeit nach, in der noch nicht jede Familie einen (!) Fernseher hatte und es trotzdem niemandem fad wurde. Eine gelungene Geschichte gibt’s von Autorin Zoe Jenny, die von der Schwiegermutter in spe in die ländliche, englische Weihnachtsküche eingeführt wird, oder vom coole Autor Thommie Bayer, der mal ganz ehrlich fragt, warum es denn keine Christmas-CD von „Modern Talking“ gibt, weil so viel Kitsch würde wohl gleich allen Kitsch wegsprengen. Wenn man die Textsammlung liest, hat man den Eindruck, dass die zwischen 1960 und 1970 Geborenen nach wie vor eine kritische Distanz zum Weihnachtsfest einnehmen. Doof, aber zum Großteil haben die ja keine Kinder, auch doof und sind irgendwie beim Cool-Sein in den 80ern eingefroren, noch doofer. Aber vielleicht haben sie ja einmal senile Eltern, denen sie Weihnachtsgeschichten, mit dickem Lametta drauf, erzählen dürfen, hä hä! Aber immerhin, man schreibt darüber und sucht die Auseinandersetzung. Dass es sich hier dem Titel nach um eine kulinarische Weihnachtsliteratur handeln soll, stimmt nicht so ganz. Die Texte streifen das Mahl oft nur.


Wa.

Tuesday, December 07, 2010

12 Geschenke und das ein Jahr hindurch.



Ein Mal im Jahr darf man auch an sich selber denken: Hierfür sei der Kein & Aber Taschenkalender „Jahr und Tag 2011“ empfohlen. Zum einen ist er handlich und elegant aus, und ist die echte Retro-Alternative zu sämtlichen Smartphones und sonstigen Handy-Ungeheuern. Abgesehen davon wird man die Blicke auf sich ziehen, denn wer um Gottes Willen läuft heute noch mit einem simplen Taschenkalender herum?
So ganz nebenbei wird der aufmerksame Leser auch belohnt: Ein Mal im Monat gibt’s den „Wundertütentag“. An dem schickt der Verlag dem Kalenderinhaber eine kleine Aufmerksamkeit zu. Weihnachten übers Jahr verteilt, sozusagen.

Wa.

Und hier gehts zu Kein&Aber Taschenkalender

Monday, December 06, 2010

Der Streber und der Medienpunk!

links Streber, rechts Medienpunk mit roter Bürste.

Tom Rachman weiß wovon er schreibt: Seine Ausbildung zum Journalisten genoss er auf der renommierten Columbia Universität in New York, danach war er jahrelang Auslandskorrespondent der Associated Press in Rom und Frankreich-Redakteur im Harald Tribune. Und so mitten im Zeitungssterben nahm sich der Autor ein Herz und verfasste mit „Die Unperfekten“ einen Roman, der diese Wende in ein neues Medienzeitalter in einer alteingesessenen Redaktion miterlebt.

Die Titanic im Printformat

Rachman schreibt also einen 400 Seiten starken Roman über eine englischsprachige Tageszeitung, die in Rom erscheint und sein Zielpublikum in den USA hat. Ja, das ist schon vom Ansatz her ein schwieriges Konstrukt, aber egal, es ändert nichts an Rachmans Motiv. Der Autor hat einen Roman konzipiert, der in der Machart wie James Camerons Kinoklassiker „Titanic“ funktioniert. Der Leser weiß vom Klappentext weg, dass die Römische Zeitung am Ende ist, doch die Angestellten haben keinen blassen Schimmer davon. Der Autor nimmt sich nun einige Mitarbeiter, die er auf ihrem letzten Weg begleitet und wirft dazu einige geschickte Blicke in die Vergangenheit, die der Leser erst nach und nach versteht.

Die Geschichte als Summe bleibt aber auch so im melancholischen Bereich angesiedelt. Man hört richtig wie die Reporter in die Schreibmaschinentasten hämmern, alter Kaffee getrunken wird und die Aschenbecher übergehen. Aber im Gegensatz dazu bewegt sich die Welt doch weiter und sehr schnell noch dazu. Zum großen Showdown kommt es etwas zu spät, aber dafür verzichtet der Autor auf Kollateralschäden unter den Beteiligten und wirft einen kleinen Blick in die Zukunft.

Business mit roter Bürste

Wann immer im deutschen Fernsehen über Internet und Medien getalkt wird, sitzt ein Kerl mit knallroter Irokesenbürste in der Runde, den man eher in die Park- und Bahnhofanlagen als in die Fernsehstudios denken würde. Aber weit gefehlt: Der Freak nennt sich Sascha Lobo und ist im Grunde ein kluges Kerlchen, wenn es um die neuen Medien geht und verdient damit auch einen Haufen Kohle. Jetzt hat er aber etwas gemacht, was für ihn „absolut retro“ sein dürfte. Er hat einen Roman namens „Strohfeuer“ geschrieben, den es noch dazu nicht nur als E-Book, sondern auch ganz traditionell als Buch mit Klappen und Papierseiten zu kaufen gibt.

In diesem Roman geht’s laut Klappentext um die „Lebensgier in den Zeiten der New Economy“ und einem Fiesling namens Stefen, der diese Gier in sich trägt. Stimmt auch. Ist aber in Lobos Fall gar nicht so wichtig. Lobo schreibt einen Roman über das junge und nicht mehr so junge Deutschland, das über die gewohnten Strukturen anständig drüberfährt. Und trotzdem bleibt die Machart des Romans sehr traditionell. Eine Story mit Anfang, Ende und einem Zwischenteil mit einigen Höhepunkten und Geschwafel über die Pixel- und Dotcom-Firmen, die alleine auf virtuellem Weg ihr Glück versuchen. Ich sage jetzt einmal, dass Sascha Lobo in Wahrheit ein Traditionalist ist, der alte Inhalte im neuen Gewand präsentieren will und das funktioniert auch ganz gut so.

Wa.

Sunday, December 05, 2010

manuskripte Fest im Grazer Schauspielhaus

(c) M.G. Wanko

Das Grazer Schauspielhaus war bis zum letzten Platz gefüllt, als der Verleger Jochen Jung die Bühne betrat und Samstagnacht die große „50 Jahre manuskripte Feier“ eröffnete. Über 150 Persönlichkeiten aus dem Literaturbetrieb waren gekommen, um Herausgeber Alfred Kolleritsch zu seinem Lebenswerk zu gratulieren und dem Lesungsmarathon „Weiterschreiben. Ein Parcours durch fünf Jahrzehnte manuskripte“, einem Programm mit über 25 literarischen Kostproben, angeregt zu lauschen.

Natürlich auch dabei: Peter Handke, hier im Gespräch mit Joseph Zoderer. Handke, sehr gut gelaunt, weil er auch schon am Vortag mit seinem Freund dem Medienzar Hubert Burda unterwegs war.

Wa.

Wednesday, December 01, 2010

Am Dezember 1. ein Buch mit 24 Storys.

Jeden tag nur eine Geschichte - aber nicht schwindeln!

Die Illustrationen scheinen überhaupt immer wichtiger zu werden – vielleicht ist hier auch ein Trend für die Literatur im Allgemeinen abzulesen. Nic Klein, Comic-Freak und Zeichner, verpasste der Ganovengeschichte von Peter Mathews das richtige Outfit. Die Geschichte liest sich außerdem sehr rund. Eine Knarre, nicht ganz legales weißes Pulver und zwei Ganoven. Mehr braucht der 24. Dezember eigentlich gar nicht. Etwas zu tun, außer lesen gibt’s auch: Die 24 Storys sind wie ein Schoko-Kalender aufzureißen – damit man auch nur jeden Tag eine Geschichte liest. Lustige Idee!

Wa.

Tuesday, November 30, 2010

Sunday, November 28, 2010

Das "andere" Weihnachtsgedicht.

Goehte konnte mit Schnee wenig anfangen. Vielleicht verschlug ihn ja dies sobald nach Italien.


An 100 Jahre Schnee denkt der Leser, wenn er die Anthologie „Wieder alles weich und weiß“ in den Händen hält. Die Herausgeber haben eine Unzahl von Gedichten aufgestöbert, in denen es um den Schnee geht. Durch die Bank durch gute Qualität und auch Namen die man nicht erwartet: Den beinahe in Vergessenheit geratene Clemens Eich zum Beispiel, der mit nur einem Vers den Schnee zum Schmelzen bringt. Oder Thomas Rosenlöcher, der sehr stimmungsvoll einen Blick in die abendliche Elbe wirft, wo „gurgelde Schwärze alles Weiße löschte“. Auch E.W. Bernstein bleibt am Wasser, nämlich am Bodensee. „Der allererste Schnee fiel PFLATSCH schon vor siebzehn Jahren wohl in den Bi-Ba-Bodensee, darauf die Nebel fahren.“ Also, Weihnachts-Lyrik ganz ohne Frohlocken und Kitsch gibt’s also auch. Mit dem Winter-Kitsch räumte übrigens Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe auf: „Der Schnee ist eine erlogene Reinlichkeit“, meint er sehr ruppig und war wohl nicht so leicht in Winterstimmung zu bringen.

Wa.

Friday, November 26, 2010

Die Guten und die Bösen.



Ein kleines Serial vor Weihnachten, das Sinnmacht. Böse und gute Weihnachtsliteratur. Fangen wir mit einem Büchl an, das gut und böse ist, Jörg Metes „Die schönsten Weihnachtsmärchen aus aller Welt“.

Jörg Metes, der ehemalige Titanic-Chefredakteur präsentiert „Die schönsten Weihnachtskatastrophen aus aller Welt“. Dabei handelt es sich um eine fantastische Sammlung von den tatsächlich stattgefundenen Weihnachtspleiten, so echten Katastrophen also, die rund um Weihnachten stattfinden. Was kann alles zu Weihnachten passieren? Arglose Passanten werden von Weihnachtsbäumen getroffen, die vom Himmel herabschießen, als wären sie Torpedos; ein Päckchen geklaute Kekse hält in Frankfurt eine gesamte Sonderkommission der Kripo in Schach und im englischen Richmond löst ein fliegender Weihnachtsmann einen Fehlalarm bei der Feuerwehr aus. Der Autor beschreibt seine Storys seriös und ernst, so ernst, dass es dem Leser schon wieder zum Lachen zu Mute ist. Auch hier gibt’s Illustrationen. Rudi Klein, minimalistisch wie immer, und auch nicht ganz ohne Ironie, setzt die richtigen Pointen. Jörg Metes fragt sich natürlich auch, warum ausgerechnet zu Weihnachten äußerst skurrile Katastrophen stattfinden müssen: Er meint, rein allein die Weihnachtsbräuche haben ausreichend Katastrophenpotential in sich. Schlussendlich sollte uns trotz allem der Mut nicht verlassen: „Weihnachten ist eine Katastrophe, doch wir können sie überleben“, meint der Autor und muss es wissen: Immerhin gab es in seinen Nachforschungen ausnahmslos Verletze und keine Toten.

Monday, November 22, 2010

Die alten Herren und die Literatur.

Große Namen, müde Werke


Selten wurden zwei so unterschiedliche Autoren in einen Topf geworfen, wie Douglas Coupland und Bret Easton Ellis. Mehr oder minder ungewollt wurden Douglas Coupland und Bret Easton Ellis Anfang der 1990er-Jahre zu den literarischen Begründern der Generation X. Bret Easton Ellis brachte den wildesten Roman seit Henry Miller auf den Markt, nämlich „An American Psycho“. Douglas Coupland verfasste gegensätzlich dazu mit „Generation X“ die Bibel für junge, sensible Menschen des auslaufenden Jahrtausends.

Und heute? Eher mau. Weder Coupland noch Ellis können überzeugen. Couplands „Generation A“ riecht nach Generationsroman, er schaffts aber nicht, alleine schon, weil er mit dem Versuch spielt, einen zu machen. Und Ellis sein Roman „Imperial Bedrooms“, über die Generation 40+ hat zwar anständig Zund drauf, doch Ellis kann ihn nicht in die Kurve halten und fährt ihn volle Kraft gegen die Wand. Undf daraus folgt die Einsicht, dass ein Hit alleine ist zu wenig, aber wie hat schon der gute Herr Hölzel gesagt: Lieber ein Hit, als gar kein Hit. Und das stimmt ja dann auch irgendwie ...


wa.


Wa.

Friday, November 19, 2010

Lesen auf dem WC.



Oft erklären Schilder sehr schonungslos, wie’s wirklich um die Menschheit bestellt ist. Hier hätten wir zum Beispiel eine Beschilderung in der Buchhandlung Moser in Graz.
Tatsächlich lässt sich daraus schließen, dass es Menschen gibt, die mit noch nicht gekauften Büchern „probelesen“ aufs WC gehen und sie dann doch wieder ins Regal stellen, oder gleich am Häusl liegen lassen? Ja, grausig, alles!

Be Grü Wa.

Monday, November 15, 2010

Biancorossi: Von Schwarz Weiß auf Rot-Weiß




Also, es gibt einen Klub in Italien, den man die „biancorossi“ nennt, die weißroten, das finde ich schon mal gut. Dieser Club dürfte fanmäßig aufgestellt sein, wie unserer, ist in der Serie b, war schon mal absolut pleite, hat auch schon seine Skandale und Skandälchen hinter sich und liegt in der Toskana was auch gut zu unserem bürgerlichen Verein passt, das Städtchen wo er liegt, ist übrigens auf nen Sumpf gebaut, volles Malaria Gebiet und erst 1950 wurde die Anophelesmücke durch DTT total vernichtet. Die Stadt die ich meine heißt Grosseto und der Club US Grosetto. Aber das wirklich schöne ist, dass der Club nach einigen Jahren seine Vereinsfarben von Schwarz-Weiß auf Rot-Weiß gewechselt hat. Jetzt müsste nur noch wer um eine Fanfreundschaft anfragen, das wär doch was!


Wa.

US Grosseto

Und der Wiki Link

Saturday, November 13, 2010

Generation 1,95 €



Bin wieder drauf gestoßen und ich finds lustig: Florian Illies "Generation Golf zwei" muss man nicht gelsen haben, sage ich nach wie vor. Trotzdem hat das Buch einen Fixplatz in unserem Bücherregal, da er so einen klasse Aufkleber oben hat. „Generation Golf zwei“ und das schon um 1,95. Starke Symbolkraft, wie schnell doch alles Zeitgeistige vergeht – war dieses Buch doch schon 2 Monate nach der Veröffentlichung als "Mängelexemplar" in der Schwemme gelandet.

Wa.

Thursday, November 11, 2010

Mozarts Haschisch.



Da kann man im wahrsten Sinne des Wortes nur noch eines sagen: „Shit!“ Kalifornien hat die Shit- beziehungsweise Cannabis-Legalisierung nur knapp versäumt. Dabei wäre gerade im chilligen Kalifornien das Dorado für Kiffer und Fabrikanten angebrochen und hätte dem Säckelwart einen Patzen Geld eingebracht. In Europa könnte Österreich eine Vorreiterrolle spielen. Im sogenannten „Feinkostladen Europas“, der Österreich in der EU einmal sein wollte, ist eh nicht mehr viel los.

Für die Südsteiermark wär’s ein Traum, nach dem Kürbis und Wein auch noch Haschisch anbauen zu dürfen. Südsteirische Haschischbauern fabrizieren Kürbiskernkekse mit einem Hauch von Cannabis-Öl drin. Klingt ganz appetitlich und so gut wie die Steirerinnen und Steirer backen können, reißt man uns die Shitkekserln weltweit aus den Fingern.

Eh klar, ich bin mir sicher, auch Mozart hätte viel für Haschisch übrig gehabt. Er war ja auch dem Saufen und Fressen nicht abgeneigt und so zum Kapaun eine Brise Dope oder ein kleines Haschpfeiferl, das hätte dem Tastenvirtuosen sicher gefallen! Stelle ich mir übrigens sehr elegant vor: In der Oper zu Mozarts türkischen Klängen aus „Die Entführung aus dem Serail“ in den Rauchsalons sitzen und bei hochpolierten Wasserpfeifen der Musik lauschen. Und für die Touristen würden Mozartkugeln als Mitbringsel eine pikante Note bekommen, wenn das edle grüne Marzipan ein bisschen mit Haschisch angereichert wird.

Natürlich spielt dann das Haschisch in unseren Alltag hinein. Die Exekutive wird angehalten werden, nicht nur Alkotests durchzuführen, sondern auch auf Kiffe zu kontrollieren, weil der Konsum von Cannabisprodukten die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen kann. In den Schulen wird’s natürlich auch heiß hergehen. Eltern werden vom Direktor reinzitiert, weil der Bua in der Toilette seine Joints raucht oder das Mäderl ihre Schulmilch mit Haschisch „angereichert“ hat.

Insgeheim warte ich ja dann nur noch auf den ersten Politiker, der seine Rede angekifft im Parlament hält. Vielleicht kommt ja dann was ganz G’scheites heraus, man weiß das ja nicht. Vielleicht sollte man hier überhaupt einen Feldversuch machen und das ganze Parlament auf Dope setzen und schauen, ob es die Menschen wirklich zu friedlichen Kreativlingen verwandelt. Man stelle sich vor, die Politiker vertragen sich plötzlich überparteilich und bringen so ein vernünftiges Budget zusammen und dazu noch ein paar g’scheite Gesetze.
Äußerst gelassen sehe ich dem Advent entgegen. Man stelle sich vor, die ganze Steiermark ist unterwegs Weihnachtsgeschenke zu kaufen, aber alles halt entspannter als sonst, weil der gute Weihnachtspunch mit Dope angereichert ist. Vielleicht passieren dann auch weniger Tragödien zu Weihnachten, denn Kiffer neigen bekanntlich weniger zu Gewalttaten, als Alkoholiker. Der Joint, die Kürbiskern-Haschisch-Pusserl und ein „oh Tannenbaum“ in der Reggae-Version, das stelle ich mir urspannend vor - wird aber noch sein Zeiterl brauchen.

Aber die Botanik selbst lässt sich bekanntlich von keinen Gesetzen aufhalten. Bei mir im Innenhof wächst alle Jahre wieder ein Haschischbaum. Der sprießt und gedeiht, ist aber ein „Männchen“, blüht also nicht und hat auch kein THC-Gehalt. Aber trotzdem, dem Bertolt Brecht seinen „Pflaumenbaum“ abgewandelt, kann ich singen: „Im Hofe steht ein Haschischbaum, er ist so klein, man glaubt es kaum ... doch man erkennt es an dem Blatt.“

Martin G. Wanko

Wednesday, November 10, 2010

Jörg Martin Willnauers Blaues Auge.




Der Ex-Spitzenkanditat der Steiermark-Grünen Jörg Martin Willnauer wurde gestern bei einer Moderationen mit einem Veilchen angetroffen. Er verweigerte die Auskunft, wo er sich das eingehandelt hat, meint aber, ich könne durchaus schreiben, dass das die Rechten waren. Ich weiß nicht, ob das stimmt, klingt aber gut: Jörg Martin Willnauer wurde von den Rechten vermöblt, wahrscheinlich, vielleicht, na ja.

Wa.

Monday, November 08, 2010

Neues aus dem Wilden Osten.


Uslar wohin man schaut: Wenn der Kerl meine FB-Anfrage beantworten könnte, wäre er fst genial ;-)

Moritz von Uslar machte sich schon einen Namen, bevor man ihn so richtig wahrnahm. Als Volontär in der Zeitgeist-Kaderschmiede „Tempo“ vollbrachte er mit Kollegen Christian Kracht kleine mediale Wunder. Wirklich kennenlernen konnte man ihn in den letzten Jahren als Magazinjournalist für die Süddeutsche Zeitung, in seiner flotten Interviewreihe „100 Fragen an ...“. Von Mick Jagger bis zu Karl Lagerfeld staunten die Stars nicht schlecht, als Uslar sich jeden falschen Respekt sparte.

Die neuen Bundesländer unterm Mikroskop

Die Zeit im Tempo dürfte für Moritz von Uslar jedoch die Nachhaltigste gewesen sein. Gerade die Spritztour mit Christian Kracht durch die DDR, als sie Ost-Disko glotzen gingen und sich dabei in das Land ein bisschen verknallten. 20 Jahre danach legt der Autor nun ein Buch mit dem Titel „Deutschboden“ vor, in dem er sich um das deutsche Schreckgespenst der Jetzt-Zeit kümmert, der „Kleinstadt“ in den neuen Bundesländern. Die Vorurteile sind stark: Politisch im rechten Eck, Hartz IV als allgegenwertiges Lebensgefühl, und gerne wird „die Kleinstadt“ ganz einfach arm und hilflos dargestellt, für die Sozialpornos im deutschen Privat-TV geradezu wie geschaffen. Aber so ist es natürlich nicht!

Uslar recherchierte einige Monate, nistete sich in eine der Städte ein und siehe da, dort leben ja Menschen wie du und ich. Ha! Abgesehen davon, Uslar bringt die Dinge perfekt auf den Punkt, seine Storys haben dieses Echtzeit-Feeling, das viele Autoren zu schreiben versuchen, aber nur wenige erschaffen können. Der Nachteil an der Echtzeit ist, dass sich die Charaktere und Geschichten erst finden müssen, aber das ist in diesem Format eben so. Ein cooles Zeitdokument ist die „teilnehmende Beobachtung“ auf alle Fälle und die Ankunft der Künstler in der „ostdeutsche Kleinstadt“ stimmt mich zuversichtlich.

Wa.

Friday, November 05, 2010

Drei Fragen an die Modemacherin Lena Hoschek:

Hier im Grazer Store am Joanneumgürtel.

Hoscheks berühmt-berüchtiges Unterarm-Beckerl, der sichtlich erregte Steirischer Panther. Alle Fotos (c) Wanko


Mode und Politik?
Meine Mode ist konservativ, meine politische Einstellung nicht.

Musik oder Modemachen?
Auf Modemachen kann ich verzichten, auf Musik hören nicht.

Autoritären?
Hab ich besonders gerne. Ich stand immer kurz vor dem Schulrausschmiss.

Wanko: Danke fürs Gespräch.
Hoschek: Seas, Wanko!

Wednesday, November 03, 2010

15 Jahre Bleistifte.

Knallig bunt und zugleich anmutend. Die "Wa" -Bleistifte - Sammlung


Nein, ich habe sie nicht gezählt. Um die 200 werden es sicher sein und das macht ungefähr 16 Lebensjahre Bleistiftschreiben, wenn ich davon ausgehe, dass ich jeden Monat einen Bleistift verbrauche. Das ist aber gar nicht so sicher, denn mit der Hand schreibt man ja eigentlich nur noch Notizen und Grundkonzepte. Außerdem bin ich kein kleiner Handke, ich schreib auch mit Fülli und Kulli, aber oft halt mit Blei. Wie dem auch sei, diese Bleistifte werden wohl mein Leben überdauern, da die Zahl stetig anwächst. Ja, ja, ich bin also ein Sammler. Grund genug, sie gesammelt in eine große Zuckerldose zu stecken.
Von den ersten Bleistiften die ich vor 15 Jahren beim Farben Kasper Harnisch am Grazer Färberplatz gekauft habe, bis zu den vielen Geschenken, von Philipp, Winfried, Starlight, Tochter C und vielen anderen. Natürlich auch Historisches: Bleistifte aus der österreichischen Vorkriegszeit, noch in der Originalverpackung. Die erstand mir mein Vater am Trödelmarkt in Bregenz. Die habe ich aber so verpackt gelassen und zu den Lexika gestellt.

Wa.

Monday, November 01, 2010

SK Sturm Amateure – GAK 1:2

Hier war man noch gespannt ...

... hier schon sichtlich erleichtert ...

... und hier posierte der GAK-Support bereits in Siegerlaune ...


Natürlich ist es affig, über ein Spiel wie gestern nachzudenken, aber trotzdem: Der GAK hat im Auswärtsderby gegen die Sturm Amateure haben wir reüssieren und falls es einen Fußballherrgott gibt, soll er uns zu Weihnachten noch einen gestandenen Verteidiger schenken, dass auch hinten eine Ruhe ist. Wenigstens war gestern viel los, und eine Derby-Stimmung war zumindest ansatzweise spürbar. Und sind wir uns ehrlich, die Athletiker spielte den schöneren Fußball und war auch kampfeslustiger. Alles klar, aber bleiben wir in der Realität: Wörter wie „Aufstieg“ sollte man zurzeit aus dem „Roten Wörterbuch“ streichen und Tatsache ist auch, dass der GAK in Anbetracht aller Tabellen derzeit nur der sechstbeste steirische Club ist.

Wa.

Saturday, October 30, 2010

Wa macht heute gefüllte Paprika.




Herr Moshammer vom Metzger in der Zinsendorfgasse hat letztens im G7 behauptet, dass kann fast niemand mehr kochen - ich glaub schon, dass es noch genug Menschen gibt, die „Gefüllte Paprika“ zusammenbringen, aber sie sind halt zeitintensiv wie ein italienisches Papperl und das passt auch so. Hat man genug Zeit zum Tratschgen und zum Ratschen und kann hin und wieder auch einen Blog schreiben ... . Dazu gibt’s dann noch eine etwas schärfere Chili-Tomaten-Reis-Sauce. Mal schauen, wie die tut.

Wa.

Thursday, October 28, 2010

Morde und andere Kapitalverbrechen.

Richard Thiess & Ferdinand von Schirach: Die Wirklichkeit zwischen zwei Buchdeckel geknallt

Aus der Wirklichkeit erzählen, den schroffen Alltag in der Mordkommission in bekömmlichen Portionen zu verabreichen, ist mittlerweile sehr schick geworden und gewährt dem Leser einen Einblick, wie es abseits der Fiktion zugeht. Das Vorbild dieser Non-Fiction-Storys ist der psychologische Tatsachenbericht „Die Seele des Mörders“ vom FBI-Profiler John Douglas, der Thomas Harris zum „Schweigen der Lämmer“ inspirierte und so das Genre Psycho-Schocker-Roman stubenrein machte. Fast schon christlich liest sich hier die Tatsachenberichte-Sammlung des Kriminalhauptkommissars Richard Thiess in der Mordkommission München.

Die Phantasie bleibt gefragt.

Kriminalhauptkommissars Thiess gibt Einblick in die Polizeiarbeit und lässt die ganzen Schrullen beiseite, die Kriminalroman-Autoren den Kommissaren sehr gerne andichtet. Dafür geben seine Fälle einen vielseitigen Blick hinter die Kulissen ab, die den Leser um einiges gescheiter werden lassen. Die Fälle sind zum Glück ziemlich neu, also sowohl Internet- als auch DNA-tauglich, und der Hauptkommissar beschönigt auch nichts, gibt Fehler in der Polizeiarbeit zu, auch wenn sie das Mordkommissariat betreffen. Vom Fachlichen her ist Kriminalhauptkommissar Richard Thiess sicher eine Koryphäe, dramaturgisch hätte man ihm dann und wann einen Ghostwriter zur Seite stellen sollen, da einige Berichte einfach ein bisschen zu hastig ausfallen und die Bilder nur erschwert im Kopf des Lesers entstehen können. Fazit: Die meisten Morde die tatsächlich passieren, sind relativ simpel und durchaus nachvollziehbar. Der ausgeklügelte Mord bleibt der Phantasie der Literaten vorbehalten.

Zum Mitfühlen und Nachdenken.

Nun, während Richard Thiess die Kapitalverbrechen aus einer polizeiinternen Sicht erzählt, schreibt sie Ferdinand von Schirach aus der Sicht eines Strafverteidigers. Ferdinand von Schirach kommt aus einer für Deutschland sehr wichtigen Familiendynastie, die immer wieder Persönlichkeiten hervorbrachte. Und dennoch überschattet seit drei Generationen eine Person das Familiengeschehen: Baldur von Schirach war im 2. Weltkrieg der Gauleiter und Reichsstatthalter von Wien und so für die Deportation der Wiener Juden hauptverantwortlich. Baldur von Schirach wurde auch nach dem 2. Weltkrieg verurteilt, aber natürlich, der düstere Schatten haftet auf der Familie. Vielleicht ist das eine Ursache, dass Baldurs Enkel Ferdinand von Schirach sich als Strafverteidiger und Autor immer wieder mit den Themen Verbrechen und Gewalt auseinandersetzt. In seinem kurzgeschichtenartigen Buch „Schuld“ behandelt von Schirach Fälle, die er als Strafverteidiger miterlebte. Die Geschichten lassen den Leser schweigend zurück. Um dieses Schweigen zu beenden, stürzt man sich die nächste Kurzgeschichte. So einfach die Sprache gehalten ist, so nüchtern, so klar, fast schon nebensächlich, so zwingend sind die Inhalte. Nach der letzten Geschichte schweigt man für eine längere Zeit. Warum so viel Gewalt? Ferdinand von Schirach lässt die Antwort offen. Vielleicht will er, dass wir mit ihm nachdenken.

Wa.

Tuesday, October 26, 2010

"Ich hasse Clowns"

Baum alleine in der Kälte unter der Kepplerbrücke, mit sehr sinderbaren Wünschen ...

Steht unter der Kepplergrücke in Graz ein Bäumlein angebunden, mit orangen Zetteln drauf und einem größeren organgen Schild, auf dem folgendes geschrieben steht: „Bitte nicht füttern, bitte nicht ansprechen.“ Dabei gibt es so nette Clowns. Stephen Kings Es zum Beispiel, oder John Wayne Gacy. Als ich die Fotos machte, ist mir jedoch kein Clown erschienen. Sachdienliche Hinweise, was dieses Bäumchen soll, bitte als Comment zu diesem Blog abgeben,

danke,

Wa.

Sunday, October 24, 2010

ILL BILLY The K.I.T.T. - das Buch!

Hier bei der Lesung in Wien in der Arena. Danach machte ihn eine Studentin mit ihrem Poesiealbum an. Illbilly wurde nervös.

Des Menschens Buch. Eine käuflische Erwerbung sei dringlichst nahegelegt.

Mach am Sonntag keinen Blog hat’s mal geheißen, geh am Sonntag nicht auf FB und ruf auch keine Mails ab. Dies war, bevor wir süchtig wurden. Jetzt sind wir süchtig und gehen auch am Sonntag in den Outlook, Blog und FB, und machen das, was wir jeden Tag machen, arbeiten. Ok, also, Sonntag ist’s und seit letzten Sonntag habe ich Illbilly The K.I.T.T. in der Reißn, vielleicht komme ich auch deshalb nur auf Sonntag, weil ich seine GAP Kolumne am liebsten na wann wohl lese? Genau, am Montag lese – ätsch! Reingefallen, ihr Flaschen, was?

Also, „Illbilly The K.I.T.T.“ das ist so ein Wort, das man am liebsten mit copy & paste ins Word-Dokument schreibt. Einmal genau schreiben und immer auf paste gehen. Dabei ist das gar nicht so schwer Illbilly The K.I.T.T. = Krankbilly das Kint, oder doch Krankbilly das Hasselhoffauto, ich habe da meine Übersetzung: Illbilly The K.I.T.T. ist Billy the Kid auf LSD in einem Puff.

Die Anzahl der Morde die Billy the Kid angelastet werden, liegt laut Wiki zwischen 9 und 23. Illbilly The K.I.T.T. ist da stärker unterwegs. Er hat 26 schweinische Geschichten im jetzt erschienen Illbilly-Buch „Didgeridoo zum Frühstück“ abgedruckt, die oft gar nicht so schweinisch sind, wie er glaubt, aber ein bisserl versaut sind sie schon. Er ist und bleibt halt ein Schandmaul, der Manfred Gram, der hinter dem Billy steckt, und das ist einfach klasse. Wenn er über die Neo-Hippies mit ihren Didgeridoolder goschert, über die eigene Blasenschwäche, dem drohenden Bandscheibenvorfall und über schlampige Tätowierungen lacht, ja da merkt man, dass der Junge böse im Kopf ist, an nichts mehr glaubt, nicht einmal an Menschen wie Harald Schmidt und Klaus Wowereit – und das ist gut so. Am besten fängt man das Biachl wie gute Tageszeitungen von hinten zu lesen an. Bei Manfred Illbilly The K.I.T.T. Gram kommen da gleich die greatest misses – eine Auswahl an gelungenen Kolumnenanfängen, aus denen leider nix geworden ist. Das nenne ich Ehrlichkeit.


Wa.

Und hier geht's zum Verlag!

Wednesday, October 20, 2010

Wolfgang Kühnelt: Angerichtet!

Des Haubetauchers Kühnelt lässt sich's anrichten.
Wenn ein Haubentaucher essen geht, passieren viele Dinge, die auch mit essen zu tun haben, aber nicht nur. „Angerichtet“ heißt Kühnelts reizende Ess-Novelle, erzählt im großstädtischen Deutsch und einfach super. Wenn sich jemand nach dem halben Buch angepisst fühlt – ich kann’s nicht glauben, aber es ist bereits jemandem passiert – dann wurde er noch lange nicht verarscht, denn auf den letzten Seiten stehen hübsch des Kühnelts Lieblingswirtshäuser. Garantiert echt und ohne Inserat. Und hier geht’s zum Shop! und kauft gefälligst das Biachl! Dieser Mann hat drei Kinder, eine Frau und ein Haus zu erhalten und zu ernähren!

Wa.

Sunday, October 17, 2010

Wiener Sportklub: Weil die Kurve links ist.

Immer wieder gerne dort, am Sportclub-Platz in Dornbach.


Wenn ich Sitzung bei der Autorenversammlung in Wien habe, gehe ich danach gerne nach Dornbach auf den Wiener Sportclub-Platz. Der Platz liegt unheimlich ideal, mitten in Hernals, zwischen Wohnblocks und schon beim Hingehen, kann man aus dem 4 Stock Sätze hören wie „Hearst, gib eam a Gurkerl!“, obgleich man sagen muss, dass der Sportklub im Grunde ein sehr kultiviertes, „englisches“ Publikum hat und nicht mit Klubs aus Hütteldorf, Favoriten oder Simmering verglichen werden sollte. Einmal mehr verweise ich hier auf die vermutlich einzige deklarierte Links-Kurve in Österreich. Schon legendär die „Pirati Ciclisti Antifascisti“ auf der Friedhofstribüne aber neu und vermutlich ein Echo auf den Wien Wahlkampf: „Armut, nicht Arme bekämpfen!“
Also, Clarissa, Kev und Wa bedanken sich sehr herzlich beim Sportklubpräsidenten Udo Huber für die Karten. Vielleicht können wir uns einmal in Graz mit GAK Karten revanchieren. Der WKS gewann übrigens 3:0 gegen Waidhofen/Ybbs, das ist mit dem 4:0 des GAK über die LASK Juniors ein geradezu wunderbares Wochenende.

Wa.

Saturday, October 16, 2010

Wien bleibt Wien – eine kleine Hommage.

Prater Hauptallee. "Ein großer Eindruck."
Am Vormittag die Prater Hauptallee entlang gejoggt. Rotbraune Kastanien, feuchte Luft, Menschen die sich wohl fühlen, tiefer Nebel, und ein Riesenrad, das sich nicht drehen wollte.

Der Nebel hüllte die Hauptallee in ein vornehmes Kleid, machte neugierig, da man immer nur einen Ausschnitt und nie die ganze Pracht sah. Und dann alte Herren beim ersten Bier, ein joggendes Paar, ein Flaneur und einen Trabrennfahrer samt Pferd, der in seinem Wagen an mir vorbei schlich. Und mich beschlich das Gefühl, Wien bleibt Wien, diese große Poesie, die in dieser Stadt wohnt, konnte nicht einmal der letzte Urnengang zerstören.

Wa.

Wednesday, October 13, 2010

Das unwillige Fräulein Luda.

Dieses "nette" Mail verirrte sich kürzlich in meinen E-Mail-Post-Eingang. Es ist von Fräulein Luda aus Moskau, wo der Winter schon jetzt heftig an die Türe klopft, und man so lieber in den Westen will. So nebenbei sei bemerkt, dass "Luda" als Vorname einiges anrichten kann, und dass Übersetzungsprogramme immer wieder für Heiterkeit sorgen. Aber lesen sie selbst:

Hey dear. I really hope that all good for you!!!
I pray you to read this letter very attentive!!!
My name is Lyudmila, but you can call me a Luda. I'm 28 y.o. woman from Russia.
I'm search for serious relations ONLY and I want to have a family with serious and kind man from Europe.
Please, answer to me if you have interest to me. REMEMBER, I'm search for SERIOUS RELATIONS ONLY!!!
Not sex and empty letters...

Please, answer to me lyudmila_pano@rambler.ru and send photo of yourself. Ok?
As soon as I will have your letter I will send my photo!!!
Please, write to me on English, because I can not write on Deutsch. I used Translator for Deutsch text. Ok?
Waiting,
Luda from Russia

Hallo lieb. Ich hoffe wirklich dass der ganze Nutzen fur Sie!!!
Ich bete Sie, diesen sehr aufmerksamen Brief zu lesen!!!
Mein Name ist Lyudmila, aber Sie konnen mich eine Luda nennen. Ich bin 28 y.o. Frau von Russland.
Ich bin Suche nach ernsten Beziehungen NUR, und ich will eine Familie mit dem ernsten und freundlichen Mann von Europa haben.
Antworten Sie bitte zu mir, wenn Sie Interesse zu mir haben. Erinnern Sie SICH, ich bin Suche nach ERNSTEN BEZIEHUNGEN NUR!!!
Nicht leere und Sexualbriefe...

Antworten Sie bitte zu mir xyz@rambler.ru und senden Sie Foto von sich selbst. Ok?
Sobald ich Ihren Brief haben werde, werde ich mein Foto senden!!!
Schreiben Sie bitte mir auf Englisch, weil ich uber Deutsch nicht schreiben kann. Ich verwendete Ubersetzer fur den Deutsch Text. Ok?
Das Warten,
Luda von Russland