Monday, May 25, 2009

Der Dreck aus den ganzen Jahren





Stars aus vergangen Zeiten: Starlight mit Ex GAK-Bomber Herfried Sabitzer auf dem Stadionvorplatz. Starlight mit Laufmaschine Pa Saikou Kujabi auf dem Jakominiplatz. Pa Saikou: „Die Zeit beim GAK war meine schönste.“ Zurzeit kämpft er für den SV Ried.


So etwas gibt es. 75. Minute 1:1, ein Resultat, das für uns in Sachen Aufstieg das Todesurteil bedeutet. Starlight und ich stehen in der letzten Reihe im Sektor 23 und feuern die Mannschaft an. Die Jungs werfen alles nach vorne und kämpfen. Du als Fan spürst, da geht noch etwas. Also hängen knapp 3000 Seelen am Amerhauser-Corner in der Minute 87 und wie es das Schicksal haben will, kommt der Ball zu Hofer, der knapp außerhalb vom 16er abzieht. 2:1! Und Endstand.
Alles paletti, wäre mir nicht unsere Fahnenstange in den Stadiongraben gerutscht. O.k. Als erstes frag ich die Security Die Jungs meinen, da geht jetzt nix. Die Stange bleibt also zwischen ausgebrannten Bengalos, Bierbechern und leeren Tschickpackln liegen. Starlight weiß von allem nichts, da sie mit der Mannschaft am Spielfeld abfeierte. Ich teile ihr die News mit, verspreche aber, dass wir das alles schon wieder hinkriegen. Im Fanshop schenkt uns Petra eine neue Stange und meint, wir sollten die alte vergessen.
Für mich war das Ding gelaufen, aber am Stadionvorplatz sagt mir Starlight, dass sie die neue Fahnenstange nicht will. „Auf der alten Fahnenstange ist der Dreck aus den ganzen Jahren“, sagt sie mir, mit einer Traurigkeit im Gesicht, die alles andere überschattete. So eine Traurigkeit, die einen Blick in die Vergangenheit wirft. Die Fahne war schon bei den Spielen gegen Liverpool oder Alkmaar dabei, gegen Strasbourg zu den Auswärtsfahrten nach Wien oder Mattersburg und natürlich zur Meisterfeier und beim tiefen Absturz in die 3. Liga. Klar, die Fahne auch immer dabei, aber die wird ja am Saisonende gewaschen. An der Fahnenstange haftet jedoch der Dreck der ganzen Jahre.
Bekommen haben wir die Stange dennoch. Ein Security-Typ mit ziemlich paralysiertem Blick hat mich doch verstanden und einen Balljungen in den Graben geschickt um die Fahnenstange zu holen. Nun haben wir zwei Fahnenstangen. Wer also eine Fahnenstange braucht, der soll sich melden.

Wa.

Insider Blog


Manchmal ist ein Blog-Beitrag ein Insider. Dieser für T. Koch. Das Bild zeigt die Einganstüre des Cafés "gleitzeit" in der Grazer Raubergasse.

Wa.

Monday, May 18, 2009

24. Runde: GAK – SV Bad Aussee 8:1


In der 87. Minute stand es "noch" 7:1 doch dann hatte GAK-Urgestein Roland Kollmann seinen Auftritt, der in der Minute 90 mit einem Flugkopfball auf 8:1 erhöte.

Es gibt Siege und Siege. Ha, ha, stimmt aber. An welches 3:1 kann sich der Fan noch nach Jahren erinnern, wenn nicht gerade dieser Sieg das Türl zu einer anderen Fußballwelt geöffnet hätte? Aber ein 8:1 gegen einen Verein in der gleichen Liga erlebt man doch selten. Dieses Demoralisieren eines Gegners, das hat was, ihn einfach nicht in Würde sterben lassen. Aber ich höre schon auf, bevor wir uns plötzlich in der einseitigen Kriegsberichterstattung wiederfinden.
Trotz des scheinbar eindeutigen Resultats war es ein Spiel, das sich eigentlich erst langsam entwickelte, sich aber dann in einem Taumel zwischen Wut und Freude zu einem Feuerwerk entwickelte. Freude, weil endlich die Lizenz für die 2. Division da ist, Wut, weil im Spiel so viele Chancen vergeben wurden und die Roten doch endlich etwas für ihre Tordifferenz tun sollten. Die letzten drei Tore fielen übrigens in den letzten 10 Minuten. Wenn in der 3. Liga eine Mannschaft wirklich aufsteigen will, dann ist es der GAK.

Wa.

Thursday, May 14, 2009

Übergänge



Blauer Baum im blauen Wasser. Ein Kunstwerk, ha ha ha.

"Übergänge", so nennt sich das Kunst- und Kulturfestival in Saalfelden-Leongang, also im Salzburger Land. Gestern war im Kunsthaus Nexus die dementsprechende PK, der ich beiwohnte, da ich dort als Gast dieses Festivals die ersten zwei Augustwochen bloggen werde, bis die Finger glühen. Saalfelden liegt zwischen den Bergen in 748 m Seehöhe: Gute Luft, absolute Natur und auch sonst wird’s einiges zu entdecken geben. Das freut den „Wa!“

Tuesday, May 12, 2009

23. Runde Nachbericht.




Nachdem ich nicht in Graz war, gibt es nur die Benachrichtigung, dass der GAK mit 5:2 gegen Feldkirchen gewonnen hat, aber die beiden Mitkonkurrenten ebenso auf der Siegesstraße blieben. In der Regionalliga also nichts Neues.
In der Wein-Metropole Krems war ich und dort sah ich das nüchterne Häuschen mit er Aufschrift „Weinprüfstelle Krems“ Dazugehörig am gleichen Grundstück die Altglassammlung, in dem Fall würde ich aber wohl eher die „Alt-Flaschen-Sammlung“ sagen. Jeden Mittwoch ist Prüfung und als Prüfer sollte man vermutlich auch einen anständigen Durst mitbringen.
Falls wer gerne mitprüfen will: Anfragen über einen Prüferlehrgang sind schriftlich an die „Österreichische Bundes-Weinprüfstelle Wien“ zu stellen. Ein ausdrucksstarker Lebenslauf ist vom Vorteil.

Wa.

Monday, May 11, 2009

Wer will schnell reich werden?




Eines muss man ja sagen: Mittlerweile werden auch die Autoren von "interessanten" via E-Mail angebotenen Geschäftsangeboten professioneller. War noch vor einigen Monaten die Rechtschreibung ein Graus, liest sich dieser Brief doch nun schon ganz anständig.
Na ja: Kleinigkwiten wie "ein fremder Ausländer" sind noch immer lustig zu lesen und vielleicht sollte man mit Namen wie Benz und Kruger nicht gar so herumwerfen. Auch die Flugzeugabstürze 2003 häufen sich, obgleich ja nach wie vor der „Kracher von New York“ vom 11/09 2001 der große Favorit ist, aber bitte, lesen Sie selbst.

Guten Tag.

Wir hoffen Sie sind eine zuverlässige und ehrliche Person, die diesen
wichtigen Vorschlag ernst nimmt.
Ich bin Herr. Robert Owode, ein privater Audit-Berater bei der
STANDARD BANK VON SÜD AFRIKA Johannesburg.Es gibt ein Konto in dieser Bank, die seit dem Jahre 1997 eröffnetworden ist und seit 2003 hat sich niemand um dieses Konto gekümmert.

Nach meiner Überprüfung entdeckte ich, dass dieses Konto einem unserer verstobenen Kunde Dr.HARTMUT R.BENZ gehört und dass, wenn das Geld niemand schnellstens in Anspruch nimmt, fällt das Geld an die Regierung als ein unverwendbares / ruhendes Konto.

Der Inhaber dieses Kontos war Dr.Hartmut Ronald Benz, ein fremder Ausländer. Er war ein Junior-Miner der Kruger Gold Company,Geologe von Beruf, und er starb 2003 bei einem Flugzeugabsturz.

Ich habe jetzt mit zwei meiner Kollegen bei der Bank alle notwendigen Informationen/Unterlagen für dieses Konto in Sicherheit gebrucht, damit mein Arbeitgeber keine Kenntnis von diesem Konto mit die Summe von vierzehn Millionen fünfhunderttausend US Dollar (USD$14.7M) hat bis wir jemanden finden, den wir als Verwandten unseres verstorbenen Kunden präsentieren können, um das Geld in Anspruch zu nehmen.

Wenn Sie an dieser Transaktion interessiert sind, bitte antworten Sie an meine private E-Mail Addresse [robertowode@aol.com] und Sie bekommen weitere Informationen über den Ablauf dieser Transaktion.

Ich bitte um Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen,
Herr. Robert Owode


PS. Für ganz Schlaue: Da täte ich nicht mitmachen.

Euer Wa.

Sunday, May 03, 2009

Die Themse, ein historisches Gewässer




Als Chefkritiker der London Times, Literaturwissenschaftler, Romancier und Sachbuchautor gehört Peter Ackroyd weltweit zu den vielseitigsten Autoren. Gerade im Bereich Sachbücher hat sich Ackroyd ausgezeichnet. Vor einigen Jahren überraschte er mit einem 800 Seiten starken Schmöker „London Die Biographie“. Die Betonung liegt hier auf „Die Biographie“. Ackroyd schafft es wie kein anderer eine leblose Materie so akribisch zu beschreiben, dass sie zwischen den Seiten plötzlich zu pulsieren, zu leben beginnt. Es ist also nicht vermessen, von einer Biographie zu sprechen. Heuer hat er sich abermals ein Herz genommen, und widmet sich dem wohl geschichtsträchtigsten Fluss Englands, der Themse. „Bei einer Fahrt die Themse entlang kann man mehr über die Geschichte des Menschen erfahren als auf jeder Reise über die Weltmeere“, meint er und liefert in über 500 Seiten den Beweis.
Schönheit, Verkommenheit, Reichtum, Elend – Peter Ackroyd nähert sich dem Fluss in einer Art „fließenden Geschichte“, in der sich alle Gegensätze mit einander verbinden. Besonders empfehlenswert ist das Kapitel „Der Fluss der Arbeit“, wo der Autor über die Menschen berichtet, die zur Zeit der industriellen Revolution den Fluss nutzbar machten: Die tragische Geschichte der Hafenarbeiter, ihr einst hoher Stand und ihr langsamer Abstieg, ist für Ackroyds Erzählungen exemplarisch. Er berichtet sehr eifühlsam, aber nie mit falschem Mitleid. Er beherrscht die Kunst, selbstbewusst sowie staatstragend zu schreiben, ohne dabei unangenehm aufzufallen. Die Londoner Stadtzeitung „Time Out“ zählt Ackroyd zu den vierzig bemerkenswertesten, lebenden Londonern. Mit „Die Themse. Biographie eines Flusses“ untermauert er diesen Status.


wa.

23. Runde: Tanken bei Onkel Rudi


Foto: Drei "rote" Freunde. Dietmar Wanko traf bei seinem Graz Besuch Winfried Schelch und Rupert Holl im Grazer Brandhof.

Nun, als ich das letzte Mal mit Haberer Kurt Gaulhofer sprach, waren wir uns noch nicht ganz so sicher, ob der strafverifizierte 3:0 Sieg gegen den FC Kärnten, der für die ganze Liga gilt, auch für die Roten gilt. In Sachen Lizenz und Co. sind wir eben ein gebranntes Kind. Die Causa hätte ja ebenfalls heißen können: Alle gewinnen 3:0 gegen Kärnten, außer der GAK. Begründung: Weil es der GAK ist.
Als ich dann samstags die Zeitungen durchblätterte, fand ich es bestätigt: Der GAK hat in der 23. Runde gegen den FC Kärnten mit 3:0 gewonnen. Leider hat ja Tabellenführer Hartberg auch gewonnen, aber bitte, der Abstand zur Spitze hat sich auf wunderbare Weise nicht vergrößert, ha ha ha.
Zur Auflockerung und Abwechslung, da es ja keinen Spielbericht geben kann, ein kleines Dramolett, mit dem bezeichnenden Titel: „Danken bei Onkel Rudi.“

Am Abend. Die Sonne ist bereits untergegangen. Auf der Landstraße. Eine Frau und ein Mann im Auto. Die Stimmung ist angespannt. Sie fahren an einer Tankstelle des Ölkonzerns „Onkel Rudi“ vorbei. Die Frau sitzt am Steuer.

Mann: Ich fass es nicht.
Frau: Was?
Mann: Ja du, ich meine, du weißt genau was ich meine.
Frau: Was denn?
Mann: Wir haben kein Benzin mehr und du fährst seelenruhig an der Tankstelle vorbei.
Frau: Ja eh.
Mann: Und das nur wegen deinem scheiß GAK?
Frau: Ja eh.
Mann: Und warum muss ich das ertragen?
Frau: Weil wir Rote sind.
Mann: Du bist ein Roter. Ich bin ein Mensch!
Frau: Ja eh.

Auto wird langsamer, es rollt aus. Kein Sprit mehr. Stille.

Mann: So, das hast du jetzt davon! Tiefe Nacht und wir stehen im Nirgendwo.
Frau: Aber du musst ja verstehen. Mit dem ersten Konkurs habe ich mir geschworen, nie mehr beim „Onkel Rudi“ zu tanken. Von mir kriegt der kein Geld mehr!
Mann: Weißt du was? Du bist ja mit dem GAK verheiratet, und nicht mit mir!
Frau: Ja, so kann man das nicht sehen.
Mann: Oh doch!

Steigt aus. Aus der Ferne kommt ein Auto. Man sieht schon die Lichter. Mann hebt den Daumen zum Autostoppen. Wird mitgenommen.

Frau: Rudi, Rudi. Meinen Verein hast du mir fast genommen. Aber meinen Mann dafür fix. Danke!

Wednesday, April 29, 2009

Der letzte Gast




Gerade hat er noch gezockt, und einen Moment später ist er verschwunden. Nichts ist von ihm geblieben, nicht einmal der Dreck, der wurde einfach weggewischt, als ob er nie dagewesen wäre.

Wa.

Monday, April 27, 2009

Streik 09


Foto: Schülerunion, Wien.

Die Schüler sind ernst zu nehmen. Gegen was sollen die denn sonst demonstrieren, als gegen die mindere Qualität von Schulen und die drohende Streichung der schulautonomen Tage?
Wie die Schüler und ihre Vertreter durch die sozialen Netzwerke äußerst kostensparend und zugleich effizient den Streik organisiert haben, ist tatsächlich vorbildlich. Eine Generation, die von außen betrachtet, eher durch Chillen und durch den sozialen Rückzug auf Internet-Freundschaften via „schülerVZ“ und ähnliches reduziert wird, steht sich plötzlich einen Vormittag die Beine in den Bauch und demonstriert. Das viel zitierte politische Desinteresse kann man den Gymnasiasten ebenso wenig nachsagen. 60.000 Schüler auf der Straße sprechen gegen dieses Vorurteil.
Die Frau Bundesministerin ist ja auch so ganz nebenbei für die Kunst zuständig. Sie sollte sich anschnallen, denn die nächste Demo könnte durchaus von einer großen kreativen Sprengkraft begleitet werden. Bis jetzt – und immerhin ist schon ein Drittel vom Jahr vergangen – fehlen die Subventionszusagen an die kleinen und mittleren Theater in Österreich. Die Kohle vom Bund ist jedoch maßgeblich daran beteiligt, dass diese Theater ihre Pforten öffnen können. Ich stelle mir das gar nicht so unlustig vor und einer neuen österreichischen Streikkultur entsprechend, wenn die Theater einen Schließtag einlegen und sich auf den Minoritenplatz begeben um Schmied live von ihrem Können zu überzeugen. Das hätte durchaus Charme und für Claudia Schmied wäre es auch nicht unpraktisch. Auf Theaterpremieren ist sie nur selten zu sehen und so könnte sie vom Balkon aus durchaus gelungene Darbietungen sehen.

wa.

Sunday, April 26, 2009

Millencolin in Graz


Seit 1994 sind die Schweden schon im Geschäft und werden gerne unter dem Sammelbegriff Punkrock schubladisiert. Das was am Gig in Graz zu sehen war, erinnerte aber eher an den Beginn des britischen Gitarren-Pops, an das britische Mod-Quartett „The Jam“ aus den späten 1970er Jahren. Zwei Gitarren ein Bass und viel Gebrüll. Die Melodien sind jetzt nicht wirklich neu, die Machart auch nicht, aber Spaß gemacht hat’s trotzdem – vor allem Mathias Färm auf der Stromgitarre zu beobachten, der mit kreisenden Armbewegungen a la Pete Townshend seine Gitarre behandelte. Nach einer guten Stunde war’s vorbei, ziemlich routiniert runtergespielt, aber wie schon gesagt, durchaus angenehm.
Das Orpheum war gut besucht, vielleicht auch weil die sehr reiselustigen Herren dieses Jahr nicht in Wien halt machen und so gut ein Viertel der Fans aus der Bundeshauptstadt kamen.

Wa.

22. Runde, Nachberichterstattung:

Mit dem Handy ausgestattet ging’s also zum Konzert der „Millencolin“, wo mich Haberer Kurt Gaulhofer aufgeklärt hat, dass die Jungs aus Schweden kommen und nicht aus den Staaten.
An der Straßenbahnstation der Dämpfer: Florian führt 1:0, aber immerhin hatten Starlight und ich noch eine gweisse Hoffnung, denn Weiz führte 1:0 gegen Hartberg. Der zweite Dämpfer bei der Ankunft im Orpheum: Hartberg hat in Weiz zum 1:1 ausgeglichen. Zur Not besorgte ich mir mein erstes Bier, aber nicht einmal das Hopfenkracherl konnte meinen Magen beruhigen. Das böse Gefühl, dass Hartberg gewinnen und wir verlieren würden, ließ mich bis zum Schlusspfiff der Partie nicht los. Das war eine Viertelstunde vor Schluss und dass wir in diesem Spiel kein Tor mehr zusammenbringen, war mir klar. Irgendwann muss ja eine Serie zu Ende gehen und 16 unbesiegte Runden sollte uns einmal wer nachmachen.
Die nächste Runde gewinnen wir auf alle Fälle mit 3:0 weil ja alle FC Kärnten Spiele dementsprechend strafverifiziert werden.

Wa.

Friday, April 24, 2009

Die 22. Runde: Hier regiert das SMS


Franz Krainer: Bildqualität seit 1902

Also, nach dem letzten Heimsieg gegen Allerheiligen war mir klar, ich muss nach St. Florian, was auch immer es koste. Immerhin geht es um die Tabellenführung. Und dann kam halt doch wieder etwas dazwischen: Heute schleppt mich Starlight zu einem Hardcore-Konzert ins Grazer Orpheum. Die Band heißt „Millencolin“, noch nie gehört, aber es wird schon passen. Die ersten Minuten werde ich noch am Liveticker mitbekommen, aber spätestens ab der 30. Minute wird das für mich ein Fußball-SMS Abend. Für Fans die zumindest öfters Spiele besuchen als durch Abwesenheit glänzen, ist das ziemlich in Ordnung. Herr Kurt G. übernimmt dankenswerter Weise die Regie in der SMS-Aussendung und ich leite natürlich weiter.
Übrigens, „Millencolin“ sollen sehr laut sein und das ist gut so. Ich stelle mir nämlich jetzt gerade eine ganz andere Situation vor. Ich sitze, mit meinem Blick aufs Handy gebannt, bei einem Klavierabend und springe fassungslos vom Stuhl, weil wir gerade ein wichtiges Tor geschossen haben, oder stampfe aufs Parkett, weil wir grad einen Penalty verjubelten. Mann, würden mich da die anderen Zuseher (verständlicher Weise) hassen und vermutlich für verrückt erklären und, na ja, irgendwann wahrscheinlich des Platzes verweisen. Die Rote Karte auf einem Klavierkonzert, das wäre natürlich auch nicht schlecht.

Wa.

Monday, April 20, 2009

Einen dawischt’s immer!




Nun, letztes Jahr im Frühsommer schien die Sonne über dem Belgrader Himmel noch sehr heiß, obgleich schon einige Gewitterwolken am Vormarsch waren. FC Red Star Beograd, der Europacup-Champion von 1991 war schon länger im Gerede. „Das Management ist korrupt, die Legionäre bringen’s nicht und die besten Spieler laufen der Mannschaft sofort weg, wenn sie’s nicht in die Champion League schafft“, erklärte mir Srdjan, Red Star Fan und Autor. Und klar, an den Spielerverläufen verdient haben vor allem korrupte Manager. Das kennt man ja von wo.
Dieses Sommergewitter hat sich nun in einen veritablen Orkan verwandelt. Der Standard berichtet in seiner heutigen Printausgabe, dass der Club vor der Pleite steht und nicht einmal mehr die Stromrechnung bezahlen kann. Jetzt gibt es Solidarabgaben von den Fans um den Club vor dem Konkurs zu retten.
Wenn das nicht hilft, wird’s für die Verantwortlichen gefährlich. Nach einem der letzten verlorenen Heimspiele haben aufgebrachte Fans die Fensterscheiben der Sportwagen ihrer Stars zertrümmert, das müsste als Warnung reichen.

Wa.

Kleiner Nachtrag: Heute morgen erreichte mich ein Mail von Srdjan. Die Situation in der sich Red Star befindet, mache laut Srdjan die ganze Stadt depressiv und verrückt zugleich, auch die Fans vom Kokurrenten Partizan wollen nicht wahrhaben, was mit ihrem "Geliebten Feind" (Derby-Zitat Kühnelt/Mörth) passiert. Es scheint, dass man Red Star bewusst in den Konkurs treiben will um ihn dann um ein paar lumpige Dinar wieder auferstehen zu lassen - ähnliche Situationen kennt man doch in Graz auch von wo.

Sve Najbolje Red Star

Saturday, April 18, 2009

Der Wettkönig.


"Hey, was geht ab? Wir holen die Meisterschaft, die Meister ...", intonieren die Fans bereits lautstark. Gegönnt sei es ihnen, aber aufgepasst: Den Schlachtgesang kupferte man bei Hertha BSC und die Jungs aus Berlin sind aktuell nicht mehr ganz genau auf Meisterkurs.


Sportwetten, das hat was. Bei meinen Großbritannien-Aufenthalten in meinen jungen Jahren teilte ich diese Leidenschaft mit der halben Insel, so schien es mir. Dann und wann wette ich auch heute noch gerne – und gewinne. Ich folge hier im Prinzip einer Intuition. Vor einigen Tagen fragte mich Starlight, wie wir denn gegen Allerheiligen spielen werden. Da in dem Moment, unser Auto mit eingerechnet, drei rote Autos in einer Schlange fuhren, war mir klar, dass wir 3:0 gewinnen werden. Ein weiteres Indiz dazu war, dass wir auf Grund einer Chaos-Situation drei rote Schals ins Stadion genommen haben, anstatt zwei. Also wieder einer zu viel. Immer die drei. Und tatsächlich haben wir mit 3:0 gewonnen, schlussendlich durch ein Goal von Andreas Bernhart in der 93. Minute, da der Allerheiligen Keeper Mario Rinnhofer den Ball einfach nicht unter Kontrolle bringen konnte. Einzig zu wetten habe ich dann doch vergessen. Na ja, Hauptsache ein Sieg gegen den „Angstgegner“.

Friday, April 17, 2009

Die 21. Runde und der Angstgegner.


GAK-Vorstandsmitglied Michael Gaisbacher befragt seinen kleinen Finger und der antwortet ihm: "Heute gewinnt der GAK mit 2:0."


"Mannschaft, gegen die man sich in der Vergangenheit trotz erwiesener Überlegenheit (tabellarisch, spielerisch) oft schwer tat, vielleicht sogar verlor; Mannschaft die einem nicht liegt." So definiert das große Fußballlexikon den Begriff "Angstgegner" (Hrsg. B. Rohr, G. Simon)
Einer unserer "Angstgegner", sofern man die überhaupt haben darf, wenn man aufsteigen will, ist der SV Allerheiligen. Die Vorgeschichte dazu: Als der GAK von der 1. in die 3. Liga zwangsabsteigen musste, spielten "die Roten" im ersten offiziellen Spiel auswärts, gegen Allerheiligen. Man hatte dort zwar das Cup-Spiel eine Woche zuvor im Elfmeterschießen gewonnen, doch das Auftaktspiel in der "Regionalliga Mitte" verlor der GAK dann doch mit 1:2. Das mag am "kleinen" Platz in Allerheiligen liegen, der, für die Regionalliga zulässig, kleiner Maße als ein "normaler" Fußballplatz hat, vor allem jedoch an unserer Mannschaft, die in Wahrheit einige Wochen zuvor nicht einmal wusste, ob es sie zu diesem Zeitpunkt noch geben wird. In der Herbst-Saison setzte es im Heimspiel gegen den SV Allerheiligen noch eine 0:1 Schlappe. Auch heuer reichte es im Spiel Auswärtsspiel nur zu einem 1:1.
Zusätzlich dazu ist der SV Allerheiligen erst am 10. Tabellenplatz wiederzufinden, dem gegenüber wir 3. sind. Vom Papier her müsste das eine klare Angelegenheit werden und Angstgegner hin, Angstgegner her, drei Punkte müssen es heute werden!

Auf die Roten!

Wa.

Monday, April 13, 2009

20. Runde und das Leben ist für einige Tage verpfuscht



85. Minute und ein Elfer gegen die Roten. Das Netz bauscht und es steht 2:2. Ausgleich. Ja, was soll man dazu noch sagen? Gut, wer nach Minute 4 schon mit 0:1 in Rückstand liegt, darf sich nach 90 Minuten über ein 2:2 net beklagen. Aber trotzdem, 5 Minuten vor Spielende darf man sich halt auch in keine elfmeterverdächtige Situation drängen lassen. Und überhaupt …
Das Positive vielleicht in den Vordergrund stellen, immerhin nur noch 2 Punkte Rückstand auf Hartberg – wenn nur die Hummeln im Bauch net wären, andere sprechen von einem gärendem Gefühl im Bauch, andere wiederum von einem Loch im Bauch, das kann bis zu Magenkrämpfen führen. Wieder nur so ein halb befriedigendes Wochenende. Klar geht sich das aus, irgendwann muss sich das ja ausgehen, warum also nicht dieses Mal? Und trotzdem. Diese Ohnmacht am Sonntag, die erst wieder am Montag abnimmt, wenn der Alltag einkehrt, sich am Mittwoch neutralisiert, am Donnerstag in eine leichte Euphorie wandelt und am Spieltag so auf kalt warm, zwischen Hochgefühl und Verzweiflung kippt und plötzlich beim Anpfiff wie wundersam verschwindet, ja das ist Fußball und genau so muss es sein. Manchmal kriegt man als Fan alles und weiß mit dem Glück nichts anzufangen, als ob ein bisserl was fehlen würde, so ein Wehrmutstropfen, wo man dann so ganz zufrieden sagen kann, na ja, so ganz perfekt war’s also doch nicht. Irgendwie scheint es die Sehnsucht nach dem Unerreichbaren zu sein, die einem am Ball dranbleiben lässt.

wa.

Saturday, April 11, 2009

Eier gegen Unterschriften?



Das Bild gefällt mir nicht. Die FPÖ holt sich vor einem Grazer Hofer Markt Unterschriften ab – für welche Aktion auch immer. Man quatscht Menschen an, die vom Leben benachteiligt sind und für die Unterschrift (oder auch ohne) gibt’s dann ein Osterei.

Wa.

20. Runde GAK : SAK Klagenfurt



Das Schöne am Fußball ist, dass es ungeschriebene Gesetze gibt, die sogar noch in den Bezirksligen ihre Gültigkeit haben. Beispielsweise der Trainereffekt. So konnten gestern die vom Tabellenplatz her aussichtslosen Bad Ausseer den Tabellenführer TSV Hartberg 2:1 besiegen. Auch die Sturm Amateure haben gegen den SV Allerheiligen nur ein Unentschieden erreicht. Was heißt das nun? Bei einem Sieg heute gegen den SAK in Klagenfurt, zieht der GAK mit dem Tabellenführer Hartberg gleich. Falls nicht auch noch ein ungeschriebenes Gesetz in Kraft tritt: Dass Chancen, die einem auf dem Tablett serviert werden, ungenützt bleiben. Mal schauen!


Wa.

Monday, April 06, 2009

Kurt Palms Post aus Hongkong





Hallo Martin,

während eines Spaziergangs in Hongkong fanden wir glatt ein Geschäft
von Dir. Wusste gar nicht, dass Du nebenbei mit Klamotten handelst ...

Sei gegrüßt

Kurt


Lieber Kurt,

danke für deinen aufmerksamen Blick. Tja, die Modekette in Hongkong, auf die mich bereits Christof Huemer hingewiesen hat, hat leider nix mit meiner Familie zu tun. Sonst könnte ich ja "noch" riskantere Kunst betreiben. Japanisch sind bei mir maximal meine Augen, die bei stickiger Luft sehr schlitzig werden können ...

Be Grü

Wa.

Der Fan?



Thilo Bock gibt auf dem Klappentext seines Romans seine Homepage bekannt. Man geht also drauf und klickt pro forma seine E-Mail an. Es erscheint in der Betreffzeile automatisch das Wort „Fanpost“. Für einen unbekannten Autor doch ziemlich gewagt. Als ich letztens diese Gegebenheit ein paar Freunden in Krems erzählt habe, haben wir ziemlich gelacht. Und trotzdem hat er, Thilo Bock, ein ganz gutes Buch geschrieben: „Die geladene Knarre von Andreas Baader“
Der heiße Sommer in Berlin 2005. Kanzler Gerhard Schröder stellt die Vertrauensfrage und Neuwahlen stehen vor der Tür. Drei Studenten, Rieke, Sebastian und Leander befällt das unbändige Gefühl, Geschichte schreiben zu müssen. Plötzlich taucht die vermeintliche Knarre von Andreas Baader auf. Und mit ihr Probleme. Ein prominenter Politiker muss weg. Am besten der Kanzler.
Fein geschrieben, ganz locker, schöne Erklärungen einer Generation. Aber ist man deshalb gleich ein „Fan“? Ne.

Hier nun zur Fanpost

Wa.

GAK – FC Wels: 4:1



"Little Reds" - Fannachwuchs bei den Roten.


Ja, was sagt man dazu. Gewinnt man gegen den Angstgegner FC Wels 4:1, gewinnt der direkte Kontrahent Hartberg 4:0 und liegt noch immer drei Punkte vor den Roten. Dazu gewinnen die Sturm Amas mit 1:0. Es bleibt also beim dritten Platz in der Tabelle. Aber zumindest hat sich eines rausgestellt, (siehe Kommentare, letzter Blog): Wenn Haubentaucher und Wa. nicht vor Ort sind, scheint’s mit dem Gewinnen leichter und höher zu gehen.
Detail am Rande: Auch die Youngsters kommen zu den Roten zurück. Hier am Bild das Transparent der „Little Reds“.

Rote!

Sunday, March 29, 2009

7 Punkte sind 7 Punkte



Ein "Gastgeschenk" der Schwarzen an die Roten Fans. Wirklich nett.



"Sk Sturm: Seit 100 Jahren der Abschaum unserer Stadt." Na ja, vielleicht sind sie auch deshalb "die Schwarzen"? Kann ja sein.



Und so feierten die Roten - als die Welt noch stimmte.


7 Punkte sind 7 Punkte.

2:2, der Endstand im Derby gegen die schwarzen Fohlen. Ich hatte vor Meisterschaftsbeginn 7 Punkte aus den ersten drei Spielen auf meiner Rechnung. 7 Punkte sind’s geworden, vielleicht mit dem Schönheitsfehler, dass man gegen den direkten Kontrahenten nur einen Punkt machte. Aber bitte, nur 3 Punkte Rückstand auf den Tabellenführer Hartberg. Das ist jetzt nicht unmöglich. Cool blieben,

Wa.

Tuesday, March 24, 2009

So ganz nebenbei ...



Na und da schauen wir zwei blöd aus der Wäsche, was?

O.k. Remakes muss man nicht mögen und ich persönlich glaube, der Pink Panther mit Peter Sellers als Polizeiinspektor Jacques Clouseau ist schwer zu toppen. Trotz allem, der Pink Panther hat 2006 ein Remake mit Steve Martin erlebt. Heute war Starlight mit Freundin den 2. Teil davon in einem Grazer Kino.
Sie hatten des Saal für sich alleine. Krise, schlechter Film, was auch immer. Ein Kino zu betreiben kostet einiges. Die Milchmädchenrechnung kann einfach nicht aufgehen: 2 Besucher, 200 verwaiste Plätze, für diese Vorstellung hätte jedes Kellertheater dicht gemacht und sich einen angegluckert. Na ja. Die Youngsters fandens zumindest cool. Öffentliche Privatvorstellungen hat man auch nicht jeden Tag.

Euer Wa.

Sunday, March 22, 2009

Der Autor aus den Yellow Pages.




Kalifornien 1930. Im Grunde war Raymond Chandler mit den Nerven am Ende. Er hatte durch eigenes Verschulden einen gut dotierten Job in der Ölindustrie verloren. Der Alkohol fuhr mit ihm Schlitten, Verhältnisse brachten seine Ehe ins Wanken und plötzlich tauchte er wochenlang unter. Um Chandler zu retten, musste Detektiv Philip Marlowe erfunden werden.
In den Wochen des Deliriums schien er sich zu besinnen, warum er überhaupt auf dieser Welt sein sollte: Bücher schreiben, ein Autor werden, er hatte doch mit 20 Jahren einige bemühte Gedichte verfasst. Nun war Chandler 41, Zeit also die Sache in die Hand zu nehmen. Als erste Tat ließ er sich ins Telefonbuch von Los Angeles als Schriftsteller eintragen. Ein letzter Versuch, sein Leben auf Schiene zu bringen.
Der Rest ist Geschichte. 7 Philip Marlowe Romane, einige wunderbare Shortstories und Essays, Briefe, unzählige Drehbücher und natürlich Verfilmungen.In den nächsten Tagen jährt sich Chandlers Todestag zum fünfzigsten Mal. Durchaus ein Grund, das Raubein mit dem feinen Isntinkt abzufeiern.
Vielleicht war es der ungewöhnliche Gang zum Postamt, um sich als Autor zu deklarieren, der Chandler den Weg zu Detektiv Philip Marlowe ebnete. Denn, wo sonst fand man in den 1930er-Jahren eine anständige Detektei, wenn nicht auf den Yellow Pages im Telefonbuch? Den Gang zur Post musste auch für Detektiv Philip Marlowe erledigt werden.

Euer Wa.

Thursday, March 19, 2009

Thomas Koch in Graz!




Und nun ist er da. Thomas Koch in Graz. Gefällt ihm gut unsere „Weltstadt“ an der Mur. Und uns gefällt es, dass es ihm gefällt. So sind wir eben.

Euer Wa.

Der Weg ist nur dann das Ziel, wenn die Richtung stimmt!



Und zurzeit stimmt die Richtung! 2:1 gegen St. Andrä. Kann man jetzt sagen, ja eh, aber … . Und ich sag, nein, nein. Die Jungs waren ok, solche Spiele muss man gewinnen, wenn man Meister werden will. Dass sich auch im Stadion wieder ein bisserl was tut, zeigen die zwei Fans, die mit Alphörnern zum Spiel gekommen sind.

Rote!

Friday, March 13, 2009

WEIL WIR ROTE SIND!




Ein Kind zu sein hat gewisse Vorteile. Das Kind darf sagen, was es will. Die Erwachsen schlucken, wenn ein Kind so richtig in die Welt schreit, was es denkt, korrigieren es kurz, lachen sich aber insgeheim ins Fäustchen. Das Kind hat ja im Grunde Recht. Die Sätze von Kindern sind mitunter gewaltig. „In der Straßenbahn stinkt’s.“ „Das Essen von der Oma schmeckt mir nicht.“ „Die Kindergartentante ist blöd.“ „Der Polizist schaut dumm.“ „Die Arbeit vom Papa ist scheiße.“ „Der Franzi ist ein Arsch.“

Spätestens ab der Volksschule merkt das Kind, dass das mit den frei formulierten Äußerungen nicht mehr so locker geht und ab dem Gymnasium sorgen ja schon ein paar spitze Meldungen für eine auffallende Betragensnote. Metternich kann in unserem Land also noch sehr lebendig sein. Und darum gibt es Fußball. Am Platz darf jeder Zuschauer (fast) alles schreien. Stellvertretend für den ganzen Schrott, der sich die liebe Woche in ihm ansammelt, schimpft der Fan in 90 Minuten alles hinaus. Sei es auch noch so blöd, es wird ihm verziehen, sei es noch so g’scheit, es fällt keinem auf.

Da darf der Fan also wieder Kind sein und wenn er ganz kindisch und kindlich, also ein bisschen fanatisch ist, darf er diese Meinung auch außerhalb vom Platz kundtun. Ihm wird verziehen, weil es Fußball ist und Fußball in unseren Breitengraden starke Emotionen auslöst. Der Fan kann zum Beispiel sagen: „Der SK Sturm ist mir scheißegal!“. Wenn ihm dabei das Herz höher schlägt, ist es sein gutes Recht. Natürlich kann er auch über den Jakominigürtel flanieren und „Der Roten Pest aus der Körösistraße“ den Tod wünschen. Aber er muss sich entscheiden. Entweder ist er ein „Roter“ oder ein „Schwarzer“ – und das wird sich auch in hundert Jahren in dieser Stadt nicht ändern, egal wie viele Divisionen diese Mannschaften trennen.
Mir persönlich gefällt der Satz „Der SK Sturm ist mir scheißegal!“. Der beschleunigt meinen Herzschlag unheimlich. Auch andere Slogans gehen mir durch den Kopf, die ich hier lieber nichts aufs Papier bringen will. Warum so emotionell? Weil ich ein Roter bin. Ich war immer ein Roter und ich werde immer ein Roter sein. Das ist so. Daran kann ich nichts ändern, daran will ich nichts ändern. Sowie viele andere auch. Und langsam wird es Zeit, dass wir wieder Meister werden. In der 3. Division, dort wo Fußball noch Fußball ist. Dort werden wir heuer Meister, damit wir in die 2. Division aufsteigen, wo dann Fußball wieder ein bisserl mehr Fußball ist. Und dann, und dann, und dann.

Und diese glorreiche Zukunft beginnt am 15. März, wenn der äußerst attraktive Kärntner Verein St. Andrä in Liebenau gastiert. Um 15:30 ist Anpfiff, die Grundsteinlegung zum glorreichen Wiederaufstieg. Oder doch nicht? Dieses Jahr muss es ganz einfach gehen, aus dem nicht zu erklärenden und doch so einleuchtendem Grund: Weil wir Rote sind! In dem Sinne: Hier regiert der GAK! Und im Übrigen, wir sind die Erstgeborenen, uns gibt es schon seit 1902. Wen kümmert es da schon, wer heuer seinen 100er feiert?


Wa.

Sunday, March 01, 2009

14 + 39 = 53



Scott mit Aperol: Aperol mit fetter Olive. Sehr selten in Graz, aber Pflicht in Venedig.



MagManu: Einmalig in Graz, hier mit "Manhattan"



Starlight: Auch einmalig. Heute Graz, morgen London.

Kurze Nachblende. Starlight wurde im Februar 14 („Endlich 14! Wird auch schon Zeit“), der Wa 39 („Noch nicht 40, darf noch dauern“). Zum Schlemmern ging’s ins Restaurant Wintergarten, im Grazer Hotel Erzherzog Johann, wozu MagManu einlud. Thanxxx!
Danach in die Ernst Fuchs Bar, und dort wurde noch ein bisschen gelötet. Dieses Mal war Barkeeper Scott an der Reihe, ein Profi, den man sich für solche Abende nur wünschen kann. Scott, nach wie vor verwundert, warum der Aperol Spritzer die letzten Jahre boomt: „Bei mir bekommt man den schon die letzten 10 Jahre lang.“

Wa.

Bastard!




Bastard nennt sich ein hübsches Heftl aus dem Berliner Alexander Verlag, das ganz bewusst an die Jerry Cotton Krimis aus unserer Jugend erinnern soll. Billiges Papier, schneller Druck. „Also ein Bastard von einem Pulp Magazin, oder ein Bastard von einem Literaturmagazin“, meint Herausgeber Franz Dobler im Leitartikel. Und im Innenteil dann Diamanten, ein stimmiges Gedicht von Friedrich Ani, pulpiges von Andreas Niedermann und eine gelungene Reportage von Anne Zielke. „Einiges ist nagelneu, einiges wurde ausgegraben“, so Dobler. Eine wirklich gelungene Opposition gegen den Hochglanzwahn, Gratulation an Verlagsleiter Alexander Wewerka zu dieser ersten Nummer. Die letzten Worte in dem Heftl hat übrigens Heiner Müller: „Etwas frisst an mir Ich rauche zu viel Ich trinke zu viel Ich sterbe zu langsam“ Dem ist wohl nichts hinzuzufügen. 1,99 € kostet der „Schund“, weniger als ein Glas Bier und zur Bestellung geht’s hier: Bastard

Euer Wa.

Monday, February 23, 2009

Frisch gepflücktes Dosenobst.



Was der Bauer nicht kennt, isst er doch!


Dosenobst, das hat etwas. Erinnert einen an die Kindheit. Die bulgarischen Pfirsiche, mit den fast schon legendären Grafiken: Zwischen den Pfirsichbäumen steht eine voluminöse Maid in der Bulgaren-Tracht. Nachdem sich auch in Bulgarien der Realsozialismus in einen Ultra-Real-Kapitalismus verwandelt hat, waren die schönen Dosen dahin. Und nun kommt Alexander Kropsch und verkauft uns in seinem Kabarett „Dosenobst“, steirisches noch dazu.
Sehr schön gurkt Kropsch durch die literarischen Möglichkeiten, die einem Obst bietet. Eingesperrt in der Dose, frei am Baum und dazu Dichtkunst. Zwischen Poetry Slam, Kabarett und Rezitieren, presst er die Früchte gründlich aus. Dem Publikum schmeckt das Elixier, und au ja! Auch über Thomas Bernhard kann, darf und muss man sich lustig machen dürfen – ein Gegengift zur faden und unkritischen Bernhard Vergoldung der letzten Tage.
Kropsch gastiert zurzeit im Grazer Theater im Keller. Infos und Termine gibt’s bei Kropsch persönlich.

Wa.

Saturday, February 21, 2009

Auf ein Bier, oder zwei.



Ordnung im Chaos: Wolfgang Bauers Telefonbuch.



Ein Mal Bauer, bitte. Bar-Chef Lahsen Lalej mit Gästebuch.


Zwei schöne Momente während einer kleinen Recherche-Tour, rund um den Grazer Dramatiker Wolfgang Bauer: Zum einen, den 2005 verstorbenen Grazer Dramatiker kann man noch immer trinken, in der Ernst Fuchs Bar, in der Sackgasse. „Das Lächeln des Wolfi B.“, ein preisgekrönter Cocktail, der es in sich hat, erfunden von Manfred Goger und heute zubereitet vom Bar-Chef Lahsen Lalej. Die Zutaten: 4 cl Wodka, 1 cl Red Curacao, 1 cl Lime Juice, 1 cl Zitronensaft. Lahsen Lalej kann sich noch gut erinnern: „Wolfgang Bauer war die ganzen Jahre hier der einzige Gast mit nacktem Oberkörper.“ Dafür zeichnete er auch eine nicht ganz jugendfreie Widmung ins Gästebuch. Alfred Haidacher und "Wa" haben angestoßen. Prost.

Zum zweiten war ein Besuch bei der Witwe Heidi Bauer sehr nett. Hier, eines der Telefonbücher von Wolfi Bauer, durchaus kreativ gestaltet. „Wenn dem Wolfi beim Telefonieren fad war, hat er in die Telefonbücher gekrizelt“, so seine Frau. Die Eintragungen lesen sich wie das "Who is Who" der Österreichischen und auch internationalen Literatur des letzten Jahrhunderts. u. a.: Ernst Jandl, Joe Berger, HC Artmann, Franz Innerhofer, Susan Sonntag und Arthur Miller.

Be. Grü.

Wa.

Wednesday, February 18, 2009

Danke, Zotter, danke!



Das bin nicht ich.

Freunde des absurden Geschmacks, ich wollt mich tatsächlich mal ein paar Blogs herausnehmen, ich schwör's (ok, zumindest einen Blog), aber das muss man gelesen haben: Das erste „Wa“ – FAKE Interview!
Ohne wesentlicher und unwesentlicher TV-Präsents, ist das nicht schlecht. Passt schon, der Herr Markus Zotter hat sich auf alle Fälle ein Bier verdient, er soll sich doch bei mir melden. Wenn ich mal keine Zeit für Interviews habe (schwer anzunehmen), oder keine Lust dazu habe (noch schwerer anzunehmen), könnte er mich doch glatt vertreten. Gut zusammengeklaut und halb erfunden, kann doch schon mal besser sein, als echt.

Hier ist’s: Bitte sehr: das Wanko FAKE Interview



Wa.

Lehrzeit des Gammelns.



Starlight auf der Frankfurter Buchmesse. Bildung macht müde.


Es lebe die Pubertät! Sie haben richtig gehört. Sie lebe drei Mal hoch, höher als der Dachstein und der Großglockner zusammen. Sie befreit nämlich praktizierende Eltern von einer unheimlich quälenden und dennoch berechtigen Frage ihrer Kinder: „Was machen wir morgen?“ Dazu die Kinderaugen, erwartungsvoll, freundlich. An den Wochenenden geht das ja noch gut, aber in den Ferien kann das ziemlich öd werden. In den Energieferien zum Beispiel, in den überflüssigsten Ferien überhaupt, wird diese Frage zur Qual. Also, was machen wir morgen?
Sicher nicht Skifahren! Ich bin kein Skifahrer. Rein technisch gesehen funktioniert’s, keine Sorge, ich habe die Schulskikurse genossen! Vor allem die Abende. Die waren für einen pubertierenden Menschen aufschlussreich. Aber auf Horden angepipperlter „Flachland-Bewohner in Schussfahrt“ bin ich wirklich nicht scharf und Russisch, die neue Pistensprache, kann ich auch nicht so toll.

Vielleicht einen schnellen Städteurlaub einplanen? Eh klar! Überall wo man mit dem Auto in vier Stunden hinkommt, ist es auch nicht wärmer, vielleicht noch verregnet. Wegfliegen zahlt sich auch nicht aus, hat ja in einer Woche nichts Platz. Übrigens, die Krise geht uns alle was an, also werden wir mal artig zu Hause bleiben! Ach ja, diese lästige Frage, was wir morgen machen, erledigt sich bei meiner 14-jährigen Tochter Clarissa von selbst. Und das ist gut so!

Heute heißt es eher: „Kann ich morgen mit meinen Freundinnen in die Stadt, kann ich ins Kino, kann ich, kann ich, kann ich …“ Und ich sag: „Ja, ja, ja!“ Dann folgt die viel wesentlichere Frage meiner Tochter: „Hast du Kohle? Ich bin blank.“ Und ich sag: „Nein, naja, hm – wie viel brauchst du?“ Danach noch ein kurzes Aufregen, wie teuer alles ist und schon ist die Tochter dahin.


und wie die Wa Kolumne nun weitergeht, erfahren Sie online im neuen FRONTAL

Monday, February 09, 2009

Starlight is fourteen!


Starlight is 14!

Und da gratulieren wir recht herzlich. "Starlight is fourteen" und dementsprechend spielt es sich ab. Ein kleines familieninternes Kräftemessen, das "noch" die Eltern gewannen, am Vorabend des Geburtstags - aber dafür bereits ab Mitternacht ein Glückwunsch-SMS-Reigen der Starlight-Friends. Ein dreiseitiges SMS sogar aus Hilden bei Düsseldorf, weiß man aus dem Hause Wa. zu berichten.
Was sagt uns das? Die Youngsters gehen spääät pennnen und SMS und Chatrooms verbinden Nationen, „not bad“ oder auf gut österreicherisch „net bled“ hätte man vor einiger Zeit dazu gesagt. „Passt schon!“ ist seit Max Goldt die gängige Antwort.

Wa.

Thanx to Red Bull!


Wir sind so schnell, so cool, so fast, so quick, so speed, so run, so tsschh, so pop, so plop, so Red Bull. Vielen Dank an die vielen kleinen Erfrischungen aus Fuschl, die diesem Blog noch viele Flügel wachsen lassen werden – auf dass er abhebe!

Wa & Starlight

Wednesday, February 04, 2009

Fast berühmt im Internet.



"Wa"-Signatur zum Runterkopieren.

Also, manchmal gibt es doch noch fast wundersamer Tage, die Betonung liegt auf fast:

Heute am Morgen erreichte mich folgendes Mail:

Sehr geehrter Martin Wanko,

da ich ein Bewunderer von ihnen bin und Ihre Bücher liebe, hätte ich eine Bitte an Sie. Könnten Sie mir zwei handsignierte Autogrammkarten zuschicken. Wäre es möglich die eine mit persönlicher Widmung zu versehen? Das wäre wunderbar. Ich wäre Ihnen sehr Dankbar. Für Ihre Bemühungen bedanke ich mich schon jetzt bei Ihnen. Sie können mir die Autogrammkarten auch als "Porto zahlt Empfänger" zuschicken.
Ihnen wünsche ich viel Gesundheit und Erfolg.
Mit freundlichen Grüßen

Günter O.*

Nun: Hab ich mich nicht einmal im ersten Moment gefreut. Der Betreff „Autogrammanfrage“ sah schon aus, wie eine SPAM-Anmache. Aber gut, war es nicht. Ich habe Günter O. einfach nicht getraut. Liegt wahrscheinlich daran, dass kein echter Wanko-Freak, so ein arschwarmes Mail verschicken würde. Meine Herren! Ich bin ja nicht meine geschätzte Kollegin Rosamunde P. Also, hab ich dann den Herrn Günter P. gegoogelt und bin auf folgende Erkenntnis gekommen. Der selbe Wunsch mit dem fast identen Wortlaut ging an den deutschen Schlagersänger Sandro de Ville. Sein aktueller Hit heißt übrigens „Ich seh‘ nur dich“. Dann blätterte ich in der Google weiter und fand ihn in einer Diskussion über Ralph Schuhmacher Autogramme. Also, ich will ja nix sagen, aber ich persönlich glaube, dass Herr Günter O. noch nie auch nur ein Buch von mir ansatzweise in der Hand hatte, geschweige, denn gelesen. Also, werden wir Günter O. den Autogrammwunsch erfüllen? NEIN!

Sagt euer

Wa.

* Vollständiger Name der Redaktion bekannt!

Thursday, January 29, 2009

Der Ruhm der anderen.



Nicht uninteressant, dass Daniel Kehlmann in Deutschland als Deutscher und in Österreich als Österreicher gehandelt ist. Er ist gebürtiger Münchner, aufgewachsen in Wien und pendelt zurzeit zwischen Wien und Berlin.
Bei ÖFB Peppi Hickersberger verhält sich das Ding andersrum. Geboren im Niederösterreichischen Amstätten, ist bei der Euro 08 schon das zweite Mal als Teamchef gescheitert und fristet sein Dasein nun einmal mehr als „Wüstenpeppi“, nicht nur im dementsprechenden Theaterstück Die Wüste lebt sondern auch in echt! Wenn Peppi jetzt noch die Staatsbürgerschaft wechselt, ja das würde nicht zwingend viele Österreicher stören. Aber wer weiß, Totgesagte leben länger und irgendwann kommt auch der Peppi wieder.

Vielleicht noch einige Worte zu Kehlmanns „Ruhm“, der ja schon in der ersten Woche die „Der Spiegel“ – Bestseller-Liste anführt:
Ist Daniel Kehlmanns Roman „Ruhm“ das Ding schlechthin, oder nicht? Ja und nein. Nein, weil die neun Geschichten zu lose zusammenhängen, um als Roman durchzugehen. Ja, weil die Kurzgeschichten mehrheitlich so schön wie melodiöse Popsongs sind, die man beim Autofahren im Frühling gerne hört. Kehlmann hat diesen absolut breitenwirksamen Ton gefunden, der ein gutes Buch zu einem Bestseller macht. Bei Kehlmann brennt nichts an. Ob seine Literatur für Nachhaltigkeit sorgt, muss jeder Leser für sich entscheiden. Die Oberfläche ist auf alle Fälle veredelt.

Wednesday, January 28, 2009

Das Space Shuttle und die Dichtung





Stewart O’Nan war vor 1995 für die Flüge des Space Shuttles verantwortlich. Job: Auslotung der Belastbarkeit der Flügel.

Seit 15 Jahren ist er Autor. 10 Romane und drei Sachbücher stemmte er.

Seine Vorbilder sind: Stephen King, Ray Bradbury, Shirley Jackson, Richard Matheson, Anton Tschechow, Franz Kafka, Albert Camus, Italo Calvino, Alice Munro, James Joyce, Virginia Woolf, George A. Romero, Stanley Kubrick, Miles Davis, Iggy Pop, The Ramones, Kurt Cobain, Syd Barrett …

Ein ausführliches Gespräch auf: www.thegap.at



Euer

Wa.

Tapfer in die Vergangenheit: Der Lilienfeld Verlag


Tapfer in die Vergangenheit: Der Lilienfeld Verlag

Beim Lesen von Donald Windhams „Dog Star“ ist es mir so nebstbei aufgefallen: In diesem Roman schreibt man beispielsweise nicht >>Dog Star<< , sondern „Dog Star“, also mit den für Bücher eher ungewöhnlichen „Gänsefüßchen“ als Anführungszeichen und nicht die >>Französischen Klammern<<. Auch auf die Rechtschreibreform hat man verzichtet. In einem Mail teilt man mir mit, dass man die hübsch-altmodischen Gänsefüßchen in allen Lilien Verlag Büchern vorfindet. Auch richtet man sich in der Rechtschreibung auf die jeweilige, die bei der Publikation der Bücher gerade aktuell war. Bei wiederentdeckten Büchern aus der Jahrhundertwende greift man nach einem antiquarischen Duden, denn auch damals konnten ja Rechtschreibfehler passiert sein.

Kurz noch zu Donald Windham: Windham blieb ein Leben lang, der „Writer’s Writer“, ein Autor, der von berühmten Kollegen geschätzt wird, aber den Sprung in die Charts nicht schafft. Thomas Mann, Albert Camus sowie der Dramatiker Tennessee Williams zählten zu seinen Bewunderern. Nach 60 (!) Jahren ist nun „Dog Star“ erstmals auf Deutsch übersetzt worden.
Blackie, ein Junge in der Pubertät, sucht seinen Weg zurück ins Leben, nachdem sich sein Busenfreund Whitey umgebracht hat. Eine rüde Adoleszenzgeschichte, im Herzen der Südstaaten, in Georgia. Die unglaubliche Hitze, geballt mit einer subtilen Brutalität führt den Leser in die Räume von Tennessee Williams „Endstation Sehnsucht“, die Existenzfrage und die darauf aufgebaute Erzählstruktur zu Camus Algerien-Romane und Windhams Stoßrichtung zu J. D. Salingers „Fänger im Roggen“

Infos beim Lilienfeld Verlag

Wednesday, January 21, 2009

Deichkind in Graz!



Major Tom in die Wüste geschickt ...



... und heiß war's auch.


Deichkind bleibt Deichkind und Rauschkind bleibt Rauschkind. Wirklich schon einige Konzerte gesehen, wo die Sau abging. „Drahdiwaberl“, „Palais Schaumburg“, "Fuckhead" und sogar die „Toy Dolls“ mit ihrem Fun-Punk Zirkusauftritten waren nett anzuschauen. Auch schon interessante Auftritte von Benjamin v. Stuckrad-Barre oder Wolfgang Bauer gesehen. Aaaaaaber kein Auftritt war so, bom-bom-bom-bombastisch wie wie der, der Jungs aus Hamburg. Gestern im Grazer Orpheum, eine restlos ausverkaufte Hütte, und ein Abend voller Free Hip-Hop sowie leichtalkoholischer Getränke. Bei der Zugabe wurde das Publikum noch gefedert, der Teer blieb zum Glück aus.

Euer
Wakind.

Thursday, January 15, 2009

In Graz da hat's gebrannt, d'rum hab ich fotografiert.



Da geht man nichtsahnend mit Herrn Kurt Gaulhofer auf ein Bier, und nach einem Zeiterl meint der Wirt gelassen: „Schon gesehen? Gegenüber brennt es.“ Wohnungsbrand in der Leonhardstraße, Ecke Brandhofgasse. Soll den Orthopäden im dritten Stock betreffen, der schon Star-Kicker wie Ivo Vastic die Knocherln wieder zusammengebaut hat.
Im Grunde unspektakulär: Feuer züngelt aus dem Fenster, die Feuerwehr kommt und löscht es. Eines vielleicht noch: Feuer kann sehr leise sein. Laut war nur der Feuerwehrschlauch. Tssccchh! Ja und gestunken hat’s auch. Verletzt wurde laut Berufsfeuerwehr niemand. Die Heizkosten in den Nachbarswohnungen sanken ab, da sich der Außenthermostat automatisch abschaltete.

Wa.

Saturday, January 03, 2009

Sehr geehrte Bundesregierung!




Graz, 2. Jänner 2009

Sehr geehrter Kanzler Faymann!
Sehr geehrter Finanzminister Pröll!

Vielen Dank für Ihre ganzseitigen Inserate, die Sie im Namen der Bundesregierung am Jahresende in allen maßgeblichen österreichischen Tageszeitungen flächendeckend schalteten. Da ich ein sehr netter Mensch bin, erlaube ich mir auszugsweise auf Ihren Brief zu antworten.

Faymann & Pröll: „ Es liegt ein bewegtes Jahr hinter uns.“

Wa: Was war für Euch „bewegt“? Dass Ihr noch immer gewählt wurdet?

Faymann & Pröll: „Doch so wie wir die Probleme gemeinsam gelöst haben …“

Wa: Da ist Euch wohl nichts anderes übriggeblieben, was?

Faymann & Pröll: „Innerhalb der Regierung gibt es ein neues Miteinander …“

Wa: Das "neue Miteinander" hat immerhin Wahlkosten von 55,5 Millionen Euro zu Buche geschlagen. War die teuerste Scheidung in Österreich. Aber immerhin, Ihr versteht euch wieder.

Faymann & Pröll: „Dieser Weg wird nicht immer einfach sein und es wird durchaus Diskussionen über einzelne Maßnahmen geben …“

Wa: Klingt ja fast wie Xavio Naidoo. Und ein bisschen versteckt heißt das ja, Ihr wollt schon wieder streiten, oder? Und in zwei Jahre wieder Scheidung, oder? Da wäre ich aber vorsichtig. Der Strache bestellt schon „drei Bier“ und freut sich. (Zwei Bier davon sind für Euch!)

Faymann & Pröll: „… vor allem mit dem Fleiß und der Leistungsbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher werden wir die Herausforderungen des kommenden Jahres gemeinsam bestehen.“

Eh klar! Wir müssen wie die Deppen reinhackeln, damit Ihr diskutieren dürft. Voll nett! Schön, dass wir das schon am Jahresanfang wissen.

Also, vielen Dank Frau und Herr Bundesregierung!

Wa.