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Der (Fußball)Krabarettschaftsbund: Hannes Toth, Gernot Zenz und Gernot Sick Foto: (KB) |
Es ist immer wieder erstaunlich, wohin sich
Menschen entwickeln. Vom Kicker zum Künstler ist so ein Beispiel. (Abgesehen
von Eric Cantona kenne ich niemanden, der diesen Weg einschlug, gibt’s aba
sicher noch einige, blah, blah …) Meistens enden beim Kicker die künstlerischen
Ambitionen bei der Autobiographie, ist vielleicht auch besser so, die sind ja
net Kicker geworden, um danach eine Karriere als Künstler einzuschlagen.
Trotzdem, einen hat’s ins Kabarett getrieben, Gernot Sick (35), seines Zeichens
jahrelanger GAK-Mittelfeldspieler, Meister-Kicker, Cup-Winner und zweifacher
Nationalteamspieler, gegen Nordirland und England: „Ich bin einer der wenigen
Kicker, die im Nationalteam eine positive Bilanz hinbringen“, sagte er dem Wa.
mal lustig, launisch im Gespräch. So ist es auch nicht so weit hergeholt, dass der Autor Gernot Sick
nach dem ersten Kabarett „Die runde Wahrheit“, im zweiten Kabarett mit „Immer
wieder Österreich“ auf Fußball setzte.
Zur Premiere war auch einige Prominenz zu Gast. Z.B.:
Ex-Sturm-Kicker Mario Haas, heute im Management-Bereich des Vereins tätig, weiß
schon um was es hierbei geht: Er grüßt alle, die auch nur eine Sekunde in
seinen Blickfang geraten. Das war auch nicht so schwer, weil Haas kommt ja
nicht, er versucht trotz aller Zurückhaltung, zu erscheinen. (Übrigens, nicht so
ganz unähnlich einem gewissen Toni Ehmann.) Joachim Standfest war auch dort,
der grüßte aber fast niemanden, hätte jedoch alle Möglichkeiten dazu, weil mit seinen
Vereinen GAK-Austria-Sturm-Kapfenberg
ist Standfest schwer segmentabdeckend. Aber egal, der Abend konnte
beginnen und die Spielbude im Cafe Stockwerk war übervoll. „Immer wieder Österreich“ - um die Nationalmannschaft ging’s also. Mit auf der Bühne Hannes Toth (spielt den Kicker. So gut Kicker-Lachen kann sonst niemand auf Österreichs Bühnen) sowie Gernot Zenz (auch ohne Vorkenntnisse kann man ins Kickkabarett einsteigen). Am besten funktioniert es jedoch, wenn Geront Sick singt. Irgendwie steht dem Herrn noch eine Karriere bei der österreichischen „Bloudhound Gang“ ins Haus. So ein ganz trockenes „Fire Water Burn“ würde Sick schon hinkriegen. Zurück zum Kabarett: Die Story in einem Satz: Am Anfang gewinnt das Österreichische Nationalteam, dann verliert es und das mündet in persönliche Tragödien. Das kennen wir ja von irgendwo, oder? Daneben schöne Geschichten: Hübsche Wortspiele wie „Zutritt verboten“ (zu dritt verboten). Das kann schon was, in aller Härte. Bravo! In Summe muss man sagen, dass die Truppe den Kick in Halbzeit eins für sich entschieden hat und in Halbzeit zwei nach Hause gespielt hat, nicht ohne die Bänder, also die Stimmbänder zu schonen.
Schneller Blick in die Zukunft: Wie könnte es nun in Teil 3 weitergehen? Also, bleiben die Herren dem Fußball treu, würden mich die privat-beruflichen Kickergeschichten von Herrn Toth und Sick interessieren. Vielleicht gibt’s hier noch ein paar nette „Underdog-Storys“ von Kollegen dazu, also weit weg vom (scheinbaren) Glanz und plötzlich ist man dann in einer Sache drin, die sich zwischen Schauspiel und Kabarett, zwischen Anmut und Brutalität einpendelt. Aber bis es so weit ist, spreche ich die dringliche Empfehlung aus, den Kabarttschaftsbund in Sachen Fußball zu besuchen. Und hier geht’s zu den Terminen: Link. Kabarettschaftsbund - Termine
Wa.
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