Saturday, July 31, 2010

Go, Goh go!


Goh stellt sich vor.

Also, Goh ist ein sehr interessantes, russisches Mädchen. Es hat mich schriftlich kontaktiert. Es würde gerne mit mir näheren Kontakt aufnehmen, ist sich aber vermutlich über meinen Beziehungsstand nicht im Klaren.
Da ich jedoch kein Unmensch bin und Goh ihre Chance haben soll, stelle ich sie nun auf meinen Blog. Wie gesagt, Goh ist ein lustiges Mädchen, wenn sie so spricht, wie sie schreibt, stelle ich mir das durchaus erheiternd vor. Also, in dem Sinne, frei nach dem EAV Hit „Goe Karli go!“, hier in kleiner Abwandlung: „Go Goh go!“

Ich bin Goh. Ich bin 29 Jahre alt.
Ich brauche Beziehungen, die in unserer Korrespondenz konnte sich durchsetzen wird.
Einige Informationen über mich:
I die kluge, schöne Mädchen. Ich arbeite. In der Freizeit gehe ich an einem Abend Stadt. Ich gehe auf Partys, Discos. Ich bin sanftmütig Art des Angebots. Ich suche die Liebe. Ich liebe dich und ich werde immer bei dir sein.
Ich möchte neben einander zu sehen:
Ich interessiere mich für eine intelligente und verantwortungsbewusste Menschen suchen, mit viel Sinn für Humor und die Art der Natur. Als eine romantische Person, ich glaube, dass wahre Liebe existiert und es wartet auf mich. Ich möchte feststellen, dass nur derjenige glücklich machen könnte ich für den Rest des Lebens.
Schreiben Sie mir:


Bei seriösen Absichten vermittle ich gerne weiter, ehrenhalber und ganz ohne Profit natürlich.

wa.

Friday, July 30, 2010

Das Chaos.


Nach dem Wanko kommt die Sintflut. Mir scheint es zumindest so. Dieses beschauliche Foto habe ich noch vor zwei Wochen gemacht und nun sauft Lochau in Vorarlberg ab.


Und hier gehts nun zur Sintflut


Wa.

Tuesday, July 27, 2010

Die menschliche Maschine.




Als gemeinsames Projekt realisierten Julius von Bismarck, Benjamin Maus und Richard Wilhelmer bereits im Jahr 2008 eine weit beachtete Medieninstallation am Gasometer in Berlin-Schöneberg. Für die PROVINZ-Ausstellung fertigten die drei Berliner Künstler in einer Lindauer Werkstatt und in enger Zusammenarbeit mit lokalen Betrieben eine neue Lichtinstallation, die in ihrer Größe, Wirkung und Ortsbezogenheit gleichermaßen gewaltig ist. Das „Fühl-o-meter“ (2010), ein überdimensionales Smiley-Gesicht, in Lindau als Krone des Leuchtturms an der Hafeneinfahrt installiert, überträgt verschiedene Gefühlsausdrücke direkt von den Gesichtern der Einwohner Lindaus.

Die Emotionen werden durch eine Fotokamera, die kontinuierlich eine bestimmte Stelle am Hafen beobachtet, aus Gesichtern ausgelesen, analysiert und an die Installation weitergeleitet. Der Smiley imitiert anschließend die aufgezeichneten Emotionen. In programmierten zeitlichen Abständen reagiert die Installation auf den errechneten Querschnitt der Gefühlsregungen und gibt dadurch kontinuierlich Stimmungsbilder der Stadt ab. So beobachten sich Mensch und Kunstwerk gegenseitig: In der Interaktion zwischen Smiley und Betrachter entsteht eine Endlosschleife und eine vermittelte Kommunikation zwischen den Menschen der ganzen Stadt. (Wenn das Wetter am Bodensee weiterhin so wankelmütig bleibt, wird der Smiley aber oft weinen … A.v.Wa.)
Von Bismarck, Maus und Wilhelmer erkunden mit ihrem Gemeinschaftswerk neue Möglichkeiten, mit den Mitteln von Kunst und Technologie im öffentlichen Raum das Alltägliche zu unterlaufen.

Ok, dieser verständlichen Presseaussendung gibt’s eigentlich nix hinzuzufügen, außer, dass laut Richard diese Kameras im Grunde für das BKA (Bundeskriminalamt, Deutschland) entworfen wurden und laut Richard nun auch den „Gläsernen Menschen der Emotionen“ in die Wege leiten.
Und: Die Jungs sind schwer an Schuften, oft bis 4 am Morgen, und auch: Bier vertragen.

Undhiergehtszum Link



Wa.

Die Schweiz, die fremde Nation.




Also, es war nicht ganz ernst gemeint: In einem flapsigen Mail vom 12. Juli an das Eidgenössische Justizdepartment habe ich wissen wollen, warum denn Herr Polanski so lange in der Schweiz eingesessen ist, wenn es dann doch zu einer ziemlich schweizerischen Lösung kommt.
Am 23.07. kam dann die überraschend ausführliche Antwort aus dem Department. Hier geht es mir aber eigentlich weniger um die Antwort an sich, als um die Tatsache, dass wenn man sich in der Schweiz sich einer Sache annimmt, das dann doch gründlich macht. Hier nun das Mail aus dem Eidgenössischen Justizdepartment:

Sehr geehrter Herr Wanko

Besten Dank für Ihre E-Mail. Ihre Bemerkungen zur Nichtauslieferung von Roman Polanski haben wir zur Kenntnis genommen. An dieser Stelle möchten wir Folgendes festhalten: Die Schweiz hatte nicht über Schuld oder Unschuld von Roman Polanski zu befinden. Es ging nicht darum, die Straftat zu qualifizieren, die ich persönlich für höchst verwerflich halte; vielmehr ging es einzig und allein darum zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Auslieferung an die USA gegeben sind.

Diese Voraussetzungen waren aus zwei Gründen nicht gegeben: Einerseits haben die US-Behörden nicht alle Unterlagen eingereicht, um mit Bestimmtheit ausschliessen zu können, dass Roman Polanski die damals von der US-Justiz verhängte Strafe nicht bereits verbüsst hat. Andererseits wäre eine Auslieferung einem Verstoss gegen Treu und Glauben gleichgekommen: Seit seinem Hauskauf 2006 in Gstaad war allgemein bekannt, dass sich Roman Polanski regelmässig in der Schweiz aufhält, Massnahmen zu seiner Festnahme blieben dennoch aus, und Roman Polanski durfte also darauf vertrauen, dass er in der Schweiz keine Festnahme zu erwarten hat.

Zu Ihrer Frage Folgendes: Roman Polanski hat ausdrücklich auf das Beschleunigungsgebot verzichtet und vertiefte Abklärungen verlangt. Er strebte in den USA die Einstellung des gegen ihn geführten Strafverfahrens an und die Durchführung eines Abwesenheitsverfahrens. Die beiden Anträge sind im Dezember 2009 und im April 2010 abgelehnt worden. Da diese Rechtsschritte einen massgeblichen Einfluss hätten haben können - es wäre u.U. nämlich der Grund für das US-Auslieferungsersuchen dahingefallen -, zog sich das Auslieferungsverfahren in die Länge.

Für weitere Informationen verweisen wir Sie auf die Medienmitteilung des Eidg. Justiz- und Polizeidepartements vom 12. Juli 2010 (www.ejpd.admin.ch/ejpd/de/home/dokumentation/mi/2010/2010-07-12.html).

Freundliche Grüsse

XXX
Informationsdienst GS-EJPD

Thursday, July 15, 2010

Das Aufbauspiel, der Anton und der Herr Vorstand.


Fanfoto: Starlight und Anton, auf unserer Osttribüne.


Aufbauspiele sind eben nur Aufbauspiele. Meistens wenig erbaulich, zumindest für die Zuschauer. Gestern hatte der GAK den SV Horn zu Gast, im letzten Spieljahr der Tabellenvierte in der Ostliga und so etwas wie ein ewiger Titelaspirant. Um es kurz zu machen, der GAK unterlag 0:1, da Tormann Stefen Leitner wieder ein echtes „Leitner-Tor“ bekam. Dem Trainerstab sollte das zum Denken geben. Ansonsten sagen wir mal Sommerkick zum Spiel und belassen es lieber dabei.
Aber je fader der Kick, desto interessanter die Gäste - so scheint es zumindest. Heinz Schilcher, zum Beispiel, der nach seinem Abtritt bei Sturm Graz als Scout durch Österreich tingelt und gleich „alle 22 Spieler“ beobachtet. Auch gut. Ein Bankerl hinter mir sitzt Anton Ehmann, vor gar nicht so langer Zeit Roter Abwehrriese und Nationalmannschaftsspieler. Ehmann, hält die jungen Roten „alle für talentiert und ausbaufähig“, und klar, ein, zwei Leitfiguren in der Mannschaft wären halt eine große Stütze. So nebenbei schaut sich der Deutschlandsberger um einen Trainerjob um. Idealerweise in der Regional- oder Landesliga, aber bekanntlich drängt die Zeit, wer weiß wo der Anton schlußendlich landet. Eine Rückkehr als Spieler schließt er definitiv aus, obgleich, wenn ich unsere Abwehr anschaue, dann könnte ich mir durchaus …
Interessant auch Vorstandsmitglied Walter M., der auf Teufel komm raus nicht akzeptieren wollte, dass es auf der Tribüne den Spritzer nur im Plastikbecher gibt. Da der Wirt auch für ihn keine Ausnahme machte, schritt Walter M. mit hocherhobenem Bauch erbost von dannen. Na ja, eine gewisse Arroganz haftet unserem Verein ja an, die Auswüchse sind unschwer zu erkennen …

Wa.

Friday, July 09, 2010

Braintwister



Zu meiner eigenen Schande muss ich sagen, dass ich noch nie in meinem Leben im Heimatsaal oder im Volkskundlichen Museum gewesen bin. Also, weder bei Diavorträgen, noch beim Gummibärli-Ausstellung. Heute erstmalig, im großartigen Innenhof, beim Braintwister, eine Veranstaltung, wo sich spartenübergreifend Kreative treffen. Dann und wann erlaube ich mir, heute zu bloggen, bin ja auch als Solcher eingeladen. Na dann mal kreativ sein, denke ich mir - im Hintergrund spielt bereits ein Pianist, Oldstyle also durchaus zugelassen.

Wa.

Friday, July 02, 2010

Ähnlichkeiten.



Was haben die Gutmenschen Düringer, Blaha und Resetarits mit Pele, Maradona und Zidane gemeinsam? Das Foto scheint’s zu sein. Meinem Freund und Turnkumpel Michi ist dies beim letzten Besuch im Pastis aufgefallen, als wir durch den Falter und die Le Monde blätterten. Am Titel vom Falter kämpfen die drei Österreicher für ein besseres Land und im ganzseitigen Inserat werben die drei Fußballheroen für den französischen Luxusgütererzeuger Louis Vuitton. Irgendwie passen die zwei Fotos zusammen, so ganz realistisch gibt’s natürlich keine Gemeinsamkeiten. Louis Vuitton hat den Weg aus der Krise gefunden, Österreich noch nicht.

Wa.

Deutschland - Argentinien


Vielleicht zwei Fußballbücher im Vergleich, passend zum Viertelfinale Deutschland - Argentinien.

Der Grätscher: Die wahren Helden im Fußball schuften meistens unbemerkt, flackern kurz auf, bleiben aber Geheimtipps, Arbeitstiere in der zweiten Linie, und mit ihren „Eisenbeinen“ sind sie schon mal die geächteten Männer fürs Grobe. Das Buch „Grätscher, Terrier und Wasserträger“ bringt einem die coolen Jungs zurück ins Gedächtnis. Sehr gut recherchiert, flott geschrieben, und verfeinert mit lockeren Zitaten, also eben nicht die üblichen 20 Idiotensprüche, die schon jedes Kind kennt. Auch die „Weltmeisterlichen Abwehrreihen“, seit der WM 1930, sind ein Hit, wunderbar auch die Gegenüberstellung von den technisch versierten Ballkünstlern und den wahren Durchgreifen, den „Bösen Buben“. Dass Fußball durchaus lebensgefährlich sein kann, zeigt mitunter der deutsche Abwehrhüne Guido Buchwald, der im heißen Duell seine Zunge verschluckte und fast daran starb.

Der Trippelkünstler: Dem Argentinier Eduardo Sacheri passierte das, von dem ein jeder Autor träumt. Einige seiner Erzählungen wurden im Radio gebracht und das Publikum wollte vehement mehr! Gesammelt sind sie nun unter dem passenden Titel „Die Hand Gottes und andere Tangos“. Eduardo Sacheri ist Historiker und Fußballfreak. In seinen Erzählungen, passt das gut zusammen, denn Fußball ist Argentinien und Argentinien ist Fußball. Am Totenbett des Bruders wird noch einmal über Fußball nachgedacht, nach Europa wird geblinzelt, wo die besten Argentinier ihr gut bezahltes Legionärsdasein fristen und natürlich der Straßenkick in Buenos Aires ist auch erlesen. Sacheri macht hier den Fußballplatz zum Nährboden neuer argentinischer Literatur, und beweist, wie verspielt auch die Texte sein mögen, irgendwann ist ein jedes Dribbling zu Ende und dann muss eben eingenetzt werden.


Wa.

Friday, June 25, 2010

Geschafft!


Literatur auf der Straße, Publikum auch.



Molto Mosso am Werken - Sound kommt, wenn der Strom an ist.



Molto Mosso alsias Max Wegscheidler, berühmt berüchtigter Fotogaraf und Performencer las nicht, machte aber Musik. Geiler Synthesizersound aus sehr alten Geräten und dazu noch sein Hawie an den Percussions.
Verkündet und gelesen wurde von der Grazer Autorenversammlung natürlich auch, und gut besucht war’s obendrein. Es zahlte sich also aus, die Franz-Graf-Allee zu sperren. Danke auch an die Audienz, ohne euch wäre ja so wie so nix los!

Wa.

„Why Don’t We Do It In The Street“




Eine Lesung zur Versammlung in der Franz-Graf-Allee/Oper.
Tag: Donnerstag 24.06.2010. 18:00 Uhr.
Bei jeder Witterung.
Versammlungsdauer: Maximal 90 Minuten
Info-Tel. 0699-11 33 60 09
Infomail: martin.wanko@inode.at
Der Eintritt ist frei!

Der Individualverkehr nimmt in Graz immer mehr zu anstatt ab, dazu fehlt es immer mehr an Lebensqualität. Kunst und Kultur sind ein Teil dieser Lebensqualität. Das Glacis war historisch gesehen die Flaniermeile von Graz, und auch ein Ort der Kunst und Kultur. Dort hin soll das Glacis auch wieder zurück. Um auf diese Veränderungen und auf den unbefriedigenden Zustand aufmerksam zu machen, brauchen wir die Versammlung – Texte gegen Benzin. Und darum wird auch die Straße gesperrt!

Sie hören Texte von Birgit Pölzl, Monika Wogrolly, Andrea Sailer, Andrea Stift, Clemens J. Setz, Joachim G. Hammer, Werner Schandor, Robert Wolf, Helwig Brunner, Wolfgang Pollanz, Mike Markart, Franz Zalto, Wilhelm Hengstler, Günter Eichberger und Martin G. Wanko.

Musikalische Begleitung: Molto Mosso alias Max Wegscheidler.

Moderation: Günter Eichberger
Regie: Wilhelm Hengstler
Bühne: Geari Schreilechner
Graphik: Alexander Kropsch
Organisation & PR : Martin G. Wanko

Monday, June 14, 2010

Nova Rock 2010

Die Wüste lebt und ist laut. Nova Rock, das größte Freiluftspektakel in Österreich schlug letztes Wochenende seine Zelte im burgenländischen Nickelsdorf auf.




Der Wettergott hatte Erbarmen mit den Veranstaltern und ließ es dieses Wochenende so richtig heiß werden. Dass die Pannonische Tiefebene sich zur staubaufgewühlten Prärie verwandelt, dafür waren rund 150.000 Rockfans verantwortlich, die eigentlich nur eines im Sinn hatten: Sich gut gehen lassen und etwas zu erleben. Also eher nicht „Chill Out“, sondern „Gib Gas“ und das auf zwei gleichzeitig bespielten Bühnen.




Woodstock, wo war das schnell?

Die Aufhänger Green Day am zweiten Tag und Prodigy zum Abschluss zeigen die enorme, geschmackliche Bandbreite der heutigen Jugend, zumindest was die Nova-Rock-Karawane betrifft. Und überhaupt, das Publikum scheint mit der 1968-Idylle nichts mehr am Hut zu haben: Musik ja, Politik vielleicht noch als knappes Statement, aber Woodstock ist ein abgeschlossenes Kapitel, das in der Schule im Musik- und Geschichteunterricht gepaukt werden muss. Nicht zu Unrecht, denn immerhin waren die heutigen Altrocker, die Rockröhre Joan Jett und die kalifornischen Düstermetaller Slayer die Oldies im Programm und die stehen erst seit den 1980er-Jahren auf der Bühne.




Woodstock, wo bist du? Kebab statt indische Gemüsebällchen, Bier statt Haschisch. Die Wettergötter hatten mit den Nicht-Anliegen der Nova-Rocker ein großes Verständnis. Sie beließen es am zweiten Tag bei einer Sturmwarnung und zogen mit Groll und Donner haarscharf beim Festivalgelände vorbei.



Vielleicht noch ein Detail am Rande, das war das Geburtstagsgeschenk für Starlight, und wie man bei den Kommentaren sieht, es hat ihr gefallen. Na dann? Dann ja.

Wa.

Wednesday, June 09, 2010

Wie der Sommer wird.


Foto (c) Starlight, 2010.


Wirklich heiß wird es diesen Sommer nie, die Herbstmode wird die Juli-Mode werden. --- Wenn es heiß wird, werden Wärmegewitter für Abkühlung sorgen. Große Hagelschäden in der Südsteiermark. Wein- und Kürbisernte vernichtet. Die Winzer kaufen Trauben aus Slowenien zu. --- Erneuter BSE-Skandal erschüttert Oberösterreich: Wieder wurde an Rindern Tiermehl verfüttert. Erneut Hochwasser in Graz. Pleite-Graz lässt sich von Frohnleiten Sandsäcke schenken --- Rentnerin aus Sinabelkirchen Eurolotto-Millionärin, danach Herzinfarkt.

Touristen berichten über Raubüberfälle von Banden in Griechenland. Einheimische schauen absichtlich weg. Die Krone schreibt: Kein Urlaub bei Krawallgriechen! --- An der Adria ist das Speiseeis mit Salmonellen verseucht. Drei deutsche Touristen im Spital. Die Bild: Eis-Maffia tötet unsere Leute! --- Boris Becker lässt sich erneut scheiden. Thomas Muster wird erneut Vater. Jürgen Melzer verweigert Doping-Test. Mit Christian Klien fährt seit zwei Jahren wieder ein Österreicher bei der Formel 1 mit. Niki Lauda bekommt seine fünfte Niere. Der Spender kommt aus Nordkorea. Red Bull Salzburg schafft im 6. Versuch den Sprung in die Champions League. Spanien wird unterdessen Fußballweltmeister 2010.

Die Hälfte der Weltmeere ist mit der Ölpest aus dem Golf von Mexiko in Berührung gekommen. British Petrol nimmt seine Aktien von der Börse. Der Konzern wird zersplittert. Alle Pelikane sind ausgerottet. --- Der Recyclingkonzern Re-Electronica-Italia gibt zu, über ein Jahrzehnt lange Millionen Batterien in den Bergen Umbrien illegal deponiert zu haben. Die Region Umbrien bleibt bis auf weiteres gesperrt. In Australien bricht die Ameisen-Grippe aus. Impfstoff wie panisch gesucht.

Steirer von Schwammerln vergiftet, italienische Schönheitskönigin auf der Bürgeralpe bei Werbeaufnahmen von Kreuzotter gebissen. Heidi Klum das fünfte Mal schwanger. --- Flavio Briatore mit Silvio Berlusconi auf Koksparty erwischt. Martin Scorsese sichert sich Filmrechte. --- Falco doch Vater? Patrica B.: Ich war seine heimliche Geliebte und wir haben einen Sohn! Falco-Sarg wird gerichtlich geöffnet - DNA-Test an seinen Haaren. Falco-Leiche verschwunden!

Bill Gates kauft eine Südseeinsel und zieht sich zurück. Er gibt keine Interviews. Ein verschwommenes Paparazzi-Foto zeigt ihn mit dunkler Brille und Stock am Strand stehen.

Mädchenhandel über Facebook aufgeflogen. Millionen von Facebook-Usern kündigen Accounts, regionale Netzwerke boomen. --- Sigfried Nagl installiert das Grazer „Netzwerk Schlossberg“. Beitritt nur für Meldeschein-Grazer, einwandfreier Leumund Voraussetzung. Die Grazer SPÖ distanziert sich vom „Netzwerk Schlossberg“ und macht das „Netzwerk Eggenberg“ auf. Die Grünen müssen auch, sie nennen es „Netzwerk Stadtpark“ und siedeln die Homebase im Forum Stadtpark an.

Peter Turrini schreibt das Theaterstück „Rozznjogd 2“. Die Uraufführung findet unter der Regie von Claus Peymann am Berliner Ensemble statt. Ein Gastspiel in Klagenfurt wird von der Kärntner Landesregierung verhindert. Peter Turrini streicht dafür seinen Kärntner Geburtsort St. Margarethen im Lavanttal aus seiner Biographie.
Ein palästinensischer Selbstmordattentäter kann ungehindert in die israelitische Botschaft in Paris eindringen. Sieben Tote, fünfzehn Schwerverletzte. Israel kritisiert die mangelnden Sicherheitsbestimmungen auf dem Flughafen Paris Charles de Gaulle. Zwei Agenten sind mit Plastiksprengstoff durch die Sicherheitskontrolle gekommen. Israel lässt sein Hoheitsgebiet im Mittelmeer absperren. Kein Boot darf unkontrolliert einreisen.

PLO-Führer Muhammed Abbas auf geheimer Mission in Österreich. Er will in Österreich das erste Außenquartier der PLO aufmachen. Bundeskanzler Faymann lächelt, Vizekanzler Pröll auch.

Wa.

Tuesday, June 08, 2010

Oskar-Mädel in Graz.


Mit Eiffer bei der Sache ...


... und zu beklagen gibt's bekanntlich genug - Juliette Lewis.

Es gibt nicht viele Schauspieler, die von sich behaupten können, mit Oliver Stone, Martin Scorsese und Quentin Tarantino Filme gemacht zu haben. Juliette Lewis kann dies, in dieser Mission war sie aber nicht in Graz. Die Schauspielerin unterhält sich eine wilde Band, die ihren Namen trägt. Mit dem Stil tut man sich bei ihr nicht so einfach: Wenn es Blues-Punk noch nicht gibt, ist er hiermit erfunden. Die Alte war gut, choreographisch einwandfrei und auch stimmlich auch ganz gut unterwegs. Wirklich Klasse ihr Abschlusssong, irgendetwas mit „Suicide“ hat sie da gesungen, sehr melodisch, das dürfte wohl der Hit gewesen sein. Ihre Filmkarriere hat die Oskar-nominierte Schauspielerin einem zu großem Hang zum kolumbianischen Marschiermittel geopfert. Ob sie’s mit der Musik wirklich ganz rauf schafft, ist fraglich – für den Test meiner neuen Nikon reichte es aber allemal.

Wa.

Sunday, May 30, 2010

Master.

Ein Mal im Leben sollte jeder Meister werden. Mein Verein ist es bereits und jetzt bin ich es auch. Master Wa.

Friday, May 28, 2010

Tuesday, May 25, 2010

Am Morgen hat man die besten Ideen.


Graz kann halt nicht Venedig sein - ist ja nicht am Meer.


Also, heute hatte ich die Idee, dass sich alle Staaten untereinander die Schulden erlassen sollten, inklusive der Weltbank. Einfach alle Länder untereinander auf null schalten. Tolle Idee, was? So eine echte Morgen-Idee.
Vom Gedanken inspiriert, gehe ich joggen, und sehe vor mir den großartigen Schloßberg. Der ist leider nur für den großartig, der ihn großartig findet, und das sind nicht echt viele. Er ist leider nicht von Leonardo da Vinci erdacht worden, nicht einmal ein Ölgemälde von Caravaggio gibt’s, das den Berg – vielleicht mit einer Jesus-Kreuzigung – zum Inhalt hat. So ein richtig, schönes dunkles Barock-Gemälde, mit viel rotem Blut und schweißnassen Gesichtern. „Jesus-Kreuzigung am Schloßberg“ wäre doch ein hübscher Titel dazu. Dann wären wir schon auf dem Weg zum Kulthügel. Also, so ein steiles Caravaggio Ölgemälde, das sogar zwei Jahrhunderte später einen gewissen Shakespeare veranlasst hätte nach Graz zu kommen, um mal zu gucken was da so läuft. Wow!

Vielleicht hätte William bei der Doppelwendeltreppe Romeo und Julia angesiedelt, kann ja sein. So nebenbei: Warum heißt das Stück eigentlich nicht Julia und Romeo, wäre der Julia gegenüber zumindest freundlicher. Shakespeare war halt auch ein bisserl ein Schowi, aber wuascht. Ähm, ja genau, da würden ganz viele Touristen nach Graz kommen und sagen, schau, da Leonardo hat den Schloßberg entworfen, da Caravaggio hat ihn gemalt, und da Shakespeare hat am Fuße des Schloßbergs Romeo und Julia angesiedelt. „Ohhh! Stimmt, schaut so aus wie im Fernsehen!“, würden die Touristen dann voller Staunen und Ehrfurcht sagen, genau so haben sie sich das immer vorgestellt.

Ja, unter solchen Voraussetzungen braucht man kein „Kulturjahr 2003“ und man kann auch ganz dezent über Adolf Hitlers zweifelhaftes Prädikat für Graz hinweg sehen, nämlich Graz sei „die Stadt der Volkserhebung“. Eh klar, in solch einem Fall würde Leonardo da Vinci Adolf Hitler in den Schatten stellen, werbetechnisch zumindest, denn vom Leonardo würds ja doch was zum angaffen geben und vom Hitler eher weniger.
Ich jogge weiter, der Schloßberg ist nicht mehr in Sicht und trotzdem: Nicht einmal Dante war in Graz, ach, hätte der nicht wenigstens einen Vers aus seiner göttlichen Komödie in Graz schreiben können? Nein, uns bleiben nur Hitler und ein bisschen Schwarzenegger, also der volle Adolf und ein wenig Arnold und das ist zum Weinen. Wenn man dann wenigstens in unserem Schloßberg-Stollen die Hitler-Tagebücher gefunden hätte, zur Not ein paar zerflederte Seiten, könnte man in Eggenberg ausstellen – ich sag ja nur, im Zeichen des Tourismus.

Kaum wieder zu Hause angelangt, kommt es mir: Wir müssen unsere Not zur Tugend machen. Wir, also Graz ist pleite und trotzdem geht’s uns gut. Oder noch besser: Der Pleiten- und Schuldengipfel aller Nationen müsste am Schloßberg stattfinden. Über den Dächern von Graz erlässt sich die Welt alle Schulden, dann wären wir ein Fixpunkt in den Geschichtsbüchern. „Der Pleitegipfel in der Pleite-Stadt“, oder „Als sich die Völker verzeihen lernten“. Und tolle Touristen würden aus reiner Neugier zu uns pilgern, nein, nicht aus der Schweiz, Lichtenstein und Oberitalien, sondern aus Vollblut-Ländern, die einem wie Schokolade auf der Zunge zergehen: Burundi, Tansania, Mosambik oder Botsuana zum Beispiel.

Thursday, May 20, 2010

Rabiate Kerle und goldene Herzen.


... hatten vermutlich den gleichen Graphiker, ha ha ...

Denis Johnson ist ein Teufelskerl. Er wechselt pro Roman die Themen wie Papiertaschentücher – aber er bleibt nach wie vor gut. Spielende Chorsänger und trinkende Indianerinnen.Die Geschichte ist um Jimmy Luntz aufgebaut, einem Chorsänger, der gleichzeitig Friseur und professioneller Glücksspieler ist. Aber Glück hatte Jimmy in letzter Zeit kaum und so sind die Spielschulden gewachsen und die Geldeintreiber hinter ihm her.

Der Geldeintreiber und Cadillac-Besitzer Gambol war ihm schon dicht auf die Fersen doch Jimmy schoss ihm ins Bein. Auf der Flucht lernt er rein zufällig Anita kennen, eine hübsche Indianerin, die mit Alkohol kleine Probleme hat und von ihrem fiesen Ehemann um einige Millionen Dollar geprellt worden ist … Der Autor schaut aber schon, dass jetzt nicht alles schleimig wird, sondern rüde und existentialistisch bleibt.

Der Arzt aus der Mafia.

Wenn der trockene TV-Arzt Dr. House mal einen neuen Assistenten braucht, sollte er sich Dr. Peter Brown ausborgen, ein Arzt der vom Autor Josh Bazell ins Leben gerufen wurde. Dr. Peter Brown kann man mit einem Wort beschreiben: schonungslos. Er schuftet in einem öffentlichen New Yorker Krankenhaus und geht sowohl mit seinen Kollegen als auch mit dem amerikanischen Sozialsystem hart ins Gericht. Dr. Brown hat also den Durchblick, blöd nur, dass er gar kein Arzt ist, sondern ein untergetauchter Mafia-Killer. Noch blöder, dass Brown von seinen „alten Freunden“ gefunden wird. Eine Hetzjagd kann also beginnen.

Mit einem Wort: Toll! Flott und treffsicher, ein Debüt bei dem kein Gramm Fett zu viel oben ist. Es zahlt sich also aus, einige Jahre im Spital zu arbeiten, bevor man sich als Autor selbständig macht. Von Josh Bazell wird man noch öfters hören.

Wednesday, May 12, 2010

Wenn der Ausgleich zum Sieg wird.


Unser Stadion an der Mur: "Hier riecht es schon nach Körösistraße und der Mur und in dem Sinne nach dem GAK", meinte Herr Michael Gaisbacher.


Der Schlussmann von Aussee hatte es nicht leicht, den Spitznamen jedoch sofort: "Blondie". Ob er jedoch so gut singen kann, wie die englische New-Wave-Punk-Legende ist zu bezweifeln.

Also, die Kleine Zeitung hat’s heute in einer Kolumne ganz gut erfasst. Der GAK darf mir nichts dir nicht in den 3. Konkurs schlittern und erstrahlt nach dem 3. Ausgleich irgendwie doch als Sieger.
Jetzt kann man sagen, der GAK ist kein Unternehmen im herkömmlichen Sinne sondern eine Institution im höheren Sinne und eine Institution lässt man halt nicht so gerne pleite gehen. Ist natürlich ein totaler Schwachsinn, aber trotzdem stimmt’s. Willkommen im Fußball.
Abgesehen davon, ein Mal im Jahr braucht ja jeder Verein etwas zum Feiern. Und wie es so schön heißt, der Ausgleich ist ein Ausgleich. Jetzt nicht zwingen ein Sieg, aber immerhin, wenn jetzt noch alle „wenn und abers“ beseitigt sind, könnte es ja mit dem Verein wieder aufwärts gehen. Zumindest für heute und die restliche Woche sind wir mit Red Bull Salzburg und Bayern München die einzigen schuldenlosen Vereine im deutschen Sprachraum. Also prost!
Ah ja, gekickt wurde gestern auch noch und zwar in unserem Trainingszentrum in Weinzödl, am Stadtrand von Graz. Und da sind wir jetzt irgendwie schon im Dorf angelangt. „Weinzödldorf“, wie Kurt Gaulhofer es so schön benannt hat. Also, zwei Meter von der Outlinie entfernt, hat das Fußballschauen wirklich Spaß gemacht. Schöne Einzelszenen und von der Spielgeschwindigkeit bekommt man auch wieder etwas mit, die auch in der 3. Liga noch respektabel ist. 3:0 gewonnen, gegen die Bad Ausseeer und der Kurve hat’s auch gefallen.

Wa.