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Von Kindheit an ein GAKler, daran konnte auch die Triestersiedlung und der Umzug nach Wien nichts ändern. Foto: Wa. |
Der
Schauspieler Gregor Seberg ist gebürtiger Grazer und wuchs in der
Triestersiedlung auf. Heute kennt man ihn über die österreichischen Grenzen
hinaus u.a. als charismatischen Ermittler „Helmuth” aus der SOKO Donau.
Kürzlich war er mit seinem Kabarett-Programm „Hast Angst, Mayer?“, im Schloss
Dornhofen bei Graz zu Gast. Die Reihen waren knallvoll, die Stimmung war
ausgezeichnet und „Mr. 100 %“ hatte noch eine spezielle Zugabe für die Besucher
aus Graz parat, a short one, sozusagen: Seberg stürmte nochmals die Bühne und
meinte, „Wir sehen uns in sieben Jahren wieder, dann wenn der GAK
Bundesliga-Meister ist!“ Wenn wir die heurige Saison mitrechnen, dürften es
acht Jahre sein, aber sein Wort in Gottes Ohr. Hier noch ein kleines Gespräch,
was Gregor so über “die Roten” denkt.
Gregor,
du bist seit jeher ein GAK-Fan. Wie das?
Keine Ahnung. Das war auf einmal so. Meine Schwester und mein damaliger
bester Freund waren Sturm-Fans, vielleicht deshalb. Aus Opposition.
In der
Triestersiedlung war das mit dem GAK-Fan sein nicht immer einfach, oder?
Ich glaube, in der Triestersiedlung waren die coolen Sturmanhänger. Die
extrem coolen hingegen GAK. Also doch einfach.
Kannst du
dich noch an ein bestimmtes Spiel (aus deiner Jugend) erinnern? (Oder
irgendetwas in der Richtung)
Ich bin als Kind immer mit den Großen via Grünanger nach Liebenau
gepilgert. Unserer war der „Grossschädel-Sektor“, die zur damaligen Zeit
wahrscheinlich sicherste Zone der Welt (Triestersiedlung!). Also für uns. Da
gab es immer ein paar Schubsereien, wo ich mich als Rotzpippen inmitten
der Älteren wie ein gefährliches Kampfschwein gefühlt habe. Ich bestand in
solchen Momenten sicher zu drei Vierteln aus Adrenalin. … Meistens
habe ich vor lauter Aufregung ständig hin- und hergeschaut und von den Matches
selber kaum etwas mitbekommen.
Hat's für
dich einen Lieblingsspieler gegeben?
Mario Zuenelli. Der Inbegriff für Fußballkunst. Dicht gefolgt von Savo
Ekmecic.
Du lebst
ja schon seit Jahren in Wien und dennoch bist du Gründungsmitglied. Wie kam es
dazu?
Einerseits ist es ja wurscht, wo man lebt, GAK - Anhänger ist man
überall. Andererseits habe ich glücklicherweise Kontakt zu einem sehr umtriebigen
Insider, der mich immer mit den neuesten Informationen beglückt. Auch zu
Gottfried Lamprecht (Ex GAKler) gibt es losen Kontakt.
Stimmt
das, dass du mit ein paar Kumpels einen Hobby-Verein betreibst und dass die
auch GAK-Mitglieder sind?
Ja, stimmt. Ich bin Präsident des Fc Wojtyla (gemeinsam mit dem Kollegen
Fritz Rainer). Neben mir sind zwei weitere GAK-Mitglieder. Der eine ist aus
Graz und war immer ein Roter, der andere ist ein Rapidler und aus Solidarität
Gründungsmitglied.
Wird man
dich in Zukunft bei einem GAK-Spiel begrüßen dürfen?
Auf jeden Fall! Sobald es der Job erlaubt, schaue ich mir ein Match
an.
Gibt’s
sonst noch was zu sagen?
Bitte, der GAK muss schnellstens wieder ganz hinauf. Ich merke aus
Mangel an Grazer Präsenz schon leichte Tendenzen, Sympathien für Sturm zu
entwickeln. Und des geht goar ned.
Lieber Gregor, die
Redaktion dankt für das Gespräch und wünscht weiterhin viel Erfolg auf dem
beruflichen Weg.
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