Wednesday, May 14, 2008

Graz, du kleine Arsch-Stadt!




Gelegentlich darf man ein bisserl sudern, vor allem wenn es nicht um die eigene Person geht. Gestern war Franz Dobler im „Exil“ einem Grazer Post-Post-Punk-Indi-Lokal zu Gast. Für alle die das Lokal in der Josefigasse net kennen: Dort hängt z.B. ein uraltes Psychedelic Furs (gibt’s die eigentlich noch?) Plakat, ohne dass das jetzt komisch ausschaut.
In dieser Kneipe also war der Deutsche Musikfachmann und Autor Franz Dobler zu Gast, der seinen neuen Roman „aufräumen“ vorstellte – ein Roman der in den letzten Wochen durch das deutsche Feuilleton ging, und zumindest respektvoll gestreichelt wurde.
Das ist für den Veranstalter eigentlich eine Bank, dachte ich mir: Das Lokal passt zum Dobler, der Bezirk Lend mit seinen Youngsters zu Doblers Musikgeschmack, immerhin hat der Herr ja die eigenwillige Johnny Cash Bio „The Beast in Me“ geschrieben und schon einige CD-Compilations rausgebracht. Denkste!
Wir sind in Graz, das heißt sobald ein bisserl Frühling in spürbar ist, saufen sich die Leut im Gastgarten zu Tode und in dem Sinne kann man mit einem anspruchsvolleren Freizeitanbot a la Lesung schon brausen gehen.
Dass vielleicht die hiesige Presse ein Vorinterview mit dem Augsburger Autor gemacht hätte, oder ein fettes Ankündigungsfoto, nö, die größte Kleinstadt Mitteleuropas hat das halt nicht nötig, brauchen wir nicht, ist eh alles spritzig wie ein Spritzer im Gastgarten. Und so kommt es halt, dass Dobler vor bloß einem Dutzend Zuschauern sein dichtes Programm im Stile der 80er-Jahre Leseperformer (inklusive Raucherhusten)runterrockte. Franz Dobler wird sich eines denken, was Harry Rowohlt vor einigen Jahren in einem gut besuchten Forum Stadtpark laut aussprach: „Nach Graz komm ich nicht mehr!“

Wa.

Monday, April 28, 2008

Vorhang auf für Josef H.




... als Golfer ...



... als Koordinator ...



... nahe der Einsicht unter der Sonne Kairos ...



... und, no-na-net- als Teamchef


Also, so schaut er aus, der Wüstenhicke alias Gottfried Neuner. Zu sehen auf der Probebühne im Vorarlberger Landestheater, im April, Mai und vielleicht auch noch im Juni. Schön war’s, mir hat die Premiere sehr gefallen. Wer sich unseren Wüstenhicke nicht anschaut, der ist selbst schuld.

Wa.

Sunday, April 20, 2008

Stephen King in Graz




Nö, natürlich nicht, Ihr Idioten. Aber hin und wieder braucht man halt eine Headline die was hergibt, hat mir einmal der Hans D. gesagt und nicht nur der. O.k., nachdem ich Sie schon so gefoppt habe: Dieses einen Spalt geöffnete Kellergewölb gab es für Starlight und mich auf dem Heimweg vom Tik in der Münzgrabenstraße zu bestaunen. Um nun auf Stephen King zu kommen: Was hat sich hier den Weg in die Freiheit gebahnt? Ein Geschöpf, ein Dampf? So massive, vom Tageslicht ferngehaltene Verriegelungen gibt es selten, sehr selten …

Euer Wa.

Die Wüste lebt - der Teamchef auch


Buch & Stück: Teamchef Josef Hickersberger als Kunstfigur.

Also, sehr botschert haben sich ja die Medien in Sachen „ÖFB-Teamchef-entfernen“ angestellt. So hat beispielsweise die „Kleine Zeitung“ am 7. Oktober 2006 ganze Vier Seiten inklusive Titelseite verbraucht, um den Teamchef Josef „Peppi“ Hickersberger nach dem harterkämpften 2:0 gegen Lichtenstein zum Rücktritt zu bewegen. Geworden ist nix draus. Ätsch!
Dabei hätten es die Medien einfacher haben können: Ich habe ja schon 2005 mit dem Teamchef ein sehr eindringliches Gespräch geführt, welches zu meinem Theaterstück „Die Wüste lebt“ führte, welches am 25. April im Vorarlberger Landestheater uraufgeführt wird. Natürlich fragte ich ihn auch die fragen aller Fragen: „Josef bleibst Du?“ Und er antwortete: „Das ist eine gute Frage. Manchmal wollt ich schon den Hut drauf werfen, aber wenn ich jetzt Stück und Buch bekomme, dann bleib ich. Keine Frage! Hau in die Tasten!“
Gesagt, getan und Hicke hat Wort gehalten. Eh klar, was sonst. Das Buch, es hat ja auch einen anderen recht feschen Sporttext dabei „der Tag an dem Niki Lauda starb“, können Sie im guten Buchhandel und bei der edition keiper bekommen. Das Sück gibt’s jetzt einmal im Vorarlberger Landestheater zu sehen. Also, jetzt wissen Sie wieder einmal was der Wanko so macht und können beruhigt schlafen gehen …

Euer Wa.

Familie Penner II "Europameisterschaft"



Wenn Franz Penner wieder zum Pinsel greift ...



... und Heinz Penner sich hinter einem Vorhang versteckt, dann ist mean wieder bei der Familie Penner ...

Also, wenn Bernd Sracnik alias Franz Penner wieder Aquarelle malt, in dem Fall Fußballaquarelle, und Eik Breit alias Bruder Heinz Penner sich hinter dem Vorhang versteckt und wie sein Gesichtsausdruck verrät ziemlich überrascht ist, dann treibt die Familie Penner wieder ihr Unwesen. Premiere ist am 22. April und daraufhin immer von Mittwoch bis Samstag die nächsten 4 Wochen. Die letzte Vorstellung wäre dann nach Adam und Riese am 17 Mai. Genau, da haben Sie richtig mitgerechnet. Da Sie die Sitcom natürlich nicht versäumen wollen, fragen Sie am besten unter der Theater im Keller Hotline: 0316-84 61 90 um Karten nach. Über das Netz geht das natürlich auch: www.tik-graz.at.
Vielleicht noch kurz dazu, wo sich denn der Autor Wanko und der Regisseur Haidacher zum Meinungsaustausch treffen: Beim GAK Spiel, in den Pausen vor dem 18er. Wo sonst?

Euer Wa.

Tuesday, April 15, 2008

Pirati Ciclisti Antifascisti





Letze Woche war ich mit Starlight in Wien-Dornbach auf dem berühmten Wiener Sportklub Platz. Berühmt deshalb, da man auf keinem anderen Platz in Österreich durchgehend seit 1904 spielt. Es spielten Wien Energie gegen Wien Energie. Kleines Witzerl, für die die es verstehen. Es spielte der Sportklub gegen den FAC. Leider gewannen die orangen Lümmeln.
Die Anlage ist wunderbar, so schön in die Stadt gebaut, die Friedhofstribüne natürlich Kult und die Fans äußerst angenehm. Eine gelungene Alternative zu den zwei Wiener Großklubs sozusagen. Was man sonst europaweit selten zu sehen bekommt: Ein antifaschistisches Fan-Transparent: Pirati Ciclisti Antifascisti! Weiter so!

Wa.

Zum kleinen Hängebauchschweinchen



Zum Kleinen Hängebauchschweinchen

Dass Autoren auch kochen können, ist mehr als ein Gerücht. Einer mehr, der das bestätigt, ist Gabriel Loidolt, der letzte Woche als Koch in der (privaten) asiatischen Hütte „Zum Kleinen Hängebauchschweinchen“ in Erscheinung trat. Verwöhnt hat er die Gäste Bernadette Steps, Alfred Kunzio und meine Wenigkeit mit Gerichten aus Hanguk (Korea).
Im Detail mit Kamjabujim, Maeuntang und Jokbal. Alles klar? (Salatteller, Fisch in heißer Ssojang-Brühe, gekochte und gebratene Schweinsstelze in süß-scharfer Kojujang-Soße, weißer Reis, selbstgemachtes vergorenes Kohl-Kimchi etc.).
Das Dinner war schier eine Sensation, und da bedankt man sich beim Herrn Wirt im Namen aller Gäste!

Euer Wa!

So schön wie bei Michael Schanze



zzzzzzzzzzzzz



ppppppfffffffffffff



plop



und aus




Vielleicht noch ein Wort zum Spiel gegen Hartberg. Nun, der ehemalige Bundesligist Hartberg, letztes Jahr war er immerhin in der Red Zack Liga, kommt mit einigen hundert GAK-Fans nicht zurecht. Die Medien wurden ja in den Tagen danach gut mit Fotos und Berichten bestückt. Fazit: 2500 Euro Schaden. Ist jetzt auch nicht die Welt, denke ich mir. Vielleicht hat man auch nicht die intelligentesten Ordnungshüter eingesetzt, wäre ja möglich. Man versuchte anbei rauchende Bengalos in Gastro-Senf Kübeln aus Kunststoff zu entsorgen. Das sah ziemlich lustig aus. Zuerst machte es zzzzzzzz, dann verschaffte sich der Kübel eine seitliche Öffnung und es machte pppffffff und schließschlich ging der Kübel mit einem satten Plop in die Luft. Man dachte schon man war in Michael Schanzes „eins, zwei, oder drei“, so schön machte es plop.

Sunday, March 30, 2008

Kurt Palm und die Hitzeschlacht von Lausanne


Kurt Palm: „Die Hitzeschlacht von Lausanne“ Residenz Verlag, 174 Seiten.

Das WM-Spiel Österreich - Schweiz 1954 ist tatsächlich ein Fall für das Guinness-Buch der Rekorde: In keinem anderen WM-Spiel wurden jemals mehr Tore geschossen. Die Hauptursache: Die mörderische Hitze ließ Fehler zu.
Tolle Fotos, Kurzporträts der Österreichischen Stars von Gerhard Hanappi bis Erst Ocwirk, sowie Spielreportagen lassen eine dichte Atmosphäre entstehen. Ganz genial: Die Auszüge der Radio-Live-Berichte des Duos Edi Finger (Senior) und Heribert Meisel.
Doch die wahre Freude liegt im Detail: Ernst Happel stoppt einen Ball mit seinem Allerwertesten … die Brasilianer randalieren nach ihrer Niederlage … zur Ablenkung vor dem Spiel ging man den Western „Die Schenke zum roten Engel“. Von den Siegesprämien kaufte sich Austro-Kicker Alfred Körner einen VW Käfer. Ein Sponsor ließ pro Spieler immerhin einen Kühlschrank springen.
Launisch, verspielt und mit viel Gefühl für's Wesentliche - Palm eben.

euer wa.

Saturday, March 22, 2008

Hellas Verona




Ja, was diese „altehrwürdige“ Italo-Mannschaft mit dem Ruf der absoluten letzen Brut auf diesem Blogg macht, werden Sie sich wohl fragen. Gut, im Zeichen der Glocken die wieder zurück sind verrate ich’s Ihnen: Der nicht unbekannte Autor Tim Parks, aufgewachsen in Manchester und lebt in Verona, hat ein ziemlich profundes Buch über Italien und Fußball geschrieben. Wer nach der Lektüre nach Italien reist, wird das Land mit anderen Augen betrachten.
Ein Universitätsdozent ein Jahr, 34 Spiele, unterwegs mit den Fans von Hellas Verona, aber nicht als Studierter sondern als Fan. Nichts wird ausgespart in diesem Non-Fiction-Reisebericht: Neofaschismus, Rassismus, der Irrsinn (in Italien) Fan eines unterprivilegierten Clubs zu sein und natürlich das Gegengewicht: Die Sucht nach dem Calcio. Die Leistung die der Autor erbracht hat ist erstaunlich: Einem ziemlich unbeliebten Verein ein Buch auf den Laib zu schreiben, welchen diesen Club zumindest nicht unsympathischer macht. Geschrieben wurde die Schwarte übrigens 2000/01. Damals war Hellas noch in der Serie A. Heute befinden sie sich in der Serie C. Als ob man das nicht von wo kennt.

Thursday, March 13, 2008

der flyer und die literatur


Der Flyer und die Literatur - ein eigenes Kapitel. Oft ein bisserl zu arty, dann wieder ein bisserl zu g'scheit. Wie es gehen kann, zeigt der Kunstmann Verlag. Und so schaut's aus!

Euer Wa.

Saturday, March 01, 2008

Manfred Wieninger & Marek Miert




Harland nennt Manfred Wieninger eine fiktive österreichische Landeshauptstadt, die vor allem eines zu bieten hat: Österreich in all seinen Untiefen. Harland ist St. Pölten und Marek Miert ist der Ex-Kipf nunmehr Privatdetektiv, den der Autor durch die Grauzonen Niederösterreichs stapfen lässt.
Miert ist die Antithese zu den herkömmlichen TV und Literaturbullen Österreichischer Herkunft. Einzelgänger, launisch, beziehungsunfähig, Mozartkugelverschlinger, Manner-Schnitten Fetischist, und vieles mehr. Dem gegenüber steht das Herz aus Gold, schwarzer Humor, eine zähe Leber und vor allem der Drang Dinge fertigzubringen. Gleich wie seine Mozartkugelwampe schiebt Miert die Fälle vor sich her und man könnte fast glauben, ist das Sackerl leer, ist der Fall erledigt.
5 Miert-Krimis gibt es bis jetzt, Grund genug also Manfred Wieninger im „Miert Country, dem Wilden Osten Österreichs“ aufzusuchen, dachten sich Clarissa Starlight und Wa. Hier beim sehr guten St. Pölter Griechen Rhodos blättert der Haudegendurch seinen neuen Miert „Rostige Flügel“ (Haymon Verlag). Wer mehr auf Paperbacks steht, dem kann auch geholfen werden: Die „Engel der letzten Stunde“ und „Kalte Monde“ sind beim Zürcher Unionsverlag erschienen. Des Weiteren dürfen wir uns im Vorsommer auf einen speziellen Wieninger-Krimi erfreuen, erscheint in der genialen Edition Nautilus Reihe Kaliber .64 ( = 64 Seiten langen).

Also in dem Sinne, St. Pölten ist kein unbeschriebenes Blatt mehr und Marek Miert passt auf, dass nix anbrennt.

Euer Wa.

Wednesday, February 13, 2008

90 Minuten


90 Minuten sind fast zu schnell herum, kann man zu dieser Idee nur sagen. „90 Minuten“ Literarische Fußballeckerbissen in Echtspielzeit, heißt die Fußball-Hörspiel-CD vom Eichborn Verlag. Soviel einmal eingangs Werbung.
Zwei CDs, jeweils 45 Minuten inklusive Nachspielzeit. Nachdem man einmal den Kulturschock verkraftet hat deutsche Schauspielerstimmen zu Fußballtexten zu hören, mit dem für uns gewohnten Hangover zur Österreichischen Sprache leicht ungewohnt, läuft es sehr flott. Natürlich sind auch Standards im Programm: Karl Valentis „Fußball-Länderkampf“ oder Ödön von Horváths „Legende vom Fußballplatz“ in der 90 minütigen Spielzeit zu hören, aber auch viele neue Texte. Hier eine kleine Auswahl.
1. Halbzeit: Karen Duve, die als deutsche Frau einen „netten“ Pub-Besuch in England anlässlich des WM-Halbfinalspiels England-Deutschland 1990 schildert (Deutschland gewinnt!). Auch toll, schon fast heimelig, Klaus Theweleit, der einen Text über das Kicken in der Nachkriegszeit bring. Fazit: Fußballspielen war in Summe effizienter als Schädel einschlagen.
2. Halbzeit (die zweite CD) mein Lieblingstext: „Listen to Arminia“ von Philipp Köster. Armina Bielefeld das Pendant zur Admira Wacker (im steirischen Fußball will ich wirklich nicht so genau suchen …) sehr genial! Eine Hymne auf Armina, frei nach dem Motto: Der Verein ist uns gegeben, es hilft einmal nichts. Auch schön, der Deutsche Shooting Star des gepflegten Mittelstands: Frank Goosens, der ausgerechnet im Sturm und Drang mit Freunden ein paar Mädels einlädt um, tja, das 1:0 der Deutschen gegen Österreich bei der WM in Spanien, das Unspiel schlechthin und dementsprechend schlecht ist es auch der gemischten Runde gegangen.
Eines vielleicht noch: Handkes „Angst des Tormanns vor dem Elfmeter“ kam zumindest 3-4 Mal im Zitat vor.

Tja, das war jetzt lang, gell? Hm, da kann man nix machen, das ist halt so. Für die Freunde „I-K-B“ (Initiative Kick & Bildung) gibt es bis zur EM noch mehrere Kick-Büchl-Tipps. Man ist versucht nur gute Büchln vorzustellen, weil mieses Zeug gibt’s mehr als miese Schüsse,

also, kick off, wa.

Monday, February 11, 2008

Erich & Erich




Dieser Blogg sollte eigentlich mit dem Bild von Erich & Erich beginnen, zwei waschechten Burgenländer Winzern, der Vater und der Sohn, aber vermutlich hat schon der Urahne der Familie Kroyer Erich geheißen, denn seit 1750 gibt’s diesen Hof schon. Aber mit dem Familienfoto is nix worden, weil da waren halt die scheiß Batterien aus, so sorry.
Auf die Frage ob man die paar Botteln Wein auch mit Bankomat blechen kann, lächeln sie süffisant, auf die Frage ob sie eine Homepage haben, schauen einen Erich & Erich leicht schräg an. Für was eigentlich? Die Leute läuten eh an, wenn sie was brauchen und ein Telefon gibt’s ja auch noch – in diesem Jahr waren wir die ersten Fremdkunden, die ersten die also anläuteten, was den Winzer im Grunde gleich noch sympathischer macht.
Nix gegen die Weinbarone der Region, aber dieser Weinkeller ist ungeschönt. Im Hintergrund steht die Wäschespinne, vorne läuft die Katze herum, und unter 50 Flaschen Abnahme wird noch per Hand (siehe Bild) etikettiert. Keine falsche Idylle, sondern Tatsache.
In dem Sinne stimmt aber auch Preis & Qualität. Der großartig herbe Rheinriesling kostet z.B. 2,20 Euro pro Liter und der feine Chardonnay in der gleichen Füllmenge 2,30 Euro. Damit das aber so bleiben kann, sollten Sie aber doch einmal bei der Familie Erich & Erich Kroyer auf dem Schatzentalerhof vorbeischauen.

Und so geht’s zum Hof: Von Graz aus von der A2 bei Wiener Neustadt in Richtung Eisenstadt abfahren, dann bei Eisenstadt vorbei immer in Richtung Neusiedl/See. Kurz davor kommt Winden am See. Gleich nach der Ortseinfahrt rechts abbiegen, ein Mal Gas geben und schwubs ist man dort. Für meine Freunde aus Wien: Ostautobahn, dann nach Neusiedl und von dort die Bundesstraße entlang nach Widen. Für die Adressenfetischisten: Schatzentalerhof, Familie Erich Kroyer, Hauptstraße 14 Widen am See. Quality since 1750.


Euer Wa.

P.S. Erich ist SCR Fan - burgenländerisch geht's im Grunde nimmer.

Monday, February 04, 2008

Steiger III mit Martin Amanshauser




Einmal noch erleben Sie diese zwei Herren (Christof und Martin G., die netten Herren auf dem Bild auf ihrer Talk-Tournee in Thailand) in ihrer charismatischen Literaturtalk-Reihe „Steiger“. Wenn Sie nun glauben, dass mir das peinlich ist, mich so lobend anzukündigen, dann muss ich Sie leider enttäuschen. „Wir sind wirklich gut!“, das haben uns nicht nur potentielle Lügenschüppel gesagt, sondern auch Menschen die Wahrheit kund tun. Also hat es wenig Sinn tiefzustapeln – wäre ja auch nicht vorteilshaft könnten Sie einwerfen. Gebe ich Ihnen recht, wäre auch nicht vorteilshaft. Da dieser Literaturtalk namens „Steiger“ immer ein Dreier ist, also sich auch ein Gast hinzugesellt, ist dieses Mal Martin Amanshauser eingeladen, der Wiener mit Salzburger Wurzeln, seines Zeichens heute nicht als reiner Literat, sondern als Reisetalker, der da ein reicht nettes Biachl geschrieben hat, und dieses lautet: „Logbuch Welt“.
Aber da Sie eh nicht kommen, sage ich Ihnen wo und wann wir unseren Gig haben, könnte ja sein, dass Sie eine passende Ausrede parat haben müssen: Heute, am 04. Februar, Literaturhaus, Elisabethstraße 30, 20:00 Uhr. Ein Alibi wäre aber auszuverhandeln. Alles klar, na bestens

Euer Wa.

Monday, January 28, 2008

Familie Penner Teil 1




Grundsätzlich tut man sich immer schwer, wenn man über die eigenen Werke schreibt. Gegensätzlich gibt’s nix leichteres. In dem Sinne, morgen am 29.11. geht im TIK der Lappen hoch: Familie Penner Teil 1. Es wird sehr lustig werden, sofern man meinen Witz mag. Es wird auch nicht fad werden, wenn man meinen Witz net mag. Des Weiteren ist es natürlich ein Stück in der „Grazer-Stücke-Tradition“. Dass beispielsweise wie auf diesem Bild (Ulli Emmer & Bernd Sracnik) Herr Penner unbedingt seine Hose loswerden will, gehört einfach dazu. Neu in der Grazer-Tradition: Er will seine Hose net vor irgendeiner Schnepfen loswerden, sondern vor seiner Frau. Ist also alles in Butter, meint

Euer Wa.

Termine & Kontakt:

Theater im Keller
Münzgrabenstraße 35
8010 Graz
www.tik-graz.at
office@tik-graz.at
Infos & Karten: 0664-97 33 184

Ganz besonders freuen wir uns die Grazer Bestattung als Sponsor der Familie Penner begrüßen zu dürfen.

Martin G. Wanko, „Familie Penner, Teil 1: Der Zeugnistag“
URAUFFÜHRUNG
Premiere: 29. Jänner 2008 20:00 Uhr
Weitere Vorstellungen: 31. Jänner, 1., 2., 5., 6., 7., 8., 9., 12., 13., 14., 15., 16., 19., 20., 21., 22., 23. Februar

Saturday, January 26, 2008

pop at it's best!



Werte Leser, ich war ja nie der Pop-Experte jener Art, der bei Neuerscheinungen schon Spreu vom Weizen schon am Geruch vom Cover trennen kann, bevor er sie anhört – ja das war doch eine tolle Einleitung, was?
Ok, ich will‘s kurz machen: Gestern Abend präsentierten Krawauli alias Kurt Gaulhofer und Wally alias Norbert Wally ihre CD „Wir gehen nicht ohne Lied“. Eine feine angenehme Dosis aus Cello, Gitarre, Bassflöte und Gesang erklang in der Gothischen Halle im Grazer Stadtmuseum. Erwachsenen-Pop kann man dazu sagen, ich nenne es Musik mit Anspruch, zum Besserfühlen oder zum Traurig sein, je nach dem wohin das eigene Stimmungsbarometer gerade zeigt. Erschienen ist das Prachtwerk bei Vollmond Records, und in alter Zeit als die ÖBB noch „Gute Fahrt“ wünschte, gab man noch an, dass es die CD im guten Fachhandel gibt – und so soll es auch sein. Head on! Herr Krawauli und Herr Wali, dieser Sound macht Lust auf mehr,

Euer Wa!

Friday, January 18, 2008

Gerhard Bronners Krautsuppe



Gerhard Bronners Krautsuppe!

Die Suppe schmeckt lecker und die Geschichte dazu ist auch sehr toll. Eine echte Krautsuppe aus der Bronx, nach jüdischem Rezept, brachte Gerhard Bronner nach Österreich mit, als sein Sohn seine Steuerschulden zahlte und er wieder hier leben durfte, ohne mit dem Fiskus Schwierigkeiten zu haben.
Dankenswerter Weise kam das Rezept zu Susanne und die hat es mir weitergegeben, aber wie das so schön ist mit Geheimrezepten, ist das Rezept bei mir geparkt und wird bloß familienintern vererbt, das zu Recht, denn Meister Bronner musste dem Koch auch einen Hundert-Dollar-Schein unter die Nase halten, damit dieser gesprächig wurde.
Das sind klare Verhältnisse, kann man dazu nur sagen. Ein Dank auf alle Fälle an Susanne, die mir das Rezept weitergab, und geschmeckt hat’s auch! Hier im Bild, Tochter C.

Euer Wa.

Hans, Franz und Herr Rüdiger





Also Hans ist leider vor seinem ersten Geburtstag verstorben, der Klee schaffte tragischer Weise nur 364 Tage. Kann man nix machen, so ist das halt im Leben. Franz ist mittlerweile aber schon zwei Jahre alt, so alt wie anderswo nicht einmal die „gstandenen“ Zimmerpflanzen werden. Und Herr Rüdiger ist nun 18 Tage alt und geht auf wie ein Gen-Skandal. Ob er Franz überlebt, bleibt abzuwarten. Soviel einmal zum Thema Kitsch.

Euer Wa.

Der Pflichtanwalt, Kanada und das Schweigen der Lämmer




So, da ich vom Haubentaucher Mastermind W.K. dezent (nämlich ganz direkt) darauf hingewiesen wurde, dass mein Blogg zur Zeit ein bisserl einseitig ist (die Schräglage kann man schwer bestreiten), zwei Lesetipps im neuen Jahr, damit Sie auch wieder ein bisserl g’scheiter werden, werte Leser.
Also, da hätten wir einmal Hannelore Cayre, Pariserin mit österreichischer Mutter, hat einen ziemlich coolen Anwaltskrimi geschrieben. „Der Lumpenadvokat“(Unionsverlag), der Titel net wirklich sexy, dafür aber der Inhalt. Ein knallharter Roman über Pflichtverteidiger, die bekanntlich die Lemuren in der Anwaltsszene sind. Also keine eigene Kanzlei, sondern Geschäfte in windigen Bistros. Rechtsanwalt Christophe Leibowitz schwingt hier das Szepter und das Schöne daran: Drei weitere Leibowitz-Büchln sollen noch folgen.

Und Bernadette Calonego, ihres Zeichens hauptberuflich Korrespondentin für die Süddeutsche, hat einen nicht unspannenden Krimi geschrieben, der in Kanada zwischen Auswandern, Diamantensuchern und Agenten stattfindet. „Unter Dunklen Wassern“ (Berlin), auch kein wirklich ambitionierter Titel, dafür flott geschrieben. Der Mann von Sonja Werner ist in British Columbia tödlich verunglückt, doch wackeln die Fakten auf die sich der Polizeibericht stützt. Gute Idee, den Mann suchen zu gehen, denn sonst wäre der Fetzen ja nicht spannend, meint

Doppelt so schön auf alle Fälle: Das „Officer Brembry“-Cover, ein Sci-Fi Krimi, aus dem Verbrecher Verlag, frei nach „Schweigen der Lämmer“, sehr kultig. 100 Jahre später, also 2089, soll Thomas Harries’ Kultroman „Das Schweigen der Lämmer“, äußerst erfolgreich verfilmt mit Jodie Forster und Anthony Hopkins, Wahrheit werden. Wen man schützen muss: Officer Prembry, doch der hat nix besseres im Sinn. Als sich in die Forster Jodie zu verknallen. Durchgeknallt, sag ich. Nochmals für alle den Namen des Autors: Giwi Margwelaschilis Sci-Fi.


Euer Wa.