Tuesday, February 23, 2010

Die Bücher in Folge.




„Axolotl Roadkill“ ist der Prachtband an Unmöglichkeiten. Tatsache, ich kenne wirklich keinen Roman, der so mit einem Fremdwörterschwall von Blödsinn und Unmöglichkeiten vollgerammelt ist, wie der Roman „Axolotl Roadkill“ vom neuen deutschen Mädchenwunder Helene Hegemann, die zeitgerecht im Vorfeld der Leipziger Buchmesse für Aufregung sorgt. Generationsroman hin, Zeitdokument her, wenn das der vielzitierte „Roman 2.0“ sein sollte, die Verschmelzung vom Internet und Literatur, kann man eigentlich enttäuscht sein. Viel geklaut, keine wirklich große Idee und wie grausig es in drogenversifften WGs abgehen kann, ist doch ein alter Hut. Grundsätzlich sollte jede Generation ihren Roman haben, auch die Kids von heute, im schlimmsten Falle sogar als E-Book, aber bitte nicht die Hegemann. Das „wahre“ Original, das dahintersteht feierte voriges Jahr seinen 50 Geburtstag. „Naked Lunch“ von William S. Burroughs, die Beat-Bibel der Grausligkeiten, ein Stück kompromissloser als die Hegemann und schon über 50 Jahre alt. Wenn man in Deutschland bleibt, bietet sich Rainald Goetz mit seinem Debüt „Irre“ an. Bei weitem konsequenter als die Hegemann und auch schon über 25 Jahre alt. Wozu also die Aufregung?

Wa.

Friday, February 19, 2010

Zug & Bücher




Die gute alte Bahnhofsbuchhandlung ist die letzte Bastion des schlechten Geschmacks, habe ich mir einmal von einem Buchhändler sagen lassen. Noch besser sind aber die Kataloge, die jetzt in den Buchhandlungen herumliegen und einen kleinen Ausblick auf den Bücher-Frühling bieten.

Fix im Sortiment sind Trash-Thriller. „Stört den Mörder nicht“, oder „Andalusisches Requiem“ erweisen schon im Titel echte „Zug-Qualitäten“: Auf der Strecke Graz-Wien auslesen und dann liegen lassen. Am liebsten sind mir da die US-Autorinnen, die mit ihren Strahler-80-Lächeln und den Drei-Wetter-Taft-Frisuren von den Buchrücken lächeln. Sie haben meistens Psychologie oder Literaturwissenschaften studiert und residieren nun am Rande der Großstadt, in modernen Landhäusern mit einem Mann, der je nach Bildung Klempner oder Veterinär ist, drei Kindern, und einem Hund. So nebenbei züchten sie eine seltene Tomatensorte und schauen den Bohnen zu, wie sie sich an den Stangen hochziehen.

Totsicher ist bei den Ladys der Gruselromane eines: Sie werfen jährlich einen 600-Seiten-Schmöker, mit einer fünfstelligen Erstauflage, auf den Markt. Und trotzdem bleiben die Thriller-Schreiberinnen (und Schreiber) so gesichtslos wie Cheerleader im American Football. Wissen Sie zum Beispiel wer Vanessa Marlow ist? Klar kennt jeder den Marlowe, den alten Detektiv aus den Chandler-Krimis, aber Vanessa Marlow, nach der kräht keiner. Also, Vanessa schreibt Bücher mit knallharten Titeln wie „Vom Teufel verführt“. Die Romane sollen laut Text „für alle Leserinnen von Joy Fielding und Sandra Brown“ geeignet sein. Klar doch, jetzt bin ich im Bilde, hab ja alle Romane von Joy und Sandra in meinem Regal stehen! Also, im wirklichen Leben heißt Vanessa Cheryl Holt, hat bis jetzt 22 Erotik Romane veröffentlicht und ist dem Autorenfoto nach keine Dreiwetter-Taft-Lady, sondern schaut wie eine unterbezahlte, griechische Volksschullehrerin im Wechsel aus. Dürfte also doch ansträngend gewesen sein, die 22 Erotik Romane in die Tasten zu hämmern.

Viele Bäume werden auch für sogenannte Sachbücher geopfert. Oliver Kahn, ex Bayern München Torhüter, meint: „Ich. Erfolg kommt von innen.“ Ja eh, trotzdem braucht es einen Patzen Talent, Glück und doppelt so viel Training, damit was geht. Ob Cheryl Holt auch so viel für ihre Erotik-Thriller trainieren hat müssen wie Oli? Na ja, lassen wir lieber diese Spekulationen. Spekulieren tut Michael Braun: Er meint, „So geht Geld“, o.k., ist notiert, als Exit-Strategie kommt der einmal aufs Nachtkästchen.

Aber es geht auch anders. Handkes „Wunschloses Unglück“ hat sein Gegenüber bekommen: „Glücklich, ohne Grund“, nennt sich die Schwarte. Immerhin die Nummer 1 in den Staaten, 13 Millionen verkaufte Exemplare. Ja wenn das nix ist? Aber auch die echte Liebe lässt im Frühling nichts zu wünschen übrig: „Ich, mein Karma und er“, gegen dieses Beziehungsgeflecht dürfte wahrscheinlich kein Kraut gewachsen sein. Eine Etage tiefer geht’s aber auch voll ab: „Nimm ihn! Einen Richtigen findest du nicht.“ Das sind harte Bilanzen und durchaus ein Einstiegsmodel für Existentialisten. Sartre und Camus werden zur Vertiefung folgen.


Wa.

Tuesday, February 16, 2010

Jetzt kommt das Ottakringer.



Und hier: Haidacher/Sracnik/Breit Foto (c) Starlight

Also, die Vorfreude meinerseits ist ja schon riiieeeesengroß. Steigt doch am 2. März um 20:00 die Uraufführung von "Familie Penner V" - voll auf Rock'n'Roll. Ach ja, und damit das auch alles so richtig ins Leben passt, hat uns die Wiener Traditions-Brauerei Ottakringer den nötigen Bierbestand zur Verfügung gestellt. Die Familie Penner dankt sehr herzlich, mit erfrischenden Grüßen.

Und hier gehts zu: Wankos Familie Penner

Auf die Penner!

Wa.

Thursday, February 11, 2010

Andy Warhols Banane in Graz






Fällt unter die Rubrik "lost & found": Andys Banane war gestern noch in Graz. Wer weiß, wo sie bereits heute auftaucht ...


Wa.

Sunday, February 07, 2010

Auf Augenhöhe.





O.k., Lärm ist die eine Sache. Wenn du aber mit den Bauarbeitern bereits vom Küchenfenster aus auf Augenhöhe bist, nimmt das neue Dimensionen an - "Bob the builter" hat viel geleistet, so ganz hat ers mit der Imagepolitur jedoch nicht geschafft.

Wa.

Thursday, February 04, 2010

Der Johann.


Sagt Herr Gutschi an der Bar: "Meinen Nachnamen verrate ich Ihnen nicht, der hat etwas Angeberisches und bei genauerer Erklärung dann doch wieder nicht. Nennen Sie mich doch einfach Johann, ja?"

Wa.

Monday, February 01, 2010

Pfirsichgrau ist mehr als grau.




Manchmal ist alles Pfirsichgrau und pfirsichgrau ist ein wunderschönes Wort. Der Himmel ist pfirsichgrau. Können Sie sich darunter etwas vorstellen? Irgendwie stelle ich mir den pfirichgrauen Himmel rosa und doch nicht rosa vor, eben etwas grau dazu, und noch einen Schuss gelb. So eine Nuance, so ein durch das Grau leicht schmutziges Gelb, das man als Kind im fortgeschrittenen Schuljahr oft im Malkasten hatte und nicht mehr sauber bekam. Dieses Gelb hatte dann einen Grünstich und der hat auch mit Pfirsichgrau zu tun. Oder doch nicht? Gut möglich, dass pfirsichgrau doch eher die Farbe des unreifen Pfirsichs ist, den die Sonne noch nicht verkaufsfördernd auf rot gestylt hat.

Der Pfirsich ist ja eine der ärmsten Früchte überhaupt! Als Kind ist man mit der pelzigen Frucht ja vor allem von den Großeltern verwöhnt worden. Der Opa hat seinen Taschenfeitl aufgeklappt, die Frucht in zwei Hälften geschnitten, den Kern rausgeholt und dann hat man den Pfirsich vor ihm aufessen müssen. Mit Schale natürlich, weil die Schale ist gesund, und im Krieg hätten sie nicht einmal eine Schale gehabt – so schaut’s aus.

Und dann kam die Nektarine, dieser Pfirsich ohne Haare, der ausschaut, als hätte man den Pfirsich einer Hormonbehandlung unterzogen, um den Käufer mit einer pfirsichähnlichen Frucht mit glatter, glänzender, fast hochpolierte Haut zu erfreuen. Seitdem ist der Pfirsich ziemlich out, kommt nur noch in bulgarischen Konserven vor, das sind die, mit den Pfirsichplantagen und dem Wirtschaftswunderhimmel am Cover. Die Dosen mit der doppelten Portion Zucker, die also so toll nach Kindheit schmecken. Für irgendwelche Körperpeelings wird der Pfirsich, vor allem der Kern, auch noch gebraucht. Und dort wird er auch einmal für immer landen, in der Kosmetikindustrie.

Ich weiß nicht, ob man sich nach dem Aussterben des Pfirsichs dann noch an den steirischen Pfirsich erinnern kann, der ein bisserl heller als sein bulgarischer Bruder ist. Und nicht so saftig, ein bisserl bescheidener halt, weil so frisch und saftig schmeckt ja nur unser steirischer Apfel. Isst den eigentlich noch wer? Die Schafsnasen zum Beispiel, bekommt man nur am Markt. Ein wunderbarer Apfel, zu wunderbar günstigen Preisen. Und trotzdem, der steirische Pfirsich, der hat doch etwas Pfirsichgraues, oder? So etwas Vornehmens, um nicht zu sagen Leichenblasses. Das kommt doch hin, der war ja auch im letzten Hochsommer noch so ein blasses Wimmerl und im punkto Härte ist er mit dem steirischen Kiwi verwand, der eher als Wurfgeschoß der Intifada als zum Verzehr geeignet ist.

Pfirsichgrau, denke ich mir nochmals, und schaue in den Grazer Himmel. Welches Grau hat er heute? Im besten Falle blaugrau, also nicht dunkelgrau, tiefhängend, sondern die dünne Wolkendecke lässt den blauen Himmel durchschimmern. Übrigens, das Wort „pfirsichgrau“ steht in William Boyds aktuellem Roman „Einfache Gewitter“ auf Seite 95 geschrieben. Ein toller Roman, der meines Achtens ein Orkan ist und auch sehr die Fantasie anregt. Lesen zahlt sich eben aus. Das sage ich gerade jetzt, weil Ferien sind und da gibt es keine Ausrede, außer, man hat lesen verlernt und das ist aber wieder eine andere Geschichte.

Wa.

Sunday, January 31, 2010

Max hilft Haiti




Max Wegscheidler, eher bekannt als der Künstlerfotograf der Steiermark, hilft Haiti. Nicht er alleine: Er hat zwei Musikabende aufgestellt, an denen Musiker U und E für den Notfallsfonds der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ Spielen.

4. Februar 2010, 19:30 Uhr, Minoritensaal (Mariahilferplatz 3, 8020 Graz):
Konzert für Haiti und den Notfall-Fonds von Ärzte ohne Grenzen
Mit Marino Formenti, Ingrid Marsoner, Hsin-Huei Huang, Armin Egger, Lily Francis und Johannes Dickbauer.
Organisiert und veranstaltet von J.J.Kucek, Dank für die Unterstützung an das Kulturzentrum Minoriten Graz.

6. Februar 2010, Einlass: 19.00 Uhr, PPC (Neubaugasse 6, 8020 Graz, www.popculture.at):
Soundportal präsentiert: Rock für Haiti und den Notfall-Fonds von Ärzte ohne Grenzen
Feat. The incredible Staggers, The Base, Binder&Krieglstein, Christoph & Lollo, Etepetete, Effi, Fiago, Die Tanzmaschine feat. Flow Bradley, Jimmi D., Millions of Dreads (solo acoustic performance), Dirty South DJ Team and many more.


Mehr Infos gibt’s unter: Graz hilft Haiti

Also, hingehen, anschauen und brennen!

Wa.

Thursday, January 28, 2010

Held des Tages: Der Bierkutscher Roland.



Goehte freute sich auf die Weinliederungen, der "Wa" auf die Bier!

Literatur und Alkohol gehören untrennbar zusammen, denn was der Geist verbindet, soll der Verstand nicht trennen. Das verbindet ja auch den Leser mit dem Autor. Ein Glaserl in Ehren und schon wird alles besser lesbar, ein paar Gläser mehr und schon herrscht Klarsicht über den Autor und über sich selbst als Leser. Darum ist ja Lesen (oder Schreiben) mittlerweile viel lässiger als Autofahren, weil nach drei Bier gibt’s ja auch kein Leseverbot, und Alkotest so und so nicht, ha, ha.
O.k., nach dem fast gelungenem Witz ein dickes Danke an die Stiegl Brauerei zu Salzburg. Die Stiegl-Leute sponsern nämlich den „Wa.“ mit einer Kiste Bier und das ist gut so. Roland, ein Braukutscher der modernen Form, mit Lieferwagen, war so nett und brachte dem „Wa.“ eine Kiste Stiegl Bier vorbei. Die wird nämlich hilfreich sein, den Theatermonolog „3. Liga“ fertigzustellen. Ein Monolog über einen in die Jahre gekommenen Kicker.

Na ja, dann mal Prost!

meint der Wa.

Sunday, January 24, 2010

1,95




Florian Illies muss man nicht gelesen haben und dennoch hat dieses Buch einen fixen Platz in unserem Bücherregal, alleine der Aufkleber macht’s. „Generation Golf zwei“ und das schon um 1,95. Starke Symbolkraft, wie schnell doch alles Zeitgeistige vergeht – war dieses Buch doch schon 2 Monate nach Erscheinung im Ramsch.


Wa.

Wednesday, January 13, 2010

Rosarot, Hundegacke und der Grazer Stadtpark




Seit einiger Zeit gibt es im Stadtpark eine Modefarbe: Rosarot. Und sie leuchtet meistens aus dem Mistkübel heraus. Richtig geraten! Im Mistkübel liegen die rosaroten Sackerln in denen verantwortungsvolle Hundehalter und Hundehalterinnen ihre Hundstrümmerln reinstecken. Das Schöne daran ist, es werden immer mehr, die die Kacke von ihren Waulis wegräumen. Gelegentlich liegen noch ein paar hässliche und große Würsteln im Stadtpark herum, wahrscheinlich von hässlich großen Hunden und noch hässlicheren Besitzern, aber diese oft zapfengroßen Würsteln bin ich als Jogger bis dato sportlich übersprungen.


Wa.

Wa.

Friday, January 08, 2010

Vom 2. Weltkrieg bis zum Zweitwohnsitz




In den letzten Jahren schuf der englische Autor David Peace ein hervorragendes Krimi-Quartett, das sich anhand der Blutspur des realen Serienmörder Peter William Sutcliffe entwickelt. Sehr spannend, dass sich Peace nun von der britischen Insel weg wagt, nach Japan, nach Tokio, ins Jahre 1946.
„Tokio im Jahr Null“ ist der treffende Titel und in der zerbombten Metropole lässt David Peace nun Inspektor Minami ermitteln. Zwei Mädchen-Morde gilt es aufzuklären, ein Zusammenhang ist nicht auszuschließen. David Peace bedient sich sehr stark dem Unbewussten. Durch ihn taucht der Leser in ein Zeitloch ein und findet sich im Anblick einer klaffenden Wunde namens Weltkriegsschmerz wieder. In einer existenzialistischen Treffsicherheit, die einem Samuel Becket Freude gemacht hätte, bewegt sich David Peace zum Nullpunkt. Er hinterlässt unglückliche Leser. Wenn auch die Bösen gefangen werden, die Welt bleibt dunkel.

Mit Georg Haderer meldet sich ein neuer österreichischer Krimiautor zu Wort. Seinen ersten Roman „Schäfers Qualen“ lässt er im Ski-Mekka Kitzbühel stattfinden, dem Geburtsort des Autors, der zugleich der Geburtsort des Ermittlers, Major Johannes Schäfers, ist. Drei Morde auf den ersten 80 Seiten sind nicht schlecht, alle drei Opfer wurden rituell hingerichtet und Kommissar Schäfer brennt schon der Hut. Schäfer hat sich die erste Nacht seit Jahren, die er wieder in der Alpenstadt verbracht hat, anständig betrunken und wurde dann zur frühen Stunde „bewusstlos gemacht“. Ziemlich blöd, dass ihm in diesem Zustand seine Schuhe abhanden gekommen sind und noch blöder, dass der dritte Leichnam sie beim Auffinden trug. Alle Morde lassen sich auf das Skilehrer-Milieu zurückleiten, wo wir wieder bei der Biographie des Autors sind, der ebenso einige Zeit als Skilehrer sein Geld verdiente.
Diese Sicherheit, zu wissen über was man schreibt, ist im Roman spürbar. Haderer geht mit Kitzbühel, das ja im Grunde für die Österreichische Bergwelt, dem Tourismus und dem Zweitwohnsitz-Wahn reicher Menschen steht, sehr natürlich um. Es ist weder ein Anti-Heimat Roman noch das Gegenteil. Der Bruch mit diesen Traditionen tut dem Werk gut, denn so konnte der Autor einen coolen Krimi mit einem starken Zug inszenieren.


Wa.

Thursday, December 31, 2009

Der Jako und das neue Jahr.



Sauschädel im Grazer Citypark.



Der Jakominiplatz - solange man jung ist sagt man Jako oder Jackson dazu. Das seit Generationen ...

Ah ja,mannchal schaut sogar der Grazer Jakomini Platz zumindest interesssant, wenn schon nicht charakterstark aus - siehe Bild.

Und, eh klar, der "Wa" wünscht jetzt allen "Wa-Blog-Lesern" einen guten Rutsch und ein Gutes 10er Jahr ...

GLÜCK AUF!

Wa.


Und was wünscht sich der "Wa"? Glück & Gold, sowie ein paar Reisen. Eine nach Rom & Elba und eine nach Stuttgart, das sollt sich schon ausgehen und vielleicht (trotz allem) Alles Gute meinem kleinen Scheißverein GAK - wir dürfen schimpfen: Karten-Abonent und Mitglied.

Tuesday, December 29, 2009

Oder?

Wenn Frauen fad ist, gehen sie sich schminken. Wenn Männern fad ist, betrinken sie sich.


Wa.

Saturday, December 26, 2009

Weihnachten 09 - die Fotos!





Zumnindest 2 davon. Anbei MagManu und Starlight beim Baum entzünden - nachts, wenn auch die Geister kommen.


Be grü

Wa.

Friday, December 25, 2009

Wednesday, December 23, 2009

Weihnachten ist, wenn ...



Weihnachten ist, wenn du die Familie bei dir hast … der Diogenes sein obligatorisches Packerl schickt, der Rowohlt die neuen Kataloge liefert und der Fischer bereits mit dem ersten Besprechungsexemplar aufwartet. In diesem Falle Josh Bazell mit „Schneller als der Tod“, seines Zeichens knallharter Krimischreiber, den sollte man sich einmal vormerken.
Weihnachten ist auch, wenn der Wa. an Familie Penner Teil 5 arbeitet und Starlight ihren iPod zurückbekommt. Dass in diesem Fall die Garantie noch hingehaut hat, das haben wir den Jungs von digitalis zu verdanken, denn Starlights iPod sah ja schon sehr malträtiert aus …



einen schönen Weihnachtsgruß an meine Leser – der „Wa“ bleibt Euch auch in den nächsten 2 Wochen blog-mäßig erhalten, uns wird’s also nicht fad …

Monday, December 21, 2009

Barack, du alter Sack!



Wien zur Weihnachtszeit - auch schön.

Lieber Barack Obama, danke für deine E-Mail Weihnachtsgrüße an mich, die ich gerne an die Leser meines Blogs weiterreiche. Aber du bist ja ein superdezenter Hawi und spirichst von Feriengrüßen um ethisch nicht gleich anzuecken, Weihnachten ist ja Christensache, aber egal, hier nun die Grußbotschaft:


Die Feriengrüße meines E-Mail-Freundes Barack


Wa.

Die Verwandlung.



Starlight in Action.



Als "Wa" noch Haare hatte und "immer gut drauf" war ...


Warum im Frühling putzen, wenn man vor Weihnachten ein paar Stunden dafür opfern kann. Das Arbeitszimmer war dran und irgendwann kam auch Wankos Kiste unter die Lupe, die einige Verkleidungen für diverse Lesungen zu bieten hat. Hier Starlight und Wa im bezeichnenden Toni Polster Outfit, ist aber gut möglich, dass ich die Haarpracht bei einer 70-Jahre Lesung auf hatte.

Wa.

Tuesday, December 15, 2009

Und K.I.Z. war da!



K.I.Z. im PPC, Graz.

Nach längerer Blog Abstinenz, man muss ja gelegentlich arbeiten auch, har, har, bin ich nun wieder im Blog. Also, vor zwei Tagen war ich mit Starlight im K.I.Z. Konzert, was wohl die bessere Alternative zu den Stadion-Britpoppern und Fadmenschen „Franz Ferdinand“ war. Im Konzert die (gewollte) Bierdusche für Starlight (passend zu K.I.Z. „Prost ihr Säcke“), und nach dem Konzert T-Shirt und CD kaufen. Am Stand wollte ich schon abwinken, aber der Verkäufer meinte, dass alle CDs die er auf der Tour verkauft, von allen Bandmitgliedern original signiert sind. Gegenüber dem Netz oder dem Plattenladen doch ein Vorteil. Eh klar, fördert den Verkauf, aber vor einigen Jährchen hätte keine Sau daran gedacht, dass so ein Kniefall vor dem Publikum mal Standard werden könnte.
Ah ja, da gleich eine Frage an die werte Audienz dieses Blogs. Schon Mal ein e-Book in den Händen gehalten? Kindle und Konsorten erwarten sich ja den vorprognostizierten Weihnachtsschlager. Abwarten sage ich mal vorlaut rein, aber wer weiß, vielleicht ist man ja hier im Blogg doch anderer Meinung?
Eine Frage noch zu meinen freunden nach Deutschland: Wir hätten da ein gutes Bankhaus in Kärnten zu verkaufen, am wunderbaren Wörthersee … wer hat noch nicht, wer will nochmal?
Das Wort des Tages fällt mir auch noch ein: "Nichtraucheraspirant". Mit dem Wort kann man doch ins neue Jahr gehen, oder? Ja, ja, ich weiß eh. Ich werd' geschwätzig, wenn ich zu wenig zum Bloggen komme …

Wa.

Wednesday, November 25, 2009

Hey, ich bin eh potent!



Nancy ist ein sehr direkter Mensch. Sie kommt aus Kanada und scheint sehr weltoffen für die Probleme ihrer Mitmenschen, vor allem für Männerprobleme, zu sein. In ihrem letzten Schreiben an mich meinte sie Folgendes: „Es lauft im Bett nicht mehr wie frueher? Haben Sie das Gefuehl, dass ihre Potenz waehrend des Sex nachlaesst? Kommen Sie zu frueh? Oder haetten Sie einfach gerne laengeren und intensiveren Sex?“
Finde ich voll nett, dass sich Nancy um mich kümmern will, aber um meine Potenz muss sie sich nicht sorgen. Trotzdem, Nancy ist hartnäckig und mit ihr Stacy, Daisy, Lola und Isla. Sie alle wollen mir klarmachen, dass es bei mir nicht mehr läuft. Und nicht nur bei mir: Diese, oder ähnliche E-Mails gehen ziemlich wahllos an Millionen Männer und Frauen(!). Ich weiß nicht, wie sich die Frauen fühlen, wenn sie immer lesen müssen, dass es bei den Männern nicht mehr so läuft wie früher. Vielleicht sind sie ja ganz froh über den erschlaffenden Zustand der Penisse ihrer Männer, kann ja sein.

Erstaunlich ist, dass die Absender aus fernen Ländern uns Empfänger als absolute Weihnachtsfreaks sehen, denn sogar im Hochsommer finden sich in der Betreff-Zeile der Potenz-Briefchen folgende Worte: „Weihnachten fuer Sie“ oder „Weihnachten fuer Ihren Dick“, am besten kommt aber „Weihnachtsgeschenk fuer Sie!“

Ich stell mir das ziemlich hardcore vor, wenn der Santa Claus nicht mehr mit dem Coca-Cola Laster durch unser Land fährt, sondern mit einem Viagra-Geländewagen durch die Gegend kurvt und beim Verschenken der Pillen verkündet: „Das Leben ist zu kurz - geniessen Sie das in vollen Zuegen“ oder „Mit Geld kann man nicht alles kaufen! Die Potenz und ueber 20 Minuten Standhaftigkeit schon!“ So zumindest steht es in den Mails geschrieben.

O.k., kann ja sein, dass im Alter die blauen „Wunderpillen“ Abhilfe verschaffen, aber was ist, wenn man keinen Partner hat? Auch da gibt es schneller Abhilfe, als man glauben mag. Tatiana aus Russland zum Beispiel will uns alle unbedingt kennen lernen. Sie ist zwar in Deutsch eine absolute Null, aber der Unterhaltungswert ihrer E-Mail ist umso größer: „Hallo! Er sucht uber eine Dating-Site und ich mochte wirklich Ihr Profil ab. Ich habe eine Nachricht auf der Website, aber leider haben Sie mir nicht geantwortet. Ich wollte Ihnen zu begegnen. Ich bat um Hilfe fur die Verwaltung der Dating-Plattform. Sie gern hat mir geholfen. Sie gaben mir Ihre E-Mail und jetzt habe ich diesen Brief schreibe. Ich bin sehr glucklich, da? ich jetzt personlich schreiben konnen Sie eine Nachricht. Ich hoffe, Sie nicht verlassen, ohne mein Schreiben aufmerksam und achten Sie darauf, mir zu antworten.“

Au ja, Tatiana ist wahrlich ein Hammer! Besonders gefällt mir die Infragestellung des Glücks. „Ich bin sehr glucklich, da?“ Das trägt ein geheimes Zweifeln in sich. Und auch im letzten Satz die Sorge, ob ich ihr ja antworte. Wirklich reizend. Eine Rückantwort könnte in etwa so ausschauen: „Hallo Tatiana: Ich haben ein Frau und eine Kind. Damit sehr glücklich. Besser Sie lernen kennen Menschen in wirklichen Leben. Briefe schreiben, nicht besonders Ihre Starke. Und bitte mich nicht mehr schreiben, ich weil hassen SPAMS. Hoffentlich haben Geld in Winter, weil Russland Heizung oft kalt.“


wa.

Tuesday, November 24, 2009

Gedanken.


Das was einem passiert ist, vor dem hat man keine Angst mehr.

Wenn über jemanden geschrieben wird, dass „die Unschuldsvermutung gilt“, ist der mehr als schuldig.

... dass diese zwei Gedanken intelligenter sind, als 90 % des heutigen Facebook Geschreibsels.


Wa.

Friday, November 13, 2009

Gefängnisse auf dem Tiber?



Die ungastliche Mitte-Rechts Stadtregierung in Rom schickt sich nun an, alte Schiffe zu Gefängnissen umzubauen, weil die Kapazitäten in Rom erschöpft sind.
Da sollte man aber aufpassen. Auf das Meer würde ich so ein Schiff net schicken, könnte sich ja auf und davon machen. Und den schwimmenden Knast durch den Tiber gurken zu lassen, schaut auch net gut aus. Peter Ackroyd in seinem Sachbuch „Die Themse“ weiß davon zu berichten, dass bereits im 18. Jahrhundert die Engländer von den Gefängnisschiffen Gebrauch machten. Meutereien und Unruhen standen auf der Tagesordnung. Die Unruhen waren wohlbegründet: Durch den schwimmenden Knast auf der Themse, musste man die Verbrecher nicht mehr nach Australien ausschiffen, was den Häfenbrüdern wenig gefiel. Nach einigen Jahren ließ man diese Idee wieder fallen.

Wa.

Wednesday, November 04, 2009

Mein Haberer Barack!





Ich will jetzt nicht angeben, aber Barack hat mir geschrieben, Barack Obama, genau, der Präsident der Vereinigten Staaten. Er schreibt mir öfters, wie hunderttausend anderen auch. Ich trug mich vor der US-Wahl auf seiner Mailinglist ein, seitdem bekomme ich seine Mails. Im Wahlkampf hat er mich gelegentlich um Kohle angepumpt, auch sollte ich für ihn lässige Wahlpartys machen, für gute Stimmung sorgen und so nebenbei auch wieder Spenden einsammeln. Seit der Wahl habe ich nur noch spärlich Post bekommen, in der letzten Zeit überhaupt keinen mehr. Ich dachte schon, dem Kerl ist etwas passiert, aber dafür war er zu oft in der Zeitung. Vor Kurzem kam jedoch ein starkes Lebenszeichen: Er hat mir in aller Herrgottsfrüh verkleckert, dass sie, Michelle und er den Friedensnobelpreis bekommen haben. Voll nette Mail, denke ich mir, der Mann hat durchaus Charakter, denn dieses Mal haut er mich um keine Kohle an. Die Frohbotschaft alleine muss reichen.

Einige Tage später lese ich die Headline, dass der Friedensnobelpreisträger die Truppen in Afghanistan erhöht. Das passt doch nicht! Irgendwas haut da nicht hin. Der Friedensnobelpreisträger erhöht die Truppen. Klingt irgendwie gleich wie „Veganer essen Tigerfleisch“, „Gesundheitsministerin beim Tschick-Schmuggeln erwischt“ oder „Polizist wird zum Einbrecher“. Ich schüttle den Kopf.
Abends setzte ich mich zur Glotze. Ein seltenes Ereignis, da ich glaube, dass die Welt vom Fernsehen nur blöder wird. Es läuft gerade der Assinger mit seinem Millionen-Quizz. Die 10.000 Euro Frage lautet: „Wer ist in Goethes Faust des Pudels Kern?“ Zum einen bin ich schwer entsetzt, dass man mit so einer 6. Klasse-Mittelschule-Frage satte 10.000 Euronen abcashen kann, zum anderen bin ich noch ein bisserl entsetzter, weil der Kandidat die Antwort nicht weiß. In solchen Momenten sieht man dann den Assinger leiden, ich glaub insgeheim verzweifelt er an Österreich. Es kommt noch schlimmer: Selbst der Telefon-Joker hat keine Ahnung vom Pudels Kern und ich denk mir nur: Der Teufel soll euch holen, wenn ihr dermaßen deppert seids!

Ich schalte einige Programme weiter und nach diesem Goethe-Einfahrer ist mir nach einer Amnesie zumute. Ich will vergessen, wie ungebildet die Menschen bei uns sind. Nach der Amnesie fragt grad ein Privatsender: „Wenn man sich an nichts mehr erinnern kann, hat man dann die Amnesie oder die Annemarie?“ Die Annemarie finde ich als Antwort sehr super. Ich gehe mit der Annemarie im Kopf durchs Leben und weiß von nichts. Ich denke wieder an meinen E-Mail-Freund Barack. Vielleicht hat der auch die Annemarie im Kopf und weiß von nichts, hat keine Ahnung von seinem Nobelpreis, verschickt ein paar tausend Truppen nach Afghanistan und vergisst das gleich wieder. Eigentlich ein schöner Zustand, wenn man Scheiße baut und nicht mehr davon weiß.
Die ÖBB ist übrigens auch von der Annemarie befallen. Wenn die schon das halbe Netz streicht, warum nicht gleich das ganze? Hätte etwas Ehrliches. Wir scheißen auf die Bahn und dafür müssen uns die Brummis via Autostopp quer durch Österreich mitnehmen. Denen erzählen wir dann etwas vom Pudels Ker, von Obama dem E-Mail-Freund, sowie von der Annemarie und der Amnesie.

Wa.

(c) "Frontal" 2009.

Friday, October 30, 2009

Besprechung Roberto Bolaño: 2666



Jens Lapidus -- Roberto Bolaño -- Ulrich Ritzel

Bei dem Namen Roberto denke ich als g’standenes Wirtschaftswunderkrapferl natürlich an Roberto Blanco, aber da ja Blanco eher Herr des Schlagers ist, hat er auf diesem Blogg keinen Stammplatz. Roberto Bolaño schon eher, der mit seinem über 1000 Seiten starken Roman „2666“ von sich reden macht. Ja, ich hab das Buch leider noch nicht gelesen, aber da meine Blogeintrag „Besprechung David Forster Wallace: Unendlicher Spaß“
auffallend häufig aufgerufen wird, versuchen wir das nun auch mit Kollegen Roberto Bolaño ebenso. Übrigens: Noch nie wurden die Namensvetter Roberto Bolaño und Blanco in einem Satz verwendet, was sich hiermit auch erledigt hat. Ja, gut auch, dass ich die Erstausgabe mit den duften orangen Seiten habe, siehe Bild, seit der 2. Auflage sind sie ja leider weiß.
Aber ich will Sie nicht ganz bescheißen zum Lesen empfiehlt sich zweierlei: Ulrich Ritzel, mit seinem „Beifang“, nicht ganz auf der Höhe der Zeit, aber der alte Haudegen hat schon sieben Berndorf-Krimis gestemmt. Dazu sage ich einmal Respekt, Herr Ritzel!
Knallhart geht’s dafür bei Jens Lapidus zu. Der Stockholmer hat mit „Spür die Angst“ einen knallharten Gangster-Krimi geschrieben, dessen Gangart eher an die Machart von Krimis im angelsächsischen Raum erinnert. Knochen krachen, Schädel bersten und die dunklen Herzen und Seelen werden offengelegt. Fernab vom norwegischen Sozialstaat widmet sich der Autor der Balkan-Mafia. Kurze Sätze, ein knackiger Stil, eine klare Aussage, mehr kann man sich von diesem Krimi nicht erwarten.

Wa.

Tuesday, October 27, 2009

Bilder-Blog




Manchmal ist ein Blog nicht mehr als ein Bild. Dazu gibt's eine kurze Anleitung: (Nicht zu weit) aus dem Fenster lehnen und abdrücken. Und so erstrahlt dann die Grazer Universität für Musik und darstellende Kunst in neuem Licht.

Wa.

Friday, October 23, 2009

Tone Fink in Graz




Sollt noch einer sagen, Maler sind nicht eitel! Nein, kleiner Scherz, Tone Fink freute sich so sehr über die gestrige Vernissage seiner Ausstellung, dass er sich einige Minuten zuvor beim Friseur "Haar Virus" Gel reinschmieren ließ. Da sind wir eigentlich schon am Ort des Geschehens. Der Vorarlberger-Wiener Künstler stellt zurzeit in der Galerie der hiesigen Raiffeisen-Zentrale am Tummelplatz aus. An sich sind ja Ausstellungen in bankhäuser und Versicherungen nicht immer angehnem, gerade die Vorstadt-Fillialen können davon ein Lied singen, aber bei Tone muss man sich da keine Sorgen machen.
Kurz noch ein Wort zu den Bildern, gerade die Din A4 Formate sind bestechend: Papier ist nicht einfach Papier. Es ist lebendig, es ist zu entzweien, zu durchbrechen, aber auch wieder zu kleben. Für Tone Fink ist es so etwas wie eine lebendige Substanz. Dazu bemalt und „bekritzelt“ er es, mit Bleistift, Kreide oder Bundstifte. Eine Art verspielte Leichtigkeit tritt hier auf, als sei ein Kind am Werk, das ungeachtet nach den Stiften greift, die ihm gerade am nächsten liegen. Es ist der Zufallsmoment, der sehr stark mitspielt, die Eingabe in einem Sekundenbruchteil, natürlich unbewusst gesteuert. Und trotzdem kommen bei Tone Fink fabelhaft anmutende Zeichnungen heraus. Tiere, Menschen, Kreuzungen aus Tierrassen, eben neue „finkische Fabelwesen“ sind zu erkennen.

Und hier gehts zum Fink


Wa.

Wednesday, October 21, 2009

Der heilige Ort des Lesens.




Auf dem WC liest man sehr gerne, ich hoffe da es geht Ihnen auch so. Das hat viele Gründe. Zum einen ist man so herrlich unabgelenkt. Hat damit zu tun, dass man nur blöd gegen die Klotüre schaut. Handy hat man auch keines dabei und wenn das Wasser ein bisserl plätschert, weil der Installateur noch nicht gekommen ist, beruhigt das unheimlich. Das Scheißhaus als Oase des Glücks. Es gibt also keinen besseren Ort um zu entspannen, außer man hat Verstopfung oder das Gegenteil davon.

Dementsprechend eignet sich das WC wunderbar als Leseort. Auf dem WC liest man, was man gerade in die Finger kriegt. Im Grunde ist das ziemlich toll. So hatte ich erstmalig das türkise Magazin eines Parfümerie-Diskonters in der Hand. Das erste was mir auffiel sind die Modells. Viele von denen schauen komisch, so als ob sie grad von einer geheimnisvollen Krankheit heimgesucht werden. Vielleicht müssen sie auch nur dringend auf die Toilette, kann ja sein.

Auf den nächsten Seiten wird eine Reise nach Mexiko angeboten. Der Reisebüro-Mensch meint, dass sich Mexiko in den letzten 20 Jahren echt verändert hat. Super, denk ich mir. Sogar die Steiermark hat sich in den letzten 20 Jahren verändert, wird wohl in Mexiko auch so sein. Von der Schweinegrippe steht nix drin, auch nicht von den tausenden, mexikanischen Wirtschaftsflüchtlingen, aber macht nix, wir blättern weiter.

Wieder ein paar Bilder von Modells, wo keiner weiß warum die so komisch dreinschauen, vielleicht sagt ja auch der Fotograf zu denen, „schau mal so drein, als ob du dich ankackst!“, möglich ist bekanntlich alles. Endlich sind wir bei einem Designer, ich kenne ihn aber nicht. Kenneth Cole aus New York, vom Foto her ein netter Kerl. Ich erfahre, dass er ziemlich viel auf Charity macht, super denk ich mir, in Amerika muss ja jeder Steinreiche auf Charity machen, sonst gehört er gleich zu den bösen Reichen. Und dann hat er einen neuen Duft kreiert. Soll sehr traditionell riechen, weil die Tradition und die damit verbundenen „wahren Werte“ uns in der Krise doch Orientierung geben sollen, meint man da so. Aber irgendwie soll auch alles wärmer und sinnlicher riechen, meint der Herr Designer. Ja, genau, das hätte ich an seiner Stelle auch geantwortet. Tradition und Sinnlichkeit, genau das was wir brauchen. Ha! Das uns diese Formel nicht schon in den letzten Monaten eingefallen ist! Ist ja nicht zu glauben … Es gibt Menschen die nehmen solche Hefterln ernst, denke ich mir, und die tun mir jetzt verdammt leid.

Das nächste im Regal ist ein Micky Mause Heftl unserer Tochter aus dem Jahre Schnee. Satte 28 Schilling habe ich damals für den Dreck bezahlt und irgendwie hat er es geschafft, bis heute zu überleben. Phantastisch! Da sind lässige Zaubertricks drin. Karten die verschwinden, Becher die in der Luft schweben. Nebenbei erklärt der Zauberer was hinter dem Zauber steckt: Die richtigen Klamotten muss man anhaben. Die Tricks muss man oft üben, sonst ist man zu langsam. So nebenbei muss man das Publikum ablenken, eine gute Laune soll man haben und selber staunen was man da so daherzaubert. Aber nichts desto trotz: Zaubern sollte doch gelernt sein, steht im letzten Absatz geschrieben. Kommt mir ein bisserl wie die Politik vor: Schönwetterstimmung ist ja toll und ein bisserl Tam-Tam muss man auch machen, aber herauskommen sollte auch was.

Übrigens, was den Profi- und Amateur-Leser auf der Toilette unterscheidet ist, dass der Profi aufs Runterlassen nicht vergisst und die Lüftung einschaltet.


Wa.

Sunday, October 11, 2009

Der Graz Marathon



Herr K. vom Portal haubentaucher.at - aufgenommen noch vor dem 1/2 Marathon

Der Graz Marathon ist also überstanden. Nicht nur für Herrn K. aus der haubentaucher.at-Redaktion sondern auch für den Elvis-Imitator bei mir um die Ecke. Herr Elvis wiederholte sich alle fünf Songs und stolperte immer wieder über „I’ve lost you“. Dass hier meine natürliche Abscheu gegen Elvis-Imitatoren durchkommen mag, will ich gar nicht abstreiten. Dass aber wirklich sehr viele Läufer vor dem Marathon wischeln mussten und in Graz dafür sehr wenige mobile Toiletten aufgestellt waren, steht auf einem anderen Papier. Ah ja, Herr K. aus der Redaktion haubentaucher.at landete nach 2:08:57 immerhin auf dem respektablen 1734 Platz.

Gratulation!

Wa.

Saturday, October 10, 2009

Endlich, Strache ist Kanzler!



Manche last trägt man nicht gerne auf dem Rücken ...

Ok. Nicht so ganz, aber der PR-Gag vom Überreuter Verlag haut schon hin. Vor kurzem erschien nämlich das gleichnamige Polit-Buch. Eine spekulative Zukunftsmusik, aber die letzten Wahlen lassen zumindest doch nicht ganz abstreiten, dass uns der FPÖ-Mann weiterhin nicht erspart bleiben wird.
An Susi war diese Sprachblase befestigt. Weiters teilte sie Flyer zum Buch aus. Ihre Reaktion: Rechts-Wähler gehen sehr zielgerichtet auf sie zu und nehmen den Flyer mit, anders denkende Menschen schauen zuerst einmal blöd, meinen dann „Spinnt’s ihr?“ und nehmen’s dann doch mit Humor. Strache, Kanzler? Wer will das schon glauben.


Er schafft's nicht. Ich weiß es. Wa.

ILL BILLY THE K.I.T.T.


4Erinnert an die Grazer Gruppe: Autor bekommt unerwartet beuch auf der Bühne.

Manfred Gram zählt zu den begnadetsten Schandmäulern in Österreich. Tagsüber schuftet er in der Kulturredaktion vom Format, aber in der Nacht wird er, wenn er zur Feder greift und nicht grad seinem Baby das Flascherl geben muss oder gerade über den Durst gluckert, zu ILL BILLY THE K.I.T.T., dem Herr über die letze Seite im Wiener Studentenmagazin „The Gap“.
Billy schreibt gerne über schlechte Rasuren, nicht bessere Laune, dem Drang seiner primären Geschlechtsmerkmale oder über Personen die nicht erwachsen werden wollen – die Bandbreite ist groß, gegen die Billy schießt. Und das passt schon so. Bei Lesungen schenkt er übrigens grausige und nicht so grausige Styling-Produkte her, die als Reklame in die Redaktion geschickt werden.
Gestern hatte aber sogar Billy mit viel Gegenwind zu kämpfen. Obgleich sein Lese-Duktus eine kampfbetonte Mischung aus Rainald Götz und Franz Dobler gleichkommt, konnte er beim „Hundert Jahre Gap Fest“ wohl weder gegen eine nicht ganz interessierte Meute im hinteren Veranstaltungsbereich noch gegen einen Besucher ankommen, der Billys Hair-Styling Produkte auch an Billy persönlich ausprobierte. (Der „Wa.“ bekam übrigens auch eine Styling Schaum Dosis ab.)


Wa.

Die kleinste Weltstadt Graz.



In einen der letzten Nächte gab’s am zentral gelegenen Jakominiplatz Schweißerarbeiten zu bestaunen. Der warme Sahara -Wind, das stählerne Licht und dazu den Werbespot im Hintergrund gaben ein filmisches Bild ab. „Chinatown“ gibt’s schon, ebenso „Subway“, ein Film der ebenfalls Schweißerarbeiten ästhetisiert. Grazer „Bim Film“ oder so, das wäre zumindest ein Titel.

Wa.

Thursday, October 08, 2009

Patrick Chan Kwok Wai braucht Hilfe!

DRINGENDE BITTE UM IHRE HILFE!!!

Lieber Freund,

Ich bin Herr Patrick Chan Kwok wai Verantwortlicher Direktor und Hauptfinanzoffizier des Hang Seng Bank Ltd. Ich habe einen dringenden und sehr vertraulichen Geschäftsvorschlag für Sie.


Ich entschuldige mich ehrlich und hoffe, dass ich Sie nicht verursache viel Unbehaglichkeit, sich mit Ihnen dadurch in Verbindung setzend, bedeutet für eine Transaktion dieses Umfangs, aber das ist wegen der Vertraulichkeit, und schneller Zugang ruhte auf diesem mittleren, schade mein Englisch ist nicht sehr guter .Furthermore wegen dieses Problemes meinen Händen jetzt, das wurde notwendig für mich, Ihre Hilfe zu suchen, und das ist für mich befehlend, Ihre Meinung zu wissen.

Vor fünf Jahren machte ein Saudiaraber-Ölberater/Auftragnehmer mit der chinesischen Chemischen und Erdölvereinigung Herr Al-Rahman AlSaud eine numerierte Zeit (Befestigte) Ablagerung seit zwölf Kalendermonaten, geschätzt an US$13,000,000.00 (Dreizehn Millionen Vereinigte Staatsdollars nur) in meinem Zweig. Auf die Reife sandte ich eine alltägliche Ankündigung an seine Nachsendeadresse aber bekam keine Antwort.

….

Lieber Patrick Chan Kwok Wai,

danke für Ihr E-Mail. Schade, dass Ihr "Englisch nicht mehr sehr guter". Ich kenne nur Ihr Deutsch, "nicht mehr viel schlechter", kann ich dazu nur sagen. 13 Millionen Vereinigte Staatsdollars auf mein Konto? Puuuh, das ist schon viel. Ich hab da meinen Bankberater angerufen und der hat gemeint ich soll einmal mehr vorsichtig sein, weil wenn mir jemand so ein hohes Angebot via E-Mail macht und dazu so interessante Worte wie „Vereinigte Staatsdollars“ verwendet, soll ich eher von dem Geschäftsvorschlag Abstand nehmen.
Mein Bankmensch vertraut Ihnen nicht, ich eigentlich auch nicht mehr, obgleich wir Sie beide unterhaltsam finden – und wahrscheinlich haben Sie mich nur kontaktiert weil ich mit „Wa“ auch ein bisserl wie ein HK-Chinese klinge, oder?

Ihr „Wa“

Sunday, October 04, 2009

Der Plastikklotz aus den 1970er-Jahren.



Diesen eher von zweifelhafter Schönheit beschaffenen Plastikklotz hat mein Vater in den 1970er-Jahren von der AUA PR-Abteilung geschenkt bekommen. Irgendwann landete er dann bei mir. Ich will jetzt nicht sentimental werden, aber dieser Klotz hat Kanten und Ecken und wenn ich den vom 2. Stock aus dem Fenster wuchten würde, sollt keiner daran vorbeigehen …
Was mich eigentlich so aufregt, ist der fragwürdige AUA-Lufthanser Deal. Wir geben der Lufthanser 500 Mille damit sie die AUA übernimmt, dann denkt die Lufthanser fast als erstes über einen vierstelligen Mitarbeiter-Abbau bei der AUA ab. Na aber hallo, fragt sich da der „Wa.“ und bekommt so irgendwie das Gefühl nicht weg, dass man das ohne Verkauf selber auch zusammenbringen hätte können.

Wa.

Friday, October 02, 2009

Die 12 Gebote eines Provinzklubs




1. Wenn du in deiner Stadt die Nr. 2 bist, macht dich nicht ein einzelner Meistertitel zur Nr. 1.

2. Traue niemals deinem Präsidium, es könnte sehr schnell abhandenkommen.

3. Traue niemals deinen Spielern, sie können schon morgen beim Feind unterschreiben.

4. Traue nur dir, du bist der Fan und du gehörst auf den Platz!

5. Besser dein Verein überlebt durch Bad News, als er hat keine News.

6. Halte dir einen Bier-Konzern und dazu noch einige Frächter. Die haben immer Geld. Auch wenn sie dumm sind.

7. Lüge die Medien nur an, wenn du gut darin bist.

8. Halte dir keine Investoren, sondern Sponsoren.

9. Die dritte Halbzeit kann die ersten zwei (leider) nicht ersetzen.

10. Hoffe niemals auf bessere Zeiten, sonst werden sie nicht besser.

11. Verzeihe niemals Personen, die deinem Verein Schaden zugefügt haben.

12. Eine Media-Analyse macht noch keine Qualitätszeitung, ein Verein mit Massenanspruch macht noch keinen Qualitätsverein.

Wednesday, September 30, 2009

Licht in die dämonische Nacht.



„Der König wartet“, heißt der brandaktuelle Tonträger von Kurt Gaulhofer alias Krawauli. Gesang, Gitarre, Cello, Bassflöte und Keyboard spielt Kurt G. Ziemlich viele Instrumente für die man eine Ausbildung braucht. Am Klavier begleitet ihn Azadeh Balash.
Aber jetzt bitte zur Musik: War die letzte Krawauli CD noch Fünf Uhr Tee, sind wir dieses Mal beim LSD angelangt, das man sich nach dem Tee wirft oder noch besser in verflüssigter Form bereits im Tee konsumiert. „We need to talk about your head“ heißt der Eingangssong und schon hier zerfließen die Bilder in schönsten Spektralfarben. Ach, wie ist es schön ist es wieder einmal voll zugedröhnt zu sein – wenn auch „nur“ durch Zuführen von superlegalen Substanzen wie Musik. Wer sich nun ne Kostprobe abholen will, sollte es hier Der König wartet tun.

Wa.

Der Mann, der dicke Bücher schreibt.


Ob er ihn nun haben will oder nicht. Er kriegt ihn oder nicht. Recht ist ihm bald gar nichts mehr und eine sonderbare Gleichgültigkeit ergriff ihn gestern, als wir und zum Cafe trafen. Clemens Setz und seine 716 Seiten starken „Frequenzen“.
Der Wa und Graz wünschen Clemens Setz auf alle Fälle das Beste in Frankfurt. Auf die Shortlist kommt man eben nicht immer!

Also, Alter, wie hat schon Herr Hölzl gesungen: „Wenn net, dann halt net!“ – und wenn schon, dann halt schon, denkt sich der

Wa.

Geburtstagskind!


Der Mann hinter dem Kürbis: Wolfgang Pollanz.


Nein, nicht der Herr auf dem Bild. Wie alt Wolfgang Pollanz ist, weiß ich nicht. „Seine“ edition kürbis ist auf alle Fälle 20 Jahre alt und da gab’s letzten Freitag auch ein dementsprechendes Fest in Wies. Für alle Nicht-Grazer: Die edition kürbis hat von so ziemlich allen guten Grazer Autoren zumindest ein Buch herausgebracht. Über 20 sind es mittlerweile und wer nun Lust hat begibt sich hier kuerbis.at auf die Reise und bestellt gleich was.

Wa.

Thursday, September 24, 2009

Der Schoko-Baron Josef Zotter und seine Piranhas.



Gestern nachgefragt und tatsächlich ist es so: Bereits aus China und den USA gibt es konkrete Nachfragen über ein Zotter Schoko Export. Sie wissen schon, das ist die geile steirische Schoko, die in sämtlichen Geschmacksrichtungen eine neue Erfahrung darstellt. Zurzeit nasche ich gerade an der Nuss-Marzipan Schoko und ich muss schon sagen, sehr lecker.
Über Fair Trade und co wurde ja bei Zotter schon viel berichtet, mir stach aber die WC-Anlage im Zotter-Imperium ins Auge. Damit man es auch weiß, wie es so im Dschungel ist, von wo die Kakaobohnen kommen, werden die WC-Anlagen nicht nur mit Dschungel-Sound beschallt, sondern im Eingangsbereich der Toiletten befindet sich ein Piranhas-Aquarium: „Man darf sich die Piranhas nicht als Horror-Fische vorstellen. Sie sind sehr sozial und Herdentiere und mitunter auch die Polizei in den Flüssen.“
Übrigens, gefüttert werden sie mit Hühner- oder Fischfleisch. Und streicheln kann man sie auch, wenn man sich traut.

Wa.

Gralla




Als Kind habe ich über diesen Ort gelacht. Der Name klang nach Krallen so „krallig“, irgendwie komisch. Gralla war einfach Gralla, der Zipfel an Leibnitz. Gr, Grrr, Grrrrr, Grrrralllla. Und heute hat dieser Ort ja als Homebase des schwer gestörten Briefbombers rausgestellt. Und trotzdem muss der Ort irgendwie dableiben und trotzdem müssen da irgendwie noch Menschen leben, sie können ja nicht abhauen, weil Franz Fuchs hier sein Unwesen trieb. Was gibt’s sonst über Grala zu sagen. Heiß war’s, die die maisstaudenblätter wogen sich im leichten Wind und neben uns ging eine Frau mit ihrem Hund zum Tierarzt.

Sunday, September 20, 2009

Die Körperöffnung im Baum oder der Arschloch-Baum.



der A-Baum. Gesehen und fotografiert in Krems. (c) M. G. Wanko

Also, wenn Bäume Menschen wären, wäre dies wohl die Körperöffnung die für den Austritt von nicht verwertbaren Substanzen vorgesehen wäre - aber wartum so a-warm daherreden: Dieser Baum ist und bleibt der Arschloch-Baum!

Be Grü Wa.

Friday, September 11, 2009

Weil Samstag ist




Frank Goosen ist ein Bochumer Autor, den ich schon längere Zeit auf diesem Portal vorstellen wollte. Seine Erzählungen und Kurzgeschichten haben’s tatsächlich in sich. „Weil Samstag ist“ heißt eine Sammlung von Fußball-Storys. Die Kommentare über die WM 06 und EM 08 kann man hinten anstellen, waren ja auch schon im Spiegel online zu lesen. Wichter erscheinen mir seine Storys rund um Bochum und dem VfL. Das Großartigste ist jedoch, dass man kein VfL Fan sein muss. Es reicht wenn man den Provinz-Fußball liebt und den seinen Verein „geistig“ gegen den VfL auswechselt. So gelesen ist das Buch wirklich 1A und Frank wird gegen den kleinen Wechsel wohl nichts dagegen haben, oder?

Euer Wa.

Sunday, September 06, 2009

GAK - quo vadis?

Nachdem was heute schon wieder über unseren kleinen Scheißverein in den Gazzetten stand, hier ein Vorschlag meinerseits über die neue Vereinshymne. Den Refrain wird eh bald jeder verstehen:


Ps.: Ein Freund fragte mich einige Tage später, welchen Anlass es für diesen Blog gab. Ich wusste es nicht mehr, aber soviel vielleicht dazu: "Wir" sind eh öfters in der Kacke als man es glauben will ... der Anlass ist also egal ...




Wa.

Wednesday, September 02, 2009

Die verstaubten Autos in der Tiefgarage.


Alfa Spider 2,0

Alle heiligen Zeiten, wenn ich nach Wien fahre, parke ich in der Tiefgarage Erdberg, weil die Apcoa dort ein ganz gutes Park&Ride System aufgebaut hat. Jedes Mal sehe ich jedoch super verstaubte Wagen, die schon sehr, sehr lange hier stehen müssten, so verschmutzt sind sie.
Dieses Mal war’s ein sehr schöner Alfa Spider 2,0, vermutlich aus der 3. Generation, also mindestens 10 Jahre alt und mit einem italienischen Kfz-Kennzeichen aus Bergamo, dem Herzen Italiens, versehen. Wäre ja auch kein schlechter Krimi Anfang, denke ich mir jetzt grad, aber …
Also, deshalb hab ich heute bei der Apcoa angerufen und gefragt, warum es denn so „Langzeitparker“ gibt. Herr Hofer, der Sprecher von der Tiefgarage Erdberg nannte mir drei Gründe:
Die Leute stellen hier ein Auto ab und wollen es verkaufen. Dann finden sie keinen Käufer, nehmen die Nummerntafel ab und lassen das Auto stehen. (nicht gerade geschickt, weil durch das Pickerl der Fahrer ausfindig gemacht werden kann, und ohne Nummer darf nix stehen.)
Weiters werden Autos auch sehr gerne vor dem Scheidungsrichter versteckt, wenn es um Klärung der Güter geht. (auch nicht gscheit, Polente, Anwälte, Gerichte fragen gerne nach.)
Und dann gibt es tatsächlich die, wo man nichts weiß und das Auto steht und steht … in diesem Fall werden die Bullen für Rückforschungen eingeschaltet und schon bald ist ein Verfahren anhängig und dann sind wir wieder beim Krimi und irgendwie wieder beim Mann aus Bergamo, der „vergessen“ hatte, sein Auto aus Wien mitzunehmen … .

Wa.

Thursday, August 27, 2009

Retro.



Viel was Schöneres kann es kaum geben, als mit einem original (!) Sony-Walkman durch Graz zu spazieren und sich eine Musicbox-Monatskompilation aus dem Jahre 1992 (C45-92-08) anzuhören. Zusammengestellt hat dieses kleine Wunderwerk der damals noch eher schräg veranlagte Walter Gröbchen.
Im Übrigen verkauft der Elektro-Supermarkt Saturn keine Walkmans mehr und Gröbchen verdient sein Geld mittlerweile in München und ich? Na ja, ich blog da so vor mich hin und hab dem Nikotin adieu gesagt und die Welt dreht sich unverwandt weiter.

Wa.

Tuesday, August 25, 2009

Besprechung: David Forster Wallace „Unendlicher Spaß“




Witz! So schnell kann wohl kaum keiner 1500 Seiten in Schriftgröße „Gebetsbuch“ lesen und auf PDF wollte ich es nicht. Die FAZ berichtet bereits seit sechs Wochen über „Unendlicher Spaß“, rezitiert von verschiedenen Autoren, der „Spiegel“ bringt ein 4 Seiten starkes Porträt. Also, D.F.W. hat sich vor einiger Zeit umgebracht, nein, nicht weil Ulrich Blumenbachs Übersetzung von „Unendlich viel Spaß“ sechs Jahre gedauert hat, sondern weil es Wallace nicht mehr drauf gehabt hat.
„Das literarische Ereignis des Jahres“, meint sein Verlag, verstehe ich aber auch irgendwie, die 1500 Seiten Schwarte muss ja auch verkauft werden. Es hilft ja nix! Bei uns wird Wallace a la Curt Cobain vermarktet, in Amerika wird er wie ein „Cobain für Literatur-Freaks“ verehrt - nun mal schauen was sein Opus Magnum drauf hat.
Christof Huemer, Kenner und Leser der US-Literatur gibt sich zurückhaltend, in den Staaten hätten seine Shortstories mehr eingeschlagen. Nach 1500 Seiten werden wir alle gescheiter sein, und hier geht’s zum Wallace Blog


Be Grü Wa.

Turner hätt's gefallen!



Noch ein kurzer Rückblick nach Krems. Mit diesem Bild „Donau mit Wolke“ als Vorlage hätte sogar William Turner eine Freude gehabt.

Wa.

Monday, August 24, 2009

Graz, City of Design?


Ein Bier so wie wir. Graz-Design?

Wirtschaftskrise hin, Wirtschaftskrise her. Seit 2007 wird man in Graz mit Einladungen bombardiert, die geprägt, gestanzt, eine Kohle kosten, als gäbe es kein Morgen. Dahinter steckt die „Creative Industries Styria“ (CIS), mit dem großen Ziel „City od Design“ zu werden. Ist ja immerhin ein UNESCO-Titel, da muss man hin, dürften sich die Verantwortlichen gedacht haben, wir haben ja schon einen, mit dem wir nicht ganz zurechtkommen, bitte gleich einen zweiten dazu. Danke.
Es soll sich jeder darüber seine Meinung bilden, aber die ganzen scheiß Plakate und Einladungen die der gestandene Grazer in den letzten Jahren zugeschickt bekommen hat, sind von einer Kreativität die an Hubertus von Hohenlohes PR-Materialen aus den frühen 1990er-Jahren erinnert, als Hubertus gar nicht so schlecht poppte. Aber was kann der Hubertus dafür, wenn Graz nicht poppt? Gar nix, denn Hubertus seine Singles kamen sogar im Ausland in die Charts und kam auch ganz gut die Streif runter. Aber niemand von der CIS soll die Streif runterfahren müssen, sie sollen uns einfach mit ihren Uralt-Styles-Plakaten verschonen. „Wir bew erben uns“ (Siehe Foto), das hätte sich schon unter Haberl Zeiten im „Steirischen Herbst“ niemand mehr getraut. Einfach fad, fad, fad … aber vielleicht bin ich zu negativ eingestellt. Das Plakat hat ja doch was von einem vollen (!) Bierglas und as ist positiv!

Wa.

Und hier geht’s zu Graz bew irbt sich wieder einmal