Thursday, September 08, 2011

Scotch, tabs and crime.


Ein Wehgeschrei ging durch die britische Literaturszene, als 2007 Ian Rankin den charismatischen Inspector John Rebus 2007 in die wohlverdiente Rente schickte. Anwärter gab es auf den nun vakanten Posten schon zuhauf, gehalten hat sich keiner. Neu im Rennen ist Tony Black, mit seinem Gus Dury aus Edinburgh. Gus Dury musste erfunden werden: Er hat im Leben eigentlich ziemlich viel falsch gemacht. Seine Ehe ging den Bach runter, von seiner Zeit als schottischer Starjournalist kann er nur noch träumen, seine Liebe zum Scotch erinnert an Humphrey Bogart und irgendwie passiert es immer wieder, dass dort wohin ihn seine wuchtigen Doc Martens führen auch die Fäuste fliegen. Ein Mann fürs Grobe also, der in Schottland schon längst als musikversierter Punk-Detektive gefeiert wird.

Schlecht gestimmte Dudelsäcke.

Um was geht’s in seinem ersten Krimi „Geopfert“? Der Sohn eines Freundes wurde bestialisch zugerichtet, doch die Polizei legt den Fall als Selbstmord zu den Akten. Da Gus nach seinem Rauswurf aus der Zeitung eigentlich nicht mehr zu tun hat, als einen Scotch nach dem anderen zu kippen, übernimmt er die Aufgabe für seinen Freund ein bisschen zu recherchieren, wie es denn wirklich zu diesem wüsten Mord kam. Der Fall bringt ihn sehr schnell in die Unterwelt von Edinburgh, wo der Mädchenhandel nur so blüht. Trotz aller Tragik könnte dies nun eine 08/15 Geschichte werden, aber nein, Tony Black bleibt so stark am Limit, dass er zum einen die Dudelsack-Hauptstadt Edinburgh anständig entzaubert, der Politik die Leviten liest, und gegensätzlich dazu, sehr ergreifend, die Kindheit und Jugend von Gus Dury aufarbeitet. Sein Vater ein gefeierter Fußballstar, aber im trauten Heim eine Bestie. Fein, sauber aufgearbeitet, brutal, aber dennoch nicht unstimmig. Kaum verwunderlich also, dass bereits drei weitere Gus-Dury-Romane in der Übersetzung sind.

Ein Schotte in Amerika.

Für den Altmeister ist er noch zu jung, aber auf dem besten Wege dazu ist der schottische Literat Irvine Welsh allemal. Vor rund 20 Jahren schrieb er mit „Trainspotting“ englische Literaturgeschichte: Die Welt der schottischen Großstadtjugend zwischen coolen Clubbings und sozialer Achterbahnfahrten machten ihn über Nacht berühmt. Was vielleicht in den Anfangsjahren weniger beachtet wurde, kristallisiert sich immer mehr heraus: Der Mann ist stilistisch in Bombenform. In seinem Roman, mit dem schlichten Titel „Crime“ führt er den Leser an das sensible Thema Kindesentführung heran. Dabei bleibt er inhaltlich wahnsinnig dicht, auch detailreich, und schafft es so, den Leser sehr stark an die Gestalt von Detektive Ray Lennox zu binden. Und sonst? Wie üblich teilt Welsh aus. Seine Geburtsstadt Edinburgh kommt, ähnlich wie bei Gus Dury, gar nicht gut weg. Interessant aber, dass ein Großteil des Romans in den Vereinigten Staaten spielt und die werden nun zu seinem Spielball. Er wirbelt sie durch die halbe Galaxie und zurück. Und dem Leser bleibt hierbei das Lachen im Hals stecken – die Vereinigten Staaten, ein Kulturtrauma.

Wa.

Mit Ossi bei Frequency - a rechte Hetz!

Und dann war ich endlich wieder zu Hause und prompt holte mich der Wa wider ab! Ich musste mit zum Frequency-Festival. Wa meinte mir tun die jungen Menschen gut. Na gut, ich habe mich überreden lassen und hätte ich nicht wollen, wahrscheinlich wäre ich gezwungen worden.


Herrschaften, ich habe noch nie so viele Wahnsinnige auf einem Platz gesehen, wie den Herrn Thomas zum Beispiel. Auf dem konnte jeder unterschreiben, ich habe das lieber sein lassen ...



Und die Deichkinder erst! Unter Deichkinder hätte ich mir dem Namen nach auch etwas Nettes vorgestellt, aber ich sag schon nichts mehr, mich fragt ja keiner.




Und da war noch ein wilder Musiker von der Band Yuck. Aber der war so ganz nett, muss ich ehrlich zugeben, trotzdem verrückt halt, wenn man sich dem seine Frisur anschaut. In meiner Straße in Hietzing würde der echt auffallen... und ich hab jetzt endlich wieder meine Ruhe, bis mich der Wa. aus meiner Mottenkiste wieder rausholt.

herzlichst, Euer Ossi!

Ossi und der Schwertfisch


Ja das wollte ich noch loswerden! Bei der Rückfahrt ging der Wa. mit mir in einen Fischladen und hat wirklich verlangt, dass ich den Verkäufer fotografiere, wie er diesen Schwertfisch malträtiert. Mir ist da wirklich unheimlich geworden...



Und da hat Starlight Recht gehabt, weil die hat sich wirklich gut ausgerastet. Ein Buch hat sie auch gelesen, sie ist ein braves Kind, gelegentlich schlimm halt auch, mit ihrer brutalen Gerätmusik am Ohr.


Ja und da noch eine graziöse Statue, „ein echter Römerarsch!“, wie der Wanko sagt. Mit dem Herrn verzweifle ich noch!

Euer Ossi!

Tuesday, August 30, 2011

Mit Ossi Kollmann im Urlaub!


Also, ich bin’s wieder, Ihr Ossi Kollmann. Manche glauben ich bin schon nicht mehr so ganz lebendig, aber dem ist nicht so. Eigentlich wäre ich ja lieber schon tot. Engagements sind rare und der Wanko, ein wilder Kerl, zwingt mich immer mit ihm und seiner Familie Urlaub zu fahren. Letztes Jahr hat er mich zu Hause gelassen, als Bestrafung, wie er gemeint hat.
Heuer hat er mich wieder mitgenommen, die schweren Taschen habe ich tragen dürfen und auch fotografieren müssen, deshalb bin ich ja auch auf keinem Foto zu sehen.
Hier oben die Zementfabrik in Colleferro, der Stadt bei Paliano: Credo: „Wir brauchen keine Touristen, wir bauen Granaten!“



Da gleich zum zweiten Foto! Da hat Herr Wanko ein Schreibstipendium in Paliano, 60 km von Rom entfernt bekommen. Unter uns, er hätte eher ein Gewaltstipendium bekommen sollen, in Colleferro bei den Granatenbauern, weil das was er schreibt ist recht brutal! Im Gegensatz zu Paliano: Hier habe ich einen wunderschönen Sonnenuntergang von der Dichterresidenz aus fotografiert.



Und hier gleich das Gefängnis von Paliano! Auf der Spitze vom Hügel! Herr Wanko hat mich mit seinem kleinen E-Schocker vor sich her getrieben. Hier sind die letzen der Brigate Rosse inhaftiert und die ersten der Mafia. Der Wanko glaubt nicht, dass die sich untereinander verstehen, ich denke mir, Verbrecher sind Verbrecher. Für'n Wanko öffneten sie sogar die Tore, sie haben ihn leider nicht dort behalten ...

Alle Fotos: © Wankos Blog

... unterwegs in Lazio ...


Da ein Foto von seiner Frau und seiner Tochter. Mein Gott, habe ich mich mit denen wohlgefühlt. Zumindest mit seiner Frau, seine Tochter ist ja auch schon recht wild und hat oft bösartige Geräuschmusik am Ohr. Und schön, schön, schön sind sie sowieso.


Und Angst habe ich auch gehabt. In der Villa d' Este vorm Fuchskopf!


Schon bösartig, der Wanko. So schön ist es am Lago di Castel Gandolfo, dort wo auch zur gleichen Zeit Papst Benedikt XVI. anwesend war. Eine Hochzeit haben wir gesehn, so etwas von schön, aber ich hab nur ddieses obszöne Schild da fotografieren dürfen.

(Alle Fotos (c) Wankos Blog)

La Roma


... und hier ein römischer Tifosi der AS Roma. Mit dem hat sich der Wanko gut verstanden. Ich Ossi Kollmann nicht. Ich find Ja Fußball nur ... aber das muss unter uns bleiben. Sonst nimmt mich der noch auf ein Spiel mit. Versprochen?


Und dann waren wir auch bei der "Cine Cita", der Filmstadt vom Fellini, dem Federico. Ich, der Ossi stehe ja eher auf österreichische Filme. Berlusconi will die Filmstadt ja abreißen, dazu Wanko: Und darum fotografieren wir die leere Rolltreppe. Auch trostlos.



Und natürlich die Nonnen. Hätte ich die nicht fotografiert, dann hätte er mich womöglich in ein Mönchskloster gesteckt, ich habe da so eine Vorahnung. Aber: Anstatt mich wieder in Wien abzusetzen, hat er mich dann noch zu einer sehr lauten Musikveranstaltung nach St.Pölten mitgenommen. Doch dazu in den nächsten Tagen!

Euer Ossi Kollmann!

(alle Fotos (c) Wankos Blog)

Sunday, July 31, 2011

La Strada 2011: Menschen vom andern Stern.


Komponist Michel Risse: „Meine Arbeit hat kein Endresultat. Lassen wir uns überraschen, was am Jakominiplatz herauskommt.“


Der Komponist Michel Risse und sein kreatives Forschungslabor Décor Sonore breiteten sich mit dem „Sharawadji Effect“ fast unscheinbar auf dem Jakominiplatz aus. Fast unbemerkt trat die von Michel Risse eingeladene Gegenwartstanzgruppe Compagnie Jeanne Simone auf. Die drei Darsteller ließen sich vom Treiben auf dem Platz inspirieren und reagierten darauf mit einer Choreographie. Es entstanden interessante Bilder, als die Schauspieler sich zwischen ahnungslosen Passanten eingliederten und so Teil des Ganzen wurden. Wie am Jokominiplatz nicht unüblich, wusste man nicht immer, wer schauspielt und wer nun ein Passant war. Auf alle Fälle war die Performance sehr intensiv. Die Menschen verstummten, die Vogerln zwitscherten leiser.


Der Performer Willi Dorner zeigte den Grazer „Murpark“ in neuem Licht. In einem Rundgang in und außerhalb der Shoppingmall spielten rund 20 Performance-Künstler lebendige Architektur. Sie schmiegten sich an Wände, zwängten sich zwischen Betonpferche, bauten sich als Sandhügel auf, legten sich auf ein Hausdach oder verwandelten sich auf einer Wiese zu menschlichen Heuballen. Das Publikum zeigte sich fasziniert und belohnte die ideenreiche Performance mit anhaltendem Applaus.

Fotos & Text: Wa.

Friday, July 29, 2011

Berner, Bechtold, Meusburger, Gruber.

Tochter Clarissa Berner auf Göpfs Betonporsche, ein Relikt aus wilden 70er-Zeiten. (Foto: Wa.)

  Bregenzer Festspieleröffnung und die drei sollten Sie kennen! Der bunte Mann in der Mitte ist Herr Wilhelm Meusburger, der Norman Duglas Forschungsstelle und der Herr mit Bier und Zigarette ist Martin Gruber vom Aktionstheater. Der Herr ganz links, ist der Wa!, auch bunt. (Foto: D. Wanko)



Und das ist der „Space Head“ der heurigen BF-Produktion: Umberto Giordano Revolutionsdrama „André Chénier“. Etwas Prunk, schöne Kostüme und ein wenig Revolution. (Foto: D. Wanko)

Und hier noch der Autor und Filmemacher Wolfgang Mörth, vor seiner wunderschönen Villa in der Bregenzer Oberstadt. (Foto: Wa.)

Pountney, Weibel, Buddha & Fink-Engel F. Krüger


Bregenz-Intendant David Pountney kauft sich Radischen. Der leicht scharfe Geschmack macht die Stimmung sogar bei Schlechtwetter heiter. (Foto Wa.)


Eine zerbrochene Flasche Wein bei der Ausstellung von Peter Weibel in der Galerie Lissi Hämmerle in Bregenz wurde künstlerisch weiterentwickelt. Der Flaschenboden fehlt nun, dafür ließ der Entwender einen Sektglasboden stehen. Ähm, dem Kunstwerk tat’s echt nicht schlecht. (Foto: Wa.)


Bregenzerwälder Künstler Tone Fink (jetzt in Fussach und Wien lebend) und sein Buddha (Mit Bregenzerwälder Käpli). (Foto Wa.)


Hier der Fink-Engel. Überragt alles im Fink-Zimmer und betrachtet man die Finger des Engels, schaut er ein bisschen nach Freddy Krüger aus, eh sehr cool! (Foto Wa.)

Monday, July 11, 2011

Einsame Cowboys, letzte Duelle.

James Sallis: Seinsesgleichen gibt's nur ein Mal.


Beginnt man Sallis zu lesen, glaubt man, in einen fahrenden Zug aufzuspringen, in dem das Geschehen schon fortgeschritten ist, lange bevor man als Leser Gast sein darf. Es ist eine Fahrt durch das amerikanische Niemandsland, Gary, Gretna, Memphis oder Seattle, Städte über die man nur Spärliches weiß, die schon lange auf keiner Städtetour durch Amerika stehen, Orte wo der Greyhound-Bus Station macht, wo die Menschen hoffnungslos abfahren, und nicht mit viel mehr Hoffnung ankommen. Aber jeder der ankommt hat einen gottverdammten Grund, er hat etwas Unaufschiebbares zu erledigen, keiner kommt zum Spaß, und schon ist man in einem der stimmungsgeladenen Romane von James Sallis angelangt.

Agenten auf verlorenem Posten.

Das Motel an der Ecke, das Drive-in an der Kreuzung, der Drugstore oder das Provinzhospital, alles amerikanische Versatzstücke aus dem nicht so ganz geglückten American Dream, die Sallis zum Grundgerüst seiner Romane macht. Er pumpt diese Orte mit Leben voll, bleibt aber in der Lauerstellung. Agenten, Auftragskiller, Polzisten und Detektive tun hier ihren Job, kühn, kalkulierend, jedoch mit bilderreichem Hochgenuss ausgestattet. Hat sich der Autor durch die Figur des farbigen Privatdetektiven Lew Griffin den mühsamen Weg nach oben gebahnt, ist er nun mit seinen stoischen Agenten und Killern im Olymp der Kriminalliteratur angelangt. In deine „Augen hat der Tod“ spiegelt er die Welt der Agenten, denen nach dem kalten Krieg die Grundlagen für die „feine“ Art des Mordens abhanden gekommen sind. Lebenskrisen, Depressionen und finanzielle Miseren begleiten seinen alternden Helden David, der sich sodann zu einem letzen großen Duell aufmacht. Fred Zinnemanns „High Noon“ lässt grüßen, literarisch neu erfunden, postmodern unterkühlt, wenn man so will.

Der lonesome Cowboy und das Internet.

Diesen in sich fein ziselierten aber auch schwermütigen Geschichten bereitet er in seinem neuen Roman „Der Killer stirbt“ alle Ehren. Ein Auftragskiller bekommt einen Routineauftrag, ein schlichter Buchhalter soll um die Ecke gebracht werden. Doch wird er in seinen Vorbereitungen empfindlich gestört, jemand anderer ist ihm zuvorgekommen, hat den Buchhalter abgeknallt, gar nicht sehr sauber und trotzdem: alles deutet darauf hin, dass es ebenfalls ein Profi war. Und hier wieder dieses für Sallis so typische Duell zweier Kontrahenten, das jetzt aber weniger durch den Thrill, sondern durch die Coolness des Autors besticht, der seine Protagonisten in einer stählernen Atmosphäre zeigt. Dieses Mal reichert er den Plot mit Kindheitserinnerungen und Träumen an, hat aber auch keine Berührungsängste mit der Blogger-Welt des Internets. Lonesome Cowboy, oder so, ein Mann auf der Suche nach den elementaren Dingen. Aber keine Angst, James Sallis kommt ohne esoterischen Katzenjammer aus. Nach alltagsphilosophischen Ausbreitungen kommt er immer wieder auf den Punkt: „Den ersten Mord vergisst man nie“, meint er dann lakonisch.

Wa.

James Sallis: „Deine Augen hat der Tod“, Roman. Liebeskind Verlag. 192 Seiten.

James Sallis: „Der Killer stirbt“, Roman. Liebeskind Verlag. 250 Seiten.

Mit dem ACS auf der Hubertushöhe.

Über den Dächern von Graz. Da lacht die Gais, und der Gaisi auch!     Foto: Wa.


Also, die schönsten Sommerfester hat der ACS – Advertising Club Styria. Und ja: Eine gelungene Veranstaltung, hoch auf der Hubertushöhe. Es war hier wunderbar zu sehen, wie Graz langsam einnachtet. Gratulation der Organisation und schon mit Spannung erwarten wir das Weihnachtsfest, obgleich ja ein Herbstfest so zwischendrin auch eine nette Sache wäre. Worauf ich hinaus will: Jede Jahreszeit ein ACS-Festerl, das wär doch was!

Euer Wa.

Tuesday, June 28, 2011

Von Bank zu Bank, mit der Grazer Autorenversammlung!




Die GAV verspielt ihren letzten Kredit.

mit Musik von Alfred Lang

Tag: Donnerstag 30. Juni 2011 um 17:00
Start: Bankhaus Krentschker um 17:00.
Dauer: Ca. zwei Stunden.
Der Eintritt ist frei! Wir lesen bei jeder Witterung!

Die kleine Historie der Lesungen im öffentlichen Raum: Wir waren schon auf dem Schlossberg bei Sonnenschein (2006), des Nächtens im Burggarten (2007), während des Wolkenbruchs auf der Flucht vom Hilmteich in die Tanzschule Kummer (2008), in Marktplatzlaune am samstäglichen Kaiser-Josef-Platz (2009) sowie letztes Jahr auf der Straße, in der Franz-Graf-Allee. Nach dem „Stehprogramm“ der letzten zwei Jahre gibt es heuer wieder einen kleiner Rundgang „von Bank zu Bank“, mit geld- und kapitalbezogener Literatur.
Und nach wie vor gilt: Alle Texte sind eigens für diesen Anlass geschrieben, die Texte sind kurz und knackig, keiner länger als 5 Minuten. Musikalisch begleitet uns der Trompeter Alfred Lang, durch den Rundgang führt Günter Eichberger, die Regie übernimmt Wilhelm Hengstler und das Publikum begleitet die Autoren von Bank zu Bank.

Der Rundgang: 17:00 Bankhaus Krentschker am Eisernen Tor. Der Rundgang nun in Reihenfolge: Bankhaus Krentschker Eisernes Tor ... Raiffeisen-Landesbank  am Tummelplatz ... Bank Austria Herrengasse ... BKS Bank Kaiserfeldgasse ... Steiermärkische Bank und Sparkasse Sparkassenplatz ... Steiermärkische Bank und Sparkasse Hauptplatz und zum Abschluss der Generalihof.

Sie hören Texte von Birgit Pölzl, Monika Wogrolly, Andrea Sailer, Constanze Dennig, Andrea Stift, Clemens J. Setz, Joachim G. Hammer, Werner Schandor, Robert Wolf, Helwig Brunner, Wolfgang Pollanz, Mike Markart, Franz Zalto, Wilhelm Hengstler, Günter Eichberger und Martin G. Wanko.

Moderation: Günter Eichberger
Regie: Wilhelm Hengstler
Bühne: Geari Schreilechner
Graphik: Alexander Kropsch
Organisation & PR : Martin G. Wanko

Weitere Infos unter: 0699-11336009 oder martin.wanko@inode.at

Wednesday, June 08, 2011

Überfall mit Wanko?


Porträt eines Autors als Bankräuber. Foto: Max Wegscheidler


Porträt eines Autors als Bankräuber mit Beute. Foto: Max Wegschedler


Wär schon was, oder? Wanko macht ‘nen Überfall und zaht einen unheimlich großen Geldschein aus der Bank. Dem ist natürlich nicht so, entstanden ist das Bild beim Foto-Shooting von Max Wegscheidler für die GAV Lesung „Von Bank zu Bank“, die am 30. Juni in der Grazer Innenstadt stattfindet. Im Hintergrund erkennt man übrigens die Autoren Monika Wogrolly und Robert Wolf. Gelesen wird weniger von Parkbank zu Parkbank, viel mehr von Geldinstitut zu Geldinstitut, den Beginn macht das Bankhaus Krentschker am Eisernen Tor am 30. Juni um 17:00.



Waaaaaa!

Saturday, June 04, 2011

Rote, wir sind was!

Olé, olé, olé olé ...



Mittwoch, 21:00 Uhr. Ich sitze im, einen kurzen Moment alleine, nur ein Flutlicht ist noch eingeschalten, und gebe mir den Wolkenbruch der gerade über Liebenau kommt, kurz nach dem 1:1 gegen St. Florian. So ein Schauer, der reinigt, vielleicht nicht ganz, aber überhitze Gemüter zum Stillstand bringt. Was war das jetzt, hätten’s wir wirklich geschafft, oder auch nicht, soll jetzt nicht das Thema sein, um das ging’s in diesem Moment nicht. Ich erinnere mich an das letzte Spiel vor 5 Jahren in der Buli, gegen Ried das wir 2:3 unterlagen, wo es aus den Lautsprechern „Say Goodbye“ spielte und uns der damals (unvorstellbare) Gang in die zweite Liga bevor stand. Dass dann alles zum Supergau wurde, will ich jetzt nicht aufrollen, aber zum Unterschied zu damals, war es dieses Mal kein „Say Goodbye“ das aus den Lautsprechern trällerte, sondern gar nichts. Totenstille, aber nicht ganz: Zum Regenguss hielt sich eine Gruppe wackere Fans, die seit der letzen Viertelstunde des Spiels ihren „Olé, olé, GAK olé ...“-Gesang nicht abstellten, sondern nach wie vor gegen den Regen in Liebenau, gegen den Nichtaufstieg, gegen den Buli-Meister aber vor allem für sich sangen. Rote wir sind was, alles andere wird sich ergeben, vielen Dank für diese Performance,

Wa.

Tuesday, May 31, 2011

Warum der GAK vor morgen keine Panik haben muss!


... oh du wunderschöner GAK - gohts eigentlich no ;-)


Zum einen: Ja, mein Monolog „Dritte Liga“ wurde erfolgreich abgespielt. Vielen Dank der Nachfragen. Nein, so bald ist sie in Graz nicht mehr zu sehen von mir, aber wir haben ja noch ne Herbst-Tournee die uns nach Wien, Kärnten und Vorarlberg führen wird. Wanko in anderen Bundesländern zu gaffen, ist absolut ok.
Zu Morgen: Keine Panik, nein: Für Nicht-Grazer: Der GAK hätte die Chance Meister zu werden und in die Relegation zu kommen. Als zurzeit drittplatzierter ist er nicht gerade in der Favoritenrolle. Meine persönliche Einschätzung, wir gewinnen 3:1 und BW Linz verliert 0:1. Ist mir beim Laufen heute so in den Sinn gekommen. Bei etwaigen Wettgewinnen mich bitte zu beteiligen, den Verlust könnt ihr euch selber behalten! Zu guter Letzt: Die Fans sollten locker sein, die Mannschaft keine Panik haben, Linz 2009 wird uns nicht passieren. Solche Tragödien finden nur einmal statt, sind auch die Vorzeichen schon ganz anders. Und wenn wir nicht aufsteigen? Dann halt nicht, dafür nächstes Jahr, ganz, ganz sicher, das versprechen wir uns doch, gelle?! ;-))

Euer Wa.

Friday, May 20, 2011

Fußball, national und international.

Karten zum Theaterstück "dritte Liga" gibt es natürlich noch unter 0699-11336009 und dan der Abendkasse. Weitere Infos entnehmen Sie bitte aus den Blogeinträgen unterhalb, danke.

War vor kurzen auf der Pressetribüne in Gratkorn beim Spiel FC Gratkorn vs. FC Lustenau. Stark waren zwei Dinge: Zum einen waren da 2 Tore in der Nachspielzeit (3:4) und zum anderen bedankte sich die gesamte (!) Lustenauer Mannschaft bei den drei (!) mitgereisten Fans.

Ja, und so schauts bei der Live-Übertragung vom GAK-Auswärtsspielen im Redcorner aus: Gesteckt voll und muxmäuschenstill, wie im Kino seinerzeit die Wochenschau, oder so. Ein „Oldie“ rügte uns: „Mein Sohn ist beim Auswärtsspiel, dort gehörts ihr auch hin!“ Die Bude ist also getreten voll. Abhilfe schafft hier zum Beispiel das „Sportwetten Admiral“ in Andritz.

Gelegentlich kauft man Fußball-T-Shirts, weil sie einem gefallen, aber man trägt sie dann nicht. Als AS Roma Fan tue ich mir halt mit einem Inter-Leiberl schwer, aber das Nike T-Shirt zum letztjährigen Champions League-Triumph ist trotzdem nett ...

Kleine Gastgeschenke erhalten die Freundschaft: Hier Giancarlo, „Patre de Vino“, aus Scandicci bei Florenz. Er selbst hält in Italien zur La Viola, zum ACF Fiorentina, die mitunter ja auch auf dem „Internationalen Strafpunkteleiberl“ an guter dritter Stelle platziert ist. (Das T-Shirt stellte übrigens Herr K. zur Verfügung, danke!)

Die pechschwarze Avocado der Sorte „Hass“, finde ich, die passt einfach zu diesem Blog dazu!


Wa.

Thursday, May 19, 2011

Testblog.

Wir spielen noch immer Theater, in der Jakoministraße 30, in Graz - wo sonst. Gestern wars wieder sehr gut besucht. Dann gehe ich über den Jakominiplatz nach Hause und denke mir, Mann, Graz ist schon ein großes Theater - Und das hier ist jetzt ein Testblog, weil der Explorer mich nicht mehr mag und der Mozilla schon. Das alles zu erklären, wäre jetzt aber zu langweilig,

danke für Ihre Aufmerksamkeit,

wa.

Sunday, May 15, 2011

Geiersturzflug, Medienschönflug

Hier der langjährige Aktive und zweimalige Internationale Gernot Sick (bitte, gegen Enland und Nordirland!)nach der UA on stage!


Werte Blogleser, hier noch die Medienztate aus den gewohnten Blättern. Schön ist, dass sich alle einig sind: Die "Dritte Liga" ist suba!


„Die Sprache bleibt simpel, doch voller Ideen, kreativ, lebendig, schmutzig. Fußball eben. Die Tiefe des Raumes hat hier nichts verloren. Der GAK will aufsteigen und zu den Großen gehören. Wanko hat diesen Schritt schon gemacht.“

Kleine Zeitung online, Sebastian Krause


„Fußballmonolog landet Volltreffer - Alexander Kropsch legt unter der Regie von Werner Halbedl einen Erstliga-Monolog hin.

Kleine Zeitung print, Elisabeth Willgruber-Spitz


„Der bekennende GAK-Fan seziert die Fußballerseele genau ... dabei kommt eine gelungene, runde Theatersache heraus.“

Falter, Florian Labitsch


"Ein unterhaltsamer, kurzweiliger und pointenreicher Abend."

Kronen Zeitung, Christoph Hartner


ps.: bekennender GAK-Fan klingt wie bekannender RAF-Beführworter, auf alle Fälle geführlich, und da hat Herr Labitsch schon Recht so!

Haubentaucher.at votet: „Fußballstück des Monats.“

G 7 votet: „Stück der Woche.“

Ein Abend mit einem überzeugenden Alexander Kropsch und einem Thema, das kaum jemand hierzulande profunder beschreiben könnte als der notorische GAK-Anhänger Wanko.

Haubentaucher.at



Der GAK verlässt sie vielleicht bald, wir spielen weiter: Und das immer um 20:00 Uhr an den Tagen:
12., 13., 14., 18., 19., 20., 26., 27., 28. Mai 2011 immer um 20:00.

Karten (15/10 EUR)

Dritte Liga

Ein Theaterstück von Martin G. Wanko (Uraufführung)

Regie: Werner Halbedl.

Schauspieler: Alex Kropsch

Ort: Jakoministraße 30. (Ehemaliges Tattoo-Studio).
8010 Graz
Premiere: 7. Mai. 20:00 Uhr.

Karten und Infos unter: 0699-11336009 oder martin.wanko@inode.at

Sunday, May 08, 2011

"3 Liga" - die Fotos.

So, nach der gelungen Premiere, sehr lustig, ja im Theater darf auch gelacht werden, ohne dass es gleich deppert ist, hier einige Bilder, die die Stimmung richtig einfangen. Übrigens: Am Tag der UA wurde der GAK endlich wieder Tabellenführer, nach genau 969 Tagen. Und: Ab dem 12. Mai gibts weitere Vorstellungen von der "Dritten Liga"!

Ein echter Haudrauf, der Herr Fesch ...

... aber auch Nachenken muss sein, manchmal halt ...

... und auch ein kleiner Fiesling ...

und ein Hawie mit Charisma!



Dritte Liga
Ein Theaterstück von Martin G. Wanko

Regie: Werner Halbedl.
Schauspieler: Alex Kropsch
Ort: Jakoministraße 30. (Ehemaliges Tattoo-Studio).
8010 Graz

Karten und Infos unter: 0699-11336009 oder martin.wanko@inode.at

Wann: 12., 13., 14., 18., 19., 20., 26., 27., 28. Mai 2011 immer um 20:00. (karten 15/10 EUR)

Wednesday, May 04, 2011

Die Roten von da Mur!


Die Premiere ist ausverkauft!Weitere Termine sind: 12., 13., 14., 18., 19., 20., 26., 27., 28. Mai 2011 immer um 20:00. Karten unter: 0699-11336009 oder martin.wanko@inode.at Tickets: à 15 €


Werte Leser! Meine Kolumne „Die Roten von da Mur!“ wurde am 1. Mai vom G7, der Graz-Beilage der Kleinen Zeitung, abgedruckt. Aufgrund des anhaltenden Interesses, vor allem in der Oststeiermark ;-), erlaube ich mir diesen Text nun auf meinen Blog zu stellen.

„Die Roten von da Mur!“

Hartberg ist eine sinnlose Stadt, wenn nicht überhaupt der sinnloseste Fleck auf Erden. Und bei jeder Fahrt nach Wien erntet Hartberg beim Vorbeifahren den Stinkefinger. Nicht nur von mir, von vielen anderen Grazern auch. Kurz zur Erinnerung: Hartberg stieg 2009 durch ein sehr interessantes 6:1 über den SAK (Kärnten) in die Bundesliga auf, und der punktegleiche GAK blieb in der „Hagelliga“ hängen. Das Torverhältnis machte damals den Unterschied, und ein echter „Roter“ regierte auf den „Fastaufstieg“ mit Darmdurchbruch. Seit diesem Tag ist Hartberg für mich das absolut Letzte, die Stadt Graz sollte jegliche bilateralen Kontakt mit Hartberg abbrechen, Hartberg ist also des Übels Ursprung und täte es nicht noch einen ziemlich unbedeutenden Grazer Bundesligaverein geben, man könnte sich gegen Hartberg so richtig einschießen. Aber Hartberg zu demütigen ist im Grunde sehr fad, „irgendwann“ werden die Oststeirer schon noch sehen, wo der Hammer hängt.

Wir sind genial, weil wir die Roten sind!

Das „irgendwann“ ist ein sehr strapazierbares Wort. „Irgendwann wird alles wieder besser, irgendwann wird alles wieder gut.“ klingt wie ein Refrain der Kelly Family, könnt auch von Brunner&Brunner sein, nach dem siebten Bier auch von unserer Südkurve. Nur das „irgendwann“ könnte bald mal gestrichen werden. Irgendwann. Das denke ich mir jedes Mal, wenn ich an der Körösistraße vorbeijogge und die dämliche Siedlung auf unserem ehemaligen GAK-Platz sehe, samt der Rudolf-Hiden-Gedenktafel. Rudolf Hiden, Grazer Kicker, stand sogar im französischen Nationalteam. Bei welchem Grazer Verein er seine ersten Kickbackln zerrissen hat, glaube ich nicht mehr erwähnen zu müssen. Aber wir sind halt so gottverdammt traditionsreich, die Erstgeboren so und so und irgendwie anders. Wir sind genial, weil wir die Roten sind!

Salatbeete in Messendorf

Und überhaupt ist der Sonnenaufgang noch immer rot, es heißt ja nicht „Morgenschwärze“, sondern „Morgenröte“. Leider Gottes gibt es in Graz noch immer einige „Schwarze Löcher“, diese sind vermehrt am Jakominigürtel (Gruabn) und in Messendorf (Sturm-Trainingszentrum) zu finden. Das hat auch meine Bekanntschaft zu meinem Salatbauern beendet. Der hat seine Salatbeete in Messendorf. Bei dem kaufe ich nichts mehr. Nein, wir „Rote“ sind nicht kleinlich, wir sind nur ein paar Mal zu oft beschissen worden. Zwangsabstieg in die 3. Liga, der „Fastaufstieg“ ... da wird man halt eigen, vor allem, wenn man als „Roter“ schon immer einen Hang zur Individualität hatte. Und überhaupt, nie vergessen: Wir sind die Roten, keiner mag uns, ***egal!

Keiner mag uns, keiner mag uns, keiner mag uns, ***egal!

Aber im Grunde geht’s uns gut! Die interessanteren Klubs in einer Stadt sind ja immer die zweitgereihten, und eher als „die Stadtclubs“ zu sehen. Ich denke hier an den Wiener Sportklub, den AC Torino, Manchester City, Queens Park Rangers, 1860 München, St. Pauli, Glasgow Rangers, Union Berlin, oder letztens im Veneto entdeckt: Vicenza Calcio, Vereinsfarben bianco-rosso und gegründet auch 1902, na also! Kann man ja gleich auf ein Flascherl Prosecco runterfahren. Und, steigen wir heuer auf, oder nicht? Schön wär’s schon, wirtschaftlich muss es auch einmal passieren, und der Verein braucht – einen Quatsch braucht der Verein! Von mir aus steigen wir auch nicht auf. Weil wir sind ja schon wer, das kann uns keiner mehr nehmen. Wir sind die Roten von „da Mur“ und keiner mag uns, keiner mag uns, keiner mag uns, ***egal!

Wa. © G7, Kleine Zeitung. 1. Mai