Tuesday, May 31, 2011

Warum der GAK vor morgen keine Panik haben muss!


... oh du wunderschöner GAK - gohts eigentlich no ;-)


Zum einen: Ja, mein Monolog „Dritte Liga“ wurde erfolgreich abgespielt. Vielen Dank der Nachfragen. Nein, so bald ist sie in Graz nicht mehr zu sehen von mir, aber wir haben ja noch ne Herbst-Tournee die uns nach Wien, Kärnten und Vorarlberg führen wird. Wanko in anderen Bundesländern zu gaffen, ist absolut ok.
Zu Morgen: Keine Panik, nein: Für Nicht-Grazer: Der GAK hätte die Chance Meister zu werden und in die Relegation zu kommen. Als zurzeit drittplatzierter ist er nicht gerade in der Favoritenrolle. Meine persönliche Einschätzung, wir gewinnen 3:1 und BW Linz verliert 0:1. Ist mir beim Laufen heute so in den Sinn gekommen. Bei etwaigen Wettgewinnen mich bitte zu beteiligen, den Verlust könnt ihr euch selber behalten! Zu guter Letzt: Die Fans sollten locker sein, die Mannschaft keine Panik haben, Linz 2009 wird uns nicht passieren. Solche Tragödien finden nur einmal statt, sind auch die Vorzeichen schon ganz anders. Und wenn wir nicht aufsteigen? Dann halt nicht, dafür nächstes Jahr, ganz, ganz sicher, das versprechen wir uns doch, gelle?! ;-))

Euer Wa.

Friday, May 20, 2011

Fußball, national und international.

Karten zum Theaterstück "dritte Liga" gibt es natürlich noch unter 0699-11336009 und dan der Abendkasse. Weitere Infos entnehmen Sie bitte aus den Blogeinträgen unterhalb, danke.

War vor kurzen auf der Pressetribüne in Gratkorn beim Spiel FC Gratkorn vs. FC Lustenau. Stark waren zwei Dinge: Zum einen waren da 2 Tore in der Nachspielzeit (3:4) und zum anderen bedankte sich die gesamte (!) Lustenauer Mannschaft bei den drei (!) mitgereisten Fans.

Ja, und so schauts bei der Live-Übertragung vom GAK-Auswärtsspielen im Redcorner aus: Gesteckt voll und muxmäuschenstill, wie im Kino seinerzeit die Wochenschau, oder so. Ein „Oldie“ rügte uns: „Mein Sohn ist beim Auswärtsspiel, dort gehörts ihr auch hin!“ Die Bude ist also getreten voll. Abhilfe schafft hier zum Beispiel das „Sportwetten Admiral“ in Andritz.

Gelegentlich kauft man Fußball-T-Shirts, weil sie einem gefallen, aber man trägt sie dann nicht. Als AS Roma Fan tue ich mir halt mit einem Inter-Leiberl schwer, aber das Nike T-Shirt zum letztjährigen Champions League-Triumph ist trotzdem nett ...

Kleine Gastgeschenke erhalten die Freundschaft: Hier Giancarlo, „Patre de Vino“, aus Scandicci bei Florenz. Er selbst hält in Italien zur La Viola, zum ACF Fiorentina, die mitunter ja auch auf dem „Internationalen Strafpunkteleiberl“ an guter dritter Stelle platziert ist. (Das T-Shirt stellte übrigens Herr K. zur Verfügung, danke!)

Die pechschwarze Avocado der Sorte „Hass“, finde ich, die passt einfach zu diesem Blog dazu!


Wa.

Thursday, May 19, 2011

Testblog.

Wir spielen noch immer Theater, in der Jakoministraße 30, in Graz - wo sonst. Gestern wars wieder sehr gut besucht. Dann gehe ich über den Jakominiplatz nach Hause und denke mir, Mann, Graz ist schon ein großes Theater - Und das hier ist jetzt ein Testblog, weil der Explorer mich nicht mehr mag und der Mozilla schon. Das alles zu erklären, wäre jetzt aber zu langweilig,

danke für Ihre Aufmerksamkeit,

wa.

Sunday, May 15, 2011

Geiersturzflug, Medienschönflug

Hier der langjährige Aktive und zweimalige Internationale Gernot Sick (bitte, gegen Enland und Nordirland!)nach der UA on stage!


Werte Blogleser, hier noch die Medienztate aus den gewohnten Blättern. Schön ist, dass sich alle einig sind: Die "Dritte Liga" ist suba!


„Die Sprache bleibt simpel, doch voller Ideen, kreativ, lebendig, schmutzig. Fußball eben. Die Tiefe des Raumes hat hier nichts verloren. Der GAK will aufsteigen und zu den Großen gehören. Wanko hat diesen Schritt schon gemacht.“

Kleine Zeitung online, Sebastian Krause


„Fußballmonolog landet Volltreffer - Alexander Kropsch legt unter der Regie von Werner Halbedl einen Erstliga-Monolog hin.

Kleine Zeitung print, Elisabeth Willgruber-Spitz


„Der bekennende GAK-Fan seziert die Fußballerseele genau ... dabei kommt eine gelungene, runde Theatersache heraus.“

Falter, Florian Labitsch


"Ein unterhaltsamer, kurzweiliger und pointenreicher Abend."

Kronen Zeitung, Christoph Hartner


ps.: bekennender GAK-Fan klingt wie bekannender RAF-Beführworter, auf alle Fälle geführlich, und da hat Herr Labitsch schon Recht so!

Haubentaucher.at votet: „Fußballstück des Monats.“

G 7 votet: „Stück der Woche.“

Ein Abend mit einem überzeugenden Alexander Kropsch und einem Thema, das kaum jemand hierzulande profunder beschreiben könnte als der notorische GAK-Anhänger Wanko.

Haubentaucher.at



Der GAK verlässt sie vielleicht bald, wir spielen weiter: Und das immer um 20:00 Uhr an den Tagen:
12., 13., 14., 18., 19., 20., 26., 27., 28. Mai 2011 immer um 20:00.

Karten (15/10 EUR)

Dritte Liga

Ein Theaterstück von Martin G. Wanko (Uraufführung)

Regie: Werner Halbedl.

Schauspieler: Alex Kropsch

Ort: Jakoministraße 30. (Ehemaliges Tattoo-Studio).
8010 Graz
Premiere: 7. Mai. 20:00 Uhr.

Karten und Infos unter: 0699-11336009 oder martin.wanko@inode.at

Sunday, May 08, 2011

"3 Liga" - die Fotos.

So, nach der gelungen Premiere, sehr lustig, ja im Theater darf auch gelacht werden, ohne dass es gleich deppert ist, hier einige Bilder, die die Stimmung richtig einfangen. Übrigens: Am Tag der UA wurde der GAK endlich wieder Tabellenführer, nach genau 969 Tagen. Und: Ab dem 12. Mai gibts weitere Vorstellungen von der "Dritten Liga"!

Ein echter Haudrauf, der Herr Fesch ...

... aber auch Nachenken muss sein, manchmal halt ...

... und auch ein kleiner Fiesling ...

und ein Hawie mit Charisma!



Dritte Liga
Ein Theaterstück von Martin G. Wanko

Regie: Werner Halbedl.
Schauspieler: Alex Kropsch
Ort: Jakoministraße 30. (Ehemaliges Tattoo-Studio).
8010 Graz

Karten und Infos unter: 0699-11336009 oder martin.wanko@inode.at

Wann: 12., 13., 14., 18., 19., 20., 26., 27., 28. Mai 2011 immer um 20:00. (karten 15/10 EUR)

Wednesday, May 04, 2011

Die Roten von da Mur!


Die Premiere ist ausverkauft!Weitere Termine sind: 12., 13., 14., 18., 19., 20., 26., 27., 28. Mai 2011 immer um 20:00. Karten unter: 0699-11336009 oder martin.wanko@inode.at Tickets: à 15 €


Werte Leser! Meine Kolumne „Die Roten von da Mur!“ wurde am 1. Mai vom G7, der Graz-Beilage der Kleinen Zeitung, abgedruckt. Aufgrund des anhaltenden Interesses, vor allem in der Oststeiermark ;-), erlaube ich mir diesen Text nun auf meinen Blog zu stellen.

„Die Roten von da Mur!“

Hartberg ist eine sinnlose Stadt, wenn nicht überhaupt der sinnloseste Fleck auf Erden. Und bei jeder Fahrt nach Wien erntet Hartberg beim Vorbeifahren den Stinkefinger. Nicht nur von mir, von vielen anderen Grazern auch. Kurz zur Erinnerung: Hartberg stieg 2009 durch ein sehr interessantes 6:1 über den SAK (Kärnten) in die Bundesliga auf, und der punktegleiche GAK blieb in der „Hagelliga“ hängen. Das Torverhältnis machte damals den Unterschied, und ein echter „Roter“ regierte auf den „Fastaufstieg“ mit Darmdurchbruch. Seit diesem Tag ist Hartberg für mich das absolut Letzte, die Stadt Graz sollte jegliche bilateralen Kontakt mit Hartberg abbrechen, Hartberg ist also des Übels Ursprung und täte es nicht noch einen ziemlich unbedeutenden Grazer Bundesligaverein geben, man könnte sich gegen Hartberg so richtig einschießen. Aber Hartberg zu demütigen ist im Grunde sehr fad, „irgendwann“ werden die Oststeirer schon noch sehen, wo der Hammer hängt.

Wir sind genial, weil wir die Roten sind!

Das „irgendwann“ ist ein sehr strapazierbares Wort. „Irgendwann wird alles wieder besser, irgendwann wird alles wieder gut.“ klingt wie ein Refrain der Kelly Family, könnt auch von Brunner&Brunner sein, nach dem siebten Bier auch von unserer Südkurve. Nur das „irgendwann“ könnte bald mal gestrichen werden. Irgendwann. Das denke ich mir jedes Mal, wenn ich an der Körösistraße vorbeijogge und die dämliche Siedlung auf unserem ehemaligen GAK-Platz sehe, samt der Rudolf-Hiden-Gedenktafel. Rudolf Hiden, Grazer Kicker, stand sogar im französischen Nationalteam. Bei welchem Grazer Verein er seine ersten Kickbackln zerrissen hat, glaube ich nicht mehr erwähnen zu müssen. Aber wir sind halt so gottverdammt traditionsreich, die Erstgeboren so und so und irgendwie anders. Wir sind genial, weil wir die Roten sind!

Salatbeete in Messendorf

Und überhaupt ist der Sonnenaufgang noch immer rot, es heißt ja nicht „Morgenschwärze“, sondern „Morgenröte“. Leider Gottes gibt es in Graz noch immer einige „Schwarze Löcher“, diese sind vermehrt am Jakominigürtel (Gruabn) und in Messendorf (Sturm-Trainingszentrum) zu finden. Das hat auch meine Bekanntschaft zu meinem Salatbauern beendet. Der hat seine Salatbeete in Messendorf. Bei dem kaufe ich nichts mehr. Nein, wir „Rote“ sind nicht kleinlich, wir sind nur ein paar Mal zu oft beschissen worden. Zwangsabstieg in die 3. Liga, der „Fastaufstieg“ ... da wird man halt eigen, vor allem, wenn man als „Roter“ schon immer einen Hang zur Individualität hatte. Und überhaupt, nie vergessen: Wir sind die Roten, keiner mag uns, ***egal!

Keiner mag uns, keiner mag uns, keiner mag uns, ***egal!

Aber im Grunde geht’s uns gut! Die interessanteren Klubs in einer Stadt sind ja immer die zweitgereihten, und eher als „die Stadtclubs“ zu sehen. Ich denke hier an den Wiener Sportklub, den AC Torino, Manchester City, Queens Park Rangers, 1860 München, St. Pauli, Glasgow Rangers, Union Berlin, oder letztens im Veneto entdeckt: Vicenza Calcio, Vereinsfarben bianco-rosso und gegründet auch 1902, na also! Kann man ja gleich auf ein Flascherl Prosecco runterfahren. Und, steigen wir heuer auf, oder nicht? Schön wär’s schon, wirtschaftlich muss es auch einmal passieren, und der Verein braucht – einen Quatsch braucht der Verein! Von mir aus steigen wir auch nicht auf. Weil wir sind ja schon wer, das kann uns keiner mehr nehmen. Wir sind die Roten von „da Mur“ und keiner mag uns, keiner mag uns, keiner mag uns, ***egal!

Wa. © G7, Kleine Zeitung. 1. Mai

Tuesday, May 03, 2011

Zum aktuellen Anlass ...

... und weil gelegentlich die Homepage spinnt:

Karten und Infos unter: 0699-11336009 oder martin.wanko@inode.at

Wann: 7., 12., 13., 14., 18., 19., 20., 26., 27., 28. Mai 2011 immer um 20:00.

DIE PREMERE AM 7. MAI ist bereits AUSVERKAUFT!

Wir danken sehr herzlich den Förderern von Bund, Land und Stadt dem Ankünder sowie dem Unternehmen Gaulhofer. „Dritte Liga“ wird im Rahmen des „design monat graz“ aufgeführt.

Einige Worte dazu: Unser Ziel ist es, Theater aus seiner gewohnten Umgebung rauszuholen. Skurrile Orte wie dieses ehemalige Tattoo-Studio geben doch ein spannendes Umfeld fürs Theater ab. RAWUMM und PENG!

Inhalt: Der Monolog „Dritte Liga“ handelt von einem Fußballer, der von heute auf morgen von der ersten in die dritte Liga absteigt. Dieser Bauchfleck bringt ihn zum Nachdenken. Ein Stück über Fußball-Österreich, also über Österreich. Schuss, Nachschuss und – Stange! Und wie immer: Es gilt die Unschuldsvermutung Und Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind zufällig, sowieso.

Martin G. Wanko und der Fußball : Nach Martin G. Wankos Fußballtrainermonologen über Ivica Osim (Trainer, König, General) und über Pepi Hickersberger (Die Wüste lebt) ist dies nun sein dritter Fußball-Monolog, angesiedelt zwischen Graz und Kärnten.
Privat ist Wanko GAK (Grazer Athletiksport Klub) Vereinsmitglied und Jahreskartenbesitzer.

Wednesday, April 27, 2011

Schnelle Fotos in Florenz ...


... zum Beispiel die halbierte Lambretta in Scandicci ...


... die Espresso-Bar in Siena ...



... die eisschleckenden Bambini an der Domtreppe in Siena ...



... und der Junge mit dem Stones Leiberl, der sich nicht fotografieren lassen wollte ...



... und hier noch ein Foto vom Rathausbalkon in Florenz. Da durchschritten wir (nicht ganz absichtlich) eine ziemlich lockere Rathaussitzung und landeten am Balkon ...


Wa.

Sunday, April 24, 2011

Graz – Toskana – Veneto.


Hinter dem malerischen Hügel fußt die Grazer Ruine Gösting.


Girls just wanna have fun – in der lokalen Pizzeria in Scandicci bei Florence.


Ein Sommer wie damals. Cielo azurro - Albergo bianco.


Lokalaugenschein in der Toskana: Eh alles nett, schön und sauber und trotzdem war uns auf der Herumfahrt zwischen Berg und Tal so, als ob die Vegetation der Toskana abseits der Weinberge und den Zypressen zum Großteil der Vegetation der Ruine Gösting bei Graz gleiche. Also ganz adretter Mischwald und das ist es auch schön.
Interessant wars noch in einer Pizzaria abseits vom Tourismusstrom, wo auch die sogenannten „Einheimischen“ hingehen. Gerade durch die „Pizzeria und die Osteria für Einheimische“, die mit frischer und erschwinglicher Qualität kochen, hat es Carlo Petrinis „Slow Food“ sehr schwer, wurde uns im ansässigen Slow Food Verein erklärt. „Pizza killes Slow Food.“
Von der ACF Fiorentina konnte ich mir übrigens auf Grund der violetten Vereinsfarbe nix mitnehmen, das geht einfach nicht. Ja und genau, im Veneto (Oberen Adria) schauten wir auch noch schnell mal vorbei. Schönes flaches Land und irgendwie geile Hotels und Meer.

Wa.

Thursday, April 14, 2011

Post für den löblichen Stadtrath!


Filialleiter Thomas Laber mit Jazzer Erich Kleinschuster.


Der Brief an den „Löblichen Stadtrath“ anno 1881



Löblicher Stadtrath!

Laut beiliegenden Doppelplane A & B beabsichtige ich auf meiner Realität Ecke der Lichtenfels und der Leonhartstraße in Graz den Neubau eines 3 Stock hohen Wohngebäudes vorzunehmen und ersuche um ehebaldige Abhaltung der Bau – Comission und Ertheilung der Baubewilligung.

Graz am 13. September 1881.


Und der „löbliche Stadtrath“ hat gemeint: „Ja, mach mal, du oller Bauherr du! Klotz hin dein Haus und hör auf zu nerven, du Spast!“ Also baute der Bauherr und sehr schön und massiv, ohne Beton oder mit Beton, keine Ahnung, auf alle Fälle schaut’s noch immer gut aus, das dreistöckige Haus in der Leonhardstraße, Ecke Lichtenfelsstraße. Vor kurzem wurden die Bankräumlichkeiten renoviert und die BA-CA fühlt sich jetzt hier so wirklich wohl. Feine Sache! Zur Neueröffnung war der Wa eingeladen und las ein bisschen aus seinen Werken. „Löblicher Stadtrath“ war keiner anwesend, dafür aber die BA-Granden Landesdirektor Helmut Birringer und Manfred Murg. Freilich auch Prominenz aus dem 2. Grazer Bezirk war gekommen, z.B. Catch-Legende Big Otto Wanz, der Jazzer Erich Kleinschuster sowie „Dieter der Apotheker“, dessen Großvater in seiner Freizeit noch Großwildjäger war. Na sappalot auch noch!

Glück auf!

Wa.

Monday, April 11, 2011

So was von da!


Wer jung ist darf schon Lärm machen, denkt sich Tino Hanekamp.




Klar, der Ahnherr jeder deutschen Literaturparty bleibt Jörg Fauser. Die Party mit poppigerer Studentenliteratur eröffnete vor rund 13 Jahren jedoch Benjamin von Stuckrad-Barre. Mit seinem Roman „Soloalbum“ thematisierte er das Leben von Jugendlichen zwischen Selbstfindung und dem Zurechtfinden im kapitalistischen Markenlabyrinth. Schubladisiert wurde „Stucki“ mit anderen Kollegen unter der Marke „Deutsche Popliteratur“. Heute will den „Stucki“ kaum noch wer kennen, die Literaturparty fraß also sein Lieblingskind. Die deutsche Party ging hingegen weiter, Florian Illies bracht „Generation Golf“ und Moritz von Uslar ging das alles journalistisch an und sorgte für frischen Wind im deutschen Feuilleton. Der, der heute alle Regler nach rechts dreht und die Glitzerkugel einschaltet, ist Tino Hanekamp mit „So was von da“.

Eine Party auf hohem Niveau.
„Vorglühen“ muss Hanekamp für seinen Roman nicht. Er steigt gleich direkt am Tag der großen Silvesterparty ins Geschehen ein. Man muss sich das so vorstellen, der Inhalt des Romans geht nicht länger als eine Party, Tatsache. Hätte nie geglaubt, dass so ein Vorhaben gelingen kann, weil mit der auch noch so ausufernden Afterparty jede Party einmal sein Ende hat. Dramaturgisch gesehen aber sehr klug getimt: Es soll das letzte große Fest sein, dann wird der Club abgerissen.

Dichte Atmosphäre und Witz.
Der Autor weiß natürlich, dass eine Fahrt mit 180 Sachen nicht auf 282 Seiten gut gehen kann, also nimmt er gelegentlich das Tempo raus, lässt sein Leben außen vor und zitiert Passagen von Mark Aurel oder Aristoteles über die Adoleszenz. Aber das kommt jetzt nicht peinlich, gleich wenig wie die erste große Liebe, über die Oskar nicht hinwegkommt. Hanekamp bleibt hier unterhaltsam, mit so waschechten Dialogen, also schon „So was von da“. Fazit: Die Literatenparty geht weiter, der Sound war schon mal entbehrlicher, Tino Hanekamp kann seine 24 Stunden wunderbar unterhalten und baut dazu eine sehr dichte Atmosphäre auf. Mal schauen, wie seine Literatur wird, wenn er den Partykeller verlässt.

Wa.


Tino Hanekamp: „So was von da“ Roman. Kiepenheuer & Witsch. 284 Seiten.

Friday, April 08, 2011

"Aus der Muckibude oder was Schweinsbraten mit André Heller zu tun hat."


Muckibude, 8 Uhr morgens und es riecht nach Schweinsbraten. Neben der Muckibude ist eine Großraumküche und irgendwie passiert es, dass da der Luftaustausch in diesem Komplex nicht so ganz funktioniert. Wonach es in der Großraumküche dann riecht, wenn in der Muckibude echt was los ist, möchte ich lieber nicht wissen. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass die Bude illegal aufgestellt wurde, also der Baubescheid erst nach Fertigstellung des Hauses erstellt wurde und im obersten Stockwerk sitzen auch noch Behörden drin. Und in der Vorzeit war das einmal ein Nachtlokal mit Rundumservice, wie mir Michi mitteilte, deshalb ist auch gleich eine Bank daneben, denn da soll die Kohle kiloweise und täglich hingebracht worden sein, und das hängt auch damit zusammen, dass früher einmal, als Graz noch ne graue Maus war, und die Goalkeeper von GAK/Sturm Ekmecic und Saria hießen, zu dieser Zeit hier am Bahnhof der Transit durchzog, aber nicht nur, denke ich mir, und rieche um 8 Uhr morgens den Schweinsbraten und ein alternder Rockstar röhrt via Vollbeschallung „I’m free“. Graz, du kleine Großstadt, denke ich mir, und überhaupt, ist schon geil, denke ich mir, es ist 8 Uhr morgens und ich denke mir dabei ob der Schweinsbratenumdreher nicht auch einen Tag mit Inhalten und Projekten und freier Zeiteinteilung haben möchte ... und das denke ich mir jetzt schon wieder nicht mehr, weil der Flow die Welle mich von einem Projekt zum nächsten trägt, über mich gekommen ist ... im Kopf zumindest, und finden die Projekte nicht im Kopf statt, dann sind sie nirgendwo, Herr André Heller, so war das ja mal als Sie träller, träller, träller ...

Wa.

Tuesday, April 05, 2011

Die Ansichten eines Venedig-Reisenden.



Die Lagunenstadt wurde für den Vorarlberger Autor Christian Futscher ein Fixpunkt, der in seiner tagebuchartigen Litanei „Nur Mut, kleiner Liebling“ Quartier in einer Autorenwohnung in St. Polo bezieht. „Nur Mut, kleiner Liebling“ ist mehr oder minder die Fortsetzung von „Pfeil im Auge“. Beide Bücher schrieb er in derselben Venedig-Wohnung. Der Verfasser dieses Blogs residierte ebenfalls schon in dieser Wohnung, und die ist wirklich anständig fein.

Futscher über Futscher: Interessant!

Als Bewohner Venedigs verhält man sich naturgemäß anders als ein Tagestourist, vermeidet überfüllte Plätze und Cafés, bleibt auch gerne bei sich in der Wohnung und findet Gefallen an den Büchern der anderen, die in der Wohnungsbibliothek aufliegen. Keine flirrenden, sich im Wasser spiegelnde Palazzi, keine Gondolieri, weder grantig noch lustig. Nein, Futscher latscht ein paar Gassen weiter und fühlt sich bei einer Pizza Siciliana pudelwohl, erzählt dabei von seinen Söhnen Leo, Paul und Philipp oder schaut bei Gabriele Gmeiner vorbei, einer Maßschuhmacherin aus Vorarlberg.

Die Zeit fließt, und Futscher fließt mit.

Der Autor notiert was ihm kommt: Ein SMS, eine Flasche Bier, ein Gedanke an Leo, an Anne Marie, an seinen Vater, ein Witz über den Kunstbetrieb. Und dann wieder Unberechenbares: Futscher schreibt das Wort „schreiben“ hundert Mal auf um bei „schpeiben“ anzugelangen. Was geht hier unbewusst im Dichterkopf vor? Strafübung, Schönschreibübung, Volksschuldrama? Wie dem auch sei, als Inspirationsquelle diente hier übrigens Friederike Mayröcker. Ähnlich auch das Gedicht „Prosa“, das nur aus Punkten und An- und Ausführungszeichen besteht. Hierfür stand übrigens Sabine Gruber Pate. Das geht sehr in die Sprach- und Wortspiele der Wiener Gruppe hinein. Ein Kaleidoskop der Gedanken, ein verrückter Wortteppich eben, und dann wieder ein Anlaufen gegen die Zeit, ein Unterfangen, dem man sich nicht unbegrenzt annähern kann, weiß der Autor zu berichten. „Non si può mettere il tempo in una bottiglia“, schreibt Flutscher, die Zeit lässt sich eben nicht in eine Flasche stecken. - Einen dritten Venedig Band soll es noch geben. Futscher wird also wieder in Venedig sein. Trifft man dort auf den Dichter, einen Grappa oder ein Birra Moretti könnte man ihm doch glatt spendieren.

Wa.

Christian Futscher: „Nur Mut, kleiner Liebling“, 261 Seiten. Czernin Verlag

Saturday, April 02, 2011

"Gewachsen in Österreich ..."


Das Grab, die Pflanzerln und der Wallnöfer ...


Grabübergabe klingt ein bisschen blöd, aber irgendwie ist es so. Meine Alten sind zu weit weg und die Frau, die das jetzt gemacht hat, die kann nicht mehr so recht, also hat der Wa. ab jetzt die Pflichten für die Familiengräber in der Obersteiermark übernommen. So fürs erste habe ich Gänsekresse gesetzt, schaut superlieb aus, kommt jeden Frühling wieder und soll auch winterfest sein. Aus der Nationalparkregion Kalkalpen und sehr gesund und super und überhaupt „gewachsen in Österreich“ steht oben, was ich davon halten soll, weiß ich ehrlich gesagt nicht.
Kurz noch zur Ahnenforschung, weil es ja auch am Grabstein eingemeißelt steht. Wa. stammt dem Tiroler Geschlecht der Wallnöfer ab. Historisch halbwegs informierten Menschen müsste der Name ein Begriff sein. Waren und sind ja auch sehr wilde Hund!

Sunday, March 27, 2011

Der Präsident der Kurve.


Als Rauter das 2:0 schoss ...


... war beim GAK Präsident Benni Bittmann die Hölle los. Beide Fotos (c) Wanko

So jubeln sah man den GAK in der letzten Zeit selten: Ist er doch durch das Ausscheiden einiger Konkurrenten um den Titel und durch eine fast makellose Frühjahrsbilanz – drei Siege und ein Unentschieden – dem möglichen Aufstieg in die 2. Liga am Sonntag um einen Schritt näher gekommen. Den direkten Konkurrenten Blau-Weiß Linz schickte der GAK mit 2:0 nach Hause.


Ein Garant für diesen Erfolg ist mit Sicherheit Benedikt „Benni“ Bittmann, der den GAK nach dem 3. Ausgleich vor dem endgültigen Abstieg in die Unbedeutsamkeit bewahrte, indem er Ruhe in den Verein brachte und ihn mit Raimund Pock neu aufbaute. Mit der Ruhe kam auch das Geld zurück, wenn zu Beginn auch nur tröpfchenweise, aber mit dem deutschen Textildiskonter „Kik“ hat man nun doch einen Sponsor fernab von staatsnahen Betrieben an Land gezogen und kann heuer ausgeglichen bilanzieren.

Wie das Geschäft geht, hat der Präsident nicht nur einmal in seinem Leben bewiesen. In der 3. Generation führt er nun den in Graz und Klagenfurt ansässigen Elektro-Großhandel „Seitner&Bittmann“ und konnte 2008 durch einen Ankauf von einer weiteren Lagerhalle in Klagenfurt die Lagerkapazitäten der Firma verdoppeln. Als VP-Landtagsabgeordneter und Wirtschaftskammer-Vizepräsident gehört er zu den Sportvereinspräsidenten die nicht durch Sprachakrobatik und verbale Verunglimpfungen auffallen. In Österreich nach wie vor eine Seltenheit.

Der GAK wurde einst als der „Meister der Herzen“ bejubelt und vermarktet. Das hat den Verein nicht reich gemacht, und im Grunde hat das schnell aufgepinselte Herz nicht einmal gereicht, um den Verein vom Absturz in die 3. Liga zu retten. Nun scheint der GAK einen Präsidenten mit Herz zu haben, der bei jedem Heimspiel in der 2. Halbzeit in der Kurve vorbeischaut und gegebenenfalls mitfeiert. Das alleine wird für den Aufstieg nicht reichen, aber ein Präsident der weiß wo’s langgeht und der seine Visionen nicht mit Größenwahn verwechselt, ist eine solide Basis.

Wa.

Tuesday, March 22, 2011

"Aus der Muckibude oder die Kampagnen gegen die Österreicher!"

Ein Wort noch zu meiner Familie Penner Premiere: War sehr geil! Großes Fest! Die „Kleze“ meinte: Martin G. Wankos "Penner"-Soap im Grazer Theater im Keller endet im Pointenrausch. Und der Haubentaucher hat gesagt: "Schade, dass der große Wolfi Bauer das nicht mehr miterleben konnte, er hätte seine Freude damit gehabt." – und hääte sicher angestoßen, denn 2 Tage später hätte Bauer seinen 70er gefeiert!



Und sonst? Gestern ist mir am Laufband unser ehemalige Innenminister und bis vor Tagen noch EU-VP-Delegationsleiter Ernst Strasser in den Sinn gekommen. Ich hatte sogar Verständnis mit ihm: Ich kann mir schon vorstellen, dass man nach der politischen Karriere noch gerne einen Job als Lobbyist hätte, der einem die nötige Kohle bringt. So eine Art Schmerzensgeld, das man für die mediale und gesellschaftliche Verunglimpfung in den Jahren in der Politik bekommt.
Scheiße ist nur, dass sich Strasser vom ersten Moment an selber entlarvte, da er sofort etwas von einer Kampagne gegen ihn quatschte. Eigentlich müsste es zum politischen Know-how gehören, dass seit Kurt Waldheims Präsidentenwahlkampf 1986 kein Politiker mehr das Wort „Kampagne“ ungestraft in den Mund nehmen sollte. Bei Waldheim war es ja noch die „Campaign!“ >>Kampein!<< wie er gepoltert und gejault hat, die die „Ostküste“ und die Linken gegen ihn führen würden. Blöd nur, dass Waldheim vergessen hatte, was er im 2. Weltkrieg als SA Offizier so genau tat, sonst hätte es gar keine Kampagne geben können. Aber Kampagnen sind nicht alle gleich, und konnte man sie bei Waldheim noch ansatzweise in den Mund nehmen, fehlen einem bei Strasser tatsächlich die Worte. Wo ist die denn, die Kampagne, wo ist sie hin ... aber ich spüre schon wieder ein leichtes Flirren, das Laufband erfüllt seinen Zweck und der Flow kommt über mich. Was sind schon Drogen, wenn man durchs Laufen so einen herrlichen Flow der Gleichgültigkeit bekommt und dann ohne schlechtes Gewissen wieder ins Leben zurück kann.


Wa.

Monday, March 21, 2011

Mamma Mia! Italien ist 150.

Das Jubiläumsjahr 2011 droht zu entgleisen, die Autoren feiern es trotzdem.


In turbulenten Zeiten zahlt sich ein Blick in Italiens Vergangenheit aus. Ein letzter der ganz großen kulturellen Universalgenies war Pier Paolo Pasolini. Film, Lyrik, Romane sowie philosophische und journalistische Betrachtungen - der charismatische Norditaliener war vermutlich der einflussreichste Künstler der 1960er-Jahre in Italien. Nun werden unveröffentlichte Tagebuchaufzeichnungen nachgereicht.

Rom, Stadt der Arbeiter.

Im Grunde ist es eine kleine Sensation, dass heuer noch nie ins Deutsche übersetzte Tagebuchaufzeichnungen Pasolinis Rom-Zeit aufgetaucht sind. Sie führen den Leser in die Vierteln wie Trastevere, ins Trullo-Viertel oder zu den Arbeitersiedlungen am Stadtrand von Rom, fernab vom heutigen Blick. „Rom, andere Stadt“ nennt sich die Textsammlung, die mehr ist als ein Stadtrundgang. Mit dem Gedanken Pasolinis kann man mitgehen und mitdenken, wenn er jungen Arbeitern seine Gedichte erklärt, sich über den Klassenkampf Gedanken macht und dann wieder äußerst sensibel über verregnete Plätze berichtet, oder ein Gedicht entwirft, das in seiner Pracht sehr ruhig und eben nicht kitschig ist. Kongenial im Band die Bilder von Herbert List, der „das andere Rom“ in den 1960er-Jahren festhielt. Die Stadt am Brodeln, als noch keine gierigen Spekulanten und korrupte Stadtpolitiker ihr Unwesen trieben.

Bella Italia – eine Gruselgeschichte.

Trotzdem darf kein verklärter Blick in die Vergangenheit stattfinden. Italien ist auch in der Gegenwart sehr spannend und vor allem laut. Diese grelle Gegenwart fängt Birgit Schönau sehr gut ein. Schönau ist Wahlitalienerin, in Rom fest verankert, schreibt fürs deutschsprachige Feuilleton und ist auch als spritzige Reisebuchautorin bekannt. In „Circus Italia“, das sehr richtig mit „Aus dem Inneren der Unterhaltungsdemokratie“ untertitelt, kommt sie der Sache schon sehr nahe, was Italien ist.

Italien ist eine einzige Großbaustelle, zwischen Lobbyisten und Asylanten, alten und neuen Gaunern, eine Demokratie eben, die schon sehr nahe am Abgrund ein sehr wildes Tänzchen wagt – aber halt noch immer am Leben. Fast einmalig beschreibt Schönau eine Metrofahrt in Neapel, der traurigen Königin Italiens, oder eine heitere Fahrt durch Florenz und seinem „Calcio“. Da sind viele Eigentore, die sich die Apenninhalbinsel schießt, aber die Autorin behält die Übersicht und schafft es, dass dieses „Fertigwerden mit dem ganzen Wirbel“ nicht zu einem Klischee verkommt, sondern als Überlebensstrategie eines Volks dargestellt wird.

Wa.

Wednesday, March 16, 2011

„Aus der Muckibude oder am Tag der Premiere.“


Die Sardinendose hat rein gar nix mit der Familie Penner zu tun, aber sie schaut super aus.

Langsam entwickele ich ein Gefühl fürs Wetter. Gestern ging ich extra noch nach sechs Uhr eine Runde laufen, weil es überraschend warm war, aber schon leicht windig und ein Himmel der langsam mit Wolken durchwachsen wurde. Was sagt uns das? Richtig, dass es am nächsten Tag in Graz regen wird und so ist es! Es regnet. Jetzt kann man natürlich sagen, was macht dem Wanko der Regen, hat seine Muckibude kein Dach über dem Kopf. Und ich drauf: Ja eh, aber ich hab heute keine Zeit dazu, weil ich bei meiner eigenen Premiere bin. „Familie Penner Teil VI“. Und so fällt das Training heute Abend aus. Ansonsten fängt der Tag schon lustig an: In der Früh mal ne Runde Brecht/Weil gehört und dazu lautstark mitgesungen – Starlight und MagManu möchten’s mir verzeihen, Premiere hat man eben nicht jeden Tag und eine Uraufführung schon gar nicht. Und ja: Premiere ist nicht nur ein Fernsehsender, sondern der Tag an dem ein Theaterstück das erste Mal aufgeführt wird.

Wa.

Tuesday, March 15, 2011

Der Familie Penners „Finale“


Die Famile Penner, das 8er-Pack aus dem Grazer Bezirk St. Peter! Doch einer fehlt und da meine ich nicht die gute Technik. Wer das erratet, bekommt ein Premierenbier oder Gspritzen. Foto: Krenn/TiK

Es wird spannend! Und das zum letzten Mal! Die Familie Penner, die „Liebe Familie mit zu viel Bier aus dem 8. Grazer Gemeindebezirk“ is back in Town, but: Nur noch dieses Jahr. Nach der sechsten Folge ist Schluss. So soll’s sein. Es waren vier aufregende Jahre. Ich war heute Generalprobe, da ging’s heiß her, ein ewiges hin und ein ewiges her eben und im sechsten Teil zieht ja die Familie um, in die Villa der Erbtante. Sie hat also ihr Ziel erreicht, aber am Ziel angekommen, schaut’s dort so aus, wie man will? Ist das Ziel der Träume so, dass es dann nicht doch zum Alptraum der Wirklichkeit wird? Und trotzdem: Ein Trash zum Lachen, und für manchen auch noch dazu gratis. Die „Stillen Freunde“ machen hierbei auf Facebook ein Gewinnspiel: Stille Freunde

Mitspielen, Wa!

Friday, March 11, 2011

"Aus der Muckibude oder im Angesicht des Bösen!"


Hab ich mich gefürchtet!



Schreiben tut man am besten dann, wenn der Kopf leer ist, also schon mit Hirn drin, aber nicht mit zu vielen Problemen. Am besten geht’s ohne Probleme. Wie in der Muckibude. Am Anfang schuftet man sich ab, Bergfahren, Rückentraining, weiß Gott was alles und dann kommt zur Entspannung eine Runde laufen. Das Geilste daran ist der Punkt, in dem man in die Welt der Gleichgültigkeit rübertriftet. Von außen betrachtet, schaut man hier wie ein willenloser Zombie aus, und das ist gar nicht so schwer, da man in „meiner“ Muckibude hinter der Panoramaschabe läuft. Aber von innen, Mann, von innen, Frau, das musst du dir einmal geben. Plötzlich verduftet sogar das Sparpaket der Steiermärkischen Landesregierung, auch die Frage, warum nahezu das gleiche Team vor vier Jahren die ganze Kohle gegeben hat, die sie jetzt wieder nimmt ... sogar der Feinstaub in der Lunge wird einem gleichgültig und verbunden damit auch die nicht vorhandenen Maßnahmen vom Landesrat Kurzmann ... das alles wird in einem Bad der vertrottelten Glückseligkeit erstickt und verdrängt, bis dann doch etwas passiert, was einem von einem Moment auf den anderen runterholt: Auf der Panoramascheibe vor mir landete etwas, klar und deutlich, und ich hab’s gesehen und weiß genau: Das Böse sieht so aus! Es sah mir in die Augen und ich trotze seinem Blick! Der erste Moskito des Jahres 2011. Und der flüsterte mir eines: Sie geben uns heuer bis in den Oktober hinein keine Ruhe und saugen uns aus! Für was braucht man dann eigentlich noch eine Landesregierung?

Wa.