Friday, July 04, 2008

Belgrad, wir kommen!



Kurz erzählt: Xaver rief mich vor einiger Zeit an, ob ich bei einem Literaturfestival in Serbien lesen will. Und ich: Ja, ich will in Serbien lesen.
Das Angebot das ich von Srdjan Papic dem Festival-Manager bekam, war nicht uncharmant: Für die Spesen komme man auf, Gage gibt's leider keine - aber eben viel zum Gluckern. Für die Gage sprang aber das Kulturforum in Belgrad ein, für die Fahrtkosten auch. Danke! Und da ja die Youngsters noch was lernen sollten, packte ich Starlight gleich mit ein.
Anfangs dachten wir, wir landen irgendwie im alten Österreich, den die Fahrt nach Serbien begann mit einer Schnitzelsemmel und einem ausgemusterten ÖBB Zug der 80er Jahre.

Wa.

die grazer autorenversammlung sticht in see





... na ja fast zuminsest! 16 Autoren zu Lande und zu Wasser, gar net einfach, 16 Autoren unter einen Hut zu bringen. Mitunter auch Dank an Meister Fräulin und seinem Piratenchor!
Schöne Sache, vor allem hier im Bild der polinsch/weißrussische/russische Wasserretter. Mehr unter www.kleinezeitung.at/leutetv

euer wa.

ps. Es gibt tatsächlich noch Lesungen wo was los ist und Gäste kommen!

Thursday, June 19, 2008

Die Mur!





Herrschaften, Sie wissen ja, Sport hat man jetzt nicht gerade für meine Wenigkeit erfunden. Vielleicht zum Zuschauen aber net wirklich zum Selbermachen. Umso überraschender also, dass Sie den Herrn Wa. hier im Kajak 2er sitzen sehen. Der Herr, der mir dieses Glück zuteil werden ließ, Christoph Hesse, den sehen Sie leider nicht, aber: Danke Christoph!
So konnte ich die Mur einmal aus einem anderen Blickwinkel erleben, vom Wasser aus halt, ob Frohnleiten, wo die Mur hübsch aufgestaut ist. Dann und wann lächelt einem ein Huchen zu oder oder bezirzt einem ein Wasservogel. Natur pur eben! Und übrigens, die Mur murlt gar nicht, oder fast nicht. Da das Wort "murlen" (also nicht ganz toll riechen) gibt’s net einmal im Wörterbuch. Dürft' ne Grazer Erfindung sein: Die Mur murlt!
Aber auch das Kajak-Fahren in der Mur fand nicht ohne Grund statt: Dienstag, dem 24. Ist ja um 18:30 der große GAV Autorenramadan im Reich der Riesenkarpfen am Grazer Hilmteich angesagt, wo uns der Grazer Kanu Klub hilfreich zur Seite steht!

Kajak-fahren ist wunderbar, so könnt ich leben das ganze Jahr,

Euer Wa.!

Wetten mit Kurt Palm!




Tja, hätte ich das nur getan, sage ich mir, gewusst hab ich’s ja schon: Autor und Filmemacher Kurt Palm sagte mir in einem Interview vor ungefähr zwei Monaten, dass Österreich nicht den Aufstieg ins EM-Viertelfinale schafft. Naja, werden Sie denken, das war jetzt nicht wirklich schwer zu erraten. Palm sagte mir weiter voraus, dass Österreich nur einen Punkt bekommen wird. Hm, werden Sie sagen, das war auch nicht wirklich schwierig, obgleich: Viele tippten auf 0 Punkte. Der Autor der skurrilen Texte meinte jedoch auch, dass wir den Punkt gegen Polen holen werden. Sehen Sie, da wären schon viele mehr daneben gelegen. Des weiteren erahnte er, dass Petr Cech eine der tragischen Figuren werden wird – und, hätten Sie das gewusst?
Nicht, dass man nun Palm oder meine Wenigkeit lyncht, wenn nix draus wird und Palm lehnt das Wetten eh grundsätzlich ab, glaub ich mal, aber sein Tipp auf den Europameister heißt Portugal. Das ist jetzt grad keine Sensation, aber wer schon seine Kohle beim Wetten rauswirft, sollte ein paar Münzen auf die Portugiesen setzen.

(Hier im Bild übrigens mit seiner Freundin Michi und Clarissa Starlight in des Künstlers Wohnung in der Wiener Westbahnstraße. In der Hand halten die Herrschaften übrigens Kurt Palms ersten (!) selbstgemachten Apfelstrudel. Originalzitat Starlight: „Der erste Apfelstrudel der mir schmeckt!“ … und über den Köpfen lacht die ausgestopfte Forelle.)

Euer Wa.

Tuesday, June 17, 2008

Fußball-Foren




Tja, in Zeiten wie diesen sind natürlich die Fußball-Foren überladen. Immerhin sind wir ja ein land mit über 6 Millionen Teamtrainern. Nun sind die Kommentare oft ziemlich dünn und manchmal in wirklich origineller Rechtschreibung gehalten. Bin ja selber grad keine Leuchte, aber Junge, Junge, was sich hier abspielt ... anbei ein kleiner Beitrag aus dem Forum der heutigen Kleinen Zeitung, dass es hier um Sturm Graz geht, ist reiner Zufall (und ich hab wirklich nix verändert!).

"Der Ferein muss sich um großere Sponsorn um schauen das Sk Puntigamer Sturm Graz wieder in der CL und Ueaf spielen kann und einen Namen in Europa macht. Sk Puntigamer Sturm Graz muss die beste Manschaft Welt werden . An alle Fans von Sk Sturm Graz bei jedem Heimspiel muss das Station ausferkauft sein 2008/2009 es musen ihmer 15.300 Fans kommen Bitt Danke."

Kleine Zeitung, Graz, 17.06.2008

Friday, June 13, 2008

Martin Harnik flachgelegt!




Ja, die Verzweiflung nährt sich bis hin zur Blauen Stunde und die Bilder der vergebenen Harnik-Chancen im Match Österreich-Pole dürften manchem Fan dementsprechend lange im Kopf geblieben sein und der Frust eben auch. Also landet Martin Harnik schon mal "flachgelegt" auf dem Autodach, gesehen in der Grazer Brandhofgasse. Vielleicht sind es aber auch die ORF-Moderatoren, die die Menschen in den Public Viewing Bereichen zur Weißglut bringen.

Unsereins glotzt auf ARD/ZDF, aber wenn man kurz in die Küche muss, läuft dort ORF mit. Beim Spiel Griechenland-Schweden war sinngemäß folgendes aufzuschnappen: „Wenn das mit den Griechen so weitergeht, werden wir den Griechenland Urlaub stornieren.“ O.k., war kein Traumkick, aber man überlege sich folgendes: Wenn Österreich den Aufstieg nicht schafft, wird Europa den Österreich-Urlaub stornieren, na wie wäre das? Bei Thomas König, im Spiel Niederlande-Italien, wieder ein Satzerl aufgeschnappt: „Das ist bitterer Prosecco!“ Ich weiß eh, Thomas, wie es ist, wenn’s im Kopferl „prödlt“ und man will trotzdem etwas sagen was so halbwegs drauf hinkommt. Bitterer Prosecco? Haben wohl Campari, Aperol oder Amaretto gemeint, od‘r?

Im Übrigen: Meine Rechtschreibung weißt durchaus Finessen auf, jedoch Namen und Eigennamen sind halt wichtig, das sollte gerade der österreichische Sportjournalist wissen: Es heißt "Zürichsee" und nicht "Zürich See", dafür heißt es "i"-los „Zürcher Zeitung“ und nicht „Züricher Zeitung“, und auch „Zürcher Geschnetzeltes“ und nicht „Züricher Geschnetzeltes“, aber warum nicht gleich im besten Züridütsch: Züri-Gschnätzlets. An Guata!

Wa.

Thursday, June 05, 2008

Gewinntäuschung!



Nulldefizit bringen wir eh nicht zusammen, Nullwachstum ist schon lange out, alles im Prinzip Wortschöpfungen österreichischer Finanzminister. Absolut neu und aus good old London kommt "Gewinntäuschung", letztens gehört auf Ö1 im Wirtschaftsjournal. So, wie Sie nun mich leicht übertrieben im Anzug stehen sehen, wird sich der sprachkreative Banker auch gefühlt haben, als er das Wort Gewinntäuschung erfunden hat. Klingt doch schön, obgleich’s natürlich wortwörtlich gesehen ein Betrug ist.

Euer Wa.

Monday, June 02, 2008

Flight 142 Seat 05F





Letztens beim Check-In Schalter in Friedrichshafen (D) beim Intersky Schalter für den Flug Friedrichshafen – Graz:

Schalterdame (Sie): Guten Morgen Herr Wanko, welchen Platz wollen Sie?
Martin G. Wanko (Ich): 5f.
Sie: Sind Sie sich sicher.
Ich: Klar.
Sie: Das ist der Platz neben dem Probeller.
Ich: Ich weiß.
Sie: Sogar der Lautester, weil er gleich am Fenster liegt.
Ich: Ich weiß.
Sie: Ich kann Ihnen aber gerne einen ruhigeren Platz im hinteren Bereich anbieten.
Ich: Das ist sehr aufmerksam, aber ich hätte gerne 5f, den neben dem Probeller.
Sie: Den Platz hat sich aber noch niemand gewünscht. Viele wollen den nicht, weil Sie glauben, der Probeller fliegt Ihnen immer ins Gesicht.
Ich: Also, darum geht es ja.
Sie: Wie bitte?
Ich: Wenn etwas schief läuft, merkt man es mit dem Kapitän als erstes, das hat was. Das verbindet.
Sie: Ja?
Ich: Ja. Und wenn angenommen sich ein Probeller löst und einem den Schädel abhackt, dann würd ich eigentlich gerne der sein, dem das widerfährt. Dann erspart man sich das Gejammere der anderen im Flugzeug. Bringt ja eh nix, wenn’s einmal so weit ist.


Ja, und dann hat mir die Stewardess tatsächlich für den Flight 142 Class Y den Seat 05F ausgehändigt. Ohne noch ein Wort zu sagen. Sie ist nicht blass geworden, nein, natürlich nicht. Aber komisch nachgeschaut hat sie mir schon. Übrigens, der Motorenlärm war ziemlich beruhigend, zwei Mal wäre ich fast eingeschlafen. Und der letzten „so ruhigen“ Reihe greinte ein Baby, den ganzen Flug hindurch, ich habe es neben den Motorengeräuschen nur als Hintergrundmusik wahrgenommen. Wenn Sie nun glauben, dass ich einfach nur den Platz beim Sprudler haben wollte um dem Greinen des Babys zu entkommen, da es ja schon am Flughafen durch den Wind war und die Mama mit dem Kleinen vor mir eincheckte und ich mitbekam, dass die ganz, ganz hinten sitzen, dann sage ich mal drauf: Ja, das stieeemmmt.

Euer Wa!

Wednesday, May 14, 2008

Graz, du kleine Arsch-Stadt!




Gelegentlich darf man ein bisserl sudern, vor allem wenn es nicht um die eigene Person geht. Gestern war Franz Dobler im „Exil“ einem Grazer Post-Post-Punk-Indi-Lokal zu Gast. Für alle die das Lokal in der Josefigasse net kennen: Dort hängt z.B. ein uraltes Psychedelic Furs (gibt’s die eigentlich noch?) Plakat, ohne dass das jetzt komisch ausschaut.
In dieser Kneipe also war der Deutsche Musikfachmann und Autor Franz Dobler zu Gast, der seinen neuen Roman „aufräumen“ vorstellte – ein Roman der in den letzten Wochen durch das deutsche Feuilleton ging, und zumindest respektvoll gestreichelt wurde.
Das ist für den Veranstalter eigentlich eine Bank, dachte ich mir: Das Lokal passt zum Dobler, der Bezirk Lend mit seinen Youngsters zu Doblers Musikgeschmack, immerhin hat der Herr ja die eigenwillige Johnny Cash Bio „The Beast in Me“ geschrieben und schon einige CD-Compilations rausgebracht. Denkste!
Wir sind in Graz, das heißt sobald ein bisserl Frühling in spürbar ist, saufen sich die Leut im Gastgarten zu Tode und in dem Sinne kann man mit einem anspruchsvolleren Freizeitanbot a la Lesung schon brausen gehen.
Dass vielleicht die hiesige Presse ein Vorinterview mit dem Augsburger Autor gemacht hätte, oder ein fettes Ankündigungsfoto, nö, die größte Kleinstadt Mitteleuropas hat das halt nicht nötig, brauchen wir nicht, ist eh alles spritzig wie ein Spritzer im Gastgarten. Und so kommt es halt, dass Dobler vor bloß einem Dutzend Zuschauern sein dichtes Programm im Stile der 80er-Jahre Leseperformer (inklusive Raucherhusten)runterrockte. Franz Dobler wird sich eines denken, was Harry Rowohlt vor einigen Jahren in einem gut besuchten Forum Stadtpark laut aussprach: „Nach Graz komm ich nicht mehr!“

Wa.

Monday, April 28, 2008

Vorhang auf für Josef H.




... als Golfer ...



... als Koordinator ...



... nahe der Einsicht unter der Sonne Kairos ...



... und, no-na-net- als Teamchef


Also, so schaut er aus, der Wüstenhicke alias Gottfried Neuner. Zu sehen auf der Probebühne im Vorarlberger Landestheater, im April, Mai und vielleicht auch noch im Juni. Schön war’s, mir hat die Premiere sehr gefallen. Wer sich unseren Wüstenhicke nicht anschaut, der ist selbst schuld.

Wa.

Sunday, April 20, 2008

Stephen King in Graz




Nö, natürlich nicht, Ihr Idioten. Aber hin und wieder braucht man halt eine Headline die was hergibt, hat mir einmal der Hans D. gesagt und nicht nur der. O.k., nachdem ich Sie schon so gefoppt habe: Dieses einen Spalt geöffnete Kellergewölb gab es für Starlight und mich auf dem Heimweg vom Tik in der Münzgrabenstraße zu bestaunen. Um nun auf Stephen King zu kommen: Was hat sich hier den Weg in die Freiheit gebahnt? Ein Geschöpf, ein Dampf? So massive, vom Tageslicht ferngehaltene Verriegelungen gibt es selten, sehr selten …

Euer Wa.

Die Wüste lebt - der Teamchef auch


Buch & Stück: Teamchef Josef Hickersberger als Kunstfigur.

Also, sehr botschert haben sich ja die Medien in Sachen „ÖFB-Teamchef-entfernen“ angestellt. So hat beispielsweise die „Kleine Zeitung“ am 7. Oktober 2006 ganze Vier Seiten inklusive Titelseite verbraucht, um den Teamchef Josef „Peppi“ Hickersberger nach dem harterkämpften 2:0 gegen Lichtenstein zum Rücktritt zu bewegen. Geworden ist nix draus. Ätsch!
Dabei hätten es die Medien einfacher haben können: Ich habe ja schon 2005 mit dem Teamchef ein sehr eindringliches Gespräch geführt, welches zu meinem Theaterstück „Die Wüste lebt“ führte, welches am 25. April im Vorarlberger Landestheater uraufgeführt wird. Natürlich fragte ich ihn auch die fragen aller Fragen: „Josef bleibst Du?“ Und er antwortete: „Das ist eine gute Frage. Manchmal wollt ich schon den Hut drauf werfen, aber wenn ich jetzt Stück und Buch bekomme, dann bleib ich. Keine Frage! Hau in die Tasten!“
Gesagt, getan und Hicke hat Wort gehalten. Eh klar, was sonst. Das Buch, es hat ja auch einen anderen recht feschen Sporttext dabei „der Tag an dem Niki Lauda starb“, können Sie im guten Buchhandel und bei der edition keiper bekommen. Das Sück gibt’s jetzt einmal im Vorarlberger Landestheater zu sehen. Also, jetzt wissen Sie wieder einmal was der Wanko so macht und können beruhigt schlafen gehen …

Euer Wa.

Familie Penner II "Europameisterschaft"



Wenn Franz Penner wieder zum Pinsel greift ...



... und Heinz Penner sich hinter einem Vorhang versteckt, dann ist mean wieder bei der Familie Penner ...

Also, wenn Bernd Sracnik alias Franz Penner wieder Aquarelle malt, in dem Fall Fußballaquarelle, und Eik Breit alias Bruder Heinz Penner sich hinter dem Vorhang versteckt und wie sein Gesichtsausdruck verrät ziemlich überrascht ist, dann treibt die Familie Penner wieder ihr Unwesen. Premiere ist am 22. April und daraufhin immer von Mittwoch bis Samstag die nächsten 4 Wochen. Die letzte Vorstellung wäre dann nach Adam und Riese am 17 Mai. Genau, da haben Sie richtig mitgerechnet. Da Sie die Sitcom natürlich nicht versäumen wollen, fragen Sie am besten unter der Theater im Keller Hotline: 0316-84 61 90 um Karten nach. Über das Netz geht das natürlich auch: www.tik-graz.at.
Vielleicht noch kurz dazu, wo sich denn der Autor Wanko und der Regisseur Haidacher zum Meinungsaustausch treffen: Beim GAK Spiel, in den Pausen vor dem 18er. Wo sonst?

Euer Wa.

Tuesday, April 15, 2008

Pirati Ciclisti Antifascisti





Letze Woche war ich mit Starlight in Wien-Dornbach auf dem berühmten Wiener Sportklub Platz. Berühmt deshalb, da man auf keinem anderen Platz in Österreich durchgehend seit 1904 spielt. Es spielten Wien Energie gegen Wien Energie. Kleines Witzerl, für die die es verstehen. Es spielte der Sportklub gegen den FAC. Leider gewannen die orangen Lümmeln.
Die Anlage ist wunderbar, so schön in die Stadt gebaut, die Friedhofstribüne natürlich Kult und die Fans äußerst angenehm. Eine gelungene Alternative zu den zwei Wiener Großklubs sozusagen. Was man sonst europaweit selten zu sehen bekommt: Ein antifaschistisches Fan-Transparent: Pirati Ciclisti Antifascisti! Weiter so!

Wa.

Zum kleinen Hängebauchschweinchen



Zum Kleinen Hängebauchschweinchen

Dass Autoren auch kochen können, ist mehr als ein Gerücht. Einer mehr, der das bestätigt, ist Gabriel Loidolt, der letzte Woche als Koch in der (privaten) asiatischen Hütte „Zum Kleinen Hängebauchschweinchen“ in Erscheinung trat. Verwöhnt hat er die Gäste Bernadette Steps, Alfred Kunzio und meine Wenigkeit mit Gerichten aus Hanguk (Korea).
Im Detail mit Kamjabujim, Maeuntang und Jokbal. Alles klar? (Salatteller, Fisch in heißer Ssojang-Brühe, gekochte und gebratene Schweinsstelze in süß-scharfer Kojujang-Soße, weißer Reis, selbstgemachtes vergorenes Kohl-Kimchi etc.).
Das Dinner war schier eine Sensation, und da bedankt man sich beim Herrn Wirt im Namen aller Gäste!

Euer Wa!

So schön wie bei Michael Schanze



zzzzzzzzzzzzz



ppppppfffffffffffff



plop



und aus




Vielleicht noch ein Wort zum Spiel gegen Hartberg. Nun, der ehemalige Bundesligist Hartberg, letztes Jahr war er immerhin in der Red Zack Liga, kommt mit einigen hundert GAK-Fans nicht zurecht. Die Medien wurden ja in den Tagen danach gut mit Fotos und Berichten bestückt. Fazit: 2500 Euro Schaden. Ist jetzt auch nicht die Welt, denke ich mir. Vielleicht hat man auch nicht die intelligentesten Ordnungshüter eingesetzt, wäre ja möglich. Man versuchte anbei rauchende Bengalos in Gastro-Senf Kübeln aus Kunststoff zu entsorgen. Das sah ziemlich lustig aus. Zuerst machte es zzzzzzzz, dann verschaffte sich der Kübel eine seitliche Öffnung und es machte pppffffff und schließschlich ging der Kübel mit einem satten Plop in die Luft. Man dachte schon man war in Michael Schanzes „eins, zwei, oder drei“, so schön machte es plop.

Sunday, March 30, 2008

Kurt Palm und die Hitzeschlacht von Lausanne


Kurt Palm: „Die Hitzeschlacht von Lausanne“ Residenz Verlag, 174 Seiten.

Das WM-Spiel Österreich - Schweiz 1954 ist tatsächlich ein Fall für das Guinness-Buch der Rekorde: In keinem anderen WM-Spiel wurden jemals mehr Tore geschossen. Die Hauptursache: Die mörderische Hitze ließ Fehler zu.
Tolle Fotos, Kurzporträts der Österreichischen Stars von Gerhard Hanappi bis Erst Ocwirk, sowie Spielreportagen lassen eine dichte Atmosphäre entstehen. Ganz genial: Die Auszüge der Radio-Live-Berichte des Duos Edi Finger (Senior) und Heribert Meisel.
Doch die wahre Freude liegt im Detail: Ernst Happel stoppt einen Ball mit seinem Allerwertesten … die Brasilianer randalieren nach ihrer Niederlage … zur Ablenkung vor dem Spiel ging man den Western „Die Schenke zum roten Engel“. Von den Siegesprämien kaufte sich Austro-Kicker Alfred Körner einen VW Käfer. Ein Sponsor ließ pro Spieler immerhin einen Kühlschrank springen.
Launisch, verspielt und mit viel Gefühl für's Wesentliche - Palm eben.

euer wa.

Saturday, March 22, 2008

Hellas Verona




Ja, was diese „altehrwürdige“ Italo-Mannschaft mit dem Ruf der absoluten letzen Brut auf diesem Blogg macht, werden Sie sich wohl fragen. Gut, im Zeichen der Glocken die wieder zurück sind verrate ich’s Ihnen: Der nicht unbekannte Autor Tim Parks, aufgewachsen in Manchester und lebt in Verona, hat ein ziemlich profundes Buch über Italien und Fußball geschrieben. Wer nach der Lektüre nach Italien reist, wird das Land mit anderen Augen betrachten.
Ein Universitätsdozent ein Jahr, 34 Spiele, unterwegs mit den Fans von Hellas Verona, aber nicht als Studierter sondern als Fan. Nichts wird ausgespart in diesem Non-Fiction-Reisebericht: Neofaschismus, Rassismus, der Irrsinn (in Italien) Fan eines unterprivilegierten Clubs zu sein und natürlich das Gegengewicht: Die Sucht nach dem Calcio. Die Leistung die der Autor erbracht hat ist erstaunlich: Einem ziemlich unbeliebten Verein ein Buch auf den Laib zu schreiben, welchen diesen Club zumindest nicht unsympathischer macht. Geschrieben wurde die Schwarte übrigens 2000/01. Damals war Hellas noch in der Serie A. Heute befinden sie sich in der Serie C. Als ob man das nicht von wo kennt.

Thursday, March 13, 2008

der flyer und die literatur


Der Flyer und die Literatur - ein eigenes Kapitel. Oft ein bisserl zu arty, dann wieder ein bisserl zu g'scheit. Wie es gehen kann, zeigt der Kunstmann Verlag. Und so schaut's aus!

Euer Wa.

Saturday, March 01, 2008

Manfred Wieninger & Marek Miert




Harland nennt Manfred Wieninger eine fiktive österreichische Landeshauptstadt, die vor allem eines zu bieten hat: Österreich in all seinen Untiefen. Harland ist St. Pölten und Marek Miert ist der Ex-Kipf nunmehr Privatdetektiv, den der Autor durch die Grauzonen Niederösterreichs stapfen lässt.
Miert ist die Antithese zu den herkömmlichen TV und Literaturbullen Österreichischer Herkunft. Einzelgänger, launisch, beziehungsunfähig, Mozartkugelverschlinger, Manner-Schnitten Fetischist, und vieles mehr. Dem gegenüber steht das Herz aus Gold, schwarzer Humor, eine zähe Leber und vor allem der Drang Dinge fertigzubringen. Gleich wie seine Mozartkugelwampe schiebt Miert die Fälle vor sich her und man könnte fast glauben, ist das Sackerl leer, ist der Fall erledigt.
5 Miert-Krimis gibt es bis jetzt, Grund genug also Manfred Wieninger im „Miert Country, dem Wilden Osten Österreichs“ aufzusuchen, dachten sich Clarissa Starlight und Wa. Hier beim sehr guten St. Pölter Griechen Rhodos blättert der Haudegendurch seinen neuen Miert „Rostige Flügel“ (Haymon Verlag). Wer mehr auf Paperbacks steht, dem kann auch geholfen werden: Die „Engel der letzten Stunde“ und „Kalte Monde“ sind beim Zürcher Unionsverlag erschienen. Des Weiteren dürfen wir uns im Vorsommer auf einen speziellen Wieninger-Krimi erfreuen, erscheint in der genialen Edition Nautilus Reihe Kaliber .64 ( = 64 Seiten langen).

Also in dem Sinne, St. Pölten ist kein unbeschriebenes Blatt mehr und Marek Miert passt auf, dass nix anbrennt.

Euer Wa.